Finde die besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Reykjavík, Islands Hauptstadt und gleichzeitig nördlichster Metropole der Welt. Hier gibt es alles was das Herz begehrt, sei es eine aufstrebende Kunst- und Kulturszene, historische Attraktionen oder spannende Erlebnisse. Sieh dir unsere Top 10 der Dinge an, die du in Reykjavík tun solltest, und komme auf den Geschmack!



Reykjavík (dt. „Rauchbucht“) ist die nördlichste Hauptstadt der Welt. Mit einer Einwohnerzahl von unter 200.000 verdient sie nur ganz knapp den Titel Großstadt, aber mit ihrem breiten Spektrum an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten begeistert sie Kultur- und Naturfreunde genauso wie Nightlife-Fans.

Wie jede andere Großstadt bietet auch Reykjavík eine riesige Auswahl an Aktivitäten. Es ist gar nicht möglich, die Angebote vollständig aufzulisten. Die folgende Zusammenfassung gibt all jenen Gästen Orientierung, die Entspannung suchen, die isländische Kultur kennenlernen und absolut unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause nehmen wollen.

10. Besuche Reykjavíks Schwimmbäder

Geh in der Stadt Reykjavík schwimmen!

Von gewaltigen Gletschern bis zu den tosenden Wellen des Atlantiks und dampfenden heißen Quellen – Island wird vom Wasser geprägt. Gibt es da einen besseren Weg, der isländischen Kultur nahezukommen, als es den Einheimischen nachzutun und ins Schwimmbad zu gehen? Die Stadt hat gleich mehrere zu bieten, denn aufgrund von Islands Energiepolitik und dem Umgang mit erneuerbaren Energiequellen ist die Nutzung großer Wassermengen (z. B. für Schwimmbäder und Saunas) sehr billig. Darum sind diese Aktivitäten bei Isländern so beliebt.

Wegen dieser Leidenschaft gibt es allein im Großraum Reykjavík 18 Schwimmbäder! Einige davon haben Becken im Innen- und Außenbereich, eine Sauna und zumindest einen Hotpot (manche haben sieben oder acht!). Zum Glück ist das Wasser beheizt, sodass ein Besuch das ganze Jahr über sehr angenehm ist.

Islands Schwimmbäder sind mit den Schwimmhallen, die du kennst, nicht zu vergleichen. Sie haben viel mehr Ähnlichkeit mit einem Luxus-Spa und mit einem Eintrittspreis von nur 900 ISK ist es das vielleicht billigste Spa, das du je besuchen wirst. Wenn etwas suchst, was ein bisschen näher an der Natur ist, dann gibt es da noch das geothermal erwärmte Wasser in Nauthólsvík, am Strand von Reykjavík, und das kleine Fußbad Kvika am Leuchtturm Grótta. Bei beiden ist der Eintritt kostenlos.

Vesturbaejarlaug ist ein Schwimmbad im westlichen Teil der Stadt.Foto von Reykjavik.is

Wenn dein Hotel in der Innenstadt von Reykjavík ist, dann wäre es am naheliegendsten, Sundhöll Reykjavíkur, nur ein paar Hundert Meter hinter der imposanten Hallgrímskirkja-Kirche, zu besuchen. Dieses Schwimmbad ist das älteste in Reykjavík (das Gebäude stammt aus dem Jahr 1937), aber bei einer Renovierung 2017 bekam es einen neuen Pool im Außenbereich sowie Hotpots und eine Sauna. Vorher gab es hier nur das Schwimmbecken in der Halle und zwei Hotpots im Außenbereich. Insgesamt verfügt der Komplex jetzt über jeweils ein Schwimmbecken im Innen- und Außenbereich, zwei Saunen, drei Hotpots sowie ein Kinderbecken und ein kaltes Becken.

Auch Vesturbaejarlaug im Westen der Stadt ist bei Leuten, die im Zentrum von Reykjavík übernachten, sehr beliebt. Dieses Schwimmbad ist unter freiem Himmel und verfügt neben dem großen Becken auch über mehrere Hotpots und ein paar Saunen. Es ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Gegenüber gibt es ein hübsches Café, das Kaffi Vest, wo du nach einem entspannenden Besuch im Hotpot eine herrliche Tasse Kaffee oder heiße Schokolade genießen kannst.

