Die Reykjanes-Halbinsel hat sich in den letzten Jahren zu einer der dynamischsten Reiseregionen Islands entwickelt. Seit 2021 kam es dort bereits zu zwölf Ausbrüchen. Mehrere davon ereigneten sich entlang der Sundhnukagigar-Kraterreihe, der letzte im Juli 2025.
Diese seltene Phase häufiger Ausbrüche bietet Reisenden die einzigartige Möglichkeit, aktive Geologie in Echtzeit zu erleben.
Dadurch hat sich Reykjanes zu einem Hotspot für Vulkan-Touren entwickelt. Zu den angebotenen Erlebnissen zählen eine geführte Vulkanwanderung, ein bequemer Vulkan-Shuttle und ein unvergesslicher Vulkan-Helikopterflug. Gut markierte Wanderwege ermöglichen es, die jüngsten Ausbruchsstätten sicher aus nächster Nähe zu bestaunen. Reykjanes zählt zu den zugänglichsten Vulkangebieten Islands.
Warum du unseren Inhalten vertrauen kannst
Guide to Iceland ist die vertrauenswürdigste Reiseplattform Islands und hilft jedes Jahr Millionen von Besuchern. Alle unsere Inhalte werden von lokalen Experten verfasst und geprüft, die Island bestens kennen. Du kannst dich auf genaue, aktuelle und verlässliche Reisetipps verlassen.
Zwar kam es in der Nähe der Stadt Grindavik zu mehreren Vulkanausbrüchen, die internationale Aufmerksamkeit erregten, doch wurden diese von den isländischen Behörden bereits im Voraus erwartet. Es wurden Maßnahmen zum Schutz der umliegenden Infrastruktur ergriffen, und das Alltagsleben in Island verläuft weitgehend unbeeinträchtigt.
Eine Reise nach Island ist weiterhin sicher – Flüge finden wie gewohnt statt und es besteht auch während aktiver Ausbrüche keine Gefahr für Besucher.
Lies weiter, um mehr über die wiederkehrenden Ausbrüche der Sundhnukagigar-Krater in den Jahren 2024 und 2025 zu erfahren. Für einen umfassenderen Überblick empfehlen wir unseren Guide zur Vulkangeschichte Islands.
- Siehe auch: Guide zum Vulkanausbruch 2021 am Fagradalsfjall und Guide zum Fagradalsfjall-Ausbruch 2022
Das Wichtigste auf einen Blick
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Die Reykjanes-Halbinsel erlebt seit 2021 häufige Vulkanausbrüche, darunter mehrere Ausbrüche an den Sundhnukagigar-Kratern in den Jahren 2024 und 2025.
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Trotz der Aktivität ist das Reisen nach Island weiterhin sicher – Flüge, Touren und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten waren während der gesamten Ausbruchsphase uneingeschränkt zugänglich.
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Sundhnukagigar ist eines der am besten zugänglichen Vulkangebiete Islands: Markierte Wanderwege, Shuttle-Services und Helikopterflüge ermöglichen es, die frischen Lavafelder sicher zu erleben.
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Die Behörden überwachen die vulkanische Aktivität engmaschig, setzen Schutzwälle ein und warnen frühzeitig bei Veränderungen.
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Stand 2026 gibt es keinen aktiven Ausbruch. Zwar sammelt sich weiterhin Magma unter der Erde, doch es gibt keine Anzeichen für ein unmittelbar bevorstehendes Ereignis.
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Grindavik wurde schrittweise wieder geöffnet, einige Bewohner sind zurückgekehrt und die Wiederaufbauarbeiten laufen – ein Zeichen für die zunehmende Stabilität in der Region.
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Für geologisch Interessierte bieten die Reykjanes-Ausbrüche eine seltene Gelegenheit, Islands Vulkanlandschaft in Echtzeit zu erleben – ohne dass typische Reisepläne beeinträchtigt werden.
