Der ultimative Guide zu Gay Island | Geschichte, Rechte und Kultur der LGBTQ+-Community

Letzte Aktualisierung: 12. Juni 2026
Richard Chapman
Verifizierter Experte
Letzte Aktualisierung: 12. Juni 2026

Menschenmenge schwenkt Regenbogenflaggen bei einer Pride-Veranstaltung vor der Hallgrimskirkja in Reykjavik, Island.Ist Island LGBTQ+ freundlich? Wie sieht die Gay-Szene in Island aus? Wie gehen Isländer mit der LGBTQ-Community um? Ist Island ein gutes Reiseziel für queere Menschen? Hier erfährst du alles über die Geschichte der queeren Community, Reykjavik Pride und Gay Island im Allgemeinen.

In Island wird es nicht nur akzeptiert, queer zu sein – es wird gefeiert. Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, an denen Menschen aller Geschlechter und sexuellen Orientierungen so viel Wertschätzung erfahren und so wenig Hass begegnen wie in Island.

Dank rechtlicher Gleichstellung, starker Repräsentation im Parlament und in den Medien sowie einer Infrastruktur, die queere Menschen unterstützt und fördert, ist Island zu einem wahren Regenbogenparadies geworden. Die queere Kultur blüht in Island und macht das Land zu einem beliebten Reiseziel für Reisende der LGBTQ+-Community.

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Island gilt zunehmend als zweite Heimat für die LGBTQ-Community. Viele Organisationen haben sich auf Gay-Reisen spezialisiert, die lokale Szene entwickelt sich stetig weiter und zahlreiche Veranstaltungen richten sich gezielt an queere Menschen und ihre Allies.

In Reykjavík gibt es eine lebendige LGBTQ+-Szene mit inklusiven Bars und Dragshows. Die queere Kultur ist tief in der Identität der Stadt verwurzelt und bei Stadtführungen durch Reykjavik werden oft wichtige Sehenswürdigkeiten und Hotspots der LGBTQ+-Szene hervorgehoben. Es gibt auch viele LGBTQ+-freundliche Touren in Island, die du unternehmen kannst. Island ist ein einladendes, farbenfrohes Reiseziel, in dem sich queere Reisende wie zu Hause fühlen.

Wenn du dich also fragst, ob Island gay-friendly ist, lautet die Antwort: Ja! Lies weiter und erfahre alles über die LGBTQ+-Szene in Island.

 

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Island ist äußerst LGBTQ+-freundlich, mit rechtlicher Gleichstellung, starker gesellschaftlicher Repräsentation und einer Kultur des Feierns.

  • In Reykjavik gibt es eine blühende queere Szene und Veranstaltungen wie Reykjavik Pride sind sehr beliebt.

  • Reisende werden feststellen, dass Unterkünfte in Island LGBTQ+-freundlich sind.

  • Dating und soziale Kontakte innerhalb der queeren Community sind in Island – besonders in Reykjavik – offen und akzeptiert.



Das Leben in Gay Reykjavik

Pride ist ein großartiges Fest in Island, das die ganze Familie begeistern wird.Fotoquelle: Wikimedia, Creative Commons, von Helgi Halldórsson. Keine Bearbeitung vorgenommen.

Es gibt viele Möglichkeiten für Besucher, in die queere Szene Islands einzutauchen. Zwar gibt es in Reykjavik kein spezifisches Gay- oder Unterhaltungsviertel, doch in der Innenstadt gibt es eine höhere Konzentration an Veranstaltungen und Orten der LGBTQ-Szene, darunter die historische 22 Bar und die berühmte Kiki Queer Bar.

Es ist üblich, dass öffentliche Einrichtungen Regenbogenflaggen aushängen oder Schilder aufstellen, die jegliche Diskriminierung auf ihrem Gelände untersagen. Fast jeder Ort in Reykjavik ist ein sicherer und angenehmer Raum.

Gerade wegen dieser breiten Akzeptanz gibt es nicht so viele explizit queere Restaurants, Bars und Clubs.

Das Reykjavik Pride Festival ist zu einem Event geworden, das die ganze Familie genießen kann – unabhängig von Geschlecht oder Sexualität. Die Teilnehmerzahlen beim Umzug sind unglaublich hoch.