Das größte Schwimmbad Reykjavíks ist Laugardalslaug. Es befindet sich im Naherholungsgebiet Laugardalur, wo es auch eine Sporthalle, einen botanischen Garten, einen Familienpark mit Zoo, ein Skulpturenmuseum, ein großes Fitnesstudio (World Class), ein Wellnessbad (Laugar Spa) und eine Eisbahn gibt. Mit diesen vielen Attraktionen ist Laugardalslaug der perfekte Ort für die ganze Familie.

Ein mit Meerwasser gefüllter Hotpot in Laugardalslaug in Reykjavik.Foto von Reykjavik.is

Wegen eventueller Empfindlichkeiten unserer ausländischen Gäste möchten wir darauf hinweisen, dass es absolut unumgänglich ist, sich gemeinsam mit den Einheimischen und anderen Gästen komplett zu entkleiden, bevor man den Badebereich nutzen kann. Das ist kein sonderbares, isländisches Ritual, sondern eine sinnvolle Hygienevorschrift. Natürlich gibt es getrennte Duschen für Männer und Frauen, aber da das Badewasser sehr sparsam gechlort ist, müssen sich alle Gäste gründlich waschen. Wenn du versuchst, dich davor zu drücken, kannst du damit rechnen, dass dich ein Einheimischer oder sogar ein Bademeister darauf hinweist!

Das Beste an Reykjavíks Schwimmbädern ist, dass man sie das ganze Jahr über und bei jedem Wetter besuchen kann. Selbst bei -5°C und Schneefall kann man in den Hotpots im Außenbereich entspannen! Auf der Karte oben findest du das nächstgelegene Schwimmbad.



9. Besuche die Hallgrímskirkja-Kirche

Hallgrímskirkja-Kirche in Reykjavik.

Über dem Zentrum von Reykjavík thront die Hallgrímskirkja-Kirche. Sie ist von überall aus zu sehen und deshalb auch leicht zu finden. Auf der Spitze dieses 74,5 Meter hohen, expressionistischen Gebäudes befindet sich eine Aussichtsplattform mit einem 360°-Panoramablick auf die Stadt. Neben der Aussicht von Perlan auf dem Öskjuhlíd-Hügel bietet diese, abgesehen von einem Rundflug, wahrscheinlich den besten Blick auf Reykjavík.

Der Turm ist täglich geöffnet – außer an Sonntagen wegen der Gottesdienste. Die Kirche wird ganz normal genutzt. Daher kann es sein, dass der Turm wegen einer Messe oder eines Konzertes nicht zugänglich ist. Der Eintritt zum Turm kostet 900 ISK für Erwachsene und 100 ISK für Kinder zwischen 7-14 Jahren. Jüngere Kinder erhalten kostenlos Zutritt.

Die ikonische Hallgrímskirkja-Kirche in Reykjavik.

Die Kirche, welche übrigens die größte in ganz Island ist, wurde nach dem Pastor und Poeten Hallgrimur Petursson benannt, welcher die Passiusalmar verfasst hat (die Passionshymnen). Die Architektur der Kirche lehnt sich dabei optisch an den Wasserfall Svartifoss an, der von Basaltsäulen eingerahmt ist, die an Orgelpfeifen einer Kirchenorgel erinnern.

Im Vordergrund der Kirche befindet sich eine Statue von Leif Eriksson, welcher Nordamerika im Jahre 1000 entdeckte, über 500 Jahre bevor Kolumbus das erste Mal amerikanisches Festland betrat.



8. Erkunde das Stadtzentrum zu Fuß      

Von der Hallgrímskirkja-Kirche aus willst du vielleicht direkt die Innenstadt von Reykjavík erkunden. Das geht am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wenn du ein Gefühl für die Stadt entwickeln willst, musst du unbedingt die wichtigsten Einkaufsstraßen besuchen. Das sind Laugavegur, Bankastraeti, Austurstraeti, Laekjargata und Skólavördustígur. Alle sind zentral gelegen und leicht zu erreichen.

Blick von der Hallgrímskirkja-Kirche.

Wenn du gerne shoppen gehst, empfehlen wir die vielen Geschäfte für Outdoor-Kleidung, die Funktionskleidung und Ausrüstungen verkaufen. 66° North, Cintamani, Zo-On und Ice Wear sind alle hier vertreten.

Isländisches Design ist sehr modern und angesagt. Die aktuellsten Trends findest du in Läden wie Kraum, Spaks Manns Spjarir, Aurum, Herrafataverzlun Kormáks & Skjaldar, Verslun Gudsteins Eyjólfssonar, GK, Aftur und Jör.

