Die nördlichste Hauptstadt der Welt besteht aus pulsierenden Straßen mit boomender Kultur und ist von herrlichen Landschaften umgeben; sie bietet den Reisenden eine Vielzahl von erschwinglichen Optionen, die jede Menge Vergnügen versprechen. Ganz gleich, ob du zum ersten Mal in der Stadt oder ein erfahrener Reykjavík-Fan bist – in jedem Fall empfiehlt es sich, unsere Liste der besten günstigen und kostenlosen Dinge anzusehen, die man in und um Reykjavík genießen kann. 



9 - Schwimmen in Geothermalbädern

Laugardalslaug ist das beliebteste Schwimmbad von Reykjavík.

Schwimmen ist eine öffentliche Aktivität mit grundlegender Bedeutung für die isländische Kultur. Tatsächlich hat Island pro Kopf die weltweit höchste Anzahl von Schwimmbädern. Dank des großen Reichtums an Erdwärme im Land kann man das ganze Jahr über günstig in einem der Freibäder von Reykjavík schwimmen.

Der öffentliche Badespaß im Freien ist eine Tradition, die bis in die Anfangszeiten der Besiedlung Islands durch die Wikinger zurückreicht. Heute ist das öffentliche Baden weit mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung: Die Bäder haben sich zu „Gemeindezentren“ entwickelt, in denen Isländer aller Glaubensrichtungen, Altersgruppen und Berufe zusammenkommen, um Freunde oder völlig Fremde zu treffen und sich nach einem harten Tag oder einer harten Nacht zu erholen.



8 - Wandern am Hausberg Esja

Der Sun Voyager in Reykjavíks Zentrum und der Mt. Esja auf der anderen Seite der Bucht

Der majestätische Mt. Esja, dessen Gipfel 914 Meter über dem Meeresspiegel emporragt, ist eine vulkanische Gebirgskette; diese besteht sowohl aus Basalt als auch aus Tuffstein und verleiht der Hauptstadt Reykjavík und ihrer Umgebung ein besonderes Erkennungsmerkmal.

Es wird behauptet, es sei unmöglich, den Berg zu umrunden, da er nie wirklich endet; und der Komiker und ehemalige Bürgermeister von Reykjavík, Jón Gnarr, erzählte einmal scherzhaft, dass er – als er dies versuchte – in Akureyri landete.

In jedem Fall ist dieser Berg hervorragend für Wanderungen geeignet und mit dem Bus oder Fahrrad gut erreichbar. Die Gipfel Thverfellshorn und Kerhólakambur bieten besonders schöne Ausblicke auf das Großraumgebiet Reykjavík.

7 - Auf zum Strand

Reykjavíks Nauthosví­k-Strand ist auch im Winter sehr beliebt.

Der Nautholsvík-Strand ist eines der beliebtesten Resorts in Reykjavík und zentral –südwestlich des Öskjuhlíd-Hügels – gelegen. Nauthólsvík ist einer der wenigen Strände in Island, an dem man ohne Schutzanzug schwimmen kann: Das Meerwasser mischt sich hier mit warmem Wasser und erreicht in der Regel eine Temperatur von 18° bis 20°C.

Der Strand wird gepflegt und bietet gute Möglichkeiten zum Sonnenbaden, Schwimmen, Volleyball und Wassersport. Er kostet keinen Eintritt, aber die Öffnungszeiten variieren je nach Saison.


Sommermonate (15. Mai – 15. August)

 - Täglich geöffnet von 10:00 – 19:00

Wintermonate (16. August – 14. Mai)

 - Montag 11:00 – 14:00 und 17:00 – 20:00

 - Mittwoch 11:00 – 14:00 und 17:00 – 20:00

 - Freitag 11:00 – 14:00

 - Samstag 11:00 – 16:00


6 - Feiern in Reykjavik

Sich in das Nachtleben von Reykjavik zu stürzen, ist definitiv weder billig noch kostenlos, aber an einem Samstagabend entspannt zuzuschauen, wie Männer und Frauen jeden Alters zu Tausenden – wie manisch angezogen – in die ruhigen Straßen des Zentrums von Reykjavik strömen, ist zweifellos ein unvergessliches und dazu kostenloses Erlebnis.

Geh feiern in Reykjavík!

Alternativ dazu kannst du dich auch mit Einheimischen bekannt machen und sie nach After-Partys fragen. Die meisten partyhungrigen Isländer haben sowohl Before- als auch After-Partys zu bieten. Die Chancen, auf letztere zu gelangen, sind allerdings größer, da die Party-Veranstalter zu vorgerückter Stunde eher Gäste reinlassen, die sie noch nie zuvor gesehen haben.