Obwohl das ganze Land nur etwa 340.000 Einwohner zählt, kommen jedes Jahr fast 100.000 Menschen zum Feiern zusammen – darunter auch der Präsident. Während der Pride Week gibt es zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Film- und Dokumentarvorführungen, Comedyshows und Drag-Performances.

Motorradfahrer, die Regenbogenflaggen schwingen, führen eine Pride-Parade in Reykjavik an. Im Hintergrund ist eine Menschenmenge mit Fahnen zu sehen.Auch aufstrebenden queeren Künstlern werden viele Bühnen geboten. Zu den regelmäßigen Acts in der Innenstadt gehören beispielsweise der schwule Comedian Jonathan Duffy und der genderqueere Punkmusiker Mighty Bear, die immer bekannter werden.

Auch Reykjavik Kabarett und Gaukurinn sind großartige Plattformen für queere Talente und sehr beliebt beim queeren Publikum. Die Drag-Szene Islands ist besonders vielfältig: Drag Kings und genderqueere Performer sind genauso beliebt wie klassische Drag Queens.



Die besten Gay-Bars und das LGBTQ+-Nightlife in Reykjavik

Die Regenbogenstraße in Reykjavik führt zur Hallgrimskirkja und ist gesäumt von Menschen und Geschäften.Reykjavik ist in den letzten Jahren für sein Nachtleben bekannt geworden – und die Gay-Szene bildet da keine Ausnahme. Zwar gibt es in Island nur wenige explizite Gay-Bars, doch es gibt viele Möglichkeiten, mit den unterschiedlichsten Partygästen in der ganzen Stadt bis in die frühen Morgenstunden zu feiern.

Kiki Queer Bar

Die  „22 Bar“ und „Kiki“ befinden sich in einem regenbogenfarbenen Haus im Zentrum von Reykjavik.Kiki ist der angesagteste Gay-Club in Reykjavik und liegt an der Laugavegur Straße – dort befanden sich viele der früheren Gay-Bars der Stadt. Die DJs legen vor allem Disco, Eurovision-Songs und aktuelle Pop-Hits auf. Die bunte Atmosphäre macht Kiki zum perfekten Ort, um bis in die Morgenstunden zu feiern. Die regenbogenfarbene Fassade ist nicht zu übersehen.

Öffnungszeiten:

  • Donnerstag: 20:00–1:00 Uhr

  • Freitag–Samstag: 20:00–3:30 Uhr

Adresse: Laugavegur 22, 101 Reykjavik

22 Bar

Die „22 Bar“ bietet mit ihrer rustikalen Einrichtung ein intimes und entspanntes Ambiente.

Direkt unter der „Kiki Queer Bar” befindet sich die queerfreundliche „22 Bar” mit Bar und Café. Die entspannte Atmosphäre des Restaurants macht es zu einem sicheren Ort für die LGBTQ-Community.

Aus den gut sortierten Vinyl-Stationen erklingen Klassiker, und das rustikale, gemütliche Ambiente lädt zum Verweilen bei Drinks und kleinen Gerichten ein.

Öffnungszeiten:

  • Täglich: 12:00–1:00 Uhr

Adresse: Laugavegur 22, 101 Reykjavik

Gaukurinn

Gaukurinn ist eine inklusive Bar und gilt als Heimat der isländischen Drag-Szene sowie der meisten Underground- und Alternativkunst Reykjaviks. Der Veranstaltungskalender ist gefüllt mit Comedy, Karaoke, Livemusik, Filmabenden und köstlichem, komplett veganem Essen.

Ob du Lust auf ein Metal-Konzert, eine elektronische Party oder einen lustigen Filmabend hast – Gaukurinn ist längst mehr als nur eine Gay-Bar. Hier ist jeder willkommen.

Öffnungszeiten:

  • Freitag–Samstag: 17:00–3:00 Uhr

  • Sonntag–Donnerstag: 17:00–1:00 Uhr

Adresse: Tryggvagata 22, 101 Reykjavik

Gay-Dating in Island

Auf der Regenbogenstraße in Reykjavik, Island, spazieren zwei Menschen mit Blick auf die Hallgrimskirkja im Hintergrund.Zwei Männer oder zwei Frauen, die Hand in Hand über die Hauptstraße laufen, ein romantisches Essen in einem der Restaurants der Stadt genießen oder nach ein paar Drinks genauso ausgelassen tanzen wie heterosexuelle Paare – das ist hier völlig normal.