Neben den Einkaufsstraßen gibt es aber noch viele andere Gegenden in Reykjavík, die einen Besuch wert sind. Das Viertel der Götter (Thingholtin) ist ein gutes Beispiel. Dieses Wohnviertel liegt zwischen der Hallgrímskirkja-Kirche und dem städtischen See.

Die Straßen in diesem Viertel wurden alle nach nordischen Gottheiten benannt. So gibt es Odins Straße (Ódinsgata), Thors Straße (Thórsgata), Lokis Weg (Lokastígur), Freyas Straße (Freyjugata) und einige andere. Hier kannst du farbenfrohe Häuser, herrliche Gärten und viel Streetart bewundern. Vermutlich laufen dir auch ein paar der hier lebenden Katzen über den Weg, denn Katzen werden im Zentrum von Reykjavík häufig als Haustier gehalten.

Der Stadtsee und das Rathaus von Reykjavik.

Reykjavíks Stadtsee (Reykjavíkurtjörn, oder kurz: Tjörnin) ist bei Islandreisenden und besonders bei Vogelfreunden sehr beliebt. Im Winter friert der See manchmal zu, sodass die Menschen ihn überqueren, auf ihm schlittschuhlaufen oder sogar ein rutschiges Fußballfeld auf ihm einrichten können. Direkt neben dem Stadtsee ist das Rathaus. Hier findest du auch eine große, informative 3D-Karte von Island.

Südlich des Stadtsees liegt das Nordische Haus und die Universität von Island. Das Nordische Haus ist das einzige Gebäude in Reykjavík, das von einem international berühmten Architekten, dem aus Finnland stammenden Alvar Aalto, designt wurde. Hier finden oft Ausstellungen und Konzerte statt. Außerdem beherbergt das Nordische Haus ein sehr gutes Restaurant.

Weiter in südlicher Richtung gelangst du zum Meer, wo du die Aegissída-Straße entlang spazieren kannst. Richtung Osten liegt der Inlandsflughafen, der Nauthólsvík-Strand und der bewaldete Öskjuhlíd-Hügel. Hier kannst du von der Aussichtsplattform Perlan einen spektakulären Blick auf die Stadt genießen. Oder du orientierst dich Richtung Westen, nach Grótta, mit dem Leuchtturm, dem Strand und dem zauberhaft gelegenen Fußbad. Zu Fuß ist es nach Grótta relativ weit und anstrengend. Du solltest dir für diesen Ausflug ein Fahrrad organisieren oder einen ganzen Tag für die Wanderung einplanen.

Eine typische Straße mit bunten Häusern.

Der Austurvöllur-Platz liegt nördlich des Stadtsees und ist ein toller Ort, um sich mit Freunden und Familie zu verabreden. Bei schönem Wetter sitzen die Leute hier in der Sonne und trinken Bier. Bei offiziellen Anlässen und an Feiertagen finden hier Konzerte statt. Da das isländische Parlamentsgebäude an diesem Platz steht, finden auch politische Demonstrationen üblicherweise hier statt. Eine Seite des Platzes wird von Cafés und Geschäften gesäumt und direkt hinter dem Parlament steht Reykjavíks älteste Kirche, Dómkirkja.

Wenn du in den Straßen der Stadt unterwegs bist, dann statte doch auch gleich dem idyllischen alten Hafen einen Besuch ab! Hier kannst du mehr über den Lebensraum Meer und seine Bewohner erfahren und sogar eine Whale Watching-Tour buchen. Wenn du am Wochenende in Reykjavík bist, kannst du auch über den Flohmarkt Kolaportid flanieren und dir zum Beispiel einen handgestrickten Isländerpullover (Lopapeysa) zulegen!

Der Flohmarkt befindet sich in der Nähe des Hafens von Reykjavík und bietet viele spannende Dinge und regionale Spezialitäten. Die Meeresfrüchte sind besonders zu empfehlen. Die Atmosphäre ist toll und zwischen 11-17 Uhr samstags und sonntags kannst du hier gute Schnäppchen machen.

Der Alte Hafen im Zentrum von Reykjavik.

Ein bisschen weiter der Nase nach liegt Grandi, Reykjavíks 'Fisch-Umschlagplatz', wo aus den alten Fischfabriken und Werkstätten mittlerweile trendige Läden, Cafés, Start-up Büros, Museen, Restaurants und sogar Brauereien geworden sind. Hier kannst du das sich ständig verändernde Gesicht Islands in Aktion sehen.

