Finde die besten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Reykjavík, Islands Hauptstadt und gleichzeitig nördlichster Metropole der Welt. Hier gibt es alles was das Herz begehrt, sei es eine aufstrebende Kunst- und Kulturszene, historische Attraktionen oder spannende Erlebnisse. Sieh dir unsere Top 10 der Dinge an, die du in Reykjavík tun solltest, und komme auf den Geschmack!



1. Erlebe die Stadt

Ein Hubschrauber-Flug über Reykjavík

Reykjavík ist eine Stadt voller Abenteuer. Du kannst versuchen, die Geheimnisse der Stadt auf eigene Faust zu erkunden oder du schließt dich wissenden Guides an, die dich herumführen. Reykjavík ist außerdem der Ausgangspunkt für zahlreiche Tages- und Mehrtagestouren, wie z.B. für Touren zum berühmten Golden Circle. Es gibt allerdings auch eine Reihe an spannenden Aktivitäten innerhalb des Stadtgebietes, wie Quad-Touren oder natürlich Whale Watching in der Bucht von Faxaflói. 

Vielleicht möchtest du auch traditionelles, isländisches Essen versuchen und sogar ein bisschen Natur in der Hauptstadt erleben, wie bei diesem authentischen Ausflug mit einer Einheimischen.

2. Geh schwimmen in Reykjavik

Eines der vielen Schwimmbäder in Reykjavik

Nimm ein Bad oder geh Schwimmen in einem der zahlreichen Freibäder der Stadt. Nachdem du dich unter der Dusche kurz nackig (und vor allem sauber) machen musst, kannst du (dann mit Badeklamotten) zum relaxen in einen der heißen Pötte steigen und das Leben selbst bei -5°C Außentemperatur genießen. Die aktuell 900 ISK Eintritt kannst du daher nicht besser anlegen. Auf dieser Karte findest du eine große Auswahl an Freibädern in und um Reykjavik. Schau dir auch unseren Artikel über Schwimmbäder in Reykjavik an.

3. Hol dir 'nen Hotdog

Die Imbissbude "Baejarins bestu" (die Besten der Stadt) nahe des Hafens von Reykjavik hat den Ruf, die besten Hotdogs in ganz Island zu verkaufen. Hotdogs sind übrigens das inoffizielle und eigentliche Nationalgericht der Isländer. Daher muss man muss meist mit einer langen Schlange rechnen, insbesondere Nachmittags und an den Wochenenden. Viele Besucher und Touristen behaupten, hier den besten Hotdog ihres Lebens gegessen zu haben. Frag einfach Bill Clinton oder James Hetfield, welche sich zu den berühmteren Gästen zählen dürfen.

Der Hot Dog-Stand Baejarins Beztu

Die Standardbestellung ist ein sogenannter „eina með öllu“, sprich einer mit allem. Dann bekommt man Mayonese, Senf, Ketchup, Röstzwiebeln und frische Zwiebeln auf seinem Hotdog serviert. Mit was auch immer du dir deinen Hotdog bestellen möchtest, dies ist der richtige Ort es zu tun.

Finde hier eine Liste weiterer günstiger Essgelegenheiten in Reykjavík.

Wenn du doch lieber in einem richtigen Restaurant essen gehen möchtest, gibt es in Reykjavik eine riesen Auswahl guter Restaurants und der folgende Artikel über die besten Restaurants in Reykjavik hilft, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

4. Besichtige die Hallgrimskirche

Nimm den Fahrstuhl hoch bis zur Kirchturmspitze der Hallgrimskirche und genieße die Rundum-Panoramasicht auf die Dächer von Reykjavik. Neben der Aussichtsplattform Perlan, auf dem gegenüberliegenden Hügel Öskjuhlid, zählt die Aussicht von der Kirchturmspitze über die Stadt mit Sicherheit zu den Besten. 

Blick von der Hallgrimskirkja

Die Kirche, welche übrigens die größte in ganz Island ist, wurde nach dem Pastor und Poeten Hallgrimur Petursson benannt, welcher die Passiusalmar verfasst hat (die Passionshymnen). Die Architektur der Kirche lehnt sich dabei optisch an den Wasserfall Svartifoss an, der von Basaltsäulen eingerahmt ist, die an Orgelpfeifen einer Kirchenorgel erinnern. Im Vordergrund der Kirche befindet sich eine Statue von Leif Eriksson, welcher Nordamerika im Jahre 1000 entdeckte, über 500 Jahre bevor Kolumbus das erste Mal amerikanisches Festland betrat.

5. Stürz dich ins Nachtleben von Reykjavik

Das Nachtleben in Reykjavik ist wild

Je nachdem, wen du fragst, kann das Nachtleben von Reykjavik entweder total aufregend sein - oder eben das komplette Gegenteil. Eins ist jedoch klar: Die Leute feiern hier ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden und füllen die Straßen mit angetrunkenen und partywilligen Menschen, die sich entweder auf dem Weg nach Hause oder zur nächsten Party befinden. Letzteres ist am wahrscheinlichsten. Für weitere Informationen schau dir unsere Artikel Nachtleben in Reykjavik und Nachtleben und Dating an.  

6. Esse einen halben Schafskopf 

Alle Nicht-Vegetarier (oder Veganer) können sich an einer weiteren Delikatesse Islands probieren. Island ist bekannt für seine intensive Schafzucht und in alten Tagen wurde alles vom Tier verwertet, was sich eben verwerten lässt, also auch der Kopf des Tieres. Auch heute bekommt man diesen Leckerbissen noch in ausgewählten Lokalen serviert.

