Der ultimative Guide für die Innenstadt von Reykjavik

Luftaufnahme der Innenstadt von Reykjavik in Island mit bunten Dächern, Hafen, Faxafloi-Bucht, fernen Bergen und klarem Frühlingshimmel.Entdecke die besten Highlights im Stadtzentrum von Reykjavik! Welche Stadtteile gehören zur Innenstadt und wie sind sie entstanden? Was zeichnet Reykjavik aus – von Sehenswürdigkeiten über Straßen bis hin zur Kultur? Lies weiter und erfahre mehr.

Die Innenstadt von Reykjavik ist das Herz der isländischen Hauptstadt. Auch wenn Reykjavik im Vergleich zu anderen Hauptstädten eher klein ist, bietet sie eine einzigartige Mischung aus Kultur, Geschichte und Charme, die Besucher aus aller Welt anzieht. Es gibt unzählige Aktivitäten in Reykjavik – und wenn du noch mehr entdecken möchtest, findest du zahlreiche Touren ab Reykjavik, die dich über die Stadtgrenzen hinausführen.

Die bunten Straßen des Stadtteils 101 Reykjavik, der durch seine Postleitzahl definiert wird, sind voller Charakter. Hier findest du auch viele der besten Unterkünfte in Reykjavik. Ikonische Wahrzeichen wie die Hallgrimskirkja-Kirche und die Harpa-Konzerthalle machen dieses Viertel zu einem absoluten Muss für jeden Island-Besuch.

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Auch wenn Reykjavik mit weniger als 250.000 Einwohnern keine riesige Metropole ist, bietet die nördlichste Hauptstadt der Welt ein unglaublich lebendiges Zentrum. Stadtführungen durch Reykjavik sind eine großartige Möglichkeit, den einzigartigen Charakter der Stadt zu entdecken.

Egal, ob du auf der Laugavegur-Straße shoppen möchtest, Reykjavik bei einer Tour erkundest, die lokale Küche genießt oder einfach in die spannende Geschichte der Stadt eintauchst – die Innenstadt von Reykjavik hat für jeden etwas zu bieten. Als Guide-to-Iceland-Kunde profitierst du zudem von exklusiven VIP-Club-Angeboten und -Rabatten in Restaurants, Bars und Geschäften der Umgebung.

 

In diesem Guide stellen wir dir die sehenswertesten Viertel und die besten Orte vor, um das wahre Flair der Innenstadt von Reykjavik zu erleben – und noch mehr.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Reykjaviks Ursprünge reichen bis ins Jahr 870 zurück, als Ingolfur Arnarson die erste Siedlung gründete. Die Stadt entwickelte sich im 18. Jahrhundert rund um den Hafen.

  • Das Stadtzentrum besteht aus verschiedenen Vierteln, die jeweils ihren eigenen Charakter haben.

  • Ikonische Sehenswürdigkeiten wie die Hallgrimskirkja und die Harpa-Konzerthalle befinden sich im Herzen Reykjaviks.

  • Im Zentrum findest du eine große Auswahl an Restaurants – von traditioneller isländischer Küche bis zu internationalen Spezialitäten ist für jeden Geschmack etwas dabei.



Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Reykjavik

Straßenszene in der Innenstadt von Reykjavik mit Passanten vor einem mit Wandmalerei verzierten Gebäude und bunten Geschäften.Reykjavik ist eine Stadt voller Charme, Geschichte und einzigartiger Erlebnisse. Ob Kultur, Natur oder Architektur – hier ist für jeden etwas dabei. Hier sind fünf Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest:

5. Harpa-Konzerthalle

Geometrische Glasdecke und modernes Interieur der Harpa-Konzerthalle in Reykjavik.Ein Meisterwerk moderner Architektur: Die Harpa ist nicht nur ein kulturelles Zentrum für Musik und Events, sondern auch ein beeindruckendes Glasgebäude, das die natürliche Schönheit der Stadt widerspiegelt. Hier findest du außerdem zwei exzellente Restaurants, Shops wie Rammagerdin und Erlebnisse wie den Volcano Express.

4. Sun Voyager

Sun-Voyager-Skulptur in Reykjavik, Island, mit modernem Edelstahl-Design, Blick auf die Faxafloi-Bucht, ferne Berge und dramatischen Wolkenhimmel.Direkt an der malerischen Uferpromenade von Reykjavik steht der Sun Voyager – eine eindrucksvolle Stahlskulptur, die Abenteuerlust, Freiheit und Entdeckergeist symbolisiert. Hier hast du die perfekte Fotokulisse mit weitem Blick auf das Meer, die Berge und oft spektakuläre Sonnenuntergänge.

3. Perlan

Perlan-Museum in Reykjavik, Island, mit Glaskuppel, Aussichtsplattform und Panoramablick über die Stadt unter bewölktem Himmel.Das Perlan mit seiner futuristischen Glaskuppel beherbergt ein interaktives Museum über Islands Naturwunder und ein Nordlichter-Planetarium. Von der Aussichtsplattform genießt du einen atemberaubenden Rundumblick über Reykjavik, die umliegenden Berge und das Meer. Um die Ausstellungen und die Aussicht voll auszukosten, empfiehlt es sich, Perlan-Tickets im Voraus zu buchen.

2. Nationalmuseum von Island

Wikinger-Trinkhörner und Artefakte im Nationalmuseum von Island.Wer tiefer in die Geschichte und das Erbe Islands eintauchen möchte, sollte das Nationalmuseum Islands besuchen. Spannende Ausstellungen nehmen dich mit auf eine Reise von der Wikingerzeit über Jahrhunderte voller Kultur, Kunst und Alltagsleben bis in die Gegenwart – und vermitteln so ein umfassendes Bild von der Entstehung der Nation.