Wenn du hier bist, solltest du es nicht versäumen, bei Valdís eine der besten Eiscremes der Stadt zu probieren oder im Bryggjan Brugghús ein lokal gebrautes Bier zu genießen. Oder du besuchst das Marshall House, das „Whales of Iceland“-Museum oder das „Aurora Reykjavík“-Museum. Besichtige auch die faszinierende Streetart in Vesturgata und den Grashügel Thúfa, eine Kunstinstallation von Ólöf Nordal.

Wenn du Lust hast, kannst du auch an einer Walking-Tour teilnehmen und diese farbenfrohe und einzigartige Stadtkultur zu entdecken. Hier findest du die kostenlosen, zweistündigen City Walks durch Reykjavik.



7. Erlebe ein Abenteuer

Ein Hubschrauber-Flug über Reykjavík

Reykjavík ist eine Stadt voller Abenteuer. Du kannst versuchen, die Geheimnisse der Stadt auf eigene Faust zu erkunden oder du schließt dich wissenden Guides an, die dich herumführen. Reykjavík ist außerdem der Ausgangspunkt für zahlreiche Tages- und Mehrtagestouren, wie z. B. für Touren zum berühmten Golden Circle. Es gibt allerdings auch eine Reihe an spannenden Aktivitäten innerhalb des Stadtgebietes, wie Quad-Touren oder natürlich Whale Watching in der Bucht von Faxaflói.

Die am häufigsten anzutreffenden Wale in der Bucht vor Reykjavik sind Zwergwale, Buckelwale, Schweinswale und Delfine. Auch führen Bootstouren zu oder entlang der vielen kleinen vorgelagerten Inseln. Am bekanntesten ist die Insel Videy, welche den sogenannten Peace-Tower beherbergt, den Joko Ono in Gedenken an ihren verstorbenen Mann John Lennon dort errichtet hat.

Vielleicht möchtest du auch traditionelles, isländisches Essen versuchen und sogar ein bisschen Natur in der Hauptstadt erleben, wie bei diesem authentischen Ausflug mit einer Einheimischen.

6. Erlebe Reykjavíks Nachtleben

Reykjaviks Nachtleben ist wild.

Je nachdem, wen du fragst, kann das Nachtleben von Reykjavik entweder total aufregend sein - oder eben das komplette Gegenteil. Eins ist jedoch klar: Die Leute feiern hier ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden und füllen die Straßen mit angetrunkenen und partywilligen Menschen, die sich entweder auf dem Weg nach Hause oder zur nächsten Party befinden. Letzteres ist am wahrscheinlichsten.

Von Sonntag bis Donnerstag sind die Cafés und Bars bis 1 Uhr nachts geöffnet, aber freitags und samstags schließen sie erst um 5 Uhr in der Früh. In vielen Lokalen treten abends Musiker auf und auch sonst hat die Stadt in Sachen Live Entertainment immer etwas zu bieten – von Stand-up Comedy über Theater und Oper bis hin zu Drag-Shows, Cabaret, Musical und sogar Poetry Puffs (Poetry Brothels)!

In einigen Cafés finden wöchentliche Jazzsessions statt. Jeden Sonntagabend gibt es Jazz im Bryggjan Brugghús; jeden Montagabend in Húrra, dienstags im Kex Hostel und jeden Mittwochabend in der Peterson Suite. Auch die Jazzbar Múlinn oben im Konzerthaus Harpa ist einen Besuch wert.

Im IDNÓ finden fast jeden Abend Veranstaltungen statt, die meisten öffentlich, aber auch ein paar private wie z. B. Hochzeiten. Bei den öffentlichen Veranstaltungen handelt es sich zumeist um Konzerte, Theater oder Tanzveranstaltungen, Musikfestivals und regelmäßige Poetry Brothel-Abende.

Gaukurinn veranstaltet immer montags eine Stand-up Comedy Show auf englisch und wird auch von der lokalen Drag Szene, Drag-Súgur, genutzt.

Bio Paradis ist das Arthaus Kino von Reykjavik.

