
Mit einer Serie von 12 Vulkanausbrüchen in nur 5 Jahren hat Island erneut die Aufmerksamkeit auf seine feurige Natur gelenkt! Wann hat alles begonnen? Wann wird es enden? Entdecke alles Wissenswerte über die aktuellen Ausbrüche auf der Halbinsel Reykjanes in Island.
Island macht seinem Beinamen „Land aus Feuer und Eis“ alle Ehre: Hier findest du einige der aktivsten Vulkane der Erde und eine Landschaft, die von mächtigen Ausbrüchen geprägt wurde. Seit 2021 ist die Halbinsel Reykjanes Schauplatz zahlreicher Ausbrüche – von spektakulären Naturereignissen, die Besucher anziehen, bis hin zu echten Herausforderungen. Kein Wunder, dass die Region heute ein beliebtes Ziel für Vulkan-Touren ist.
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Kein Wunder also, dass viele Menschen nach Island reisen, um die Vulkane mit eigenen Augen zu sehen. Entweder mieten sie ein Auto und erkunden die Ringstraße oder sie buchen eine der zahlreichen Mietwagenreisen. Vielleicht kannst du sogar aus dem Fenster deiner Unterkunft in Island einen Vulkan entdecken!
Bei aktiven Vulkanausbrüchen stellen sich viele Reisende die Frage: „Ist es sicher, nach Island zu reisen?“ Die Antwort lautet: Ja. Die Ausbrüche haben keinerlei Auswirkungen auf Flüge nach Island.
Wenn die Bedingungen es erlauben, kannst du sogar zur Ausbruchszone wandern oder den Vulkan-Shuttle buchen und das Spektakel aus nächster Nähe erleben. Unvergesslich ist auch der Blick aus der Vogelperspektive bei einer Vulkan-Helikoptertour.
Lies weiter und erfahre alles über die aktuelle vulkanische Aktivität in Island, wie sie begann und wie es in Zukunft weitergehen könnte!
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Geschichte der vulkanischen Aktivität auf der Halbinsel Reykjanes
Die Halbinsel Reykjanes ist für die meisten Island-Besucher das Tor zum Land, denn hier befindet sich der Internationale Flughafen Keflavik. Von dort aus sind es etwa 40 Minuten Fahrt bis in die Hauptstadt Reykjavik. Die Strecke führt durch eine raue Landschaft aus endlosen Lavafeldern, die von vielen als „außerirdisch“ beschrieben wird.
Diese Landschaft ist das Ergebnis vergangener Ausbrüche in der Region. Doch bis zum Ausbruch des Vulkans Fagradalsfjall im Jahr 2021 hatte es auf Reykjanes 800 Jahre lang keinen Ausbruch mehr gegeben.
Die Serie von Vulkanausbrüchen, die 1210 unter dem Meer vor der Südwestspitze der Halbinsel begann und bis 1240 andauerte, wird als „Reykjanes-Brände“ bezeichnet. Die Ausbrüche ereigneten sich im Abstand von einigen Jahren. Der stärkste Ausbruch im Jahr 1226 verteilte Asche und Lava über die gesamte Halbinsel.
Für die Bewohner von Reykjanes waren dies buchstäblich dunkle Zeiten: Schriftliche Aufzeichnungen berichten von „Dunkelheit am Tag“. Der folgende Winter wurde als „Sandwinter“ bezeichnet – eine Anspielung auf die verheerenden Auswirkungen der Vulkanasche auf Vieh und Landwirtschaft.
Viele der Lavafelder, die heute auf der Halbinsel Reykjanes zu finden sind, entstanden während der Reykjanes-Brände. Doch was macht die Region zu einem so aktiven Vulkan-Hotspot? Die Antwort liegt in Islands einzigartiger geografischer Lage im Hinblick auf die tektonischen Platten.
- Was sind die 22 besten Aktivitäten auf der Halbinsel Reykjanes?