1. Hallgrimskirkja-Kirche

Hallgrimskirkja in Reykjavik, Island, mit hohem Betonturm, einzigartiger moderner Architektur, Leif-Erikson-Statue, blauem Sommerhimmel und Besuchern auf dem Kirchplatz.Die Hallgrimskirkja ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Reykjaviks. Die markante Architektur ist von Islands Basaltsäulen und Vulkanlandschaften inspiriert. Für eine kleine Gebühr kannst du mit dem Aufzug auf den Turm fahren und einen spektakulären Panoramablick über Stadt, Berge und Küste genießen.

Lokale Geheimtipps in Reykjavik

Das Stadtzentrum von Reykjavik bietet eine lebendige Gastronomieszene mit zahlreichen Restaurants und Bars für jeden Geschmack. Hier sind einige der besten Bars und Restaurants in Reykjavik, die du auf deiner Reise nicht verpassen solltest.

Prikid

Bunte Fassade des Prikið Cafés, ein beliebter Ort für Kaffee und Brunch in der Innenstadt von Reykjavik.Das 1951 gegründete Prikid ist eines der ältesten und kultigsten Cafés Reykjaviks. Tagsüber ist es der perfekte Ort für Brunch, Mittagessen oder einen Kaffee, während man die Leute beobachtet. Abends verwandelt es sich in einen der angesagtesten Party-Hotspots der Stadt!

Ein echter Lieblingsort für Einheimische und Besucher, die das authentische Reykjavik erleben möchten.

Lemmy Bar und Live-Musik-Location

Außenansicht der Lemmy Bar mit auffälliger Beschilderung, Live-Musik und Nightlife-Atmosphäre in der Innenstadt von Reykjavik.In einem der ältesten Gebäude Reykjaviks, Austurstraeti 20, befindet sich die Lemmy Bar und Live-Musik-Location. Die Bar und das Restaurant sind für ihre einzigartige Rock-Atmosphäre bekannt. Hier findest du den einzigen echten Biergarten Reykjaviks mit über 50 Biersorten vom Fass – perfekt zum Essen und geselligen Beisammensein.

Die Speisekarte bietet eine große Auswahl, und sowohl das Essen als auch die Atmosphäre werden von Gästen hervorragend bewertet.

Monkeys Food and Wine

Monkeys Food and Wine ist ein modernes Restaurant in der Klapparstigur 28-30. Hier erwartet dich eine köstliche Mischung aus japanischer und peruanischer Küche – und wahrscheinlich eines der schönsten Restaurants, das du je besucht hast. Die Bar Kokteilbarinn befindet sich im selben Gebäude, sodass du auch aus einer Vielzahl kreativer Cocktails wählen kannst.

Dank der zentralen Lage ist es ideal für alle, die das Stadtzentrum erkunden.



Laugavegur, Bankastraeti und Austurstraeti

Die Einkaufsstraße Laugavegur in Reykjavik, Island, im Winter: Bunte Gebäude, Geschäfte, Straßenlaternen, Weihnachtsdekoration, schneebedeckter Boden und Fußgänger unter bewölktem Himmel. Foto von Wikimedia, Creative Commons, von Joseph Knecht. Keine Bearbeitung.

Die Laugavegur-Einkaufsstraße ist der Ausgangspunkt für alles. Sie verbindet sich nahtlos mit ihren Schwesterstraßen, der Bankastraeti und der Austurstraeti, und bildet so eine Route voller lokaler Kultur, die jeder Island-Besucher mindestens einmal entlangschlendern sollte.

Hier findest du zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Galerien, Cafés, Bars und Wohnungen – sie ist die Lebensader der Hauptstadt.

Unbedingt vorbeischauen solltest du im legendären Te & Kaffi, im isländischen Outdoor-Shop 66° North und in der lebhaften Lebowski Bar. Lass dir die leckeren Backwaren oder Pizzen bei BakaBaka nicht entgehen und entdecke die vielen weiteren Bars und Restaurants in der Umgebung.

Oft befinden sich mehrere dieser Lokale im selben Gebäude. Das bedeutet: Ein Haus kann tagsüber ein Restaurant und nachts einen Club beherbergen, während in den oberen Stockwerken Wohnungen sind.

Bunte Streetart an der Laugavegur in Reykjavik, Island, mit Fußgängern vor bemalter Fassade unter teils bewölktem Sommerhimmel.

Die Laugavegur wurde 1885 vom Reykjaviker Armutsrat in Auftrag gegeben, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Damals diente sie als Verbindung vom Land in die Industriestadt am Hafen.

Nach und nach eröffneten die Einheimischen entlang der Straße Geschäfte und Dienstleistungen, um potenzielle Kunden abzufangen, bevor sie die größeren Läden am Meer erreichten.

Als die US-Streitkräfte Island am Ende des Zweiten Weltkriegs besetzten, entstand eine neue Nachfrage nach Nachtleben und Unterhaltung. Schon bald eröffneten in der Innenstadt Bars – und die Einheimischen entdeckten die Vorzüge von Ausgehen, Tanzen und Auswärtsessen.

