Wer in den letzten Tagen die Nachrichten verfolgt hat, der hat vielleicht mitbekommen, dass es im Vulkan Hekla rumoren soll. Ein Ausbruch des 1491 Meter hohen Berges ist längst überfällig. Warum also nicht einfach den Vulkan besuchen. Und wer sich schon immer mal etwas über Vulkane wissen wollte, als Vorbereitung quasi, dem lege ich einen Besuch im Volcano House in Reykjavik ans Herz.

Von Reykjavik aus ist man in etwas mehr als 1 ½ Stunden dort. Man kann sich in Selfoss noch einen Kaffee gönnen oder fährt etwas weiter östlich nach Hvolsvöllur und gönnt sich dort ein Heißgetränk. Das geht natürlich auch im nahen Lava Center, wo es obendrauf noch viel Wissenwertes über den Vulkan zu erfahren gibt. Etwas Warmes wird auch nötig sein. Denn es weht ein eisiger Wind, der den Schnee auf eine bezaubernde Art und Weise über die weiten Lavafelder vorheriger Ausbrüche des Vulkans verteilt hat. Eine raue bizarre Landschaft bekommt durch den Schnee etwas Sanftes. Atemberaubend schön.

Die Hekla

Der Weg führt von der Ringstraße 1 auf die Route 26 auf den Vulkan zu. Der erste Teil der 26 ist asphaltiert und noch gut befahrbar. Nach einigen Kilometern endet der asphaltierte Teil der Straße. Ab jetzt ist ein Allrader mit Spikes unbedingte Voraussetzung. Aber auch damit kann der Pulverschnee und Schneewehen zu einem Problem werden. Ein richtiger Geländewagen ist hier durchaus von Vorteil. Man sollte sich keinesfalls selbst überschätzen, denn die Gefahren liegen unter dem Schnee. Umkehren ist keine Schande. Und was man bis dahin von dem Vulkan zur Rechten und der Landschaft unterhalb gesehen hat, ist bereits sehr beeindruckend. Auf dem Weg zum Vulkan, direkt an der 26, befindet sich das Hekla Center Leirubakki. Neben einer Dauerausstellung (tägl. 10-21 Uhr) über den Vulkan und seinen Einfluss auf die Menschen, die in seiner Umgebung leben, gibt es hier auch ein Hotel mit einem Restaurant.

Auch Pferdefreunde werden am Wegesrand auf ihre Kosten kommen oder können bei Reiterhof Skeidvellir vorbei schauen. Ein Paradies für Landschaftsfotografen. Und nicht zu vergessen: Ob man den Vulkan Hekla noch einmal in dieser Form so zu sehen bekommt, ist keineswegs sicher.

Winterlandschaft unterhalb der HeklaIslandpferde an der Route 26

Bevor die Straße 26 zu einer F-Strasse wird, die derzeit gesperrt ist, fährt man auf der Route 32 wieder zurück westwärts. Hier sollte man einem Abstecher zum Wasserfall Hjalparfoss machen.

Weiter geht es auf der Straße 30 wahlweise Richtung Fludir oder in entgegengesetzter Richtung und man wieder die Ringstraße erreicht hat.

Wem das Fahren zu anstrengend sein sollte, der kann natürlich auch eine Tour buchen, wo man in jedem Fall mit den Wetter- und Straßenverhältnissen zurechtkommt. Hier nur mal ein Beispiel. Wer in einer kleinen Gruppe unterwegs sein möchte, schaut hier.

Wem nur ein kleines Reisebudget zur Verfügung steht, für den ist die Bus-Tour (One-Way) von Reykjavík über Hveragerði, Selfoss, Hella, Leirubakki, Rjúpnavellir, Landmannahellir bis Landmannalaugar genau das Richtige um die Gegend zu erkunden. Es ist so eine Art Hop on/Hop off - Sache. Nähere Informationen dazu gibt es hier.

Wer hier in den Sommermonaten unterwegs ist, der sollte sich die Zeit für einen kleinen Ausritt in dieser atemberaubenden Umgebung nehmen. Im ganzen Land gibt es dafür reichlich Angebote - egal ob Anfänger oder Profi. Da ist für jeden etwas dabei.

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