Feuerwerk bei der Gletscherlagune Jökulsárlón

Letzte Aktualisierung: 4. Dez. 2025
Rebecca
Autor: Rebecca
Verifizierter Reiseblogger
Letzte Aktualisierung: 4. Dez. 2025

Die Gletscherlagune Jökulsárlón in Island

Die Gletscherlagune Jökulsárlón ist ein unumstrittenes Highlight auf jeder Islandreise und kann mit ihrer unwirklich arktischen Schönheit wirklich jeden Skeptiker begeistern. Du findest sie etwa 5 Fahrstunden von Reykjavík entfernt im Südosten der Insel, im Gebiet des Nationalparks Vatnajökull.

Die Lagune liegt am Fuße der Gletscherzunge Breiðamerkurjökull, deren abgebrochene Eisbrocken schließlich auf dem See treiben und Jökulsárlón die atemberaubende Optik verleihen. Der See bzw. die Lagune ist übrigens der tiefste See Islands, mit einer Tiefe von etwa 200-250 Metern.

Die Eisberge in Jökulsárlón sind weiß, blau und schwarz gefärbt

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich bereits die schwarzsandige Atlantik-Küste. Hier kann man die angetriebenen Eisbrocken auf dem Strand betrachten, die von Wellen umspült werden und besonders in der Sonne ein tolles Bild abgeben! Die Lagune mündet ins offene Meer, daher (und aus tausend anderen Gründen) ist es auch extrem gefährlich, auf Eisbrocken zu klettern. Bitte niemals versuchen!

Der sogenannte Diamantstrand in Island

Eisbrocken an der Küste vor Jökulsárlón

Das Feuerwerk

Als wäre die Lagune selbst nicht schon beeindruckend genug, gibt es einmal im Jahr ein ganz besonderes Spektakel: ein Feuerwerk über der Lagune! In diesem Jahr (2017) fand das Ereignis am 12. August statt. Das Feuerwerk kostet eine geringe Eintrittsgebühr (aktuell 1.000 ISK pro Erwachsener), der Erlös geht aber vollständig an das Such- und Rettungsteam der Region Hornafjorður. Das Geld ist also sinnvoll eingesetzt :-)

Die Gletscherlagune erstrahlt im Feuerwerk

Ich habe das Feuerwerk im Vorjahr leider verpasst - obwohl ich in der Region war, besonders ärgerlich - und wollte es daher auf keinen Fall verpassen. Leider habe ich mich mal wieder viel zu spät nach Unterkünften umgesehen, denn zum Feuerwerk, und auch generell in der Hochsaison, ist es extrem schwer, ein Zimmer im Bereich zwischen Kirkjubæjarklaustur und Höfn zu bekommen.

Letzten Endes übernachteten wir auf dem schönen Campingplatz in Skaftafell, denn das Wetter war ganz auf unserer Seite. Strahlender Sonnenschein und für Island extrem untypische windstille Tage begleiteten uns bei unserem Wochenendtrip von Samstag auf Sonntag. Es gibt auch ein paar Isländer, die es sogar auf sich nehmen, und nach dem Feuerwerk wieder zurück nach Reykjavík fahren - das dauert aber auch bei Nacht mindestens 4 Stunden ohne Stopps und wollten wir uns dann doch nicht antun  ;-)

Bereits vor dem eigentlichen Feuerwerk sind auf vielen Eisschollen Lichter entzündet, was einfach super aussieht und eine romantische Lagerfeuer-Atmosphäre erzeugt. Es lohnt sich, auch aufgrund des Besucheraufkommens, ein wenig früher da zu sein. Das Feuerwerk selbst begann um 23 Uhr.

Rote Lichter über der Gletscherlagune

Mit drei roten Signalraketen begann und endete das Feuerwerk. Was folgte war ein wahnsinniges Licht- und Farbenspektakel in einmaliger Umgebung!

Die Eisberge geben eine atemberaubende Kulisse für das Feuerwerk ab!

Das Feuerwerk dauerte ganze 20 Minuten, was länger ist, als es sich anhört. Wenn man nur Silvester-Geknalle gewöhnt ist, ist dies wirklich einmal etwas Besonderes.

Das Feuerwerk über der Gletscherlagune Jökulsárlón

Ihr könnt einen Ausflug nach Jökulsárlón entweder mit einem Mietwagen unternehmen, oder ihr schließt euch einer geführten Minibus-Tour an. Glaubt mir: Einen Besuch hier wollt ihr wirklich nicht verpassen :-)

Rebecca
Rebecca
Verifizierter Reiseblogger
Über den Autor

Meine Islandbegeisterung begann mit meiner Reitkarriere, irgendwann im Alter von 12 Jahren... die besagte „Karriere" endete eher abrupt, die Liebe zu Island führte mich jedoch nach meinem Abi zum ersten Mal in den hohen Norden. Ich kam immer wieder zurück und erstellte schließlich meine Bachelor-Arbeit auf der Insel, ein fotobasiertes Magazin über Design und Architektur Islands. Nach meinem Bachelor-Abschluss in Fotografie von der FH Dortmund wagte ich dann den Schritt und machte Reykjavík zu meiner Heimat. Ich liebe die raue Natur und die Atlantikküste und gebe euch gerne Tipps zu den besten Fotolocations rund um die Insel, meinen persönlichen Highlights, dem perfekten Tag oder der wildesten Nacht in Reykjavík ;-)

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