Groteskes Essen in Island

Und wenn wir gleich beim Thema sind, es gibt natürlich noch weitere, für Mitteleuropäer, ungenießbare Sachen hier auf der Insel - oder eben je nach Blickwinkel die ein oder andere Delikatesse. Genauso berühmt wie der Schafskopf ist natürlich fermentiertes Haifleisch vom Grönlandhai (Hákarl). Man kann auch Gammelhai dazu sagen. Geruch und Geschmack sind sehr intensiv: Salz und Ammoniak. Isländer trinken gewöhnlich einen Schnaps (bzw. einen Brennivin) direkt hinterher, um den starken Geschmack zu neutralisieren. Der Brennivin ist Islands traditionelle Spirituose aus Kümmel und Isländer nutzen dieses Ritual gerne, um ihre Stärke gegenüber fremden Besuchern zu demonstrieren. Weitere Köstlichkeiten des Landes werden dir in den Artikeln die unappetitlichsten Essen der Welt und die besten jährlichen Events in Island vorgestellt. Guten Appetit!  

7. Gehe Wale und Vögel beobachten

Erlebe die Wale und Vögel Islands, insbesondere die Papageientaucher, aus nächster Nähe auf einer Walbeobachtungstour, startend vom Hafen in Reykjavik. Die am häufigsten anzutreffenden Wale in der Bucht vor Reykjavik (der sogenannten Faxaflói-Bucht) sind Zwergwale, Buckelwale, Schweinswale und Delfine.

Papageientaucher in Island

Auch führen Bootstouren zu oder entlang der vielen kleinen vorgelagerten Inseln. Am bekanntesten ist die Insel Viðey, welche den sogenannten Peace-Tower beherbergt, den Joko Ono in Gedenken an ihren verstorbenen Mann John Lennon dort errichtet hat. Die Inseln beherbergen verschiedenste Seevögel, wie zum Beispiel Basstölpel, Möwen, Kormorane, Küstenseeschwalben und natürlich die oben zu sehenden Papageientaucher 

8. Gehe shoppen in Reykjavik

Laugavegur ist die Haupt-Einkaufsstraße

Direkt im Zentrum von Reykjavik findest du die Straßen Laugavegur, Austurstraeti, Laekjargata und Skolavördustigur, welche man zusammengenommen auch als Haupteinkaufsmeile der Stadt bezeichnen kann. Hier findet man alles, was das Shoppingherz begehrt. Souvenirjäger kommen hier ebenso voll auf ihre Kosten. Sollte man vergessen haben, genügend wetterfeste Klamotten einzupacken, dann bietet sich ein Abstecher in die Geschäfte 66° North, Cintamani, Zo-On oder Ice Wear an. Wer sich von isländischem Design inspirieren lassen möchte (oder sogar etwas kaufen will), der stattet am besten folgenden Geschäften einen Besuch ab: Kraum, Spaksmannsspjarir oder Jör.

9. Besuche den Flohmarkt in Reykjavik

Wer bereits Tipp Nr. 8 ausprobiert hat und nun ein wenig vom isländischen Preisniveau erschrocken ist, der freut sich vielleicht über diesen Tipp. Wenn du über das Wochenende in Reykjavik bist, dann solltest du einen Abstecher zum Flohmarkt Kolaportid in der Nähe des Hafens einplanen. Insbesondere wenn du planst, einen der handgestrickten Islandpullover (Lopapeysa) zu kaufen, ist dies der beste Ort dafür und man kann den Kaufpreis eventuell noch um die ein oder andere Krone herunterhandeln. Natürlich gibt es dort auch jede Menge anderer interessanter Dinge zu entdecken und kaufen. Auch die verschiedenen Fischtheken sollte man sich genauer anschauen. Mutige können hier bei der Fiskbudin Kolaportinu kleine Probierbecher mit oben beschriebenen Gammelhai erwerben. Wer mag, lässt sich vom Besitzer vor und nach dem Verzehr fotografieren. Er betreibt die Facebookseite The Rotten Shark Taste Challenge und freut sich über neue Probierwillige. 

Der Flohmarkt Kolaportið in Reykjavik

10. Suche die Polarlichter Islands

Island ist eines der besten Länder, um Nordlichter zu beobachten. Die Saison beginnt im September, sobald die Tage wieder Kürzer und die Nächte wieder richtig dunkel werden. Je weniger „Lichtverschmutzung“ desto besser. Trotzdem kann man bei besonders starker Aktivität Nordlichter sogar von der Stadt aus sehen. Hält man sich in der Stadt auf und es gibt Nordlicht-Alarm, dann empfiehlt es sich trotzdem, ein wenig aus der Stadt herauszufahren. Der beste Ort hierfür ist die Küste von Seltjarnarnes, bzw. nahe dem Leuchtturm Grótta. Folge der Straße Nordurströnd bis zu ihrem Ende. Dort ist ein Parkplatz ohne Straßenbeleuchtung direkt am Strand, also der perfekte Ort, um die Polarlichter von Reykjavik aus zu genießen.

Die Nordlichter Islands

Auch ist das Gebiet rund um Grótta sehr schön geeignet für einen Spaziergang. Im Sommer kann man dort nistende Vögel beobachten, die Ruhe abseits der Stadt genießen oder die Mitternachtssonne verfolgen.

Hier kannst du übrigens mehr Infos über die Polarlichter in Island finden und es gibt auch einige tolle Nordlichter-Ausflüge.


Wenn du noch mehr darüber lesen willst, wie du das Meiste aus deinem Aufenthalt in Reykjavík machen kannst und vor allem, wenn du ein knappes Budget hast, empfehlen wir auch diesen Artikel für günstige Aktivitäten in Reykjavík. Gerne kannst du auch in den Kommentaren deine Lieblingsaktivitäten hinzufügen und uns inspirieren!