Wanderung ins Sundhnukagigar-Vulkangebiet
Die Sundhnukagigar-Krater sind von 2023 bis 2026 das aktivste Vulkangebiet Islands und bieten Reisenden die seltene Chance, ganz nah an frische Lavaströme und neue Krater zu wandern. Hier erlebst du Islands sich ständig wandelnde Vulkanlandschaft aus nächster Nähe.
Sundhnukagigar und die umliegenden Ausbruchsstätten kannst du bequem mit dem Vulkan-Shuttle erreichen. Wenn du jedoch ohne Guide wandern möchtest, solltest du die markierten Routen und wichtige Sicherheitshinweise kennen.
In den vergangenen Jahren wurden mehrere Wanderwege eingerichtet, um die nahe gelegenen Vulkane Fagradalsfjall und Litli Hrutur zu erkunden, die zwischen 2021 und 2023 ausgebrochen sind. Im Juli 2025 wurde ein neuer Weg entlang des Sundhnukagigar-Lavafelds eröffnet. Jeder Weg ist auf der offiziellen Karte unten farblich markiert und unterscheidet sich in Länge, Schwierigkeitsgrad und Ausblick.
Der Weg zu den Sundhnukagigar-Kratern heißt „Trail B” und ist auf der Karte dunkelblau eingezeichnet. Er beginnt am Parkplatz P1 am Mt. Fagradalsfjall und führt direkt zum neuen Lavafeld sowie zur Sundhnukagigar-Kraterreihe.
Der Sundhnukagigar-Vulkanweg bietet zwei Aussichtspunkte:
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Aussichtspunkt B1: Wanderstrecke 4,7 Kilometer (einfache Strecke)
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Aussichtspunkt B2: Wanderstrecke 6,1 Kilometer (einfache Strecke)
Die Wanderung ist gut markiert und bietet beeindruckende Ausblicke auf die aktive Lavazone und die in den letzten Jahren entstandenen Krater. Bleibe unbedingt auf dem ausgewiesenen Weg, da angrenzende Bereiche aus Sicherheitsgründen wegen instabilen Bodens oder vulkanischer Gase gesperrt sein können.
Weitere Wanderwege zu Ausbruchsorten in der Umgebung:
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Weg A – Fagradalsfjall-Route (Pink auf der Karte): Eine beliebte Alternative, mittelschwer, 6–8 Kilometer pro Strecke, mit teils rauem Gelände und steileren Abschnitten. Führt zu früheren Ausbruchsorten und kann mit neueren Wegen kombiniert werden.
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Weg C – Langihryggur-Kamm (Grün auf der Karte): Eine kürzere Route von 4 Kilometern, die zu einem Aussichtspunkt mit weitem Blick über mehrere Ausbruchszonen führt. Sie erreicht die Krater nicht direkt, ist aber ideal für eine kurze Wanderung mit tollen Fotomotiven.
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Weg E – Meradalir-Route: Die längste und anspruchsvollste Option, 18–20 Kilometer hin und zurück, Dauer 5–6 Stunden. Führt teilweise über moosbedeckte Lava, nur für fitte und erfahrene Wanderer geeignet.
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Natthagi-Wege: Einfache 2-Kilometer-Routen, die schnellen Zugang zum Rand eines älteren Lavafelds bieten. Kein Kraterblick, aber landschaftlich reizvoll und ideal für weniger erfahrene Wanderer oder wenn man nicht so viel Zeit hat.
Parken an den Sundhnukagigar-Vulkanwegen
Für den Zugang zu den Vulkanwegen gibt es drei offizielle Parkplätze:
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P1 (Fagradalsfjall) – Ideal für Weg A und Weg B zu Sundhnukagigar.
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P1 (Natthagi) – Alternative für Weg A und B, praktisch für kurze Spaziergänge am Lavafeld.
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P2 (Stori-Leirdalur) – Am besten für Weg E und alternative Natthagi-Routen.
Alle Parkplätze sind gebührenpflichtig und werden per Parka-App bezahlt. Die Kennzeichen werden kontrolliert – bezahle direkt bei Ankunft, um Bußgelder zu vermeiden.