Die Halbinsel Reykjanes liegt – wie ganz Island – auf dem Mittelatlantischen Rücken, einem gewaltigen unterseeischen Gebirgszug, der die Grenze zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Platte markiert. Während sich diese Platten langsam voneinander entfernen, füllt Magma (geschmolzenes Gestein aus dem Erdinneren) die entstehenden Lücken, bildet neue ozeanische Kruste und sorgt gelegentlich für Ausbrüche an der Oberfläche.
Island ist einzigartig, denn es ist das einzige Land der Erde, das direkt auf dem Mittelatlantischen Rücken liegt. Daher gibt es in Island viele Vulkane – etwa 130 insgesamt, von denen 18 seit der Besiedlung im späten 9. Jahrhundert ausgebrochen sind.
Als Symbol für Islands Lage auf dem Mittelatlantischen Rücken befindet sich auf Reykjanes die Brücke zwischen den Kontinenten. Sie markiert den Treffpunkt der beiden Erdplatten. Die Brücke überspannt eine kleine Spalte, die sich durch die Plattenbewegung stetig vergrößert. Dieses faszinierende Bauwerk und viele weitere Highlights kannst du auf einer der fantastischen Tagestouren auf Reykjanes entdecken.
- Mehr dazu: Tektonische Platten in Island und wo du sie findest
- Siehe auch: Erdbeben in Island: Der ultimative Guide
Chronik der Ausbrüche auf Reykjanes (2021–2025)
Hier erfährst du alles über die jüngsten Ausbrüche, die 2021 auf Reykjanes begannen und bis heute andauern. Wenn du sie selbst erleben möchtest, schau dir die Live-Webcams aus dem Vulkangebiet an.
Fagradalsfjall (19. März 2021)
Obwohl der letzte Ausbruch auf Reykjanes mehr als 800 Jahre zurücklag, kam der Ausbruch am Fagradalsfjall am 19. März für die Isländer nicht überraschend. In den Wochen zuvor hatten über 53.000 Erdbeben den Südwesten der Insel erschüttert – ein deutliches Zeichen dafür, dass sich unter der Oberfläche etwas zusammenbraute.
Gegen 21:30 Uhr brach die Lava schließlich an die Oberfläche. Die erste Spalte war etwa 700 Meter lang. Da der Ausbruch im abgelegenen Tal Geldingadalur stattfand und keine Gefahr für die Menschen in der Region darstellte, war die Erleichterung groß.
In den folgenden Wochen strömten Tausende von Menschen herbei, um den Vulkan mit eigenen Augen zu sehen. Das Spektakel war sehr besucherfreundlich, da es in angenehmer Wanderentfernung lag und eindrucksvolle Einblicke in die gewaltigen Kräfte der Natur bot.
Der Ausbruch war zwar nicht besonders heftig, dauerte aber mehrere Monate – so hatten viele die Gelegenheit, die „Mordor-ähnliche“ Landschaft zu bestaunen. Im Laufe der Zeit ließ die Aktivität nach und am 18. Dezember wurde das Ende des Ausbruchs erklärt. Dies sollte jedoch nur der erste von vielen Vulkanausbrüchen in Island in den kommenden Jahren sein.
Fagradalsfjall (3. August 2022)

Nur wenige Monate nach dem Ende des ersten Ausbruchs am Fagradalsfjall begann erneut eine Serie von Erdbeben, die einige Wochen andauerte. Zwar richteten die Beben keine größeren Schäden an Häusern oder der Infrastruktur an, doch die Wissenschaftler waren sich sicher: Ein neuer Ausbruch war nur eine Frage der Zeit. Sie sollten Recht behalten. Am 3. August 2022 öffnete sich eine neue Spalte am Fagradalsfjall.
Der Ausbruchsort lag nur etwa einen Kilometer vom vorherigen entfernt und die Spalte war 300 Meter lang. Der Ausbruch war deutlich stärker als der vorherige, mit einem Lavafluss von 20 bis 50 Quadratmetern pro Sekunde.
