
Hveragerdi ist eine geothermische Stadt in Südisland. Sie liegt 45 Kilometer östlich von Reykjavik an der Ringstraße. Berühmt ist sie für ihren Geothermalpark, ihre heißen Quellen, ihre geothermisch beheizten Gewächshäuser und die Wanderung zum Thermalfluss Reykjadalur. Hveragerdi zählt somit zu den lohnendsten und am leichtesten erreichbaren Stopps an der Südküste Islands.
Hveragerdi ist ein Ort mit rund 3.000 Einwohnern, in dem die Geothermie das tägliche Leben prägt. Dampfsäulen steigen aus den Hügeln, heiße Quellen sprudeln in den Gärten und der warme Fluss Varma fließt durch das Zentrum. Am besten erreichst du Hveragerdi im Rahmen einer Mietwagenreise. Die Ortschaft liegt im zentralen Vulkansystem Hengill, einer der geothermisch aktivsten Regionen Islands.
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Die Fahrt von Reykjavik dauert etwa 30 bis 45 Minuten, sodass sich Hveragerdi ideal als Zwischenstopp auf Südküsten-Touren oder als Ausgangspunkt für den Goldenen Kreis eignet. Nur 14 Kilometer weiter an der Ringstraße liegt Selfoss, die Hauptstadt von Südisland. Der Ort wird auch „Blumenstadt Islands“ und „Gewächshausdorf“ genannt – dank seiner ausgedehnten, geothermisch beheizten Anbauflächen.
Hveragerdi ist außerdem als „Erdbebenstadt“ bekannt – eine Anspielung auf das Erdbeben der Stärke 6,3 am 29. Mai 2008, das sichtbare Spuren in der Landschaft hinterließ und in einer lokalen Ausstellung gewürdigt wird. Es gibt eine gute Auswahl an Hotels in Hveragerdi, falls du den Ort als Basis nutzen möchtest.
Lies weiter und erfahre alles, was du vor deinem Besuch wissen solltest.
Wichtige Fakten über Hveragerdi
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Die Stadt liegt 45 Kilometer von Reykjavik entfernt und ist in etwa 30 bis 45 Minuten mit dem Auto über die Ringstraße erreichbar.
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Der Geothermalpark Hveragerdi (Hveragardurin) befindet sich im Zentrum an der Adresse Hveramörk 13.
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Die Wanderung zum Thermalfluss Reykjadalur ist 3 Kilometer lang (einfache Strecke) und dauert etwa 3 Stunden hin und zurück. Der Zugang ist kostenlos.
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Hveragerdi ist der nördlichste Ort der Welt, an dem Bananen kommerziell angebaut werden – dank 50.000 Quadratmetern geothermisch beheizter Gewächshäuser.
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Die Reykjabod Hot Springs eröffnen voraussichtlich im Sommer 2026 im Reykjadalur-Tal.
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Das jährliche Festival Blomstrandi Dagar (Blühende Tage) findet vom 13. bis 16. August 2026 statt.
Wanderung zum Thermalfluss Reykjadalur

Die Wanderung durch das Reykjadalur-Tal ist die beliebteste Aktivität in Hveragerdi und zählt zu den besten kostenlosen Geothermie-Erlebnissen Islands. Ein drei Kilometer langer Wanderweg führt vom Ausgangspunkt durch dampfende Felder und Schlammtöpfe zu einem natürlich beheizten Fluss, in dem du das ganze Jahr über baden kannst.
Weiter oberhalb, entfernt von der kalten Zuflussstelle, ist der Fluss am heißesten – so kannst du deine bevorzugte Badetemperatur wählen. Die gesamte Wanderung dauert etwa drei Stunden. Holzstege schützen die empfindlichsten Bereiche rund um die Hauptbadestellen.
Das Parken am Ausgangspunkt kostet etwa 250 ISK pro Stunde. Das Café im Skalinn (The Lodge) bietet täglich ab mittags Kuchen und kleine Gerichte an. Im Winter solltest du Spikes für die Schuhe mitbringen und nur bei Tageslicht wandern. Entlang des Weges gibt es keine Mülleimer oder Umkleidekabinen.
