Isländer werden oft gefragt: Was empfehlt ihr? Was sind die aufregendsten und einzigartigsten Dinge, die man in Island tun kann? Wo befinden sich die schönsten Orte des Landes? Lies weiter, um zu erfahren, was es in Island zu tun gibt und welche Ziele man ansteuern sollte.



Island mit seinen beeindruckenden Landschaften, in denen Flüsse durch Wüsten fließen und geschmolzene Lava aus dem Eis hervorbricht, lässt sich am besten als Land der starken Kontraste beschreiben. Auf dieser Insel tanzen die natürlichen Elemente ständig zwischen den urzeitlichen Gegensätzen von Feuer und Frost – und im Winter sind die Nächte endlos, während im Sommer die Sonne niemals untergeht.  

Island bietet so viele einzigartige Attraktionen und unterschiedliche Landschaften, dass es fast unmöglich erscheint, alle in einen Urlaub zu packen. Die Entscheidung darüber, was man tun und wohin man fahren sollte, ist entsprechend schwierig.

Es gibt jedoch einige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die unbedingt empfehlenswert sind, sofern man die Zeit und Mittel dafür hat. Nachfolgend findest du eine Zusammenstellung unserer zehn besten Aktivitäten und Ausflugsziele in Island, in keiner bestimmten Reihenfolge.

Bitte beachte, dass diese Liste für Island-Besucher gedacht ist, die sich eher für die spektakuläre Natur als für die faszinierende Kultur des Landes interessieren.



10. Erlebe den Snaefellsjökull-Gletscher und -Vulkan

Der Snaefellsjökull hinter einem Lupinenfeld

Wer sehen möchte, wie vielfältig die Landschaften und Attraktionen Islands sind, muss nur einen Tagesausflug zur Snaefellsnes-Halbinsel einplanen: Ihren Spitznamen „Island in Miniatur“ verdankt sie den vielen unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten, die sich auf der Halbinsel versammeln; diese sind alle sehr schön, aber eine davon ist das unangefochtene Juwel: der Snaefellsjökull.

Der Snaefellsjökull ist ein zweigipfeliger Gletscher, der über einem Vulkan an der Spitze der Halbinsel liegt; umgeben wird er auf drei Seiten von zerklüfteten Lavafeldern und einer dramatischen Küstenlinie. Er kann von einigen anderen Top-Zielen der Gegend aus bewundert werden, wie z.B. dem verlassenen Weiler Búdir und den Lóndrangar-Felsnadeln im Meer.

Der Ort hat einen so wichtigen Platz im Herzen der Isländer, dass er 2001 zum Nationalpark erklärt wurde. Diesen Status haben neben ihm nur zwei weitere Gebiete im Land (die beide in dieser Liste aufgeführt sind).



Eine malerische Kirche unter den Nordlichtern, vor dem Snaefellsjökull-Gletscher

Viele Kunstwerke, insbesondere literarische, wurden vom Snaefellsjökull inspiriert; das bekannteste darunter ist Jules Vernes Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Und auch jeder Reisende, der hier vorbeischaut, fühlt sich inspiriert!

Der Snaefellsjökull ist bei sehr klarem Wetter von Reykjavík aus zu sehen: Du musst nur über die Faxaflói-Bucht blicken, was aber nicht mit einem Besuch vor Ort zu vergleichen ist! Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann innerhalb eines Tages zum Gletscher und wieder zurück fahren. Viele Touren für Selbstfahrer, wie diese 10-tägige Mietwagen-Rundreise, schließen einen Besuch auf der Halbinsel ein.



Außerdem gibt es zahlreiche geführte Touren, die dir den Snaefellsjökull und seine Umgebung näher bringen. Wer sich nicht nur mit Sightseeing begnügen möchte, kann zusätzlich an dieser Tour teilnehmen, bei der man in der Pistenraupe über die eisige Oberfläche des Gletschers fährt. Eine weitere Möglichkeit ist eine Höhlenerkundung in der Vatnshellir-Lavaröhre im Nationalpark.



9. Spaziere entlang der Strände des Südens

Reynisdrangar in Island von Iurie Belegurschi

Islands Südküste zählt zu den beliebtesten Sightseeing-Routen des Landes; diese Region sollte unbedingt berücksichtigt werden, wenn es darum geht, die Reiseziele auf der Insel auszuwählen. Neben den wunderschönen Wasserfällen, Gletschern und Vulkanen sind es vor allem die Strände, die die Uferlinie so einzigartig machen.