Tjarnarbíó, neben dem Rathaus, ist ein großartiger Ort für Theater, Konzerte und Tanzveranstaltungen. Auch Thjódleikhúskjallarinn, der Keller des Nationaltheaters, veranstaltet wöchentliche Improvisationstheater-Sessions und Cabaret Abende. Bíó Paradís ist das Arthaus Kino von Reykjavík. Hier kann man alte isländische Filme mit englischen Untertiteln sehen oder eine der wöchentlichen Party-Vorführungen internationaler Klassiker besuchen.

Zwei Filmfestivals gibt es in Reykjavík: das Reykjavík International Film Festival (September/Oktober) und das Stockfish Film Festival (Februar/März). Neben diesen regelmäßigen Veranstaltungen finden zahllose einmalige Events statt. Am besten gehst du ins Rathaus und fragst dort nach den Empfehlungen der Woche. Lies auch unseren Artikel Die 10 besten Festivals in Island.



5. Iss dich durch Reykjavík     

Gehobene Küche im Hotel Holt in Reykjavik.

Reykjavík kann mit exzellenter lokaler und internationaler Küche glänzen. Manche Restaurants spezialisieren sich auf Fisch und Meeresfrüchte, andere auf Fleisch vom Grill; und neben isländischen Restaurants gibt es natürlich auch fantastische thailändische, italienische, indische, mexikanische, japanische und sogar äthiopische Lokale.

Die regionale Küche dreht sich meist um Fisch, Meeresfrüchte und Lamm. Mit „Fish of the Day“, dem Fang des Tages, kann man eigentlich nichts falsch machen. Lecker! Eines der beliebtesten Gerichte bei Matur og Drykkur ist Kabeljaukopf gekocht in Hühnerbrühe. Probier es mal, du wirst es nicht bereuen.

Langustinen im Restaurant Food Cellar.



Wenn du gerne etwas Neues ausprobierst, dann koste doch ein paar isländische Spezialitäten. Am Busbahnhof BSÍ findest du das Geschäft Fljótt og gott, wo du einen traditionellen, gekochten Schafskopf zu einem sehr vernünftigen Preis erstehen kannst.

Das Essen in Reykjavik kann gewöhnungsbedürftig sein.

Was den einen abstößt, ist für den anderen vielleicht eine Delikatesse. Das berüchtigste Lebensmittel Islands ist vermutlich der fermentierte Haifisch, Hákarl. Man kann auch Gammelhai dazu sagen. Geruch und Geschmack sind sehr intensiv: Salz und Ammoniak. Er wird normalerweise mit Brennivín, Islands „Black Death“-Schnaps, heruntergespült. Oft dient das als Initiationsritual. Isländer lieben es, ausländische Gäste zu dieser Mutprobe herauszufordern. Auf dem Flohmarkt Kolaportid, der jedes Wochenende stattfindet, kannst du dich mit fermentiertem Haifisch eindecken.



Unterwegs werden dir viele Leute empfehlen, einen isländischen Hotdog zu essen. Der Hotdog-Stand Baejarins bestu ('Der Beste der Stadt') in der Nähe des Hafens von Reykjavík hat den Ruf, tatsächlich die besten Hotdogs von ganz Island zu verkaufen. Normalerweise ist hier eine relativ lange Schlange, vor allem am Nachmittag und an den Wochenenden, aber die meisten Touristen schwören, dass das die besten Würstchen der Welt sind. Frag einfach Bill Clinton oder James Hetfield, zwei der vielen berühmten Gäste des Imbisstands.

Der Klassiker ist „eina med öllu“, „eins mit allem“: Remoulade, Senf, Ketchup, Röstzwiebeln und frischen Zwiebeln. Egal wie du es am liebsten magst, wenn Hotdogs auf deinem Speiseplan stehen, dann bist du hier an der richtigen Adresse und es kostet kein Vermögen.



Kaffi Vinyl ist ein veganes Cafe in der Innenstadt von Reykjavik.Foto von Visit Reykjavík

Es gibt in Reykjavík viel zu viele gute Cafés, um sie alle aufzulisten. Du könntest das Kaffi Vínyl besuchen, wo Schallplatten auf veganes Essen treffen. Café Loki erwartet dich mit traditioneller, isländischer Küche. Stofan ist ein besonders gemütliches Café. Kaffibrennslan ist perfekt, um Leute zu beobachten. Im Babalú kannst du dein Getränk auf dem Balkon genießen. Oder du genehmigst dir einen Wochenend-Brunch im Cuckoo's Nest, eine leckere Suppe in der Brotschüssel im Svarta Kaffid, oder genießt einfach die tolle Aussicht in der Peterson Suite oder im Loft Hostel. Den besten Kaffee der Stadt bekommst du im Reykjavík Roasters ... die Liste ist wirklich endlos.

