Nimm dir Zeit, um die Höhlen Islands zu erkunden und zu entdecken, wie Eis, Lava und die menschliche Geschichte die Landschaft unter der Oberfläche geprägt haben. Dazu gehören saisonale Eishöhlen in Gletschern, durch vulkanische Aktivität entstandene Lavatunnel sowie Höhlen, die mit Besiedlung, Landwirtschaft und Filmdrehorten in Verbindung stehen.
In Island sind für natürliche Eishöhlen und tiefere Lavaröhren mit instabilem Gelände oft geführte Höhlentouren erforderlich. Einige Kulturhöhlen lassen sich jedoch – abhängig von den Zugangsregeln und den Straßenverhältnissen – auch eigenständig erkunden.
Auch dein Reisestil spielt eine Rolle bei der Auswahl der Höhlen. Im Winter stehen oft Eishöhlentouren im Fokus, während Lavaröhren häufig im Rahmen von Vulkan-Touren oder in Kombination mit nahegelegenen Geothermalgebieten besucht werden. Kulturelle und als Filmdrehort genutzte Höhlen lassen sich besonders gut in Mietwagenreisen integrieren, da sie sich meist in der Nähe der Hauptstraßen befinden und nur kurze Stopps erfordern.
Die folgende Liste präsentiert die bedeutendsten Höhlen Islands – von Eishöhlen über Lavaröhren bis hin zu einzigartigen Kulturgrotten –, die sich durch ihre Zugänglichkeit, Bedeutung und das Gesamterlebnis auszeichnen.
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Das Wichtigste auf einen Blick
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Islands Höhlen umfassen Eishöhlen, Lavaröhren und einzigartige Kulturgrotten – jede bietet ein ganz eigenes Erlebnis.
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Natürliche blaue Eishöhlen sind nur im Winter zugänglich und dürfen nur im Rahmen geführter Höhlentouren betreten werden.
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Katla ist die einzige natürliche Eishöhle Islands, die ganzjährig zugänglich ist.
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Künstliche Eishöhlen wie „Into the Glacier” und die „Perlan-Eishöhle” bieten ganzjährig verlässliche Optionen.
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Lavaröhren sind in der Regel das ganze Jahr über zugänglich. Bekannte Beispiele sind Raufarholshellir bei Reykjavik, Vidgelmir in Westisland und Vatnshellir auf der Snaefellsnes-Halbinsel.
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Kulturelle und historische Höhlen wie die Yoda Cave, die Caves of Hella, Laugarvatnshellar und Grjotagja zeigen, wie Höhlen in Island über die Geologie hinaus genutzt wurden – von der frühen Besiedlung und dem Alltagsleben bis hin zur Nutzung als Filmkulissen.
Karte der wichtigsten Höhlen in Island
Diese Karte zeigt die wichtigsten Höhlen Islands, darunter Eishöhlen, Lavaröhren und besondere Kulturgrotten, die sich im ganzen Land verteilen. Sie verdeutlicht die Lage jeder Höhle in Bezug auf Hauptreiserouten wie die Ringstraße, die Südküste, den Goldenen Kreis und Westisland.
In den folgenden Abschnitten stellen wir dir jede Höhle im Detail vor: Was macht sie besonders, wie kannst du sie besuchen und was erwartet dich vor Ort?
Die wichtigsten Eishöhlen in Island
Eishöhlen bieten die seltene Gelegenheit, das Innere einiger isländischer Gletscher zu erkunden, die durch Eis und vulkanische Aktivität geformt wurden. Diese Eishöhlen variieren je nach Jahreszeit, Lage und Zugänglichkeit – manche sind nur im Winter geöffnet, andere können das ganze Jahr über im Rahmen geführter Höhlentouren besucht werden.
Hier findest du die bemerkenswertesten Eishöhlen Islands, darunter Winter-Highlights und verlässliche Optionen in der Nähe von Reykjavik und entlang der Südküste.