Reykjabod Hot Springs
Die Reykjabod Hot Springs sind die neueste Attraktion von Hveragerdi und sollen im Sommer 2026 eröffnen. Sie liegen am Eingang zum Reykjadalur-Tal und bieten eine intimere Alternative zu den großen Resort-Lagunen Islands. Der Fokus liegt hier auf Entspannung, Wechselbädern und Sinneserlebnissen. Sie lassen sich perfekt mit der Reykjadalur-Wanderung kombinieren, denn das Bad liegt direkt am Ausgangspunkt der Wanderung.
Die Anlage umfasst eine 900 Quadratmeter große geothermische Lagune (38 bis 40 °C), ein Kaltwasserbecken, Event-Saunen, ein Kneipp-Becken, eine Swim-up-Bar und ein Bistro vor Ort. Spa-Anwendungen sind als Upgrade buchbar. Wie in allen isländischen Bädern ist das Duschen ohne Badebekleidung vor dem Betreten Pflicht.
Geothermalpark Hveragerdi (Hveragardurin)
Der Geothermalpark Hveragerdi, auf Isländisch Hveragardurin („Hveragarðurinn“), ist die Hauptattraktion der Stadt und das am leichtesten zugängliche Geothermiegebiet Islands. Direkt im Zentrum (Hveramörk 13) kannst du hier die vulkanischen Kräfte Islands hautnah erleben – und das mitten im Ort.
Gepflegte Wege führen vorbei an blubbernden Quellen, dampfenden Fumarolen, bunten Mineralablagerungen und einem kleinen Geysir, der alle 10 bis 20 Minuten ausbricht. Infotafeln erklären das geothermische System und seine Bedeutung für die Geschichte und Wirtschaft von Hveragerdi.
Im Park erwarten dich drei besondere Erlebnisse, die du nicht verpassen solltest:
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Schlammbäder: Natürliche Fußbäder mit geothermisch erhitztem Ton – eine der beliebtesten Aktivitäten in Hveragerdi.
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Hverabraud: Traditionelles isländisches Roggenbrot, das 24 Stunden lang unterirdisch mit Erdwärme gebacken und frisch im Parkcafé serviert wird.
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Eier kochen: Besucher können ihre eigenen Eier direkt in einer heißen Quelle garen.
Vor deinem Besuch findest du hier die wichtigsten Infos:
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Adresse: Hveramörk 13, 810 Hveragerdi, Island
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Eintritt: ca. 400 ISK pro Person
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Sommeröffnungszeiten: Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag 9–16 Uhr
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Winteröffnungszeiten: Siehe Facebook-Seite des Parks, da diese variieren
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Vor Ort gibt es ein Café mit Hverabraud und kleinen Gerichten.
Aktivitäten in Hveragerdi
Für eine kleine Stadt bietet Hveragerdi überraschend viele Aktivitäten. Im Mittelpunkt steht die Geothermie, aber auch Wandern, Schwimmen, Kunst, Geschichte und Abenteuer kommen nicht zu kurz. Neben dem Geothermalpark und der Reykjadalur-Wanderung sind dies einige der Top-Aktivitäten in Hveragerdi:
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Besichtigung der Geothermie-Gewächshäuser. In Hveragerdi werden auf über 50.000 Quadratmetern geothermisch beheizte Gewächshäuser betrieben – hier wachsen sogar Bananen. Einige Gewächshäuser sind für Besucher geöffnet, und im Greenhouse Hotel kannst du luxuriös übernachten, essen und shoppen.
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Schwimmen im Laugaskard-Bad. Das geothermisch beheizte Freibad von Hveragerdi ist ganzjährig geöffnet und bietet ein Außenbecken, Hot Pots und Kinderbereiche. Wie in allen isländischen Bädern ist das Duschen ohne Badebekleidung Pflicht.