Sicherheitstipps für Wanderungen im Reykjanes-Vulkangebiet
Ein aktives Vulkangebiet zu besuchen ist ein unvergessliches Erlebnis – aber Sicherheit geht vor. Beachte Folgendes:
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Geeignetes Schuhwerk: Die Wege sind steinig, uneben und oft rutschig. Wanderschuhe sind Pflicht.
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Wetter prüfen: Informiere dich über die Wettervorhersage, da sich das Wetter schnell ändern kann. Ziehe dich im Zwiebellook an und nimm Regenkleidung mit.
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Auf markierten Wegen bleiben: Abseits der Wege ist es gefährlich wegen instabilem Boden und vulkanischen Gasen. Einige Bereiche um Sundhnukagigar sind weiterhin gesperrt.
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Luftqualität und Wegstatus prüfen: Vor der Wanderung auf SafeTravel nach aktuellen Sicherheitshinweisen und auf Loftgaedi nach Luftqualitätswarnungen schauen.
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Begrenzte Beleuchtung: Es gibt keine künstliche Beleuchtung auf den Wegen. Eine Stirnlampe ist bei Dämmerung oder Dunkelheit empfehlenswert.
Vulkanausbrüche 2024–2025 an der Sundhnukagigar-Kraterreihe
Der erste Ausbruch an den Sundhnukagigar-Kratern fand im Dezember 2023 statt und das Jahr 2024 war geprägt von einer Serie wiederholter Ausbrüche. Zwischen den einzelnen Ereignissen lagen jeweils nur wenige Monate, und sie alle folgten einem ähnlichen Muster: Sie begannen mit heftiger Aktivität und klangen dann rasch ab.
Gegen Ende dieses Zeitraums ließ die vulkanische Aktivität nach, es folgten zwei weitere Ausbrüche im Jahr 2025. Dennoch sammelt sich weiterhin Magma unter der Oberfläche, sodass weitere Ausbrüche möglich sind. Nachfolgend findest du eine vollständige Übersicht aller Sundhnukagigar-Ausbrüche ab 2024.
8. Februar 2024
Die Spalte, die sich am 8. Februar an der Sundhnukagigar-Kraterreihe öffnete, war etwa 3 Kilometer lang, mit dramatischen Lavasäulen, die bis zu 50–80 Meter in die Höhe schossen. Im Gegensatz zum vorherigen Ausbruch am Hagafell, der sich nahe Grindavik ereignete, lag dieser neue Ausbruch weiter nördlich, und der Lavastrom floss überwiegend nach Westen.
Laut dem Isländischen Wetteramt ähnelte der Ausbruch dem am Hagafell, war jedoch etwas weniger kraftvoll und folgte einem ähnlichen Muster wie der Sundhnukagigar-Ausbruch im Dezember 2023.
Menschenleben waren durch den Ausbruch nicht in Gefahr. Allerdings erreichte der Lavastrom die Straße Grindavikurvegur und zerstörte eine Wasserleitung, die die Ortschaften am Rand der Reykjanes-Halbinsel mit heißem Wasser und Heizung versorgte. Dadurch fiel die Heizung für etwa vier Tage aus, bis eine neue Leitung verlegt werden konnte.
Die Lava richtete weder in Grindavik noch an der Blauen Lagune oder am Kraftwerk Svartsengi Schäden an. Bauarbeiter hatten vorsorglich Schutzwälle errichtet. Obwohl der Ausbruch nur kurz andauerte, blieb es in der Sundhnukagigar-Region nicht lange ruhig.
16. März 2024

Der Ausbruch, der am 16. März an den Sundhnukagigar begann, kündigte sich kaum an. Die Spalte war etwa 3,5 Kilometer lang und schnell wurde klar, dass dieser Ausbruch deutlich kraftvoller war als der im Februar.