Kristall-Eishöhle im Vatnajökull
Die Kristall-Eishöhle ist eine natürliche Gletscherhöhle, die seit 2011 Jahr für Jahr im Vatnajökull entsteht. Sie liegt am westlichen Rand der Breidamerkurjökull-Gletscherzunge und ist ein Highlight jeder Eishöhlentour am Vatnajökull. Sie ist in der Regel nur in den kältesten Monaten zwischen November und März zugänglich.
Die Kristall-Eishöhle ist bekannt für ihr dichtes, saphirblaues Eis, das oft als das klarste Kristalleis der Saison beschrieben wird. Mehrere senkrechte Schächte in der Decke lassen Tageslicht einfallen, das die Höhle erleuchtet und die tiefblauen Farbtöne noch verstärkt.
Diese Höhle darf ausschließlich im Rahmen einer geführten Eishöhlentour im Vatnajökull-Nationalpark betreten werden. Du erhältst Steigeisen, einen Helm mit Stirnlampe und eventuell sogar einen Eispickel, bevor du die Höhle betrittst. Die Touren starten meist in der Umgebung der Jökulsarlon-Gletscherlagune.
Katla-Eishöhle im Myrdalsjökull
Wenn du außerhalb der Wintersaison unterwegs bist, ist die Katla-Eishöhle die verlässlichste Möglichkeit, natürliche Eishöhlen in Island zu erleben. Sie befindet sich im Kotlujökull, einem Auslassgletscher des Myrdalsjökull, und ist die einzige natürliche Eishöhle Islands, die das ganze Jahr über zugänglich bleibt.
Anders als die meisten anderen Eishöhlen, die im Sommer schmelzen und einstürzen, bleibt die Katla-Höhle dank dicker Schichten aus Vulkanasche gefroren – diese isolieren das Eis. Das macht sie zur ersten Wahl für alle, die Island im Sommer besuchen und eine Eishöhle sehen möchten.
Katla ist für ihr dramatisches Schwarz-Blau bekannt. Dunkle Vulkanasche aus früheren Ausbrüchen des Katla-Vulkans durchzieht das Eis und sorgt für einen stimmungsvollen, kontrastreichen Look, der ganz anders ist als der leuchtend blaue Look der Höhlen des Vatnajökull.
Ein Besuch ist nur im Rahmen einer geführten Katla-Eishöhlentour möglich. Die meisten Touren starten im Ort Vik. Die Anfahrt zur Höhle erfolgt mit dem Superjeep über vulkanisches Gelände, und viele Touren sind auch für Kinder geeignet – damit ist Katla eine der familienfreundlichsten Eishöhlentouren Islands und ideal für alle, die an der Südküste unterwegs sind.
Into the Glacier – Eistunnel im Langjökull
„Into the Glacier“ ist der größte von Menschenhand geschaffene Eistunnel der Welt und bietet ein ganzjährig garantiertes Eishöhlenerlebnis im Langjökull. Im Gegensatz zu natürlichen Eishöhlen, die sich jedes Jahr verändern oder sogar ganz verschwinden können, ermöglicht dieser 500 Meter lange Tunnel das ganze Jahr über einen Blick ins Innere eines Gletschers.
Der Tunnel verfügt über ebene Wege, Beleuchtung und breite Kammern, die direkt ins Eis gehauen wurden – damit bietet er die familienfreundlichste Eishöhlentour Islands. Eine Into-the-Glacier-Tour im Langjökull ist in der Regel für alle Altersgruppen geeignet, und die Bedingungen im Inneren sind deutlich stabiler als in natürlichen Eishöhlen.
„Into the Glacier” liegt etwa 2,5 Stunden von Reykjavik entfernt und ist eine beliebte Ergänzung zu Touren über den Goldenen Kreis. Da es sich um eine künstliche Höhle handelt, ist sie ganzjährig geöffnet und bietet eine der wenigen Möglichkeiten, Islands Eishöhlen auch im Sommer zu erleben.
Perlan-Eishöhle in Reykjavik
Die Eishöhle im Perlan-Museum ist zwar nicht natürlich entstanden, aber eine praktische Option für alle, die nur wenig Zeit haben oder bei schlechtem Wetter unterwegs sind. Sie liegt im Zentrum von Reykjavik und ist die weltweit erste Indoor-Eishöhle. Sie wurde aus über 318 Tonnen echtem isländischem Schnee und Eis gebaut.