Islands Gletscher und die Auswirkungen der Küstenerosion führen dazu, dass der überwiegende Teil der Küste felsig und zerklüftet ist; Fjorde kennzeichnen den Westen, Norden und Osten des Landes. Ein Großteil der Südküste dagegen ist Gletscherfluten ausgesetzt, die das Ufer abgeflacht und mit schwarzem Sand bedeckt haben.

Der berühmteste der so entstandenen schwarzen Sandstrände ist Reynisfjara. Seine Schönheit verdankt der Strand (wie so oft in Island der Fall) seiner rauen und eindringlichen Umgebung. Starke Wellen schlagen kontinuierlich auf den dunkeln Sand sowie gegen zwei  Basaltsäulen namens Reynisdrangar, die vor der Küste aus dem Wasser emporragen.



Dyrhólaey ist ein Felsbogen in der Nähe von Reynisfjara in Südisland.

Wie viele der markantesten Felsformationen Islands gelten auch diese Säulen als Trolle, die im Licht der Morgensonne erstarrt sind. Sie blicken in Richtung des Berges Reynisfjall mit seinen seltenen sechseckigen Säulen, die von der Natur in den schwarzen Felsen gehauen wurden.

In Laufnähe von Reynisfjara befindet sich der fantastische Meeres-Felsbogen Dyrhólaey. Von seinem Gipfel aus können die Besucher einen unglaublichen Blick auf die Umgebung genießen, und im Sommer ist man dort von zahlreichen Papageientauchern umgeben.



Reynisfjara ist jedoch nicht der einzige bemerkenswerte Strand an der Südküste. Weiter östlich triffst du auf das „Kronjuwel der isländischen Natur“, die Gletscherlagune Jökulsárlón, die neben dem Diamond Beach liegt.

Das ganze Jahr über ist die Lagune voller Eisberge, die von einer Gletscherzunge abgebrochen sind und sich langsam ihren Weg in Richtung Ozean bahnen. Wenn sie das Meer erreicht haben, werden sie von den Wellen ans Ufer gespült – und das Ergebnis ist atemberaubend!

Die Brandung peitscht gegen das Eis am Diamond Beach.

Herrliche Kontraste verleihen dem Diamond Beach seine Schönheit. Die vielen Blautöne im Eis werden durch das Weiß der Brandung hervorgehoben, das sich wiederum vom schwarzen Sand leuchtend abhebt. Ergänzt man die Farben der Nordlichter oder der Mitternachtssonne, so sieht der Strand aus, als sei er einem Fantasy-Roman entsprungen.

Darüber hinaus sind hier zu jeder Jahreszeit zahlreiche Robben zu sehen, die sowohl in der Lagune als auch draußen auf dem Meer spielen.



Wenn du einen dieser Strände besuchst, denk daran, dass das Meer aufgrund der kalten Wassertemperaturen und starken Strömungen äußerst gefährlich ist. Am Reynisfjara ist es besonders riskant, da hier Sneaker Waves unerwartet am Ufer auftauchen.

Schwimmen ist absolut verboten, und du solltest dich immer mindestens 20 bis 30 Meter vom Wasser entfernt halten.

8. Genieße eine Auszeit in der Blauen Lagune

Die Blaue Lagune bietet eine Fülle von Behandlungen an.

Die Blaue Lagune ist ein Geothermal-Spa und die vielleicht bekannteste Attraktion des Landes. Wenn es um die besten Ziele in Island geht, steht es bei vielen Urlaubern ganz oben auf der Liste.

Das Wasser hier ist undurchsichtig und milchig-blau – anders als alles, was man sonst auf der Erde findet! Es ist reich an Mineralien, voller guter Bakterien, und Silica-Masken stehen für alle Gäste zur Verfügung; all dies veranlasst viele, der Lagune eine heilende Wirkung für Geist, Körper und Seele zuzuschreiben.

Die Blaue Lagune ist zudem von einer unglaublichen Natur umgeben; sie befindet sich auf der vulkanischen Halbinsel Reykjanes, die für ihre kahlen und faszinierenden Landschaften bekannt ist. Um die Lagune herum erstrecken sich Lavafelder, die mit grauem Moos bedeckt sind: Diese durch einen Dampfschleier zu bestaunen, ist ein atemberaubendes Erlebnis!