Wie überall auf der Welt gibt es auch hier ignorante Menschen. Natürlich gibt es keine Garantie, dass gleichgeschlechtliche Paare völlig frei von Anfeindungen sind. In der offenen Kultur Reykjaviks ist Intoleranz jedoch selten und wird von der Allgemeinheit nicht geduldet.

Generell gibt es in Island nur wenige Tabus beim Dating. Die Isländer sind meist sehr sexpositiv und stigmatisieren niemanden für sein sexuelles Verhalten. Viele Singles nutzen Dating-Apps – und die queere Community macht da keine Ausnahme.

Die gängigen internationalen Apps wie Tinder, Grindr und Romeo sind in Reykjavik genauso beliebt. Island hat aber auch eine eigene Dating-App namens Smitten, die sehr populär ist. Wenn du länger in der Stadt bleibst, solltest du außerdem wissen: Die Gay-Szene in Reykjavik ist ziemlich klein, sodass du öfter die gleichen Gesichter sehen wirst.

Obwohl das Land insgesamt sehr progressiv ist, sind die ländlichen Regionen so dünn besiedelt, dass du außerhalb Reykjaviks auf Dating-Apps vielleicht keine anderen queeren Personen im Umkreis von hundert Kilometern findest.

Ein wichtiger Hinweis: In Island gibt es wachsende Sorgen wegen steigender STI-Übertragungsraten. Wenn du also auf ein romantisches Abenteuer aus bist, achte auf Safer Sex.


  • Lies Sex und Nacktheit, um mehr über die sexpositive Einstellung in Island zu erfahren

Plane deine perfekte LGBTQ+-Reise nach Island

Der regenbogenbemalte Steinweg führt zu einer weißen Kirche in Seydisfjördur in Island. Zu beiden Seiten des Weges befinden sich bunte Häuser.Du planst deinen Gay-Urlaub in Island? Glück gehabt! Reykjavik ist eine offene Stadt mit vielen Möglichkeiten für LGBTQ-Reisende. Von der Wahl der passenden Unterkunft über das Erkunden der lebendigen queeren Szene bis hin zu besonderen Events – hier findest du alles, was du brauchst.

LGBTQ+-freundliche Hotels in Reykjavik

Menschen spazieren entlang der Laugavegur Straße in Reykjavik, Island, gesäumt von Geschäften, Schildern und bunten Häusern.Ob Hotel, Hostel oder Gästehaus – die Unterkünfte in Reykjavik und ganz Island heißen alle willkommen. Die folgenden Häuser in Reykjavik sind dabei besonders für ihre Offenheit und Gastfreundschaft bekannt.

Konsulat Hotel

Reykjavik Konsulat Hotel

Schau dir das Reykjavik Konsulat Hotel an. Das coole Vier-Sterne-Haus liegt in der Nähe der Harpa Konzerthalle. Es bietet modernen Komfort, ein eigenes Badhaus sowie eine Bar und ein Restaurant.

Es ist außerdem zentral gelegen, in Hafennähe und in der Nähe vieler Sehenswürdigkeiten. Hier sind alle willkommen, besonders Gäste der LGBTQ+-Community, und die Atmosphäre ist entspannt und inklusiv.

Du bist auch gleich beim Austurvöllur-Platz, einem Hotspot der Reykjaviker LGBTQ-Szene mit vielen Cafés und Restaurants. Das Hotel ist der perfekte Ausgangspunkt für deine Abenteuer in dieser offenen und vielfältigen Stadt.

Sand Hotel

Das Sand Hotel in Reykjavik ist ein einladendes, gay-friendly Hotel im Stadtzentrum, direkt an der lebhaften Laugavegur-Straße. Dank der zentralen Lage hast du schnellen Zugang zu zahlreichen Geschäften, Restaurants und dem Nachtleben. Mehrere beliebte Orte der LGBTQ-Szene wie die Kiki Queer Bar sind bequem zu Fuß erreichbar.