Dies ist die einzige Möglichkeit, eine Eishöhle in Reykjavik zu erleben, ohne die Stadt zu verlassen – ideal für einen Layover oder Stopover in Island. Der Eintritt ins Perlan-Museum beinhaltet den Zugang zur Höhle, die Teil der Ausstellung „Wonders of Iceland“ ist.
Im Gegensatz zu natürlichen Eishöhlen, die wetterbedingt oder aufgrund von Schmelze geschlossen werden können, wird die Perlan-Eishöhle konstant auf minus 10 °C gehalten. Sie ist somit die verlässlichste Option, um das ganze Jahr über eine Eishöhle in Island zu erleben – unabhängig von Saison oder Straßenverhältnissen.
Die wichtigsten Lavahöhlen in Island
Islands Lavahöhlen zeigen die vulkanische Seite der Insel und führen dich in Tunnel, die vor Tausenden von Jahren von flüssiger Lava geformt wurden. Diese Lavahöhlen reichen von kompakten, farbenfrohen Tunneln bei Reykjavik bis zu riesigen unterirdischen Kammern, die du auf geführten Lavatouren erkunden kannst.
Hier findest du einige der beeindruckendsten Lavahöhlen Islands – von leicht zugänglichen Optionen bei Reykjavik bis zu größeren Lavatunneln in Westisland und auf der Snaefellsnes-Halbinsel.
Raufarholshellir – Lavahöhle in der Nähe von Reykjavik
Raufarholshellir ist die beeindruckendste Lavahöhle in der Nähe von Reykjavik und zählt zu den besten Lavatunneln Islands. Der riesige Lavatunnel entstand vor über 5.000 Jahren beim Ausbruch des Leitahraun, ist bis zu 30 Meter breit und 10 Meter hoch und nur etwa 30 Minuten von der Hauptstadt entfernt.
Besonders beeindruckend sind die Farben im Inneren: Der Eintritt in die Raufarholshellir-Höhle offenbart mineralreiche Lavawände in tiefem Rot, Orange, Gelb und mit grünen Akzenten – eine der farbenprächtigsten Lavaröhren Islands.
Der Zugang ist im Rahmen einer geführten Raufarholshellir-Lavahöhlen-Tour möglich – mit Beleuchtung und erhöhten Wegen, sodass die Höhle für die meisten Besucher geeignet ist. Sie ist ganzjährig geöffnet, und im Winter sorgen Eisformationen unter natürlichen Oberlichtern für einen spektakulären Feuer-und-Eis-Kontrast.
Vidgelmir – Lavahöhle in Westisland
Vidgelmir ist die größte Lavahöhle Islands nach Volumen. Sie liegt in Westisland bei Husafell, entstand um 930 n.Chr. und erstreckt sich fast 1,6 Kilometer durch das Lavafeld – mit riesigen Kammern, die eher an unterirdische Hallen als an eine klassische Höhle erinnern.
Die Höhle ist mit Holzstegen, Handläufen und fester Beleuchtung ausgestattet, sodass du bequem durch das riesige Innere gehen kannst. Mit Deckenhöhen von bis zu 16 Metern musst du dich nirgends bücken – die Räume wirken wie Kathedralen unter der Erde.
Im Inneren findest du einige der schönsten Lavaformationen Islands, darunter Lavastalaktiten und Fließstrukturen, die jahrhundertelang unberührt blieben, während die Höhle von Eis verschlossen war. Besuche sind im Rahmen einer geführten Vidgelmir-Lavatour möglich und lassen sich mit anderen Highlights auf einem Tagesausflug nach Westisland ab Reykjavik kombinieren.
Vatnshellir – Lavahöhle auf der Snaefellsnes-Halbinsel
Vatnshellir ist eine der markantesten Lavahöhlen Islands und liegt auf der Snaefellsnes-Halbinsel unter dem Snaefellsjökull. Sie entstand vor etwa 8.000 Jahren und ist eng mit Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ verbunden, die hier ihren literarischen Anfang nimmt.
