Informationen über: Vatnajökull-Gletscher & Nationalpark

Letzte Aktualisierung: 9. Juni 2026
9.4
19728 Geprüfte Rezensionen
Letzte Aktualisierung: 9. Juni 2026
Vatnajökull-Gletscher & Nationalpark
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Typ
Vulkane, Gletscher, Gletscherlagunen, Heiße Quellen, Lavafelder, Wasserfälle, Berge, Täler, Flüsse, Höhlen, Kulturelle Attraktionen, Schluchten, Vogelbeobachtungen, Seen, Naturreservate, Geothermiegebiete, Felsformationen, Krater
Ort
9CP532CF+5W
Hochsaison
Summer
Familienfreundlich
Ja
Umgebung
7900 km²
Dicke
380 m
Durchschnittliche Bewertung
9.4
Anzahl der Rezensionen
19,728

Der Vatnajökull-Gletscher bedeckt 8 % der Landesfläche Islands.

Der Vatnajökull-Gletscher ist der größte Gletscher Europas und bedeckt acht Prozent der Landesfläche Islands. Er ist das Herzstück des Vatnajökull-Nationalparks, der zum UNESCO-Welterbe zählt.

Der Gletscher liegt im Südosten Islands und ist am besten vom Skaftafell-Naturreservat und der Jökulsarlon-Gletscherlagune aus erreichbar – beide liegen etwa 4 bis 5 Autostunden östlich von Reykjavik.

Aufgrund seiner enormen Ausdehnung ist der Gletscher Teil zahlreicher Mietwagenreisen, Reisepakete und Südküsten-Touren.

Für alle, die mit dem Mietwagen unterwegs sind, ist der Nationalpark ein wunderschönes und beliebtes Ziel für Aktivitäten auf eigene Faust – etwa Gletscherwanderungen ab Skaftafell, Touren auf der Jökulsarlon-Gletscherlagune und beeindruckende Eishöhlen-Touren wie die Kristall-Eishöhlen-Tour.

Lies weiter und erfahre alles über den majestätischen Vatnajökull-Gletscher in Island und die faszinierenden Naturwunder des Vatnajökull-Nationalparks.

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Fakten zum Vatnajökull-Gletscher

Europas größter Gletscher Vatnajökull hat eine Fläche von etwa 8.100 Quadratkilometern. Obwohl er durch den Klimawandel rapide schrumpft, ist sein Rückgang nicht ganz so weit fortgeschritten wie bei anderen Gletschern, etwa dem Langjökull und dem Myrdalsjökull.

An manchen Stellen ist der Gletscher über einen Kilometer dick, im Durchschnitt beträgt die Dicke etwa die Hälfte davon.

Unter dem Eis des Vatnajökull verbirgt sich auch der höchste Berg Islands: Hvannadalshnjukur ist 2.200 Meter hoch. Außerdem liegen unter dem Gletscher einige der aktivsten Vulkane des Landes, darunter Grimsvötn, Öraefajökull und Bardarbunga.

In der Region kommt es seit Jahrhunderten immer wieder zu Vulkanausbrüchen, und viele Geologen gehen davon aus, dass es künftig zu weiteren Eruptionen kommen könnte. Sollten ihre Berechnungen stimmen, könnte der Vatnajökull in den nächsten 50 Jahren von erheblicher vulkanischer Aktivität betroffen sein.

Bardarbunga und Grimsvötn sind beide im 21. Jahrhundert ausgebrochen.

Je nach Windrichtung könnten weitere Vulkanausbrüche weltweite Auswirkungen auf Flugverkehr, Landwirtschaft und Klima haben – wie beim Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr 2010.

Der Gletscher besitzt über 30 Auslassgletscher – das sind Eiszungen, die aus der Eiskappe herausfließen, aber von den Talflanken begrenzt werden.

Zu den wichtigsten Auslassgletschern des Vatnajökull zählen Dyngjujökull im Norden sowie Breidamerkurjökull und Skeidararjökull im Süden. Im Westen liegen die Auslassgletscher Sidujökull, Skaftarjökull und Tungnaarjökull.

Zahlreiche Flüsse entspringen dem Vatnajökull-Gletscher und gehören zu den größten Gletscherflüssen Islands. Die wichtigsten sind:

  • Tungnaa (Westen)

  • Köldukvisl (Westen)

  • Thjorsa (Westen)

  • Jökulsa a Fjöllum (Norden)

  • Skjalfandafljot (Norden)

  • Jökulsa a Bru (Nordosten)

  • Jökulsa i Fljotsdal (Nordosten)

  • Jökulsa i Loni (Süden)

  • Hornafjardara (Süden)

  • Jökulsa a Breidamerkursandi (Süden)

  • Skeidara (Süden)

  • Nupsvötn (Süden)

  • Hverfisfljot (Süden)

  • Skafa (Süden)

Vatnajökull-Nationalpark

Der Vatnajökull-Nationalpark beherbergt viele Gletscherlagunen.

Der Vatnajökull-Nationalpark wurde im Juni 2008 gegründet und umfasst mittlerweile immer mehr Gebiete. Heute erstreckt sich der Park über 14.141 Quadratkilometer, das sind 14% der Gesamtfläche Islands. Er ist der zweitgrößte Nationalpark Europas und eine von drei UNESCO-Welterbestätten in Island.

Innerhalb des Parks liegen Gebiete, die früher eigenständige Nationalparks waren, wie Skaftafell, sowie Regionen, die erst kürzlich unter Schutz gestellt wurden, wie Jökulsarlon.