Das Sand Hotel ist ideal für alle, die ein Boutique-Hotel im Herzen Reykjaviks suchen. Viele Sehenswürdigkeiten, Museen, Restaurants, Cafés und Geschäfte sind fußläufig erreichbar.

Wer Wert auf stilvolles, modernes Design, eine gehobene Atmosphäre und exzellenten Service legt, ist hier bestens aufgehoben.

Storm Hotel

Blick auf die schneebedeckten Straßen von Reykjavik vom Storm Hotel aus. Im Hintergrund ist die Küste unter einem bewölkten Winterhimmel zu sehen.Das moderne und stilvolle Storm Hotel liegt in der Thorunnartun 4 in Reykjavik, nur wenige Gehminuten von Sehenswürdigkeiten wie dem Hofdi-Haus und der Laugavegur-Straße entfernt. Letztere ist für ihre queeren Bars und Restaurants bekannt. Das Hotel bietet schicke Zimmer mit modernen Annehmlichkeiten sowie eine trendige Bar.

LGBTQ-Gäste finden hier eine inklusive Atmosphäre und haben leichten Zugang zur lebendigen Kultur und zum vielfältigen Nachtleben der Stadt.

Alfred's Apartments

Alfred's ApartmentsDie Alfred's Apartments befinden sich in der Vitastigur 11 im Zentrum von Reykjavik, nur wenige Schritte von der Einkaufsstraße Laugavegur entfernt, und bieten geräumige, haustierfreundliche Unterkünfte.

Jedes Apartment verfügt über eine voll ausgestattete Küche, ein eigenes Bad und kostenloses WLAN. Zur Auswahl stehen Studios und Ein-Zimmer-Apartments, einige davon mit Balkon oder Meerblick.

Die Lage ist ideal, um die lebendige queere Szene, die Geschäfte, Restaurants und das Nachtleben von Reykjavik zu erkunden. Zur Ausstattung gehören ein Smart-TV und eine Waschmaschine. Die Apartments liegen in der Nähe der Bushaltestelle 9 – Snorrabraut – für den Flughafentransfer.

Alfred's Apartments bieten einen komfortablen und inklusiven Aufenthalt für alle Gäste, auch für Reisende der LGBTQ-Community.

LGBTQ-spezifischer Tourismus in Island

Menschen genießen einen sonnigen Tag auf der Laugavegur in Reykjavik. Die Straße hat ein Regenbogenpflaster und bietet einen Blick aufs Meer.Die isländische Kultur und Tourismusbranche sind generell sehr inklusiv und LGBTQ+-freundlich. Trotzdem ist es schön, gezielt auf die Community zugeschnittene Angebote zu finden. Hier sind einige der beliebtesten Veranstaltungen und Touren:

Reykjavik Bear

Reykjavik Bear ist ein jährliches Festival, das ursprünglich lokal begann, inzwischen aber jedes Jahr auch einige Dutzend internationale Gäste anzieht. Das Fest der lokalen Bear-Community findet Ende August in Reykjavik statt.

Aus dem Erbe des „Bears on Ice Festivals” hervorgegangen, ist „RVKBear” inzwischen stark gewachsen und zählte 2024 über 120 Teilnehmer. Das Event im Jahr 2025 markierte das fünfjährige Jubiläum sowie das 20-jährige Bestehen des ersten „Bears on Ice”-Festivals.

Vom 3. bis 6. September 2026 kehrt Reykjavik Bear zurück und setzt die Tradition fort, die lokale und internationale Bear-Community in Reykjavik zusammenzubringen.

Reykjavik Pride

Eine Menschenmenge schwenkt Regenbogenflaggen und feiert während der Reykjavik Pride Parade vor einem weißen Gebäude.

Obwohl der „Pride Month” offiziell im Juni gefeiert wird, finden die Festlichkeiten der „Reykjavík Pride” meist Anfang August statt. Seit der ersten Veranstaltung im Jahr 1999 hat sich das Festival zu einem der größten jährlichen Events Islands entwickelt und zieht über 100.000 Besucher an.

Das Herzstück ist die Pride Parade, ein bunter Umzug durch die Straßen Reykjaviks mit farbenfrohen Wagen, Performances und Botschaften für LGBTQ-Rechte. Die Route führt meist durch das Stadtzentrum und endet mit einem Open-Air-Konzert im Hljomskalagardur-Park.