Im Gegensatz zu den meisten Lavahöhlen Islands wird Vatnshellir vertikal erkundet: Eine 35 Meter lange Wendeltreppe führt in die oberen und unteren Kammern der Höhle – ein deutlich dramatischerer Abstieg als bei klassischen Lavatouren.
Im Inneren findest du Lavaspitzen, sogenannte Lava Lace, und von Eisen und Schwefel gefärbte Gesteinswände. Am tiefsten Punkt schalten die Guides alle Lichter aus, sodass du absolute Dunkelheit tief unter der Erde erleben kannst.
Ein Besuch ist nur im Rahmen einer geführten Vatnshellir-Lavatour möglich. Die Höhle liegt etwa drei Stunden von Reykjavik entfernt im Snaefellsjökull-Nationalpark.
Thrihnjukagigur (Inside the Volcano) – Lavahöhle in der Nähe von Reykjavik
Thrihnjukagigur bietet eine der außergewöhnlichsten Höhlentouren Islands und ein vulkanisches Erlebnis, das es sonst nirgends auf der Welt gibt. Es ist der einzige Ort weltweit, an dem du sicher in die leere Magmakammer eines ruhenden Vulkans absteigen kannst – statt durch Lavatunnel oder Eishöhlen zu gehen.
Vor etwa 4.500 Jahren floss das Magma unter Thrihnjukagigur ab und hinterließ eine unterirdische Kammer, die groß genug ist, um die Freiheitsstatue darin zu platzieren. Eine Inside-the-Volcano-Tour bringt dich mit einem offenen Aufzug 120 Meter tief in den Vulkan hinab und offenbart rot, gelb und violett gefärbte Felswände.
Die Thrihnjukagigur-Tour findet saisonal von Mai bis Oktober statt und beinhaltet eine etwa 3,5 Kilometer lange Wanderung über ein Lavafeld. Nur rund 30 Minuten von Reykjavik entfernt, gilt Thrihnjukagigur als echtes Bucket-List-Erlebnis für alle, die sich für isländische Höhlen und Vulkanismus begeistern.
Die außergewöhnlichsten Höhlen Islands
Nicht alle Höhlen Islands sind ausschließlich durch Eis oder Lava entstanden. Manche sind eng mit Geschichte, Folklore und Popkultur verbunden. Diese einzigartigen, von Menschen geschaffenen Höhlen reichen von berühmten Drehorten bis zu uralten Behausungen der ersten Siedler – viele davon sind leicht auf Mietwagenreisen oder kurzen geführten Tagestouren erreichbar.
Hier findest du einige der markantesten kulturellen und historischen Höhlen Islands, die Landschaft, Geschichten und gute Erreichbarkeit miteinander verbinden.
Yoda Cave (Gigjagja) an der Südküste
Die Yoda Cave, offiziell Gigjagja genannt, ist eine der bekanntesten Höhlen Islands – dank ihrer berühmten Silhouette. Am Fuß des Bergs Hjoleifshöfdi an der Südküste gelegen, erinnert der Höhleneingang von innen betrachtet an den Kopf von Yoda – ein beliebter Stopp für Star-Wars-Fans.
Auch die Umgebung trägt zur Faszination bei: Die schwarzen Sandebenen von Myrdalssandur und die Klippen von Hjoleifshofdi dienten als Drehorte für „Rogue One: A Star Wars Story“ – die Höhle hat also nicht nur optisch, sondern auch filmisch Kultstatus.
Die Yoda Cave ist auf einer Mietwagenreise leicht erreichbar und liegt etwa 15 Minuten östlich von Vik. Ein kurzer Spaziergang führt vom Parkplatz zum Eingang – ideal für alle, die auf der Ringstraße unterwegs sind und Höhlen in Island entdecken möchten.
Loftsalahellir bei Vik
Loftsalahellir ist eine kleine, aber eindrucksvolle Höhle bei Vik, die für ihre dramatische Aussicht auf die Küste und ihre fotogene Kulisse bekannt ist. Diese Tuffsteinhöhle besticht durch ihre dreieckige Öffnung, die die schwarze Sandküste und den Dyrholaey-Felsbogen perfekt einrahmt.