Die Lage und Art dieses neuen Ausbruchs lockte erneut Tausende Besucher an. Sie wanderten zu Fuß zur Eruptionsstelle, um das Naturschauspiel aus nächster Nähe zu beobachten. Einen Vulkanausbruch mit eigenen Augen zu sehen, ist ein seltenes Erlebnis, weshalb Menschen aus aller Welt nach Island reisten, um diese Gelegenheit zu nutzen.
Allerdings dauerte der Ausbruch nicht annähernd so lange wie der vorherige: Bereits um den 17. August herum ließ der Lavafluss nach und am 21. August 2022 war er beendet. Insgesamt war der Ausbruch am Fagradalsfjall im Jahr 2022 etwa fünf- bis zehnmal größer als der im Jahr zuvor.
Litli-Hrutur (10. Juli 2023)
Am 10. Juli 2023 begann ein Vulkanausbruch am Litli-Hrutur, in der Nähe der vorherigen Fagradalsfjall-Ausbrüche. Auch dieses Mal hatten Tausende Erdbeben die Region in den Wochen zuvor erschüttert.
Die Spalte des neuen Ausbruchs war etwa 900 Meter breit und der anfängliche Lavafluss war deutlich stärker als bei den vorherigen Ausbrüchen. Dieser Ausbruch war bis zu zehnmal größer als der Fagradalsfjall-Ausbruch im Jahr 2021 und dreimal größer als der von 2022.
Obwohl der Wanderweg zu diesem Ausbruch länger war als zu den vorherigen, machten sich Einheimische und Besucher gleichermaßen auf den Weg durch die raue Landschaft. Auch wenn der Ausbruch am Litli-Hrutur vielleicht nicht ganz so fotogen war wie die Ereignisse am Fagradalsfjall, war er dennoch ein beeindruckendes Erlebnis.
Der Ausbruch am Litli-Hrutur dauerte knapp einen Monat und wurde am 5. August für beendet erklärt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Vulkanausbrüche auf der Halbinsel Reykjanes relativ harmlos und besucherfreundlich – doch das sollte sich bald ändern.
Sundhnukagigar (18. Dezember 2023)
Ende 2023 wurde die Halbinsel Reykjanes erneut von verstärkter Erdbebenaktivität erschüttert – dieses Mal jedoch mit ernsthaften Folgen für die Menschen in Island.
Der Magmastrom unter der Oberfläche verlief nahe der Stadt Grindavik, dem Kraftwerk Svartsengi, das ganz Reykjanes mit Warmwasser und Strom versorgt, sowie der Blauen Lagune, Islands größter Touristenattraktion.
Die Bewohner von Grindavik mussten die Stadt bereits Wochen vor dem Ausbruch verlassen, da Magma nur wenige 100 Meter unter der Oberfläche entdeckt wurde. Glücklicherweise konnten alle Menschen und Tiere rechtzeitig evakuiert werden, und in den folgenden Wochen wurden viele Wertgegenstände aus den Häusern geborgen.
Bereits vor Beginn des Ausbruchs hatte die seismische Aktivität massive Schäden verursacht: Eine riesige Spalte zog sich durch die Stadt. Der Ausbruch begann am 18. Dezember an der Kraterreihe Sundhnukagigar und wurde als „Best-Case-Szenario“ bezeichnet, da die Lava von Grindavik und der Infrastruktur wegfloss.
Der Ausbruch im Jahr 2023 an den Sundhnukagigar-Kratern hatte einen bis zu zehnmal stärkeren Lavafluss als die Ausbrüche der Vorjahre und schuf ein rund 3,7 Quadratkilometer großes Lavafeld. Der Ausbruch war kurz und endete am 21. Dezember.
Hagafell (14. Januar 2024)

Nur wenige Wochen nach dem Ausbruch an den Sundhnukagigar-Kratern kündigte eine neue Serie von Erdbeben die nächste Eruption an. Am 14. Januar 2024 öffneten sich zwei Spalten in kurzer Entfernung zueinander, nahe dem Berg Hagafell. Die südliche Spalte lag nicht weit von Grindavik entfernt.