Rainbow Street (Skólavörðustígur) in Reykjavík, Island, mit bunt bemaltem Straßenbelag, Geschäften, Cafés, Fußgängern und strahlendem Sommerhimmel.Wo die Laugavegur auf die Skolavordustigur trifft, beginnt die Bankastraeti (Bankstraße). Namensgeber ist die Nationalbank Islands (Landsbankinn), die 1886 in der Bankastraeti 3 ihren Betrieb aufnahm.

Heute befindet sich das Geschäftsviertel Reykjaviks in der Borgartun, während die Bankastraeti als natürliche Verlängerung der Laugavegur vor allem aus Geschäften und Restaurants besteht.

Hinter der Kreuzung mit der Laekjargata, der alten Kanalstraße, verbindet die Austurstraeti die zentrale Lebensader mit dem Kvosin Downtown Hotel und dem Alten Hafen.

In der Straße findest du nahezu alle islandtypischen Architekturstile – von alten Holzhäusern aus der Händlerzeit über die ersten Betonbauten des Landes bis hin zu modernen Glas- und Stahlgebäuden.

Austurstraeti in der Innenstadt von Reykjavik, Island, mit Geschäften, Restaurants, Straßencafés, Fußgängern, Autos und Blick auf die Laugavegur im Hintergrund unter Sommerhimmel.

Guðjón Samúelsson wird in diesem Guide noch öfter erwähnt – er hat viele der ikonischsten Gebäude im Zentrum Reykjaviks entworfen.

Eines seiner frühesten Werke findest du in der Austurstraeti 16 – das damals größte Gebäude Reykjaviks, erbaut 1916. Es diente als Hauptsitz der Nationalbank und der isländischen Freimaurer.

Heute befindet sich im Erdgeschoss dieses imposanten Betonbaus das Restaurant Apotek Kitchen + Bar, benannt nach der Stadtapotheke, die hier von 1930 bis 1999 betrieben wurde. Es zählt zu den schönsten Adressen für Essen und Trinken in Reykjavik und bietet eine Mischung aus isländischer und europäischer Küche sowie erstklassige Cocktails. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen!

Historisches Apotek-Gebäude in der Innenstadt von Reykjavik, Island, mit klassischer Architektur, Hotel und Restaurant an der Austurstraeti.Außerdem befindet sich im Gebäude das Apotek Hotel – ein luxuriöses Boutique-Hotel, das perfekt zum eleganten Ambiente des Restaurants passt. Ideal für alle, die Komfort und Stil im Herzen Reykjaviks suchen.

Ein weiteres sehenswertes Gebäude ist Hressingarskalinn, oft einfach Hresso genannt, in der Austurstraeti 20. Das frisch renovierte Restaurant und die Bar befinden sich in einer Blockhütte aus dem frühen 19. Jahrhundert, die einst dem Landrat Árni Thorsteinson gehörte.

 

Hverfisgata und Skulagata

Das ikonische House of Collections (Safnahúsið), ein historisches weißes Gebäude in der Innenstadt von Reykjavik.

Die Hverfisgata ist eine der wichtigsten Straßen Reykjaviks und führt vom Hlemmur-Platz bis zum Laekjartorg-Platz. Obwohl sie parallel zur Haupteinkaufsstraße Laugavegur verläuft und einige markante Gebäude beherbergt, wurde die Hverfisgata von den Einheimischen lange Zeit kaum beachtet.

In den letzten Jahren hat sich die Straße jedoch zu einem lebendigen Hotspot entwickelt: Kleine Boutiquen, gemütliche Cafés und trendige Restaurants sind entstanden – und machen die Hverfisgata heute zu einem echten Geheimtipp voller Charme und Überraschungen.

Die Hverfisgata hat diese Verwandlung verdient, denn sie beherbergt zahlreiche prachtvolle und klassische Gebäude. Herausragend ist das imposante Nationaltheater von Island (entworfen von Guðjón Samúelsson) sowie das House of Collections (Safnahúsið), das oben abgebildet ist. Heute gehört es zur Nationalgalerie von Island und ist definitiv einen Besuch wert.

Fassade des Nationaltheaters von Island, ein Wahrzeichen für Kulturveranstaltungen in der Innenstadt von Reykjavik.

Doch die Gegend hat mehr zu bieten als Geschichte und altehrwürdige Häuser. In der Hverfisgata 12 befindet sich mit Röntgen eine bei Einheimischen beliebte Bar und ein Club in einem wunderschönen, vierstöckigen Gebäude aus dem Jahr 1910.

Wenn du hier auf der Tanzfläche stehst, kann es schon mal passieren, dass die alten Dielen mitwippen – manchmal hat man das Gefühl, das ganze Haus tanzt mit. Das ist ein Beweis dafür, wie lange dieses Gebäude schon Teil des Reykjaviker Nachtlebens ist.

Gemütliches Interieur des Röntgen Nightclubs mit warmem Licht und Vintage-Dekor – einer der Top-Nachtclubs in Reykjavik.Ein Stück weiter findest du das unabhängige Kino Bio Paradis – Nachfolger des Kinos Regnboginn, das von 1977 bis 2010 bestand.

In der Hverfisgata kannst du im hervorragenden indischen Restaurant Austur-India Felagid essen und anschließend eine Live-Jazz-Show im KEX Hostel erleben, das in einer umgebauten Keksfabrik in der Skulagata 28 untergebracht ist.

Hlemmur und Nordurmyri

Karte der Innenstadt von Reykjavik mit den Bereichen Hlemmur und NordurmyriKommen wir zu Reykjavik 105 am Rand der Innenstadt: Hlemmur, der zentrale Busbahnhof Reykjaviks, markiert für viele das inoffizielle Ende der Laugavegur, auch wenn die Straße offiziell noch etwas mehr als einen Kilometer weiter nach Osten führt.

