Letztes Wochenende habe ich es endlich geschafft eine Tour mit zu machen, die ich schon seit der Neueröffnung im Frühjahr geplant hatte – nämlich zur neuen Attraktion auf West Island Into the glacier auf dem Langjökull Gletscher der zum westlichen Teil Islands gehört.

Truck

Es ging los mit einem Shuttlebus ab Húsafell im Borgarfjörður Gebiet. Der Bus war voll, trotz Nebensaison was mich schon etwas erstaunt hat.  In der Menge  von Touristen waren aber neben uns „Isländern“ sogar noch ein paar andere Einheimische mit Kindern dabei.  Die Fahrt zur Gletscherkante war recht eintönig, jedoch hat der Reiseführer der Tour alles gegeben, um sie etwas witziger zu gestalten. Spannend wurde es dann als wir in die zwei  grossen Gletscherfahrzeuge aufgeteilt wurden. Das sind riesige Trucks, die eigentlich nicht auf dem Schnee fahren sondern eher gleiten. Die Fahrer können per Smartphone den Luftdruck in den dicken Rädern kontrollieren. Das Geschwanke erinnerte mich ein bisschen an eine Bootstour, aber keine Angst hier wird man nicht seekrank. ;)

Nochmal ca. 20 Minuten und dann waren wir endlich da am EISTUNNEL, ein erstaunliches Werk.

Der Tunnel ist Insgesamt 550 Meter lang. Zunächst hieß es durch eine schmale Öffnung im Gletscher in die Eiswelt einzutauchen. Mit Schuhkrallen an den Füssen ging es weiter hinein in das eisige Blau. Deutlich zu sehen ist die schwarze Linie der Lavaasche vom Eyjafjallajökull-Ausbruch in 2010, die sich entlang der Wände schlengelt und sich durch den gesamten Tunnel zieht.

Blau

Am tiefsten Punkt sind wir 30 Meter unter der Gletscheroberfläche – da kann es einem schon mulmig werden.  Die eisigen Wände sind verschiedenartig beleuchtet und verleihen dem ganzen eine  mystische Stimmung.

Dann, inmitten des Tunnels eine riesen Öffnung nach oben ... Eiszapfen links und rechts davon eine riesige Gletscherspalte – erst hier werden einem diese gewaltige Mengen von Eis, die einen umgeben so richtig bewusst. Das erinnert mich sofort an den Film „127 Hours“. Auch wenn der Film nicht im Eis spielt, ist es bestimmt ein ähnliches Gefühl - ob nun in einer Gletscher-  oder Spalte des Grand Canyons.  Zugleich sind die Eisformationen wunderbar anzuschauen und beeindruckend.

Eisspalte

An manchen Stellen muss man damit rechnen, ein paar Tropfen Wasser von der Decke abzubekommen, was mich persönlich aber nicht störte, denn schließlich befindet man sich in einem Gletscher. Unser Guide war sehr offen und hat alles sehr gut erklärt und sich auch wirklich für jede Frage Zeit genommen, um sie zu beantworten.

 

halle

Als wir aus dem Tunnel wieder herauskamen, empfing uns der Gletscher mit einem richtigen Schneesturm, wie er oft so typisch für Island ist. Das war natürlich ein spannendes Bonus-Erlebnis für viele der ausländischen Gäste. Diese Tour ist für jeden,  ob Klein oder Groß  ein „super Event“ und ein Erlebnis. Ich werde diese Tour auf jeden Fall nochmal mit meinen Kindern machen, um Ihnen auch einmal einen Eindruck vom „Inneren eines Gletschers“ zu zeigen – denn das muss man selbst hautnah erleben. Das können keine Bilder oder Erzählungen ersetzen.

Zum Schluss noch ein guter Rat  –  ziehen Sie sich warm an, den es kann wirklich sehr kalt werden. Denken Sie besonders an Ihre Wollsocken. :)

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