Der Ausbruch war im Vergleich zum vorherigen relativ klein, doch die Nähe zu Grindavik bereitete große Sorgen. Die Bewohner der Stadt waren in der Nacht evakuiert worden und mussten mit ansehen, wie der Lavastrom auf die Stadt zusteuerte.
Die Lava kroch immer näher an Grindavik heran, bis sie schließlich die Stadtgrenze erreichte und ein Haus am Stadtrand Feuer fing. Kurz darauf wurden zwei weitere Häuser vom Lavastrom zerstört. Dann verlangsamte sich jedoch der Lavafluss aus der südlichen Spalte und kam schließlich zum Stillstand, bevor weitere Häuser betroffen waren.
Auch der Lavafluss aus der nördlichen Spalte stoppte kurz darauf, und der Ausbruch wurde für beendet erklärt.
Sundhnukagigar (8. Februar 2024)

Am 8. Februar kam es erneut zu einem Ausbruch am Sundhnukagigar: Eine etwa drei Kilometer lange Spalte öffnete sich. Der Ausbruch fand weiter nördlich als das Ereignis am Hagafell statt und die Lava floss hauptsächlich nach Westen.
Glücklicherweise war Grindavik nicht in Gefahr, doch der Lavastrom bedrohte die Infrastruktur in der Umgebung. So zerstörte die Lava beispielsweise eine Warmwasserleitung und die Bewohner von Reykjanes mussten vier kalte Wintertage ohne Warmwasser auskommen, bis eine Ersatzleitung gebaut war.

Anders als bei früheren Ausbrüchen auf der Halbinsel produzierte der Ausbruch am 8. Februar große Mengen schwarzer Asche, die mit Dampf vermischt war. Dieses Phänomen entstand wahrscheinlich durch das Kochen von Grundwasser, das sich mit Magma vermischte und so die Aschebildung auslöste.
Der Ausbruch dauerte nur drei Tage und endete am 10. Februar. Die kurze Dauer war jedoch kein Grund zur Freude, denn Experten warnten, dass die seismische Aktivität in der Region noch lange nicht vorbei sei.
Sundhnukagigar (16. März 2024)
Am 16. März begann ein weiterer Sundhnukagigar-Ausbruch. Eine etwa 3,5 Kilometer lange Spalte öffnete sich – ein deutliches Zeichen dafür, dass dieser Ausbruch stärker werden würde als der letzte.
Die Lava bewegte sich zunächst schnell und floss in zwei Richtungen: nach Süden und nach Westen.
Glücklicherweise wurde die Lava durch die vorsorglich errichteten Erdwälle zunächst von der wichtigen Infrastruktur abgelenkt. Sie strömte jedoch in eine Mine und machte diese unbrauchbar.
Der Ausbruch flaute ab, blieb aber auf niedrigem Niveau aktiv und endete am 8. Mai.
Sundhnukagigar (29. Mai 2024)

Am 29. Mai kam es zu einem weiteren Ausbruch auf der Halbinsel Reykjanes, erneut an der Kraterreihe Sundhnukagigar. Die Spalte war zunächst knapp einen Kilometer lang, weitete sich aber auf etwa 3,4 Kilometer aus und die Lavafontänen erreichten eine Höhe von bis zu 50 Metern.
Bis zum 4. Juni ließ die vulkanische Aktivität im Krater deutlich nach und am 22. Juni wurde das offizielle Ende des Ausbruchs verkündet.
Sundhnukagigar (22. August 2024)

Nur zwei Monate später brach die Kraterreihe Sundhnukagigar erneut aus. Am 22. August gegen 21 Uhr begann in der Nähe der Krater eine plötzliche Erdbebenserie und zum neunten Mal in vier Jahren öffnete sich die Erde. Ein Beben der Stärke 4,1 war sogar im Großraum Reykjavik zu spüren.