Jeder Besuch in der Blauen Lagune hilft auch den schlappsten Besuchern, sich zu regenerieren; wer noch etwas mehr Luxus möchte, kann sich zudem einer privaten Behandlung unterziehen. Es gibt zum Beispiel eine Reihe von Massagen im Wasser, natürliche Schönheitsbehandlungen mit seltenen Algen und Mineralien, die auf deine Haut abgestimmt sind, sowie spezielle Behandlungen für Menschen mit Hautproblemen wie Schuppenflechte.

Die Lagune liegt verkehrsgünstig nur zehn Minuten vom Internationalen Flughafen Keflavík und 30 Minuten von Reykjavík entfernt und ist somit der perfekte Zwischenstopp, um den Urlaub zu beginnen oder zu beenden. Der Flybus, der Passagiere zwischen diesen Orten befördert, hält oft an der Lagune auf dem Weg zur Hauptstadt und zurück.

Bitte beachte, dass die Blaue Lagune als Top-Attraktion gilt und du daher dein Ticket im Voraus buchen musst.



7. Gehe auf Walbeobachtung in Húsavík

Husavik ist ein Zentrum für die Walbeobachtung in Nordisland.Foto von Traditionelles Whale Watching in Husavik

Über 20 Arten von Walen, Delfinen und Tümmlern sind in den Gewässern Islands zu finden und machen die Insel zu einem hervorragenden Ziel für die Walbeobachtung. Viele Bootstouren starten in den Häfen von Reykjavík und Akureyri, und an anderen Orten wie den Westfjorden kann man Wale vom Ufer aus beobachten; am erfolgversprechendsten sind jedoch die Touren, die in der kleinen nördlichen Stadt Húsavík beginnen.

Diese Stadt wird oft als Walbeobachtungs-Hauptstadt Europas bezeichnet und liegt an der Bucht von Skjálfandi, die den ganzen Sommer über von Wasserlebewesen bevölkert ist. Schweinswale, Weißschnauzendelphine und Buckelwale werden fast jeden Tag hier gesichtet; und mit etwas Glück kann man auch eine Reihe anderer Arten wie Orcas, Blauwale, Finnwale und sogar desorientierte Narwale sehen.

Der Sommer ist zudem die Nistzeit für viele Zugvogelarten in Island, vor allem für den Papageientaucher. Diese sind auf Walbeobachtungstouren von Reykjavík, Akureyri und Húsavík aus zu entdecken, und einige Ausflüge, wie dieser von Húsavík, führen dich zu den Brutrevieren der Papageientaucher.



6. Wage dich ins abgelegene Naturschutzgebiet Hornstrandir

Hornstrandir in den Westfjorden Islands

Der nördlichste Teil der Westfjorde, der mit den Sagen verwoben ist und bis in die frühen Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts besiedelt war, heißt Hornstrandir. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit und der fehlenden Industrie erlangte das Gebiet in letzter Zeit wieder neue Bedeutung – als äußerst gut erhaltenes Naturreservat

Diese wilde Gegend ist der am dünnsten besiedelte Teil Islands außerhalb des Hochlands –  allerdings ist sie bestens bekannt für ihre vielen nichtmenschlichen Bewohner! Die großen Klippen, die bis zu 534 Meter über dem Meer emporragen, beherbergen Zehntausende von Seevögeln, und in den bewachsenen Feldern stehen die Chancen gut, Islands einziges Landsäugetier – den Polarfuchs – zu entdecken.



Angesichts ihrer fast hundertjährigen Isolation haben die Tiere dieser Region kein Problem, wenn Menschen sich nähern. Von einer Fütterung der Wildtiere hier wird zwar stark abgeraten, aber die furchtlosen Füchse würden dir gern aus der Hand fressen!

Das Hornstrandir-Gebiet ist mit Fähren von Ísafjördur und vom Strandir-Bezirk erreichbar.



5. Fahre durch die Ostfjorde

Papageientaucher sind im Osten regelmäßig zu sehen.

Die Ostfjorde Islands sind spärlich besiedelt und sehr weit von Reykjavík entfernt; oft gelangen nur Urlauber, die die Ringstraße entlangfahren oder eine Pauschalreise durchs ganze Land gebucht haben, dorthin. Wer jedoch bis zu den Fjorden vordringt, erklärt sie danach meist zu seinem Lieblingsziel auf der Insel!



Die Ostfjorde ermöglichen es dir, die Landschaften Islands abseits der Touristenströme zu erkunden, und bieten die Ruhe, die so viele Reisende suchen. Während du über schöne Bergpässe und entlang dramatischer Klippenränder fährst, kommst du in den Genuss herrlicher Meereslandschaften und einer unglaublichen Aussicht auf den Vatnajökull-Nationalpark und seinen riesigen zentralen Gletscher.