Der Lavastrom floss zunächst sehr schnell in zwei Richtungen – nach Süden und Westen. Glücklicherweise bewährten sich die errichteten Erdwälle, die den Lavastrom von der Infrastruktur fernhielten. Innerhalb der ersten 24 Stunden stabilisierte sich der Lavastrom, verlangsamte sich und bildete Krater.
Die größte Sorge bei diesem Ausbruch waren Vegetationsbrände, da die Lava über trockene Flächen floss. Bemerkenswert ist, dass der Lavastrom die Melholsnama-Mine füllte, aus der das Material für die Schutzwälle um Grindavik, das Kraftwerk Svartsengi und die Blaue Lagune stammt.
Der Ausbruch hielt ein konstantes Aktivitätsniveau, mit mehreren Kratern, die kontinuierlich ausbrachen. Bis zum 5. April war nur noch ein Krater aktiv. Der Ausbruch endete schließlich am 8. Mai.
29. Mai 2024
Nicht lange nach dem letzten Ausbruch kam es am 29. Mai zum nächsten Sundhnukagigar-Ausbruch, da sich weiterhin Lava unterirdisch sammelte. Zum fünften Mal in vier Jahren öffnete sich der Boden der Reykjanes-Halbinsel und bildete eine 3,4 Kilometer lange Spalte. Es war der bislang stärkste Ausbruch dieser Reihe, mit Lavasäulen von bis zu 50 Metern Höhe, die das neue Lavafeld ausweiteten.
Dieser Mai-Ausbruch führte zu Stromausfällen in Grindavik, und Lava floss über die Straßen Grindavikurvegur und Nesvegur. An einer Stelle überwand die Lava einen der Schutzwälle, wurde aber mit Wasser abgekühlt. Glücklicherweise konnten die Anwohner den Lavastrom stoppen und die Wälle reparieren.
Die vulkanische Aktivität hielt eine Weile an, verlief aber ähnlich wie bei den vorherigen Ausbrüchen und ließ nach den ersten Tagen nach. Am 22. Juni wurde das Ende des Ausbruchs offiziell erklärt.
22. August 2024
Gegen 21 Uhr am 22. August kam es zu einem plötzlichen Anstieg der Erdbeben rund um die Sundhnukagigar-Krater, bevor sich die Erde zum neunten Mal in vier Jahren öffnete. Kleine Erdbeben waren sogar im Großraum Reykjavik zu spüren, darunter eines mit einer Stärke von 4,1.
Die eruptierende Spalte dehnte sich rasch auf 4 Kilometer aus, und wenige Stunden später öffnete sich weiter nördlich eine weitere, etwa 1 Kilometer lange Spalte. Danach beruhigten sich die Erdbeben, da der Druck aus der Erde entwich.
Der Lavastrom bewegte sich zunächst mit etwa 2 Kilometern pro Stunde, verlangsamte sich dann jedoch schnell. Die Aktivität verlagerte sich weiter nördlich als bei den vorherigen Ausbrüchen – dies war günstiger für den Schutz der Infrastruktur, brachte aber auch neue Herausforderungen mit sich.
Das Gebiet wurde zwischen 1952 und 1960 vom US-Militär als Übungsgelände genutzt und ist bekannt dafür, noch Überreste von Waffen und sogar aktive Landminen zu bergen. Wer die Sperrung ignorierte und zum Ausbruchsort wanderte, riskierte daher Verletzungen.
Glücklicherweise hielten sich die meisten an die Sperrung, und der Ausbruch endete am 5. September. Bis zum nächsten Ausbruch vergingen fast zwei Monate.
20. November 2024
Nach wochenlanger Ruhe öffnete sich am Abend des 20. November die Erde bei Sundhnukagigar zum siebten Mal. Es war der 10. Ausbruch auf der Reykjanes-Halbinsel seit dem Fagradalsfjall 2021.