Die Spalte dehnte sich rasch auf vier Kilometer aus und nördlich davon öffnete sich wenige Stunden später eine kleinere, etwa einen Kilometer lange Spalte. Mit dem Druckabbau ließen die Beben nach. Anfangs floss die Lava mit zwei Kilometern pro Stunde, verlangsamte sich aber bald.
Die Aktivität verlagerte sich nördlich der bisherigen Ausbrüche, was für den Schutz der Infrastruktur günstiger ist, aber auch neue Risiken mit sich bringt. In dem Gebiet, das in den 1950er Jahren vom US-Militär als Übungsplatz genutzt wurde, werden noch immer Landminenreste vermutet.
Glücklicherweise hielten sich die meisten Menschen an die Sicherheitsabsperrungen und wanderten nicht in das Gebiet. Am 5. September wurde der Ausbruch offiziell für beendet erklärt.
Sundhnukagigar (20. November 2024)

Nach dem Ausbruch im August schien sich die Aktivität an den Sundhnukagigar-Kratern zu beruhigen und Experten rechneten frühestens im Dezember mit einem weiteren Ausbruch. Frühere Eruptionen waren stets von einer Serie kleiner Erdbeben über einen Zeitraum von bis zu einer Woche angekündigt worden. Umso überraschender war es, als sich am 20. November kurz vor Mitternacht ohne große Vorwarnung eine neue Spalte öffnete.
Während sich unter der Oberfläche stetig Lava angesammelt hatte, war die einzige Veränderung, die als Anzeichen für den bevorstehenden Ausbruch diente, eine Modifikation der Druckwerte an den Messstellen des Kraftwerks Svartsengi. Kurz darauf brach die Lava durch die Oberfläche.
Glücklicherweise wurden das Kraftwerk Svartsengi, die Blaue Lagune, Grindavik und die Umgebung schnell evakuiert. Der Ausbruch selbst blieb jedoch relativ klein.
Über Nacht erreichte die Spalte eine maximale Länge von etwa 3 Kilometern, doch die Aktivität ließ rasch nach und es bildeten sich Krater.
Wie bei den vorherigen Sundhnukagigar-Ausbrüchen hatte dies keine Auswirkungen auf den Reiseverkehr in Island, und die Flüge verliefen wie gewohnt. Nach 18 Tagen endete der Ausbruch am 9. Dezember.
Sundhnukagigar (1. April 2025)
Der erste Ausbruch des Jahres 2025 begann am Morgen des 1. April nach einem ruhigen Jahresbeginn. Kurz vor 7:30 Uhr erschütterten Erdstöße das Gebiet bei Grindavik – ein Zeichen dafür, dass sich erneut Magma unter der Halbinsel Reykjanes bewegte.
In den folgenden zwei Stunden bahnte sich die Lava mehr als 10 Kilometer unterirdisch ihren Weg, bevor sie gegen 9:30 Uhr an die Oberfläche drang. Der Ausbruch war im Vergleich zu früheren Ereignissen relativ klein, fiel aber durch seine Nähe zu Grindavik auf.
Ein Teil der Spalte durchbrach sogar den Schutzwall, der die Stadt schützen sollte. Glücklicherweise blieb die Lava dank der geringen Stärke des Ausbruchs in sicherer Entfernung zu Grindavik.
Bereits am 2. April flaute der Ausbruch ab, auch wenn kleinere Erdstöße anhielten. Da sich unterirdisch weiterhin Magma ansammelt, ist weitere vulkanische Aktivität wahrscheinlich.
Sundhnukagigar (16. Juli 2025)
Der neunte Sundhnukagigar-Ausbruch begann am 16. Juli 2025 um 4 Uhr morgens und war der zwölfte Ausbruch auf der Halbinsel Reykjanes seit 2021. Südöstlich des Berges Litla-Skogfell öffnete sich eine etwa 700 bis 1.000 Meter lange Spalte. Vorsorglich wurden die Blaue Lagune und Grindavik evakuiert.