Hlemmur ist nach einem kleinen Bogen benannt, der früher die Raudara (Roter Fluss) in Alt-Reykjavik überspannte. Der Fluss existiert heute nicht mehr, aber du kannst der Raudararstigur (Roter-Fluss-Straße) folgen, vorbei am beliebten Plattenladen Lucky Records und dem Restaurant Jörgensen Kitchen & Bar.

Pferdestatue am Hlemmur-Platz, ein markantes Wahrzeichen in der Innenstadt von Reykjavik.Jahrzehntelang war Hlemmur ein zweites Zuhause für Reykjaviks Außenseiter. Durch die zentrale Lage bot der Terminal Schutz für Menschen ohne festen Wohnsitz, und in den frühen 1980ern war er auch ein Zufluchtsort für jugendliche Ausreißer der Punk-Generation.

Über viele Jahre war Hlemmur ein kultureller Treffpunkt, der wie aus der Zeit gefallen schien – heruntergekommen und von den Randgruppen der Stadt frequentiert.

Doch 2017 wurde Hlemmur in die Hlemmur Matholl verwandelt, eine der besten Food Halls in Reykjavik. Seitdem ist der Ort bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt und bietet in stylischem Ambiente eine große Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten.

Innenraum der Hlemmur Mathöll Food Hall in Reykjavik, Island, mit Menschen beim Essen, Trinken und geselligen Beisammensein unter leuchtendem Neonschild am Abend.Direkt daneben liegt Nordurmyri, eines der beliebtesten Wohnviertel.

Der Name des Nordurmyri-Viertels, begrenzt von der Miklabraut im Süden und der Snorrabraut im Westen, bedeutet „Sumpf des Nordens“ und erinnert an das ehemalige Feuchtgebiet, das hier einst lag.

Die meisten Häuser stammen aus den 1930er Jahren, und die Straßen sind nach Figuren aus den isländischen Sagas Njala und Laxdaela sowie dem Landnamabok (Buch der Landnahme) benannt.

Alle Gärten der Häuser sind nach Süden ausgerichtet, sodass die Bewohner optimal Sonne tanken und verschiedenste Pflanzen und Blumen anbauen können.

Das Viertel war schon immer ein Magnet für Künstler, Wissenschaftler und Musiker. Im Sommer finden hier gelegentlich bunte Straßenfeste statt, bei denen die Straßen geschmückt werden und Live-Musik, Märkte und Workshops das Viertel beleben.

Skolavordustigur und Thingholt

Grobe Karte des Thingholt-ViertelsEine Karte, die zeigt, was meist als Thingholt-Viertel gilt – auch wenn es unterschiedliche Auffassungen über die genauen Grenzen gibt

Eines der bekanntesten Wahrzeichen Reykjaviks ist zweifellos die Hallgrimskirkja-Kirche, ein architektonisches Meisterwerk auf dem Skolavorduhaedi-Hügel. Der Name des Hügels ist rund 200 Jahre älter als die Kirche selbst.

Vor der Hallgrimskirkja steht die Statue des Entdeckers Leifur Eiríksson – genau an der Stelle, an der einst ein Steinturm namens Skolavardan (Schul-Kairn) stand. Dieser wurde im 18. Jahrhundert von Schülern als Teil eines Heimkehr-Rituals errichtet.

Hallgrimskirkja und Leif-Erikson-Statue in Reykjavik, Island, mit hohem Betonturm und klarem blauen Himmel an einem sonnigen Tag.

Die letzte Version des Turms, 1868 auf Initiative von Landrat Arni Thorsteinsson erbaut, gilt als erstes echtes Wahrzeichen Reykjaviks.

Der Weg zum Turm wurde als Skolavordustigur (Schul-Kairn-Weg) bekannt, doch der Turm selbst wurde zum 1000-jährigen Jubiläum des Althingi, des isländischen Parlaments, abgerissen.

Zur Feier des Jubiläums schenkte die USA Island eine große Statue des Entdeckers Leifur Eiríksson, die heute stolz am ehemaligen Standort des Turms steht und auf die Skolavordustigur-Straße blickt.

Die Hallgrimskirkja liegt in einem angesagten Teil von Reykjavik.

Heute ist die Skolavordustigur eine der beliebtesten Straßen der Stadt. Am unteren Ende findest du die berühmte Regenbogenstraße – ein farbenfroher Straßenabschnitt, der Vielfalt und Inklusion feiert.

Dieser ikonische Weg ist zu einem beliebten Symbol für Reykjaviks offene Geisteshaltung und die queere Kultur in Island geworden. Die leuchtenden Farben ziehen sowohl Einheimische als auch Besucher an und verleihen der Stadt einen Hauch von Lebensfreude.

Entlang der Straße findest du zahlreiche Restaurants, Boutiquen, Designläden und Cafés. Unter den vielen kulinarischen Möglichkeiten ist das Kol Restaurant ein lokaler Favorit für gehobene Küche. Es ist zudem das Schwesternrestaurant des Kol Delí, einer großartigen Adresse für einen schnellen Snack unterwegs.

Einige der historischsten Gebäude der Straße stehen noch heute, darunter das Hegningarhusid, das älteste Gefängnis Islands.

Links vom Skolavorduhaed-Hügel erstreckt sich das Wohnviertel Thingholtin, das von alten und bunten Häusern aus Holz und Wellblech geprägt ist.