Die Höhle wirkt am besten von hinten: Die Felswände bilden einen natürlichen Rahmen für Fotos – besonders bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Klippen und die Küstenlinie betont. Neben ihrem Fotomotiv-Potenzial hat Loftsalahellir auch historischen Wert, da sie früher als Versammlungs- und Schutzort für Bauern diente.
Loftsalahellir ist im Rahmen einer Tour entlang der Südküste leicht zu besuchen. Die Höhle liegt direkt außerhalb von Vík an der Straße 218. Ein kurzer, aber steiler Weg führt zur Höhle. Sie ist somit ideal für alle, die Höhlen in Island mit Landschaft, Geschichte und guter Erreichbarkeit verbinden möchten.
Caves of Hella in Südisland
Die Caves of Hella zählen zu den außergewöhnlichsten Höhlen Islands und sind ein großes archäologisches Rätsel. Auf einem historischen Bauernhof am Ufer der Ytri-Ranga gelegen, umfasst das Areal 12 von Menschenhand in Sandstein gehauene Höhlen, von denen einige in den letzten Jahren für Besucher geöffnet wurden.
Viele Historiker vermuten, dass diese Höhlen bereits vor der Wikingerbesiedlung Islands im Jahr 874 n.Chr. von irischen Mönchen, den Papar, geschaffen wurden. Im Inneren findest du geschnitzte Sitzbänke, frühe christliche Kreuze und rußgeschwärzte Decken.
Der Zugang ist nur im Rahmen einer geführten Tour durch die Caves of Hella möglich. Diese wird von der Familie angeboten, der das Land seit Generationen gehört. Die Tour ist ein echtes Highlight für alle, die sich für Geschichte interessieren.
Laugarvatnshellar am Goldenen Kreis
Die Laugarvatnshellar erzählen eine viel jüngere und persönliche Geschichte des Lebens in isländischen Höhlen. Direkt am Goldenen Kreis bei Laugarvatn gelegen, wurden diese beiden künstlichen Höhlen noch bis ins frühe 20. Jahrhundert als Wohnhäuser genutzt.
1918 zog ein junges Paar namens Indridi und Gudrun in die Höhlen, baute Holzwände davor und gründete dort eine Familie. Heute kannst du die Stätte im Rahmen einer geführten Tour durch Laugarvatnshellar besuchen – dabei erfährst du, wie das Alltagsleben mit einfachen Mitteln und natürlicher Isolierung funktionierte.
Game-of-Thrones-Höhle (Grjotagja) in Nordisland
Grjotagja ist eine der berühmtesten Lavahöhlen Islands und liegt bei Myvatn in Nordisland. Diese kleine Lavahöhle wurde international bekannt, nachdem sie in der dritten Staffel von Game of Thrones als Drehort für die Szene von Jon Snow und Ygritte diente. Sie ist ein Muss für Fans der Serie!
Im Inneren füllt eine geothermale heiße Quelle eine schmale Felsspalte mit kristallklarem, blauem Wasser. Die Höhle selbst liegt an einer sichtbaren Verwerfung, an der sich die tektonischen Platten langsam auseinander bewegen – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Islands Lavahöhlen und geothermale Aktivität zusammenwirken.
Das Baden in Grjotagja ist nicht erlaubt. Vulkanische Aktivität im späten 20. Jahrhundert führte zu gefährlichen Temperaturschwankungen, daher ist das Baden heute zum Schutz der Besucher und der empfindlichen Umgebung verboten. Wer geothermale Badeerlebnisse sucht, kann einen Eintritt in die Earth Lagoon Myvatn buchen, die nur eine kurze Autofahrt entfernt liegt.
FAQs zum Besuch von Höhlen in Island
Hier findest du Antworten auf einige der häufigsten Fragen rund um das Thema Höhlenbesuch in Island. Diese kurzen Erklärungen helfen dir, deinen Besuch zu planen und zu verstehen, was dich vor Ort erwartet.
Kann man im Sommer Eishöhlen in Island besichtigen?