Wie bei früheren Ausbrüchen gingen auch diesem Ereignis seismische Erschütterungen und Bodenverformungen voraus – ein Zeichen für Magmabewegungen unter der Oberfläche.
Für die umliegenden Gemeinden bestand kaum Gefahr, und erstmals seit dem ersten Ausbruch der Sundhnukagigar 2023 wurde ein Wanderweg am Rand des Lavafeldes eingerichtet. Besucher konnten den Ausbruch von zwei Aussichtspunkten aus beobachten oder an einer geführten Vulkanwanderung teilnehmen.
Dieser Ausbruch im Juli dauerte ungewöhnlich lange und endete erst am 5. August, also fast einen Monat später.
Die Halbinsel Reykjanes ist weiterhin hochaktiv. Da sich unterirdisch immer mehr Magma ansammelt, sind weitere Ausbrüche in Zukunft zu erwarten. Besucher und Einheimische sollten aufmerksam bleiben und die Sicherheitshinweise beachten.
Reisen nach Island und zurück sind weiterhin völlig sicher. Der Internationale Flughafen Keflavik ist uneingeschränkt geöffnet, und der Flugverkehr läuft normal. Reisende sollten sich bei den Fluggesellschaften und den lokalen Behörden über aktuelle Hinweise und Reisewarnungen für Island informieren und die Anweisungen zu Straßensperrungen und gesperrten Gebieten in der Nähe der Ausbrüche beachten.
Wanderungen ins Vulkangebiet auf Reykjanes

Die Halbinsel Reykjanes ist Schauplatz der jüngsten vulkanischen Aktivitäten Islands. Eine Wanderung zu den Eruptionsstellen bietet die seltene Gelegenheit, eine raue, sich ständig verändernde Landschaft zu erleben, die von Lava und tektonischen Kräften geformt wird.
Wenn du ohne Guide wandern möchtest, ist es wichtig, die Wanderwege, das Gelände und die Sicherheitshinweise genau zu kennen.
Vulkan-Wanderwege auf Reykjanes
Es gibt mehrere markierte Wanderwege zur Eruptionszone. Sie unterscheiden sich in Bezug auf Schwierigkeitsgrad und Aussichtspunkte. Auf der interaktiven Karte oben sind sie in verschiedenen Farben eingezeichnet.
Jeder Weg bietet ein einzigartiges Erlebnis:
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Weg A – Fagradalsfjall-Route: Diese mittelschwere Wanderung von 6–8 Kilometern (einfach), dauert etwa 2–3 Stunden. Der Weg führt über Schotter, unebene Lavafelder und einige steile Abschnitte. Es ist der beliebteste Pfad für alle, die die Eruptionsstelle aus nächster Nähe sehen möchten. Auf der Karte oben ist er pink markiert.
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Weg B – Sundhnukagigar-Eruptionsstelle: Dieser Weg wurde im Juli 2025 eröffnet. Es handelt sich um eine gut markierte Route, die in der Nähe des Parkplatzes am Fagradalsfjall beginnt und zu Aussichtspunkten mit Blick auf die Sundhnukagigar-Kraterreihe führt. Auf der Karte oben ist der Weg dunkelblau markiert.
Einfache Strecke: 4,7 Kilometer bis zum ersten Aussichtspunkt (B1) und 6,1 Kilometer bis zum zweiten (B2). Der Weg bietet großartige Ausblicke auf den Lavafluss und die aktiven Krater. Bleibe unbedingt auf dem markierten Trail, da einige Bereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt sind.
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Weg C – Langihryggur-Kamm: Diese kürzere Route ist 4 Kilometer lang und führt zu einem Panorama-Aussichtspunkt, von dem aus du mehrere Eruptionsstellen sehen kannst. Der Zugang zum Krater selbst ist hier jedoch nicht möglich. Dieser Weg ist eine gute Option für alle, die eine kürzere Wanderung mit tollen Ausblicken suchen. Auf der Karte oben ist er grün markiert.