Spaziere die Hauptstraße des Viertels, die Midstraeti, entlang und entdecke die erhaltenen Häuser aus dem 19. Jahrhundert, die einst Islands bedeutendsten Intellektuellen und Dichtern als Zuhause dienten. Eine Straße im Thingholtin-Viertel in Reykjavik, Island, mit bunten Holzhäusern, schmalen Wohnstraßen, roten und blauen Fassaden und einem bewölkten Frühlingshimmel.Die Hauptattraktion der Gegend ist wohl das Menntaskolinn i Reykjavik, das älteste Gymnasium der Stadt und ein Wahrzeichen im Stadtbild. Das Gebäude wurde 1846 errichtet, doch die Schule selbst existiert bereits seit 1056.

Wer in der Gegend übernachten möchte, findet im Thingholt by Center Hotels ein stilvolles und komfortables Boutique-Erlebnis, nur wenige Schritte von diesem historischen Wahrzeichen entfernt.

Nicht zuletzt ist da noch das Einar-Jónsson-Museum und Skulpturengarten, ein innerstädtisches Juwel, das von vielen Reykjavik-Besuchern übersehen wird.

Einar Jónsson ist Islands berühmtester Bildhauer und schuf zahlreiche Meisterwerke, darunter die Ingólfur-Arnarson-Statue auf dem Arnarholl-Hügel. Das Museum liegt direkt neben der Hallgrimskirkja.

Grjotaþorpid und Kvosin

Eine Karte, die die Grenzen von Grjotaþorp zeigt; Kvosin umfasst lediglich die Gebäude an der Adalstraeti beim Ingolfstorg

Das Viertel Grjotaþorpid beherbergt einige der ältesten Häuser Reykjaviks. Da es vor der Gründung eines Stadtplanungskomitees entstand, verlaufen die Straßen kreuz und quer, und die Häuser sind verstreut – was dem Viertel seinen besonderen Charme und Reiz verleiht.

Wie Skuggi Farm und das Skuggahverfi-Viertel entwickelte sich die Gegend um einen kleinen Bauernhof namens Grjotid (Der Fels) im 18. Jahrhundert und wurde später als Grjotaþorpid (Felsendorf) bekannt.

Ein Wahrzeichen des Viertels ist das Unuhus in der Gardastraeti 15. Das Haus wurde nach Una Gísladóttir benannt, einer verehrten Freundin der Armen, die dort eine günstige Pension betrieb.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Unas Haus zu einem kulturellen Zentrum. Zu den Stammgästen zählten Schriftsteller wie Þórbergur Þórðarson und Halldór Laxness – Islands erster Nobelpreisträger für Literatur. Bunte Häuser im Viertel Grjotaþorp, einem der ältesten Viertel in der Innenstadt von Reykjavík. Grjotaþorpid beginnt an der Adalstraeti (Hauptstraße), die auch den Beginn des Kvosin Downtown Hotels markiert. In der Adalstraeti 10 steht das älteste Haus im Zentrum Reykjaviks, das 1762 im Zuge der Industrialisierungsbemühungen von Sheriff Skúli Magnússon erbaut wurde.

Im Jahr 2001 wurde in der Adalstraeti 16 ein Wikinger-Langhaus aus dem 10. Jahrhundert freigelegt, das heute als Herzstück der Adalstraeti- und Settlement-Ausstellung öffentlich zugänglich ist.

Da die Entwicklung von Kvosin sowohl den Beginn der Besiedlung Islands als auch die Industrialisierung Reykjaviks markiert, gilt das Viertel als Geburtsstätte Reykjaviks.

Kvosin wird von Adalstraeti, Laekjargata und dem See Tjörnin begrenzt. Heute ist der Tjörnin einer der malerischsten Orte im Stadtzentrum und beherbergt das Rathaus von Reykjavik. Das Stadtbild von Reykjavík, gesehen vom See Tjörnin in Island, mit der Frikirkjan-Kirche, den historischen Gebäuden der Innenstadt, dem ruhigen blauen Wasser, einer kleinen Insel und dem klaren Sommerhimmel. Rund um diese idyllische Vogelkolonie gibt es viel zu entdecken – von den alten Häusern am Ostufer in der Tjarnargata (Teichstraße) bis zu den üppigen öffentlichen Gärten Hljomskalagardur und Hallargardur.

Auch mehrere Museen befinden sich in der Nähe des Sees, darunter das Nationalmuseum von Island und das Reykjavik Kunstmuseum. Mit der Reykjavik City Card erhältst du unbegrenzten Zugang zu den vielen Museen der Stadt!

Harpa und der Alte Hafen

Die Harpa-Konzerthalle bei Sonnenuntergang – eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten und ein kulturelles Wahrzeichen von Reykjavik.

Der charmante und farbenfrohe Alte Hafen von Reykjavik, den die Einheimischen Reykjavikurhöfn nennen, war für eine Nation, die historisch vom Fischfang abhängig war, ursprünglich eine natürliche Bucht. Im Laufe der Zeit wurde er von einem Labyrinth aus Holzstegen umgeben.

Diese waren jedoch nur für kleinere Boote geeignet; größere Schiffe mussten weit entfernt vom Ufer ankern.

Der Bau eines richtigen Hafens war jahrzehntelang Gegenstand gesellschaftlicher Debatten. Die Entscheidung fiel schließlich nach einem schweren Sturm im Jahr 1910, bei dem zahlreiche Schiffe vor der Küste zerstört wurden.