Trotz der abgeschiedenen Lage gibt es im Osten mehrere Ortschaften – wie z. B. DjúpivogurSeydisfjördur und Egilsstadir – wo du Benzin, Essen und ein bequemes Bett findest. Diese traditionellen Städte und Dörfer sind von einer atemberaubenden Natur umgeben; Seydisfjördur ist besonders spektakulär – es liegt  eingebettet in einem Fjord mit steilen Klippen und herrlichem Meerblick.

Egilsstadir liegt am Ufer eines wunderschönen Sees.

Beim Durchqueren der Ostfjorde lohnt es sich auch, auf die einheimische Tierwelt zu achten. Das Wasser ist fruchtbar, sodass Meeressäuger in den Gewässern gesichtet werden können, und die Klippen der Gegend beherbergen zahlreiche nistende Vögel. Zudem ist dies die einzige Region des Landes, in der Rentiere frei herumstreunen.

In der Gegend gibt es unzählige Naturattraktionen, die sehr zu empfehlen sind, wie z. B. Húsey und Borgafjördur Eystri; doch im Grunde verdienen die Ostfjorde als Ganzes einen Platz auf der Liste der Top-Besucherziele – dank der außergewöhnlichen Schönheit, die die gesamte abgelegene Region auszeichnet.



4. Unternimm eine Golden Circle-Tour mit dem gewissen Extra

Erweitere deinen Golden Circle-Trip um ein Abenteuer.

Der Golden Circle ist eine der beliebtesten Sightseeing-Routen des Landes. Sie kann in ca. fünf Stunden zurückgelegt werden und bringt dich zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten im Südwesten Islands: Thingvellir-NationalparkGeysir-Geothermalgebiet und Gullfoss-Wasserfall.

Die meisten Besucher begeben sich auf diese Strecke, entweder allein oder im Rahmen einer geführten Tour.



Der Thingvellir ist das einzige UNESCO-Weltkulturerbe auf dem isländischen Festland. In einem wunderschönen Tal zwischen den tektonischen Platten von Nordamerika  und Eurasien gelegen, bietet er eine fantastische Landschaft aus Lavafeldern und Wäldern, durch die kristallklare Bäche fließen.

Am Golden Circle kann man das ganze Jahr über schnorcheln und tauchen.

Die Geysire im Geysir-Geothermalgebiet sind so explosiv, dass der größte darunter zum  Namensgeber für alle Springquellen wurde. Der Große Geysir selbst ist zwar weitgehend inaktiv, doch sein Nachbar Strokkur stößt in regelmäßigen Abständen (ca. zehn Minuten) Fontänen von bis über 20 Metern Höhe aus.

Der Gullfoss ist Islands bekanntester Wasserfall; mit enormer Kraft stürzt er über zwei Stufen hinunter in ein uraltes Tal, das in der letzten Eiszeit entstand. Wer an einem sonnigen Tag hierher kommt, wird von den Regenbögen begeistert sein, die sich hier im Sprühnebel bilden.

Aufgrund der Beliebtheit dieser Orte und der Tatsache, dass die Tour nur einen halben Tag dauert, bieten viele Reiseveranstalter zusätzliche Aktivitäten zu diesem Sightseeing-Trip an.

Wer nichts gegen eine kleine Abkühlung hat, kann in einer der Süßwasserquellen von Thingvellir schnorcheln oder tauchen (falls qualifiziert): In der Silfra-Spalte erlebst du eine der schönsten Unterwasserwelten des Planeten! Abenteuerlustige können eine Schneemobiltour hinzufügen, die vom Wasserfall Gullfoss aus startet und auf die Oberfläche des mächtigen Langjökull-Gletschers führt.



3. Fotografiere die Ásbyrgi-Schlucht

Ásbyrgi-Schlucht in Nordisland

Im Nordosten Islands, gleich neben den ausgetretenen Pfaden, befindet sich eine Naturattraktion, die so raffiniert geformt ist, dass die frühen Isländer ihre Existenz nur auf einen göttlichen Eingriff zurückführen konnten. Die hufeisenförmige Schlucht von Ásbyrgi soll angeblich entstanden sein, als einer der Hufe von Odins achtbeinigem Pferd den Boden berührte.

Die Klippen um die Schlucht herum und das zentrale Plateau ermöglichen einige der eindrucksvollsten Aussichten und Fotoaufnahmen im ganzen Land. Auch von innen ist das Tal wunderschön: Hier finden sich Dickichte von Bäumen wie Birken, Weiden, Tannen, Lärchen und Kiefern – es ist so grün, dass es kaum wie ein Ort in Island erscheint!