5 - Sightseeing im Großraum Reykjavik

Die Mondlandschaften von Mödrudalur und das Gebiet des Sees Mývatn im Norden Islands wurden genutzt, um die Astronauten der Apollo 11-Mission für die erste Mondlandung auszubilden. Was aber viele nicht wissen: Auch Reykjavík bietet außerirdische Landschaften, die sich bestens als Trainingsgelände für eine zukünftige Marslandung eignen würden!

Die Raudhólar (rote Hügel) sind von Reykjaviks Zentrum aus gut mit dem Bus, Auto oder Fahrrad erreichbar. Diese 5200 Jahre alten scharlachroten Überreste einer Gruppe von Pseudo-Kratern sind Teil von Reykjaviks Naturschutzgebiet Heidmörk und ein beliebter Rückzugsort für Einheimische, die – unweit der Menschenmengen und des Trubels der Stadtstraßen – nach etwas Ruhe und Stille suchen.

Pseudo-Krater in Reykjavíks UmgebungFoto von Roman Z. Wikimedia, Creative Commons

4 - Teilnahme an einem kostenlosen Stadtrundgang

City Walk Reykjavik ist einer der kostenlosen Stadtrundgänge (mit optionalem Trinkgeld am Ende), wie sie auf der ganzen Welt zu finden sind. 

Was diese Tour jedoch besonders macht, sind die begeisterten Kritiken auf Tripadvisor für den Guide und Leiter der Tour, den 25-jährigen Lokalhistoriker Marteinn Briem.

Die Tour umfasst nicht nur die klassischen Stationen und Geschichten, sondern auch die versteckten Schätze der Stadt und einige amüsante kulturelle Fakten über Island.

Konzerthaus Harpa

Sie beginnt am Austurvöllur-Platz, einem der beliebtesten Treffpunkte in Reykjavík. Um ihn herum befinden sich Cafés, Clubs, Geschäfte und Hotels sowie das Parlamentsgebäude und die kleine charmante Kirche Dómkirkja. Die Mitte des Platzes ziert eine Statue des Nationalhelden Jon Sigurdsson.

Dieser Platz war auch während der Proteste von 2009 als Reaktion auf den Wirtschaftscrash von zentraler Bedeutung. Marteinn wird auf dem Platz mit einem Schild auf dich warten, sodass du ihn leicht finden kannst!

Ein Sommerabend mit Blick auf den Teich im Zentrum von Reykjavík

Die Tour endet am Stadtteich Tjörnin; hier genießt du einen schönen Blick auf die alten Häuser des Westteils der Stadt und kannst die vielen Vögel bestaunen, die den Teich bevölkern. Im Winter ist der kleine See auch ein beliebtes Ziel für Schlittschuhfahrer. 

Wenn du nach der Tour nicht zu müde bist, kannst du weiter zum südlichen Ende des Teichs schlendern, wo sich der Garten Hljómskálagardur befindet. Dies ist ein idealer Ort zum Entspannen. Neben seiner Pflanzenwelt bietet dieser wunderschöne Garten einen Spielplatz für Kinder und ein kleines Musikhaus, in dem manchmal Konzerte stattfinden. Die beiden Statuen im Park stellen den Bildhauer Bertel Thorvaldssen und den Dichter Jónas Hallgrímsson dar.

Sich in den Straßen von Reykjavik zu verirren, kann auch Spaß machen (und ist – trotz der geringen Größe – möglich!). Östlich und westlich des Teichs befinden sich einige der ältesten Häuser von Reykjavik. Ein Spaziergang durch die Hauptstraßen Laugavegur, Austurstraeti und Skolavordustigur ist ebenfalls empfehlenswert – besonders im Sommer, wenn Straßenkünstler ihre interessanten Vorführungen zum Besten geben.

Ein weiteres lohnendes Ziel ist das Vatnsmýrin-Feuchtgebiet am Universitätscampus; hier solltest du allerdings darauf achten, die frei lebenden Tiere nicht zu stören und dich an die Wege zu halten. Empfehlenswert sind zudem das Aegissída-Ufer im äußersten Westen der Stadt sowie ein Besuch des alten Hafens von Reykjavík und der Insel Grótta in Seltjarnarnes mit ihrer reichen Vogelwelt und ihrem entzückenden alten Leuchtturm. Dies ist auch einer der besten Plätze innerhalb des Hauptstadtgebiets, um die Nordlichter zu sehen.