Nach dieser Katastrophe beschloss die Regierung, den Bau eines Hafens zu finanzieren. 1913 konnten erstmals große Schiffe in Reykjavik anlegen.

Der Bau der neuen, verbesserten Docks war das größte Industrieprojekt, das das Land je gesehen hatte. Der Hafen von Reykjavik diente bis in die 1960er Jahre als offizieller Umschlagplatz der Hauptstadt, bis der größere Hafen Sundahöfn gebaut wurde.

Der alte Hafen von Reykjavik in Island mit Fischerbooten, Yachthafen, einer Hafenkarte, einer Person, die die Karte liest, ruhigem Wasser und sanftem Sommerabendlicht. Jahrzehntelang nach diesem Wandel wurde der Alte Hafen hauptsächlich von unabhängigen Fischern und Bootsbesitzern genutzt. Außerdem war er das Einsatzzentrum der isländischen Küstenwache.

Heute pulsiert der Hafen vor Leben. Entlang des Hafens beherbergen die leuchtend blauen Industriehallen aus den 1930er Jahren heute Fischrestaurants und Cafés, zahlreiche kulturelle Attraktionen und Walbeobachtungstouren, die täglich von den Docks starten.

Wir empfehlen einen Besuch im Reykjavik Schifffahrtsmuseum im Grandi-Viertel – eine fantastische Möglichkeit, mehr über die Docks und den Einfluss des Meeres auf Island zu erfahren.

Doch eine Entwicklung stellt alle anderen Veränderungen seit dem ursprünglichen Bau des Hafens in den Schatten.

Das mit Glasplatten verkleidete Innere der Harpa-Konzerthalle mit modernem geometrischem Design in Reykjavik.

2011 wurde die Harpa Konzerthalle und das Konferenzzentrum fertiggestellt – eines der bekanntesten Wahrzeichen Reykjaviks. Der isländische Künstler Ólafur Elíasson entwarf das Gebäude gemeinsam mit dem dänischen Architekturbüro Henning Larsen Architects.

Die Harpa ist bis heute das Herzstück des kulturellen Lebens der Stadt und beherbergt alles von Konzerten und Konferenzen bis hin zu Ausstellungen und Festivals. Hier befindet sich auch der Volcano Express, ein immersives Erlebnis, das Besucher auf eine spannende Reise durch Islands Vulkanismus mitnimmt.

Neben der imposanten Konzerthalle sahen die ursprünglichen Pläne für das Areal ein World Trade Center, ein Hotel, Wohnanlagen, Geschäfte und ein großes Parkhaus vor. Die Finanzkrise 2008 stoppte jedoch diese ehrgeizigen Entwicklungen.

Die Idee, eine nationale Konzerthalle zu bauen, wurde bereits seit den 1880er Jahren diskutiert. Trotz finanzieller Herausforderungen entschied sich die isländische Regierung, das Projekt zu verwirklichen. Das Ergebnis ist ein architektonisches Wahrzeichen, das schnell zu einem geschätzten Teil der Kulturszene Reykjaviks wurde.

Die Fassade des Gebäudes besteht aus über 700 Glasplatten, die vom genialen Geometristen Einar Þorsteinn Ásgeirsson entworfen wurden. Jede Platte hat eine eigene Form und ist mit LED-Lichtern ausgestattet, die in dunklen Winternächten spektakuläre Lichtshows bieten.

Heute ist die Harpa Heimat des Isländischen Sinfonieorchesters sowie zahlreicher Ausstellungen, Konzerte und kultureller Veranstaltungen.

Gamli Vesturbaer und Holavallagardur

Karte, die die ungefähren Grenzen des alten Stadtteils Vesturbaer in Reykjavik zeigt.

Vesturbaer ist ein großes Stadtviertel in Reykjavik, das sich vom Zentrum bis an den Rand der Gemeinde Seltjarnarnes erstreckt. Der Name bedeutet Weststadt, während der Bereich nördlich der Hringbraut-Straße als Gamli Vesturbaerinn (Alt-Weststadt) bezeichnet wird, wie auf der Karte oben zu sehen.

Ähnlich wie Grjotaþorpid war das Viertel historisch von der Arbeiterklasse geprägt, doch heute sind solche Klassengrenzen weitgehend verschwunden. Vesturbaer gilt als Vorstadtteil von 101 Reykjavik.

Das Viertel Vesturbaer in Reykjavik, Island, aus der Vogelperspektive, mit bunten Dächern, dem See Tjörnin, Wohnhäusern, Bäumen und dem Meer am Horizont.

Ein besonders schöner Ort in der Gegend ist Landakot, ein grüner Hügel mit katholischer Geschichte. Die Ursprünge des Ortes reichen bis 1864 zurück, als katholische Priester aus Frankreich neben ihrem Bauernhof eine kleine Kapelle errichteten.

Wenige Jahre später wurde die Kapelle durch eine Holzkirche ersetzt und markierte den Beginn dieses historischen Ortes.

Nach dem Ersten Weltkrieg verspürte die katholische Kirche in Island das Bedürfnis nach einem größeren Gotteshaus. Der Architekt Guðjón Samúelsson war erneut die perfekte Wahl und entwarf 1929 die prächtige neugotische Landakotskirkja.

Die Landakotskirkja, eine neugotische Kirche in der Innenstadt von Reykjavik.

Ein weiteres bedeutendes Bauwerk der Gegend ist das Landakotsspitali, das 1902 erbaut wurde. Zu dieser Zeit benötigte die Stadt dringend ein neues Krankenhaus, hatte aber keine Mittel – so unterstützten Katholiken das Projekt mit finanzieller Hilfe aus Europa.