Es ist daher nicht sehr verwunderlich, dass viele Mythen um die versteckten Gestalten von Island aus dieser Gegend stammen.



2. Wandere durch das Naturreservat Skaftafell

Svartifoss-Wasserfall in Skaftafell im Vatnajökull-Nationalpark

Das Naturreservat Skaftafell hat so abwechslungsreiche und schöne Landschaften, dass es einst ein eigenständiger Nationalpark war; heute ist es einer der verlockendsten, atemberaubendsten und am einfachsten zu erreichenden Teile des Nationalparks Vatnajökull.

Das Gebiet wird durch ein ständiges Duell zwischen Feuer und Wasser geprägt; du kannst in einem grünen Birkenwald an einem malerischen Gletscherbach campen und dabei nur wenige Gehminuten von mystischen schwarzen Wüsten und dramatischen Lavafeldern entfernt sein.

Im gesamten Naturschutzgebiet gibt es Gletscherzungen und Lagunen, die alle vom größten Gletscher Europas, dem Vatnajökull, stammen. Wer eine herrliche Aussicht genießen möchte, kann eine Gletscherwanderung auf einem dieser Auslassgletscher – dem Svínafellsjökull – buchen.



Svínafellsjökull im Skaftafell-Naturerreservat

Wer lieber nicht übers Eis spazieren will, findet in der Gegend auch noch viele andere Wanderstrecken. Am bemerkenswertesten ist der Weg zum Svartifoss-Wasserfall, der über eine spektakuläre Klippe aus schwarzen Basaltsäulen fließt.

Skaftafell ist günstig nahe der Südküste gelegen – nur knapp eine Autostunde von der Gletscherlagune Jökulsárlón und dem Diamond Beach entfernt.



1. Erkunde das Geothermalgebiet am See Mývatn

Mývatn ist ein unglaublicher Teil des Landes, der im Norden Islands liegt.

Nach etwa einer Stunde Fahrt von Akureyri, „der Hauptstadt des Nordens“, in Richtung Osten erreichst du ein geologisches und geothermisches Wunderland: das Gebiet des Mývatn-Sees. Eigentlich handelt es sich dabei um eine Reihe von Seen, die durch mehrere Eruptionskatastrophen vor mehr als 2000 Jahren entstanden sind; die Gegend bietet eine Fülle von verborgenen Schätzen, die die Besucher keineswegs verpassen sollten.

Die Seen selbst sind wunderschön anzusehen und voller Leben. Es gibt Dutzende von Vogelarten, die im Sommer zu den Gewässern strömen; und wer sich für die Flora interessiert, sollte auf die Mooskugeln hier achten, die es an nur wenigen anderen Orten auf der Welt gibt.

Und die Geologie, die den Mývatn umgibt, ist vielleicht noch spektakulärer. Perfekt geformte Pseudo-Krater säumen viele Ufer und können bis zum Rand erklommen und danach umrundet werden, um Geheimnisse über den Vulkanismus in Island zu erfahren. Das Lavafeld Dimmuborgir wirkt so dramatisch, dass es oft als „Schwarze Festung“ bezeichnet wird.

Eine Luftaufnahme des Mývatn-Sees

In diesem Lavafeld – versteckt in einer Höhle – befindet sich die immer berühmter werdende Grjótagjá-Thermalquelle. Obwohl sie sich wegen ihrer ständig wechselnden Temperatur nicht zum Baden eignet, ist sie ein Muss für alle Fans der Game of Thrones-Serie: Sie war Drehort für eine der berühmtesten Liebesszenen der Serie.



Wer in geothermischen Gewässern baden will, braucht jedoch nicht weit zu gehen: Die Mývatn-Naturbäder sind ein perfekter Ort zum Entspannen auf einer Reise durch die Region.

Von Mývatn aus gelangst du zudem schnell zu einer Reihe weiterer faszinierender Sehenswürdigkeiten, die nur wenige Autominuten entfernt sind. Das Gebiet liegt zum Beispiel in der Nähe des Námaskard-Passes, wo man brodelnde Fumarolen und blubbernde Schlammtöpfe auf einem kahlen Bergplateau entdecken kann. Ebenfalls in der Nähe befinden sich unglaubliche Wasserfälle, allen voran der Dettifoss, der mächtigste Wasserfall Europas.

Gänseblümchen am Dettifoss



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