Weihnachtbaum am Asturvöllur

Geschäfte, Häuser nebst Vorgärten, ja ganze Straßenzüge sind bereits seit einigen Tagen weihnachtlich geschmückt. Keinem Besucher Reykjaviks kann also entgangen sein, dass die Adventszeit auch begonnen hat. Mit dem heutigen ersten Advent erstrahlt auch der Weihnachtbaum auf dem Austurvöllur vor dem Parlamentsgebäude in weihnachtlichem Glanz. Mit Musik und heißer Schokolade vom Isländischen Roten Kreuz feierte Reykjaviks Bürgermeister Dagur Bergþóruson Eggertsson, gemeinsam mit den Hauptstädtern, den Beginn der Adventszeit.

Show während des feierlichen Entzündens der Lichter des Weihnachtbaums in Reykjavik

Was liegt da also näher, als einmal einen isländischen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Allerdings sind  Weihnachtmärkte noch etwas recht Neues hier und keinesfalls mit den großen Märkten in deutschen Städten zu vergleichen. Hier geht es beschaulich und gemütlich zu.

In Reykjavik selbst hat sich der Ingolfstorg in einen ganz kleinen und gemütlichen Weihnachtsmarkt verwandelt. Es gibt Süßes für die Kinder, heiße Schokolade und für die Erwachsenen Kaffee oder Glögg, die skandinavische Variante des Glühweins. Das Highlight ist sicherlich die kleine Eisbahn, die auf dem Platz errichtet wurde. Gegen eine kleine Gebühr kann sich Alt und Jung mit Schlittschuhen ausstatten und gemütlich seine Runden drehen. Ist man durchgefroren genug, weiß man ja, wie man sich aufwärmen kann.

Eislaufbahn am Ingolfstorg

In Hafnarfjörður steht das Weihnachtsdorf (Sa. und So. von 12-17 Uhr). Hier gibt es ein paar mehr Marktstände, wo allerhand Kunsthandwerk angeboten wird. Auf der Bühne gibt es Livemusik. Und klar, auch der Weihnachtsmann lässt sich hier gerne blicken. Wem es zu kalt wird, der geht in das nahe Einkaufszentrum. Hier gibt es noch mehr kleine Verkaufsstände, die zum Schlendern durch das Erdgeschoss einladen. Die wahre Attraktion ist aber die einzige deutsche Pferdekutsche auf Island. Selbstredend sorgen Islandpferde vorne weg für das Fortkommen. Mit einem wärmenden Glögg in der Hand und den Kindern auf dem Schoß, lässt sich so ganz entspannt eine kleine Runde um das Weihnachtsdorf drehen.

Weihnachtsdorf Hafnarfjördur

Einzige deutsche Pferdekutsche in Island auf dem Weihnachtsdorf Hafnarfjördur

In dem Naturschutzgebiet Heiðmörk, dem Naherholungsgebiet für die Hauptstädter, nur 25 Autominuten von Reykjavik entfernt, versteckt  sich in Elliðavatnsbær ein kleiner, gemütlicher und sehr familiärer Weihnachtsmarkt. Geöffnet an allen Adventswochenenden zwischen 11.00 und 16.00 Uhr. Wer also eine kleine Erholung vom Wandern - sehr empfehlenswert – in der Heiðmörk braucht, der findet hier im Café ein warmes Plätzchen. Geboten wird allerhand isländisches Kunsthandwerk. Und wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum ist, kann seinen im nahe gelegenen Wäldchen aussuchen, käuflich erwerben und mit nach Hause nehmen. Ab 14.00 Uhr gibt es für Kinder Lesungen am Lagerfeuer.

Kunsthandwerk auf dem Weihnachtsmarkt in der Heidmörk

Wer jetzt noch etwas mehr über die isländischen Weihnachtbräuche erfahren möchte, der folgt diesen Links. Spannend ist es allemal. Es gibt nämlich 13 Weihnachtstrolle und eine Weihnachtskatze:

https://guidetoiceland.is/de/geschichte-und-kultur/weihnachten-und-silvester-in-island

http://www.iceland.is/iceland-abroad/de/nachrichten-und-veranstaltungen/weihnachten-in-island/9562/

http://www.inreykjavik.is/die-13-islandischen-weihnachtsmanner/

Weihnachtbaum Elldavatn

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