Der Staat übernahm schließlich die Verwaltung des Krankenhauses und gründete 1930 das Landsspítalinn (Nationales Universitätskrankenhaus von Island).

Zwischen Landakotskirche und dem See Tjörnin liegt ein besonders beliebter Ort im Stadtzentrum: Holavallagardur, ein Friedhof aus dem 19. Jahrhundert, der 2014 von National Geographic zu einem der schönsten Europas gewählt wurde.

Der Park zählt zu den bezauberndsten Orten der Stadt. Hohe, karge Birken, Weiden und Fichten säumen schmale Wege und aschgraue Grabsteine.

Zu den berühmten Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhe fanden, gehören Jón Sigurðsson, Anführer der isländischen Unabhängigkeitsbewegung; Hannes Hafstein, Dichter und Politiker; und Bríet Bjarnhéðinsdóttir, Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht in Island.

Unternimm einen romantischen Spaziergang durch diesen verwunschenen alten Friedhof und spüre, wie der Trubel der Hauptstadt verstummt. Reise zurück in die Vergangenheit und begegne einigen der am meisten geschätzten Bewohner Reykjaviks. Der Tjörnin-See in Reykjavik, Island, bei Sonnenuntergang mit farbenprächtigem Himmel, ruhigem, spiegelglattem Wasser, gelben Blumen im Vordergrund und der Skyline der Stadt in der Ferne.

Angesichts der Besiedlungsgeschichte von 101 Reykjavik, seiner Ursprünge als Handelsposten, seiner imposanten Wohnhäuser und seiner kulturellen Anziehungskraft ist es kein Wunder, dass das Zentrum der beliebteste Stadtteil ist.

Unternehmen und Privatpersonen wählen das fußläufige Zentrum gerne als Standort. Die Gegend bietet einen urbaneren Lebensstil, der weniger autoabhängig ist und nicht nur junge Menschen anzieht.

Die enorme Zahl an Besuchern setzt die Innenstadt zwar unter Druck, macht die Hauptstadt aber auch lebendiger als je zuvor.

Eine Straße neben der Hallgrimskirkja-Kirche in Reykjavik, Island, mit der Leifur-Eiriksson-Statue, bunten Tulpen, einem grünen Rasen, dem Abendhimmel und Gebäuden im Hintergrund.

Wenn du das Stadtzentrum besuchst, tauche in die lokale Kultur ein! Unterstütze lokale Unternehmen statt internationaler Ketten und lass dich auf deine Umgebung ein.

So trägst du nicht nur zur Erhaltung der lokalen Lebensweise bei, sondern erlebst auch einen authentischeren und erfüllenderen Aufenthalt.

Die Geschichte und Entwicklung Reykjaviks

Historische Aufnahme von Reykjavík um 1840 mit dem Tjörnin-See, dem Dom von Reykjavík, dem Menntaskolinn i Reykjavik sowie weiteren frühen Stadtgebäuden. Reykjavik kurz vor 1840. Foto von Wikimedia, Creative Commons, von Sigfús Eymundsson. Keine Bearbeitung vorgenommen.

Einer Legende nach warf Islands erster Siedler, Ingólfur Arnarson, bei seiner Ankunft um 870 n.Chr. seine Hochsitzsäulen ins Meer und gelobte den Göttern, sich dort niederzulassen, wo sie an Land gespült würden.

Es dauerte vier Jahre, bis Ingólfur und seine Männer die Säulen fanden. Im darauffolgenden Sommer errichteten sie ihren Hof an dem Ort, den er Reykjaiík – die Rauchbucht – nannte.

Das heutige Reykjavik begann im 18. Jahrhundert rund um seinen Hafen zu wachsen und dehnte sich von dort in verschiedene Himmelsrichtungen aus. Der Alte Hafen und das Kvosin Downtown Hotel sind die Orte, an denen alles begann.

Hier konzentrierten sich Handel und Gewerbe, weshalb diese beiden Viertel als „Midbaerinn” oder Stadtzentrum bekannt wurden.

Der Kanal der Laekjargata-Straße verlief durch dieses Gebiet und bildete die Grenze zwischen dem Handelszentrum und dem Umland.

Der westliche Teil wurde als Vesturbaerinn (Weststadt) bekannt, der östliche als Austurbaerinn (Oststadt). Hier entstanden und entwickelten sich verschiedene Stadtviertel.

Die zentralen Hafengebiete und Thingholtin in Austurbaer wurden zur Heimat von Kaufleuten und Geschäftsleuten. In Vierteln wie Grjotaþorpid und Vesturbaer wohnten dagegen vor allem Arbeiter.

Heute reicht die Stadt Reykjavik weit über diese ursprünglichen Grenzen hinaus. Deshalb gelten die ersten Vororte heute als zentral.

Die alte Klassentrennung zwischen den Vierteln ist in gewisser Weise noch spürbar, doch insgesamt leben im Stadtzentrum Menschen aus allen Gesellschaftsschichten.

101 Reykjavik

Lebendige Straßenszene in der Rainbow Street (Skólavörðustígur) in Reykjavík mit Cafés, bunten Häusern, Street Art und Menschen, die draußen essen.101 ist die Postleitzahl, die die Stadtteile des Zentrums vereint. Die angrenzenden Viertel mit den Postleitzahlen 105 und 107 sind zwar eher vorstädtisch, aber vom Zentrum aus bequem zu Fuß erreichbar.