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Besuch der „Quake 2008”-Ausstellung. Die Ausstellung im Sunnumörk Shopping Center dokumentiert das Erdbeben der Stärke 6,3 vom 29. Mai 2008 mit Fotos, Videos und geologischen Daten.
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Besuch des Kunstmuseums „Listasafn Árnesinga”. Das 1963 gegründete Regionalmuseum für Südisland beherbergt rund 500 Werke isländischer Künstler und zeigt wechselnde Ausstellungen.
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Reiten. Mehrere Bauernhöfe in der Umgebung bieten geführte Touren auf Islandpferden an – von kurzen Ausritten bis zu längeren Touren durch geothermische Täler und Lavafelder. Für Reittouren ab Hveragerdi empfiehlt sich im Sommer eine vorherige Buchung.
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Fahrt mit der „MegaZipline”. Eine der längsten Ziplines Islands führt über eine spektakuläre Landschaft südlich von Hveragerdi. Die Touren beinhalten Ausrüstung und Guide. Im Sommer ist eine Vorab-Buchung sehr zu empfehlen.
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Spaziergang durch die Stadt. Hveragerdi lädt zum entspannten Bummeln ein: Dampf steigt durch Pflasterritzen, der warme Varma-Fluss schlängelt sich durchs Zentrum und die Hveragerdiskirkja ist mit ihrer modernen Architektur sehenswert.
Anreise von Reykjavik nach Hveragerdi
Am praktischsten erreichst du Hveragerdi mit dem Mietwagen. Von Reykjavik fährst du auf der Ringstraße Richtung Osten zur Südküste. Unterwegs passierst du die Raudholar-Pseudokrater und überquerst das Hellisheidi-Hochland. Beim Abstieg siehst du Hveragerdi mit aufsteigendem Dampf in den Hügeln. Am großen Kreisverkehr links abbiegen und du bist im Ort.
Zwischen Reykjavik und Hveragerdi verkehren das ganze Jahr über Linienbusse, aber mit Mietwagen bist du deutlich flexibler. Hveragerdi ist kein Standardstopp auf den meisten Südküsten-Touren, aber geführte Aktivitäten wie die Reykjadalur-Wanderung, Reittouren ins Tal und die MegaZipline sind vor Ort buchbar.
Tagesausflüge ab Hveragerdi
Hveragerdi liegt an der Ringstraße und ist somit ein idealer Ausgangspunkt für zwei der beliebtesten Sightseeing-Routen Islands.
Der Thingvellir-Nationalpark, das Geysir-Geothermalgebiet (mit dem Strokkur-Geysir) und der Gullfoss-Wasserfall sind alle innerhalb einer Stunde von Hveragerdi erreichbar.
Der Kerid-Krater liegt etwa 35 Kilometer entfernt und lässt sich gut in eine Golden-Circle-Rundfahrt einbauen. Der Laugarvatn-See und das Laugarvatn-Fontana-Spa sind ebenfalls in der Nähe (ca. 50 Kilometer).
Wenn du weiter ostwärts auf der Ringstraße fährst, erreichst du die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skogafoss sowie den Reynisfjara-Strand mit schwarzem Sand. Selfoss ist nur 14 Kilometer entfernt und ein praktischer Servicepunkt. Thorlakshöfn, etwa 30 Kilometer südlich, ist im Winter der Fährhafen zu den Westmännerinseln.
Essen gehen in Hveragerdi
Für eine Ortschaft dieser Größe bietet Hveragerdi eine überraschend vielfältige Gastronomie. Viele Restaurants nutzen geothermische Kochmethoden und Zutaten direkt aus den lokalen Gewächshäusern.
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Olverk: Das einzige Restaurant Europas, das Craft-Bier mit Geothermie braut. Dazu gibt es Steinofenpizza mit hochwertigen regionalen Zutaten.
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Almar Bakari: Gilt als eine der besten Bäckereien Islands. Perfekt, um sich für die Reykjadalur-Wanderung einzudecken.