Ja, aber die Möglichkeiten sind begrenzt. Natürliche blaue Eishöhlen sind nur im Winter zugänglich. Die Katla-Eishöhle ist jedoch dank vulkanischer Isolation das ganze Jahr über geöffnet. Im Sommer kannst du außerdem künstliche Eishöhlen wie „Into the Glacier” im Langjökull und die Perlan-Eishöhle in Reykjavík besuchen.
Wann ist die beste Zeit, um Eishöhlen in Island zu besuchen?
Die beste Zeit, um natürliche blaue Eishöhlen in Island zu besuchen, ist im Januar und Februar, wenn die kalten Temperaturen stabile Bedingungen schaffen und das Eis sein tiefstes Blau zeigt. Die Eishöhlen-Saison dauert in der Regel von November bis März, abhängig von Wetter und Gletschersicherheit.
Was solltest du zum Höhlenbesuch in Island anziehen?
Beim Eishöhlenbesuch sind mehrere Kleidungsschichten unerlässlich, ebenso wie eine wasserdichte Jacke und Hose. Wanderschuhe mit gutem Profil sind wichtig, um auf Eis oder Lavagestein sicher zu gehen. Bei geführten Höhlentouren werden in der Regel Helme und Steigeisen gestellt. Handschuhe, Mütze und Thermounterwäsche werden ebenfalls empfohlen.
Brauchst du einen Guide, um Höhlen in Island zu besuchen?
Ja, in den meisten Fällen. Natürliche Eishöhlen und viele Lavahöhlen in Island dürfen aus Sicherheitsgründen nur im Rahmen geführter Höhlentouren besucht werden. Einige kulturelle Höhlen und Drehorte, wie die Yoda-Höhle oder Loftsalahellir, kannst du jedoch auch eigenständig erkunden.
Sind Höhlen in Island sicher zu besuchen?
Höhlen in Island sind sicher, wenn sie unter den richtigen Bedingungen und mit fachkundiger Führung besucht werden. Eishöhlen verändern sich ständig und sollten niemals ohne zertifizierten Guide betreten werden. Lavahöhlen und kulturelle Höhlen sind meist stabiler, aber Wetter, Eis und unebenes Gelände können dennoch Risiken bergen.
Gibt es Höhlen in der Nähe von Reykjavik?
Ja, in der Nähe der Hauptstadt befinden sich mehrere Höhlen, darunter die Raufarholshellir-Lavahöhle, „Into the Glacier” im Langjökull, Thríhnukagigur und die Perlan-Eishöhle, die sich direkt in Reykjavik befindet. Sie sind beliebte Ziele für kurze Ausflüge und Tagestouren.
Entdecke Höhlen in Island
Höhlen in Island bieten je nach Art, Lage und Jahreszeit ganz unterschiedliche Erlebnisse. Eishöhlen entstehen im Winter im Inneren der Gletscher, Lavahöhlen zeigen das ganze Jahr über die Spuren uralter Vulkantätigkeit, und einzigartige Kulturhöhlen bringen Geschichte, Filmkulissen und Alltagsleben in die Landschaft.
Wenn du weißt, welche Höhlen saisonal sind, welche eine geführte Tour erfordern und welche sich als einfache Stopps auf einer Mietwagenreise eignen, wird die Planung leichter und unrealistische Erwartungen werden vermieden. Mit dem richtigen Timing wird das Erkunden der Höhlen in Island zu einem natürlichen und bereichernden Teil deiner Reise durch das Land.
Island hat weit mehr zu bieten als seine bekanntesten Sehenswürdigkeiten und stellt oft die Wahrheit hinter gängigen Mythen über Island infrage. Wenn du siehst, wie Höhlenbesuche zu den einzigartigsten Aktivitäten in Island passen, kannst du sie besser im Kontext deiner Reise einordnen.
Hast du schon einmal eine Höhle in Island besucht oder gibt es eine auf dieser Liste, die du unbedingt sehen möchtest? Teile deine Erfahrungen oder Fragen in den Kommentaren und hilf anderen Reisenden bei ihrer Planung.