3 - Besuche ein kostenloses Museum

Der Skulpturengarten des Einar-Jónsson-Kunstmuseums, direkt neben der Hallgrímskirkja-Kirche, ist perfekt für ein Picknick geeignet. Ob du nun allein oder mit Freunden unterwegs bist –  du befindest dich hier in guter Gesellschaft, denn die Skulpturen gehören zu den großartigsten Beispielen der isländischen Kunstgeschichte.

Allein die Architektur des Hauses ist schon sehr interessant: Das Gebäude erhebt sich von einem schweren Sockel, als wäre es selbst eine Skulptur, und es erinnert ein wenig an eine Festung; ein genauer Stil ist jedoch schwer zu bestimmen, da das Haus im Grunde eine Mischung aus vielen verschiedenen Stilrichtungen und Ideen darstellt.

Es gibt keine Eintrittsgebühr und der Garten ist das ganze Jahr über durchgehend geöffnet.



2 - Bestaune die Nordlichter oder die Mitternachtssonne

Jede Nacht in Reykjavík hat das Potenzial, dir ein schönes (und kostenloses) Schauspiel am Himmel zu bieten – sei es in Form der leuchtenden Farben, die durch die Mitternachtssonne entstehen, oder der ätherischen Nordlichter, die am Nachthimmel tanzen.

Der Tjörnin-Teich unter der Mitternachtssonne. Foto von Xiaochen Tian

Das Phänomen der Mitternachtssonne, bei dem die Sonne nie untergeht, erlebst du nur in der Woche vor und nach der Sommersonnenwende am 21. Juni. Doch auch während der Zeit zwischen Anfang Mai und Mitte August sinkt die Sonne nicht weit genug unter den Horizont, um die Nacht richtig zu verdunkeln. 

So herrscht im ganzen Land eine lange, wunderschöne „goldene Stunde“ zum Fotografieren, und die lebendigen, dämmrigen Farben am Himmel dauern bis in die Morgenstunden an. Und auch dem Sightseeing sind keine Grenzen gesetzt: Schau dir doch einfach mitten in der Nacht die Sehenswürdigkeiten von Reykjavík an, ohne all die Menschenmassen!



Der Grótta-Leuchtturm unter den Polarlichtern

Die Nordlichter dagegen sind das ganze restliche Jahr über zu sehen, von September bis April, wann immer der Himmel klar und dunkel genug ist. Wenn du im Hauptstadtgebiet nach Polarlichtern suchst, ist es wichtig, Orte zu finden, an denen die Lichtverschmutzung der Stadt deine Sicht nicht behindert; eine uneingeschränkte Sicht bietet sich zum Beispiel am Grótta-Leuchtturm, auf der Seltjarnarnes-Halbinsel oder vom Laugardalur Park

Wenn du auf der Jagd nach den Nordlichtern bist, solltest du dich warm anziehen, da die isländischen Nächte auch im Sommer kalt sind – und du willst ja bestimmt nicht, dass sich das spektakuläre Schauspiel aus Angst vor Frostbeulen zwangsläufig verkürzt!



1 - Genieße Panoramablicke auf Reykjavik

Die Hallgrímskirkja erhebt sich 75 Meter von der Spitze des Hügels Skólavörduhaed und ist somit das sechsthöchste architektonische Bauwerk Islands sowie eines der bekanntesten Wahrzeichen von Reykjavik.

Politiken, eine der angesehensten Zeitungen Skandinaviens, setzte sie auf Platz zwei ihrer Liste der interessantesten Kirchen der Welt. Die Kirche ist das ganze Jahr über für Besucher geöffnet, und von ihrem Turm aus kann man einen beeindruckenden Blick auf das gesamte Gebiet des Großraums Reykjavík genießen.

Blick auf Reykjavík von der Hallgrí­mskirkja-Kirche

Blick auf Reykjavík von der Hallgrímskirkja-Kirche.

Ein weiterer idealer Aussichtspunkt, um einen Blick auf Reykjavik zu werfen, und eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt ist das Perlan auf dem Hügel Öskjuhlíd. Dieses Gebäude ist eine rotierende Glaskuppel, errichtet auf vier Tanks, in denen einst das Wasser zur Versorgung der Stadt gespeichert war. 

Der Hügel Öskjuhlíd ist ein beliebtes Resort. Über 176.000 Bäume wurden dort gepflanzt, und es gibt viele gute Wege zum Radfahren und Wandern. Das Gebiet wurde während des Zweiten Weltkriegs vom US-Militär genutzt, und es sind noch Überreste eines alten Bunkers zu finden. Das verleiht der ganzen Gegend eine gewisse Atmosphäre – aber heutzutage eine friedliche.