Und natürlich ist dein Besuch erst komplett, wenn du die Zimtbrötchen von der Bäckerei Brauð & Co. probiert hast!



4. Besuche die Konzerthalle Harpa bzw. den Alten Hafen

Konzerthalle Harpa im Stadtzentrum von Reykjavik.

Das Konferenzzentrum und die Konzerthalle Harpa ist ein beeindruckendes Glasgebäude im Alten Hafen von Reykjavík. Allein wegen der Architektur lohnt sich der Besuch schon. Du kannst sie von außen und von innen bewundern und nach Herzenslust fotografieren.

Schau doch einfach mal ins Programm. Wer weiß, was während deines Urlaubs im Harpa passiert! Vielleicht kannst du eine Probe des Isländischen Sinfonieorchesters miterleben oder eine der berühmtesten Bands des Landes live sehen.

Im Harpa findet das Festival Sónar Reykjavík für elektronische Musik statt. Außerdem ist das Haus eine von vielen Bühnen beim Iceland Airwaves. Auch das Reykjavík Fashion Festival, das Eve Fanfest und einige Events und Talks während des Design March finden hier statt. Ende 2017 veranstaltete und kuratierte die isländische Band Sigur Rós hier das 3-tägige Festival Nordur og Nidur.



In dem Gebäude finden viele verschiedene, multikulturelle Feste statt und nachts wird es von einem beweglichen LED-Kunstwerk von Ólafur Elíasson erleuchtet. Die Lichter an der Fassade kamen auch bei diversen interaktiven Aktionen zum Einsatz, z. B. konnten die Besucher die Lichter mit Hilfe einer Lichtorgel kontrollieren oder mit ihren Handys selbst Farben projizieren. Beim Pong Project konnten die Gäste das Computerspiel Pong spielen, wobei das ganze Gebäude als Monitor diente.



3. Tauche in die isländische Kunst und Kultur ein

Solfar, oder Sun Voyager, ist eine Skulptur an der Küste von Reykjavik.

Die Kunstwelt präsentiert sich in Reykjavík aber nicht nur in Harpa und bei den vielen Veranstaltungen. Wohin man schaut, findet man Museen, Galerien, Skulpturen und Streetart – da fällt es schwer, sich zu entscheiden!

Die beliebte Skulptur Sun Voyager (siehe Abbildung oben) steht am Wasser, ganz in der Nähe der Konzerthalle Harpa und blickt direkt auf den Berg Esjan. Wenn du bei deinem Spaziergang durch die Stadt die Augen offenhältst, kannst du viele weitere Skulpturen entdecken. Die zwei größten Skulpturenmuseen sind das Einar Jónsson Museum (neben der Hallgrímskirkja-Kirche) und das Ásmundur Museum im Naherholungsgebiet Laugardalur.

Eine Skulptur des isländischen Dichters Tomas Gudmundsson am Stadtsee von Reykjavik.

Es gibt auch einige kleinere Skulpturenmuseen, wie z. B. den Hallsteins Park (Hallsteinsgardur) in Gufunes and in Hólmasel in Breidholt. Du kannst auch durch Grandi spazieren und die Skulptur Thúfa besichtigen. Dabei handelt es sich um einen kreisrunden grünen Hügel, auf den man klettern und von dort einen großartigen Blick zur Konzerthalle Harpa genießen kann.

Außerdem gibt es zahlreiche Kunstmuseen und kleinere Galerien. Die größten sind die Reykjavík Art Gallery, das Kjarval Museum und die Nationalgalerie. Das neueste Mitglied in dieser Familie ist das Marshall House.

Neben diesen größeren Einrichtungen gibt es in der Stadt auch viele kleinere Orte, wie Mengi, BERG Contemporary, i8, die Art Gallery 101, die Galerie ART67, die Galerie Fold und die Galerie List, um nur einige zu nennen.

Streetart in der Innenstadt von Reykjavik.

In den letzten Jahren entwickelte sich auch eine lebendige Streetart-Szene und mancherorts sind komplette Hauswände mit fantastischen Kunstwerken bedeckt.