Für LGBTQ-Besucher ist Reykjavik Pride eine tolle Gelegenheit, Islands offene Kultur zu erleben und sich in festlicher Atmosphäre mit der internationalen Community zu vernetzen.

Das Event feiert Vielfalt und unterstreicht Reykjaviks Engagement für Menschenrechte und Gleichstellung – ein echtes Highlight für alle, die Kultur und Lebensfreude suchen.

LGBTQ City Tour

3-stündiger privater „LGBTQ Reykjavik City Walk”Diese dreistündige private LGBTQ-Stadtführung durch Reykjavik ist eine persönliche Tour, die Besucher in die reiche LGBTQ-Kultur und -Geschichte der Hauptstadt eintauchen lässt.

Startpunkt ist der Ingolfstorg-Platz. Geführt von ortskundigen Guides, erkundest du die lebendige Community Reykjaviks, besuchst ikonische Sehenswürdigkeiten und erfährst spannende Hintergründe zur LGBTQ-Szene.

Du siehst die Hallgrimskirkja, die Sun-Voyager-Skulptur und die Harpa-Konzerthalle, während die Guides Geschichten über den Einfluss dieser Kultur auf Literatur, Musik und Politik erzählen.

Ein besonders spannender Aspekt der Tour ist der Fokus auf bekannte isländische Persönlichkeiten der LGBTQ-Community. So erfährst du mehr über deren Einfluss auf die Stadt. Das inklusiv und barrierefrei gestaltete Erlebnis ist auf zwölf Teilnehmer begrenzt.

Reykjavik City Card

Die Reykjavik City Card bietet eine günstige und flexible Möglichkeit, Islands Hauptstadt zu entdecken. Sie ermöglicht freien Eintritt in zahlreiche Museen und Galerien, unbegrenzten Zugang zu allen städtischen Geothermalbädern und freie Fahrt mit den Stadtbussen im Großraum Reykjavik. Die Karte gibt es für 24, 48 oder 72 Stunden.

Außerdem sind kostenlose Fährfahrten zur Insel Videy und Rabatte in ausgewählten Restaurants, Shops sowie bei verschiedenen Touren und Dienstleistungen inklusive.

Gerade für LGBTQ-Reisende ist die City Card ideal, um viele inklusive und einladende Attraktionen Reykjaviks zu erleben.

Die Geschichte von Gay Iceland

Während der Reykjavik Pride marschieren Menschen und halten Schilder mit wichtigen Meilensteinen der LGBTQ-Rechte in Island hoch.Island war nicht immer ein Zufluchtsort für queere Menschen. Der Kampf um Gleichberechtigung war hier genauso mühsam wie anderswo auf der Welt.

Die geografische Isolation der Insel und der Einfluss konservativer religiöser Institutionen führten dazu, dass Beziehungen zwischen Menschen desselben Geschlechts bis weit ins 20. Jahrhundert hinein stigmatisiert wurden.

Während der Besatzung Islands im Zweiten Weltkrieg waren britische und amerikanische Soldaten in einer Zahl auf der Insel präsent, die der männlichen Bevölkerung Islands entsprach. Das Interesse der Isländerinnen an diesen Männern aus fernen Ländern blieb nicht unbemerkt – und beunruhigte die einheimischen Männer.

Frauen, die amerikanische Partner hatten, und deren Kinder wurden stark diskriminiert. Die gleiche Diskriminierung traf auch lesbische Communities und schwule isländische Männer.

Der erste bekannte schwule Mann, der sich öffentlich outete, war der beliebte Sänger und Theaterstar Hörður Torfason. Er erlebte einen so starken Stimmungsumschwung gegen sich, dass er das Land für 15 Jahre verließ. Islands erste offen Trans-Frau, Anna Kristjánsdottir, wurde bei ihrem Coming-out ebenfalls diskriminiert und verspottet.

Doch innerhalb nur einer Generation änderte sich die Einstellung. Sowohl Hörður als auch Anna sind inzwischen nach Island zurückgekehrt und werden heute für ihren Mut gefeiert, statt wegen ihrer Andersartigkeit abgelehnt zu werden.