Flüsse durchziehen das Hochlandplateau nördlich des Parks. Der Tafelvulkan Herdubreid ragt über diese Region hinaus, ebenso wie die Vulkane Askja, Snaefell und Kverkfjöll.

Die Schlucht Jökulsargljufur wurde vor Jahrhunderten durch Gletscherfluten geformt. Am oberen Ende der Schlucht befindet sich der Dettifoss, der leistungsstärkste Wasserfall Europas.

Dieses beeindruckende Naturwunder wird von zwei weiteren Wasserfällen eingerahmt: Selfoss und Hafragilsfoss.

Weiter nördlich liegt die hufeisenförmige Schlucht Asbyrgi, der Legende nach entstanden, als Odins achtbeiniges Pferd Sleipnir hier seinen Huf auf die Erde setzte.

Östlich um Snaefell findest du Feuchtgebiete und Gebirgszüge, in denen wilde Rentierherden und zahlreiche Vogelarten leben. Steile Bergrücken prägen die Südseite des Vatnajökull, wo Auslassgletscher bis ins Tiefland vordringen. Das Sandplateau Skeidararsandur liegt ebenfalls im Süden, durchzogen vom Gletscherfluss Skeidara.

Eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten im Nationalpark ist die Jökulsarlon-Gletscherlagune am Fuße des Auslassgletschers Breidamerkurjökull. Hier treiben riesige Eisberge, die vom Gletscher abgebrochen sind, über einen großen See, bevor sie im Atlantik landen oder am nahegelegenen Diamond Beach an Land gespült werden. Jökulsarlon ist einer der besten Orte in Island, um Robben zu beobachten.

Anreise zum Vatnajökull-Gletscher

Der Vatnajökull-Gletscher ist gut erreichbar, wenn du mit einem Mietwagen ab Reykjavik an der Südküste entlangfährst. Skaftafell, das mehrere Gletscherzungen für Wanderungen bietet, liegt 327 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, wobei viele der Gletscherzungen schon von der Ringstraße aus zu sehen sind.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Vatnajökull-Nationalparks wie die Jökulsarlon-Gletscherlagune, der Dettifoss-Wasserfall und die Asbyrgi-Schlucht liegen direkt an oder nur wenige Fahrminuten von dieser Straße, der sogenannten Route 1, entfernt.

Übernachten am Vatnajökull-Gletscher

Das Hotel Skaftafell liegt direkt unterhalb des Vatnajökull-Gletschers

Wenn du den Vatnajökull-Gletscher erkunden möchtest, findest du zahlreiche tolle Übernachtungsmöglichkeiten. Wer in der Nähe des Skaftafell-Nationalparks bleiben möchte, trifft mit dem Hotel Skaftafell eine ausgezeichnete Wahl: Es bietet komfortable Zimmer mit herrlichem Blick auf den Gletscher und ein hauseigenes Restaurant zum Entspannen nach einem erlebnisreichen Tag.

Für ein gemütlicheres und persönlicheres Erlebnis empfiehlt sich das Guesthouse Skalafell. Dieses charmante Gästehaus hat eine warme Atmosphäre und eine malerische Umgebung – perfekt zum Abschalten nach einem Tag am Gletscher.

Du kannst auch in Unterkünften in der Stadt Kirkjubaejarklaustur übernachten, die nur eine Stunde von Skaftafell entfernt liegt. Weiter östlich findest du Unterkünfte in Höfn, das ebenfalls nur eine Stunde von der Jökulsarlon-Gletscherlagune entfernt ist.

Vatnajökull und Jökulsarlon in Film & Fernsehen

Die Schönheit des Vatnajökull-Nationalparks ist auch der Film- und Fernsehbranche nicht entgangen. Viele berühmte Szenen wurden hier gedreht, angefangen mit James Bond: Im Angesicht des Todes (1985). Weitere bekannte Filme mit Szenen aus der Region sind Batman Begins, Lara Croft: Tomb Raider, Das erstaunliche Leben des Walter Mitty und James Bond – Stirb an einem anderen Tag. Der Dettifoss-Wasserfall war zudem in Prometheus zu sehen.

Am bekanntesten ist jedoch, dass viele Orte im Vatnajökull-Nationalpark als Kulisse für das Land nördlich der Mauer in der HBO-Serie Game of Thrones dienten. Die Mauer selbst wurde per CGI aus Aufnahmen des Gletschers erschaffen.

Die Zukunft des Vatnajökull

Rund um den Vatnajökull bieten sich zahlreiche Aktivitäten an.

Das Volumen des Vatnajökull-Gletschers erreichte seinen Höchststand um 1930, ist seither aber stetig zurückgegangen. Aufgrund steigender globaler Temperaturen hat die Eiskappe in den letzten 15 Jahren jährlich etwa einen Meter an Dicke verloren.

Sollten die Temperaturen weiter steigen, könnte der Gletscher bis zum Ende des nächsten Jahrhunderts fast vollständig verschwunden sein – übrig blieben dann nur kleine Eiskappen auf den höchsten Gipfeln.

Es werden jedoch Maßnahmen ergriffen, um das scheinbar Unvermeidliche zu verhindern: Rund um den Gletscher laufen Aufforstungsprojekte, die nachweislich zur Abkühlung der Region beitragen. Ob sie erfolgreich sind, wird die Zeit zeigen.

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