Wie in den meisten Großstädten ist die Bevölkerungsdichte in diesem ursprünglichen Teil der Stadt am höchsten. Seit einem Jahrhundert hat das Zentrum Reykjaviks seinen ganz eigenen Typus hervorgebracht, den wir liebevoll „miðbæjarrotta“ oder „Innenstadtratte“ nennen.

So gemein dieser Spitzname auch klingen mag, er wird freundlich und neckisch verwendet. Die meisten festen Bewohner des Zentrums tragen den Titel mit Stolz.

Obwohl das Zentrum eine unglaublich vielfältige Mischung beherbergt, die sich kaum über einen Kamm scheren lässt, war es vor allem für Bohemiens, Künstler, Musiker und die ewig Jungen bekannt.

Das Video am Anfang dieses Artikels zeigt den Trailer zum Debütfilm des isländischen Regisseurs Baltasar Kormákur, mit dem treffenden Titel „101 Reykjavík“.

Diese düster-satirische Großstadtgeschichte erzählt von einem typischen Faulpelz, Hlynur, einem 30-jährigen Lebenskünstler, der bei seiner Mutter wohnt und die meiste Zeit im Kaffibarinn verbringt.

Außenansicht von Kaffibarinn, einer berühmten Bar des Nachtlebens im Zentrum von Reykjavík.

Auch wenn diese leicht depressive, aber liebenswerte Figur nicht alle Innenstadtbewohner widerspiegelt, basiert sie auf einem realistischen Stereotyp. Aufgrund der hohen Wohn- und Lebenshaltungskosten ist das Nachtleben für viele Bewohner des Zentrums Alltag.

In den letzten Jahren gab es in Reykjavik einen Anstieg von Kurzzeitvermietungen und Mietpreisen. Neue staatliche Regelungen versuchen jedoch, die Bedürfnisse der Bewohner mit dem boomenden Tourismus in Einklang zu bringen.

Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Charakter der Innenstadt zu bewahren und sicherzustellen, dass sie für Einheimische zugänglich bleibt.

Luftaufnahme von Reykjavík im Herbst mit farbenfrohen Dächern und dem Esja im Hintergrund, Island.

Zwar kann das Leben im Zentrum Reykjaviks teuer sein, doch es bietet einen Lebensstil, den es in den Vororten oder anderswo im Land einfach nicht gibt – und der weit über ein Wellblechdach hinausgeht.

FAQs zum Stadtzentrum von Reykjavik

Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen zum Stadtzentrum von Reykjavik.

Ist Reykjavik eine fußgängerfreundliche Stadt?

Ja, Reykjavik ist sehr gut zu Fuß zu erkunden. Die meisten Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und Restaurants befinden sich im kompakten Stadtzentrum.

Welche ist die Haupt-Touristenstraße in Reykjavik?

Die Laugavegur ist die Hauptstraße für Touristen – bekannt für Shopping, Gastronomie und ein lebendiges Nachtleben.

Was ist die Top-Sehenswürdigkeit in Reykjavik?

Die Hallgrimskirkja, die ikonische Kirche mit Panoramablick über die Stadt, ist Reykjaviks wichtigste Attraktion.

Was sind die besten Aktivitäten im Stadtzentrum von Reykjavik?

Zu den besten Aktivitäten im Zentrum zählen: Bummeln und Shoppen auf der Laugavegur, der Blick von der Hallgrimskirkja, eine Führung durch die Harpa, Entspannen in einem gemütlichen Café, isländische Geschichte im Nationalmuseum entdecken und das Nachtleben genießen.

Was kann man an einem Tag in und um Reykjavik unternehmen?

Erkunde die Laugavegur, besuche die Hallgrimskirkja, mache eine Führung durch die Harpa, entspanne in einem Café und genieße ein Bad in der Sky Lagoon oder der Blauen Lagune.

Entdecke Island mit Touren ab Reykjavík

Lebendige Luftaufnahme des Stadtzentrums von Reykjavik mit farbenfrohen Dächern und einem vollständigen Regenbogen, der sich über der Faxafloi-Bucht spannt, Island.Das Stadtzentrum von Reykjavík bietet zahlreiche spannende Aktivitäten, die Geschichte, Kultur und moderne Attraktionen verbinden. Ein absolutes Muss für Island-Besucher! Die lebendigen Straßen, die vielfältigen Geschäfte und Restaurants sowie die historischen Stätten bieten ein intensives Erlebnis und spiegeln den Charakter der Stadt wider.

Wer Island über die Hauptstadt hinaus entdecken möchte, findet zahlreiche Touren, um die Naturwunder des Landes zu erleben. Tagestouren ab Reykjavik ermöglichen es, noch mehr von Island zu erkunden.

Wir empfehlen diese Tagestour rund um den Goldenen Kreis und einen Ausflug entlang der Südküste oder Abenteuer wie Vulkan-Touren oder Nordlichter-Jagden im Winter.

Geführte Mehrtagestouren bieten stressfreie Erlebnisse mit Experten, während Mietwagenreisen dir die Freiheit geben, Islands Landschaften in deinem eigenen Tempo zu entdecken.

Egal, wie deine Pläne aussehen – Reykjavik ist das perfekte Tor zu Islands unvergesslichen Erlebnissen.

Hast du das Stadtzentrum von Reykjavik schon erkundet? Welche Orte und Viertel im Postleitzahlenbereich 101 sind deine Favoriten? Teile es uns gerne unten in den Kommentaren mit!

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