Queeres Leben in Island heute

 

Heute ist Island eines der queerfreundlichsten Länder der Welt.

Fotoquelle: Wikipedia, Creative Commons, von JP. Keine Bearbeitung vorgenommen.

Nachdem sich Hörður Torfason in einer feindlichen Gesellschaft geoutet hatte, fühlten sich immer mehr Mitglieder der Community ermutigt, offen zu leben. 1978 wurde die nationale Queer-Organisation „Samtökin ‘78” gegründet, die die Befreiungsbewegung auslöste.

Mit einer bis dahin beispiellosen Sichtbarkeit outeten sich immer mehr Isländerinnen und Isländer. Aufgrund der geringen Bevölkerungszahl dauerte es nur wenige Jahre, bis den meisten Einheimischen klar wurde, dass sie Mitglieder der isländischen LGBTQ-Community persönlich kannten.

Die Einstellungen änderten sich schnell und die LGBTQ-Gesetze in Island zogen nach.

  • Seit den 1990er Jahren wurden zahlreiche Gesetze verabschiedet, die Island zu einem der gay-freundlichsten Länder der Welt machen.

  • Island war eines der ersten europäischen Länder, das eingetragene Lebenspartnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare anerkannte (1996) und gleiches Adoptions- und IVF-Recht für gleichgeschlechtliche Paare einführte (2006).

  • Eine IMG-Gallup-Umfrage von 2004 zeigte, dass 87 % der befragten Isländer die gleichgeschlechtliche Ehe befürworteten. Im selben Jahr ergab eine US-Umfrage zur gleichgeschlechtlichen Ehe, dass weniger als die Hälfte – nur 42 % – der Amerikaner dies ebenfalls so sahen.

Es gibt zwar noch einiges zu tun, doch fast alle sind bereit, dabei mitzuhelfen.

Queere Community in Island

Pride-Demonstranten ziehen durch Reykjavik.Foto von Wikimedia, Creative Commons, von Helgi Halldorsson. Keine Bearbeitung vorgenommen.

Heute blüht die queere Community in Island auf. Die nationale Queer-Organisation ist stärker denn je und bietet unter der Woche Community-Arbeit sowie kostenlose Beratung für alle, die sich mit ihrer Identität auseinandersetzen möchten.

Zwar richtet sich die Nationale Queer-Organisation vor allem an Einheimische, doch auch für Island-Besucher, die mehr über die Gay-Szene erfahren möchten, gibt es mehrere Anlaufstellen.

Drag wird in Island immer beliebter.

Gay Iceland ist die Anlaufstelle, um herauszufinden, was in der Gay-Szene von Reykjavik los ist, und Gay Ice ist ein beliebter Gay-Reiseführer.

Seit 2011 gibt es sogar ein Reiseunternehmen, das sich speziell an die LGBTQ-Community richtet: Pink Iceland. Pink Iceland wurde 2019 weltweit bekannt, als sie einen Preis für RuPaul’s Drag Race All Stars 4 stifteten: Zwei Dragqueens gewannen eine Reise nach Island für den Sieg in der Makeover-Challenge.

Die Zukunft von Gay Island

Menschen marschieren mit Regenbogenflaggen und einer Band während der Reykjavik Pride Parade an einem sonnigen Tag.In einer Welt, in der Bürger- und Menschenrechte vielerorts unsicherer werden, kann man mit erfrischender Gewissheit sagen: Die Unterstützung für queere Menschen in Island wird so schnell nicht verschwinden. Diese Wertschätzung von Vielfalt ist heute Teil der nationalen Identität und wird von der Mehrheit der Isländer mit großem Stolz getragen.

Queere Menschen passen perfekt zum wachsenden Ruf Islands als Hochburg für Kreativität und Fortschritt. Für alle, die sie selbst sein, ihre Identität feiern und dabei keine Angst haben möchten, gibt es keinen besseren Ort auf der Welt als Island.

Bereit, Islands LGBTQ+-Szene zu erleben?