Wie beim vorherigen Ausbruch öffneten sich die Krater weiter nördlich von Grindavik, sodass die Infrastruktur nicht direkt bedroht war. Dennoch floss Lava über die Hauptstraße nach Grindavik und kappte einige Stromleitungen, was zu einem vorübergehenden Stromausfall führte. Auch der Parkplatz der Blauen Lagune wurde von Lava überflossen, doch dank der Schutzwälle bestand keine Gefahr für das Spa oder andere Einrichtungen.
Die Spalte erreichte über Nacht eine Länge von 3 Kilometern, bildete dann Krater und die Aktivität ließ nach. Flüge und Reisen innerhalb Islands waren nicht beeinträchtigt, das Alltagsleben lief weiter wie gewohnt.
Dieser November-Ausbruch kam überraschend, da Wissenschaftler erst ab Dezember mit neuer Aktivität gerechnet hatten. Am 9. Dezember endete der Ausbruch nach 18 Tagen.
Aufgrund der damaligen Aktivitätsmuster galten weitere Ausbrüche in den kommenden Monaten als wahrscheinlich, auch wenn der genaue Zeitpunkt unvorhersehbar blieb. Das Ausbruchsgebiet war zu diesem Zeitpunkt für die Öffentlichkeit gesperrt und konnte nur per Helikopterflug besichtigt werden.
1. April 2025

Nach einem ruhigen Jahresbeginn kam es am Morgen des 1. April 2025 zu einem weiteren Vulkanausbruch auf der Reykjanes-Halbinsel. Kurz nach 7:30 Uhr waren in Grindavik Erschütterungen zu spüren. Da Anzeichen für aufsteigendes Magma vorlagen, wurde die Stadt rasch evakuiert.
Die Lava legte mehr als 10 Kilometer unterirdisch zurück, bevor sie gegen 9:30 Uhr an die Oberfläche drang. Dieser Ausbruch ereignete sich weiter südlich als die vorherigen in der Sundhnukagigar-Kraterreihe und kam der Stadt ungewöhnlich nahe.
Ein Teil der Spalte durchbrach einen Schutzwall, der Grindavik schützen sollte, doch der Ausbruch selbst blieb relativ klein. Die Behörden gingen davon aus, dass die Lava die Stadt nicht erreichen würde, und bereits am Nachmittag ließ die Aktivität nach.
Am 2. April schien der Ausbruch beendet zu sein, auch wenn kleinere Erschütterungen auf weitere Magmabewegungen hindeuteten. Es folgte jedoch keine weitere Aktivität an der Oberfläche und das Ereignis klang allmählich ab.
Unter der Region sammelt sich weiterhin Lava, sodass auch in Zukunft mit Ausbrüchen zu rechnen ist. Wann diese vulkanische Phase endet, ist nicht vorhersehbar – die Sundhnukagigar-Ausbrüche hatten jedoch keinerlei Auswirkungen auf den Tourismus in Island.
16. Juli 2025

Am 16. Juli 2025 begann auf der Reykjanes-Halbinsel ein weiterer Vulkanausbruch – ein weiteres bedeutendes Ereignis in der anhaltenden vulkanischen Aktivität der Region. Der Ausbruch startete kurz nach 4 Uhr morgens, nachdem eine Serie starker Erdbeben aufgetreten war. Gegen 5 Uhr öffnete sich eine zwei Kilometer lange Spalte und spuckte Lava in die Luft.
Vorsorglich wurden Grindavik und die Blaue Lagune evakuiert, doch die Infrastruktur galt als sicher.
Am Nachmittag ließ der Ausbruch nach, er dauerte jedoch fast einen Monat und endete am 5. August. Reisen nach Island sind weiterhin sicher – internationale Flüge und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind nicht betroffen.
Sundhnukagigar-Vulkan im Jahr 2026
Stand 2026: Seit dem Ereignis im Juli 2025 gab es keine neuen Ausbrüche an den Sundhnukagigar. Die Region wird von Wissenschaftlern weiterhin genau überwacht, da dort regelmäßig kleine Erdbeben auftreten und sich unterirdisch Magma ansammelt. Das bedeutet: Ein weiterer Ausbruch ist zwar möglich, doch derzeit gibt es keine Anzeichen für ein unmittelbar bevorstehendes oder überhaupt eintretendes Ereignis.
