Es gibt glaube ich kaum eine pferdebegeisterte Person, die noch nicht davon geträumt hat, einmal am Strand auszureiten.

Ich bin eine von diesen Personen und habe mir deshalb den langersehnten Traum hier auf Island endlich erfüllt und wurde keinesfalls enttäuscht.

Strandausritt am schwarzen Strand mit Islandpferd in Island

Beginn der Tour

Der Tag begann damit, dass ich morgens von einem Minibus im Zentrum Reykjaviks abgeholt wurde, ebenso wie die anderen Teilnehmer.
Obwohl wir das beste Wetter auf Island hatten, blauer Himmel und Temperaturen im zweistelligen Bereich, war unsere Gruppe mit 4 Personen sehr klein.

Mit dem Bus ging es zur Farm, die in der Gemeinde Ölfus liegt. Dort angekommen lernten wir unseren Tourenführer, sowie die Islandpferde kennen.

Die Pferde waren schon gesattelt und getrenst und bereit von uns probegeritten zu werden.
Als sich schließlich jeder wohlfühlte mit seinem zugeteiltem vierbeinigen Partner, mussten wir alle wieder absteigen und die Pferde wurden auf einem Hänger verladen.
Denn der Ritt startet nicht vom Hof aus.

Nach einer ca. 15 minütiger Fahrt mit Pferdehänger, erreichten wir die kleine Fischerstadt Þorlákshöfn, dort befindet sich der schwarze Strand, von wo die Tour offiziell startet.

Am Strand

Nachdem die Pferde abgeladen wurden, verteilte unser Guide die Lunchboxen und Wasserflaschen an die kleinen Ledertaschen, die an den Sätteln befestigt waren.
Und schon waren wir bereit den Ausritt zu starten.

Einmal aufgestiegen, passierten wir die Stranddünen, wohinter sich der über 3 km lange Strandabschnitt verbarg.
Und schon kurz darauf tölteten wir alle entlang des Meeres.

verlassener schwarzer Strand in Thorlakshofn

Der Strand war absolut verlassen, bis auf unsere 5 Pferde und ein paar Möwen die in der Ferne am Strand ruhten.

Nachdem wir schon einen guten Teil des Strandes im Tölt zurückgelegt hatten, bot unser Tourguide an Fotos von uns zu machen, dies gab auch den Pferden einen Moment zum Durchatmen, bevor es wieder weiter ging.

Islandpferd am schwarzen Strand

Nach kurzer Schrittpause durften wir dann auch noch galoppieren.
Das Wasser spritze auf und man hörte die dumpfen Galoppsprünge auf dem nassen Sand, sowie das Rauschen des Meeres und die aufgeschreckten Möwen, die wir inzwischen erreicht hatten.

Dieser Moment war absolut magisch und ich wünschte, ich hätte zu dem Zeitpunkt eine GoPro gehabt die man am Helm oder an der Brust hätte befestigen können.

Islandpferd am schwarzen Strand im süden Islands

Kurz darauf verließen wir auch schon den Strandabschnitt und es ging weiter über Wiesen und Felder, entlang an einem Trampelpfad.
Nun befindet man sich auf der Höhe von Eyrarbakki, welches eigentlich ein sehr niedliches Dorf ist.
Auf den Rücken der Pferde konnte man jedoch keines der kleinen, bunten Häuser sehen, da wir uns weitab von jeglicher Zivilisation befanden, um einen herum war nur atemberaubende Natur.

Zeit für eine Pause

Inzwischen war es Zeit für eine kleine Pause, für Pferd und Reiter. Wir stiegen alle ab, lockerten den Sattelgurt für die Pferde und ließen sie ein wenig grasen.

Kurz darauf ging es weiter, viel im Tölt, aber auch mit kurzen Galoppstrecken, über Trampel- und Schotterwege.

Als wir wieder einen größeren Teil der Strecke hinter uns gelegt hatten, machten wir diesmal eine längere Pause, wo wir sogar die Sättel von den Pferden nahmen und wir alle Zeit hatten den Inhalt unserer Lunchboxen zu essen.

Islandpferde fuchsfarben auf Weide in Island

Flussüberquerung

Danach ging es weiter auf grasbewachsene Flussbänke, bis wir die Gegend erreichten, wo der Gletscherfluss Ölfusá auf das Meer in einer großen Flussmündung trifft. Dort angekommen durchquerten wir am Rande der Flussmündung, im seichten Bereich, das Wasser.

Fluss Olfusa und Berge in Island

Hat man einmal die Durchquerung geschafft, ist es auch nicht mehr allzu weit bis zur Farm!
Dadurch, dass die Pferde inzwischen schon eine enorme Strecke hinter sich gelegt hatten, die Gesamtstrecke der Tour beläuft sich auf über 23 km, haben wir zum Schluss immer wieder längere Schrittpausen eingelegt.

Ankunft am Hof

Der gesamte Ritt dauerte ca. 5 Stunden, bevor wir wieder das Farmgelände erreichten.
Dort angekommen kümmerte sich unser Guide um die Pferde, während uns Teilnehmern ein kleiner Snack angeboten wurde.
Anschließend wurden wir alle wieder nach Reykjavik ins Stadtzentrum gefahren.
Mausfalbe Islandpferd am Strand bei Thorlaskhofn
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