Sonnenuntergang: Ein Auto fährt auf einer schwarzen Sandstraße in Richtung Vestrahorn in Island. Zu sehen sind goldenes Licht und dramatische Wolken entlang der Ringstraße.Island zählt zu den inklusivsten und einladendsten Reisezielen für die LGBTQ+-Community – und wir hoffen, dieser Guide hat dich inspiriert, Island selbst zu entdecken. Wenn du bereit bist, deine Reise zu planen, stöbere durch die größte Auswahl an Island-Reisepaketen und finde das passende Angebot für dich.

Häufig gestellte Fragen
Gibt es eine Gay-Szene in Island?
Ja, Island verfügt über eine lebendige und einladende LGBTQ+-Szene, deren Zentrum Reykjavik ist. Das Nachtleben der Hauptstadt ist generell sehr inklusiv. Mit der „Kiki Queer Bar” und der historischen „22 Bar” gibt es auch eigene queere Treffpunkte. Darüber hinaus finden das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter Reykjavik Pride im August. Außerhalb der Hauptstadt ist die Szene kleiner, die Gesellschaft ist jedoch ebenso offen und tolerant.
Ist die gleichgeschlechtliche Ehe in Island erlaubt?
Ja. Die gleichgeschlechtliche Ehe ist in Island seit 2010 legal. Damals verabschiedete das Parlament einstimmig ein geschlechtsneutrales Ehegesetz. Island war das neunte Land weltweit, das die gleichgeschlechtliche Ehe legalisierte. Seitdem ist das Land ein beliebtes Reiseziel für gleichgeschlechtliche Hochzeiten.
Gibt es spezielle LGBTQ+-Bars oder -Clubs in Reykjavik?
In Island gibt es nur wenige ausdrücklich als Gay-Bars ausgewiesene Lokale, doch die „Kiki Queer Bar” ist der bekannteste LGBTQ+-Club in Reykjavík. Sie ist für ihre lebendige Atmosphäre und ihr vielfältiges Publikum bekannt. Auch viele andere Bars und Clubs heißen die Community willkommen, sodass das Nachtleben von Reykjavik insgesamt sehr inklusiv ist.
Wann findet Reykjavik Pride statt?
Reykjavik Pride findet jedes Jahr im August statt und zählt zu den größten Veranstaltungen Islands. Das Festival umfasst eine große Parade, Konzerte, Dragshows und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, die sowohl Einheimische als auch Besucher anziehen.
Ist es für LGBTQ+-Paare sicher, in der Öffentlichkeit Zuneigung zu zeigen?
Ja, absolut. Island gilt als eines der sichersten Reiseziele für LGBTQ+-Reisende. Öffentliche Zuneigungsbekundungen wie Händchenhalten oder Küssen werden allgemein akzeptiert und stoßen nicht auf Ablehnung.
Welche Rechte haben LGBTQ+-Personen in Island?
Die LGBTQ+-Rechte in Island zählen zu den fortschrittlichsten weltweit. Transgeschlechtliche Menschen können ihr rechtliches Geschlecht ohne operative Eingriffe ändern lassen und nichtbinäre Geschlechtsidentitäten werden anerkannt. Darüber hinaus schützen umfassende Antidiskriminierungsgesetze LGBTQ+-Personen in allen Lebensbereichen.
Wie ist die allgemeine Einstellung gegenüber LGBTQ+-Reisenden in den ländlichen Regionen Islands?
Auch in den ländlichen Regionen Islands sind LGBTQ+-Reisende grundsätzlich willkommen und werden gastfreundlich behandelt. Zwar haben die Bewohner kleinerer Gemeinden möglicherweise weniger Berührungspunkte mit der LGBTQ+-Vielfalt als die Menschen in Reykjavik, doch die Einstellung der Isländer ist insgesamt von Offenheit, Toleranz und Gastfreundschaft geprägt.

Haben wir in unserem Guide etwas vergessen? Warst du schon einmal in Island? Teile deine eigenen Erfahrungen als LGBTQ+-Reisende*r in Island unten in den Kommentaren.

Richard Chapman
Richard Chapman
Verifizierter Experte
Über den Autor

Hi, I’m Richard. I lived in Iceland for a decade, during which I traveled the country extensively and worked as a guide for several leading travel companies. I’m passionate about writing and sharing the best travel experiences Iceland has to offer so visitors can discover and enjoy the magic of this incredible country just like I did.

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