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Grodurhusid Food Hall: Im Greenhouse Hotel servieren sieben Anbieter alles von Nudeln bis Fried Chicken in stylischem Ambiente.
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Restaurant Varma: Ein bei Einheimischen beliebtes Restaurant mit konstant guten Bewertungen für isländische Küche.
Beste Reisezeit für Hveragerdi
Die beste Reisezeit für Hveragerdi ist der Sommer (Juni bis August): Dann ist die Reykjadalur-Wanderung am schönsten, die MegaZipline ist in Betrieb und Mitte August findet das Blomstrandi-Dagar-Festival statt.
Das Frühjahr (März bis Mai) ist ideal für Sparfüchse – mit günstigeren Hotelpreisen und immer mehr Tageslicht. Im Herbst (September bis November) gibt es weniger Besucher und die Nordlichtsaison beginnt; die Hügel über der Stadt bieten bei klarem Himmel eine gute Sicht.
Auch im Winter kannst du mit passender Ausrüstung zur heißen Reykjadalur-Quelle wandern und hast beste Chancen, Nordlichter zu sehen.
Geschichte & Kultur von Hveragerdi

Hveragerdi entwickelte sich ab dem frühen 20. Jahrhundert zur Siedlung: 1923 wurde das erste geothermisch beheizte Gewächshaus gebaut und ab 1929 erhielten die Häuser eine Versorgung mit heißem Wasser.
Im Jahr 1940 lebten hier lediglich 121 Menschen. Doch mit dem Ausbau der Gewächshauswirtschaft wuchs der Ort stetig und entwickelte sich zum Gartenbauzentrum Islands. Am 1. Juli 1987 erhielt Hveragerdi den Status einer Gemeinde.
Schon immer zog Hveragerdi Künstler, Dichter und Musiker an, die sich von der Landschaft inspirieren ließen. Die historische Dichterstraße war im 20. Jahrhundert ein bekannter Treffpunkt der Kreativszene. Dieser Geist lebt heute im 1963 gegründeten Kunstmuseum „Listasafn Árnesinga”, das rund 500 Werke beherbergt, weiter. Die moderne protestantische Kirche Hveragerdiskirkja wurde zwischen 1967 und 1972 errichtet.
Das bedeutendste Ereignis der jüngeren Geschichte war das Erdbeben der Stärke 6,3 am 29. Mai 2008, bei dem viele Gebäude beschädigt und Einwohner verletzt wurden. Es wird heute in der Ausstellung „Quake 2008” im Einkaufszentrum „Sunnumörk” gewürdigt.
Jeden August wird die Stadt Schauplatz des Festivals „Blomstrandi Dagar” (Blühende Tage) mit Livemusik, Märkten, Kunstausstellungen und Workshops.
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Hveragerdi ist eine der geothermisch reichsten und lohnendsten Städte Islands. Mit nur 45 Kilometern Entfernung von Reykjavik ist sie leicht im Rahmen einer Tour entlang der Südküste erreichbar. Kaum ein Ort bringt dir die vulkanische Energie Islands so nah wie Hveragerdi: vom dampfenden Park im Zentrum bis zum heißen Fluss im Tal.
Hveragerdi eignet sich auch hervorragend als Ausgangspunkt: Der Goldene Kreis, Selfoss und die gesamte Südküste sind schnell erreichbar und die Übernachtungspreise sind meist günstiger als im Zentrum von Reykjavik.
Die wachsende Wellness-Szene – vom NLFI-Rehabilitationszentrum bis zu den neuen Reykjabod Hot Springs, die im Sommer 2026 eröffnen – macht Hveragerdi besonders attraktiv für alle, die entschleunigen möchten.
Ob du nur einen Tag oder mehrere Nächte bleibst: Hveragerdi hat mehr zu bieten, als man von einer kleinen isländischen Ortschaft erwarten würde. Gönn dir mehr als nur einen kurzen Stopp – du wirst nicht enttäuscht sein!