Wenn du auf der Suche nach Geschichte und Kultur bist, dann hast du eine Reihe von historischen Museen zur Auswahl, wie z. B. das Saga Museum, das Nationalmuseum und das Freilichtmuseum Árbaer. Um mehr über Islands vielseitige Natur und die Tierwelt zu erfahren, besuchst du am besten das Maritime Museum, das Whales of Iceland Museum oder das Nordlichtzentrum Aurora Reykjavík.



2. Entdecke die Grünflächen und öffentlichen Parks     

Der Park Fossvogsdalur in Reykjavik.Fotocredit: Axel Kristinsson

In Reykjavík gibt es viele Grünflächen und Parks. Zu den öffentlichen Gärten gehören z. B. Hallargardur und Hljómskálagardur am Stadtsee und Klambratún/Miklatún, in dem das Kunstmuseum Kjarvalsstadir liegt. Im Sommer werden diese Parks oft für Spiele genutzt.

Grótta ist mit seinem berühmten Leuchtturm und dem Blick über die Faxaflói-Bucht und auf Reykjavíks Markenzeichen, den Berg Esjan (und an klaren Tagen sogar bis zum Gletscher Snaefellsjökull) das ganze Jahr über sehr beliebt. Zwischen den Steinen am Strand gibt es sogar ein Fußbad (Kvika) – der perfekte Ort, um deine Füße zu entspannen, dabei ein mitgebrachtes Getränk zu genießen und den Nordlichtern zuzuschauen.

Reykjaviks Botanischer Garten im Winter.

Wenn du innerhalb der Stadtgrenzen ins Wasser gehen und gleichzeitig in Sichtweite des Ozeans sein möchtest, dann empfehlen wir den Nauthólsvík-Strand. Am Strand findest du ein warmes Planschbecken und direkt am Meer warmes Entspannungsbecken. Wenn du dich traust, kannst du auch im Ozean schwimmen gehen! Vor Ort stehen Umkleidemöglichkeiten zur Verfügung und es gibt ein Café, wo du kleine Snacks und Getränke kaufen kannst.

Gleich neben Nauthólsvík liegt der Hügel Öskjuhlíd, wo du zwischen zwei Waldpfaden die Überbleibsel einiger alter Bunker findest. Mit etwas Glück siehst du sogar ein paar Hasen.

Und dann gibt es noch den Fluss Ellidaárdalur, wo du mitten in der Stadt dein Anglerglück versuchen oder ein Picknick an dem kleinen Wasserfall genießen kannst. Die Einheimischen gehen gerne am Ellidaárdalur joggen oder fahren an diesem innerstädtischen Paradies Fahrrad.

Ausritt durch die vulkanische Landschaft von Raudholar.

Ein bisschen weiter außerhalb der Stadt findest du Raudhólar (Rote Hügel) und Heidmörk. Die roten und schwarzen Hügel von Raudhólar haben wunderschöne Farbkontraste und du kannst hier das ganze Jahr über Reitausflüge durch die vulkanische Landschaft unternehmen. Heidmörk ist ein Naturreservat voller Vegetation, Höhlen und abgeschiedenen Grill- und Picknickbereichen. Du erreichst diese Orte mit dem Bus aus der Innenstadt oder mit einem Mietwagen, oder vielleicht hast du ja Lust auf eine Fahrradtour!



1. Suche die Polarlichter Islands

Island ist eines der besten Länder, um Nordlichter zu beobachten. Die Saison beginnt im September, sobald die Tage wieder Kürzer und die Nächte wieder richtig dunkel werden. Je weniger „Lichtverschmutzung“ desto besser. Trotzdem kann man bei besonders starker Aktivität Nordlichter sogar von der Stadt aus sehen. Hält man sich in der Stadt auf und es gibt Nordlicht-Alarm, dann empfiehlt es sich trotzdem, ein wenig aus der Stadt herauszufahren.

Der beste Ort hierfür ist die Küste von Seltjarnarnes, bzw. nahe dem Leuchtturm Grótta. Folge der Straße Nordurströnd bis zu ihrem Ende. Dort ist ein Parkplatz ohne Straßenbeleuchtung direkt am Strand, also der perfekte Ort, um die Polarlichter von Reykjavik aus zu genießen.

Nordlichter über dem Leuchtturm Grótta in Reykjavík.

Auch ist das Gebiet rund um Grótta sehr schön geeignet für einen Spaziergang. Im Sommer kann man dort nistende Vögel beobachten, die Ruhe abseits der Stadt genießen oder, in den Sommermonaten, die Mitternachtssonne verfolgen.