Für Reisende heißt das: Ein Besuch in Island ist weiterhin sicher und das Alltagsleben auf der Reykjanes-Halbinsel läuft unbeeinträchtigt weiter. Die Behörden überwachen die vulkanische Aktivität sorgfältig und kommunizieren Veränderungen frühzeitig.
Aktuell gibt es keinen aktiven Ausbruch in Island und keine Gefahr für Besucher. Flüge, Touren und Sehenswürdigkeiten finden wie gewohnt statt.
Ereignisse vor den Ausbrüchen
Der Ausbruch am Hagafell im Januar 2024 war ein schwerer Schlag für die Menschen in Island, insbesondere für die Bewohner von Grindavik, deren Häuser durch die Erdbeben beschädigt wurden. Drei Häuser wurden von der Lava zerstört, viele weitere Gebäude und Infrastruktur durch gewaltige Erdspalten und seismische Aktivität beschädigt.
Glücklicherweise kamen weder Menschen noch Tiere zu Schaden, da alle rechtzeitig evakuiert wurden. Die vorausgehenden Erdbeben – es waren Tausende – hatten die Isländer frühzeitig gewarnt, und ein Ausbruch war bereits seit etwa zwei Monaten erwartet worden.
Nur wenige Monate vor dem Ausbruch am Hagafell hatte ein anderer Ausbruch an den Sundhnukagigar-Kratern einen Verlauf genommen, der von Experten als „Best-Case-Szenario“ bezeichnet wurde: Der Lavastrom floss zwar nahe an Grindavik vorbei, aber in die entgegengesetzte Richtung zur Stadt.
Im Verlauf der Jahre 2024 und 2025 ereigneten sich die Ausbrüche immer weiter entfernt von Grindavik, sodass sie eine geringere Gefahr für die Stadt darstellten. Im Juli 2025 konnten einige Bewohner in ihre Häuser zurückkehren und Grindavik wurde wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.
Einige wenige Geschäfte nahmen den Betrieb wieder auf, und im Dezember 2025 feierten die Einheimischen zum ersten Mal seit zwei Jahren Weihnachten in ihren eigenen vier Wänden. Der Wiederaufbau schreitet langsam voran, aber es herrscht vorsichtiger Optimismus, dass die Entwicklung in den kommenden Jahren weitergeht.
So sieht die vulkanische Aktivität auf Reykjanes heute aus

Die Serie der Ausbrüche auf Reykjanes begann 2021 mit dem Vulkan Fagradalsfjall. Der Ausbruch war ein spektakuläres Ereignis, das Zehntausende Besucher aus aller Welt anzog. Gleiches galt für den zweiten Ausbruch am Fagradalsfjall 2022 und den Ausbruch am Litli-Hrutur im Jahr 2023.
Die seismische Aktivität auf Reykjanes ist auf die Lage am Mittelatlantischen Rücken zurückzuführen – der Nahtstelle zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Erdplatte. Wenn du mehr über die Geologie hinter den Ausbrüchen erfahren möchtest, lies unseren Artikel über tektonische Platten in Island.
Trotz der anhaltenden vulkanischen Aktivität bleibt Island ein sicheres Reiseziel. Das Land verfügt über umfangreiche Überwachungssysteme, die die Sicherheit von Einheimischen und Besuchern gewährleisten.
Du kannst Islands atemberaubende Landschaften weiterhin erkunden, die berühmte Blaue Lagune genießen und viele weitere Highlights der Insel erleben – ganz ohne Sorgen.
Die vulkanische Aktivität auf der Reykjanes-Halbinsel wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich weiterentwickeln. Hast du einen der Ausbrüche während deines Islandbesuchs erlebt? Schreib uns gerne in die Kommentare, wenn du Fragen hast – wir beantworten sie so schnell wie möglich!