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Weg E – Meradalir-Route: Dies ist der längste und anspruchsvollste Weg – etwa 18–20 Kilometer hin und zurück. Die Wanderung dauert 5–6 Stunden. Der Weg führt etwa 2 Kilometer über moosbedeckte Lava und ist nur für erfahrene Wanderer mit guter Kondition geeignet.
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Nátthagi-Wege: Diese kurzen, einfachen Wege sind etwa 2 Kilometer lang und führen bis an den Rand eines Lavafelds. Einen Kraterblick gibt es hier nicht, aber die Wege sind ideal für alle, die schnell und unkompliziert einen Blick auf die Lavalandschaft werfen möchten.
Parkmöglichkeiten an den Vulkan-Wanderwegen
Es gibt drei Hauptparkplätze. Der wichtigste ist P1 bei Fagradalsfjall, aber auch P1 bei Nátthagi ist ein guter Ausgangspunkt für deine Wanderung. Der dritte, P2 (Stóri-Leirdalur), eignet sich besonders für den Wanderweg E und die Nátthagi-Wege.
Alle Parkplätze sind gebührenpflichtig und die Bezahlung erfolgt über die Parka-App. Die Kennzeichen werden kontrolliert, und wer nicht bezahlt, riskiert ein Bußgeld.
Sicherheitstipps für Wanderungen zu den Vulkanen
Das solltest du für deine Wanderung beachten:
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Das Gelände kann uneben, rutschig oder scharfkantig sein: Feste Wanderschuhe und eine gute Grundkondition werden dringend empfohlen.
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Das Wetter kann sich schnell ändern und es gibt nur wenig Beleuchtung: Prüfe die Bedingungen vorab und bleibe immer auf den markierten Wegen.
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Betritt keine gesperrten Bereiche und laufe nicht auf frischer Lava: Diese Zonen sind instabil und gefährlich.
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Wanderwege können wegen vulkanischer Aktivität gesperrt werden: Informiere dich immer vorab über aktuelle Hinweise und Reisewarnungen auf offiziellen Seiten wie SafeTravel. Prüfe auch die Luftqualität auf der loftgaedi-Website, falls vulkanische Gase auftreten sollten.
Wo befindet sich das Vulkanausbruchsgebiet in Island?
Ist das Vulkanausbruchsgebiet auf der Reykjanes-Halbinsel für Besucher geöffnet?
Gibt es derzeit aktive Vulkanausbrüche in Island?
Wie viele Vulkanausbrüche gab es seit 2021 auf der Reykjanes-Halbinsel?
Ist es sicher, Island während der Ausbrüche auf der Reykjanes-Halbinsel zu besuchen?
Sind Flüge nach Island von den Ausbrüchen auf der Reykjanes-Halbinsel betroffen?
Können Touristen zu den isländischen Vulkanausbruchsgebieten wandern?
Braucht man einen Guide, um Islands Vulkane zu besuchen?
Können Kinder die isländischen Ausbruchsgebiete besuchen?
Ist es gefährlich, in Island auf Lava zu laufen?
Wie anspruchsvoll ist eine Vulkanwanderung in Island?
Was sollte man für eine Vulkanwanderung in Island tragen?
Muss man fürs Parken an den Vulkanwanderwegen in Island bezahlen?
Gibt es Toiletten in der Nähe der Vulkanwanderwege in Island?
Beeinflusst das Wetter Vulkanwanderungen in Island?
Kann man Vulkanausbrüche in Island auch sehen, ohne zu wandern?
Wann ist die beste Jahreszeit, um Islands Vulkane zu besuchen?
Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald sich die Lage auf Reykjanes verändert. Möchtest du selbst einmal einen Vulkanausbruch in Island erleben? Hast du schon einen gesehen? Wie war deine Erfahrung? Teile es uns gerne in den Kommentaren mit!

Hi, I’m Arnar Tómas, a storyteller with a background in journalism and content creation. I’ve worked with top Icelandic media and travel organizations, and I’m into fantasy football, pro wrestling, and travel.
















