Eine der Eishöhlen unter dem Vatnajökull-Gletscher.

Was gibt es in Island im März zu sehen und zu tun? Wie sieht das Wetter aus und was musst du mitbringen? Werden die beliebten Touren immer noch angeboten und sind die Nordlichter sichtbar? Lies weiter, um alles zu erfahren, was man über Island im März wissen muss.

Im März neigt sich der Winter in Island dem Ende zu: Am Monatsende ist es bereits länger hell als dunkel, und die hartnäckige Schneedecke, die sich übers Land gelegt hat, beginnt zu schmelzen. Dennoch können sich die Besucher weiterhin an Winteraktivitäten – z.B. Eishöhlenerkundungen – erfreuen.

Tanzende Nordlichter über Jökulsárlón

Diese Periode liegt zwischen der Weihnachts- und der Sommersaison, und das Land ist im März viel weniger von Touristen überlaufen. Die begehrten Orte und Stadtstraßen sind bei weitem nicht so belebt wie in anderen Monaten – so kannst du Island ohne den üblichen Trubel erleben! Außerdem hast du mehr Freiheit bei der Auswahl von Touren und kannst auch spontan irgendwo die Nacht verbringen. 

Der März ist demnach eine ausgezeichnete Zeit für eine Islandreise. Du kannst alle Wintertouren und zugänglichen Plätze in Ruhe genießen, da die Sonne länger scheint, hast aber trotzdem noch beste Chancen auf eine Nordlichtersichtung.

Sightseeing in Island im März

Gullfoss-Wasserfall am Golden Circle

Es gibt im März viele unglaubliche Landschaften und Besonderheiten zu bestaunen. Obwohl das Wetter noch etwas hinderlich ist, kann außer dem Hochland schon jede Region bereist werden – es sei denn der Zugang wird durch Ereignisse wie Überflutungen, schwere Schneefälle oder überraschende Lawinen verhindert.

Der Golden Circle in etwa 40-minütiger Entfernung von Reykjavík ist im Prinzip sowieso ganzjährig zugänglich, ebenso die Halbinsel Snæfellsnes, die man in einer Autofahrt von rund 2 Stunden erreicht.

Die Ringstraße im März

Die Ringstraße nahe Vík

Die isländische Ringstraße (oder Route 1) führt um einen Großteil des Landes herum und kann normalerweise im gesamten März befahren werden. Diese Strecke führt dich – entgegen dem Uhrzeigersinn – an der Südküste entlang, durch die Ostfjorde, in die nördliche Region und an der Westseite wieder hinab (ohne Abstecher in die Westfjorde oder zur Halbinsel Snæfellsnes).

Die einzigen Gegenden, die Probleme bereiten könnten, sind die Ostfjorde und der östliche Teil des Nordens; diese Gebiete sind dünn besiedelt und die Straßen dort sind in schlechterem Zustand, sodass starke Schneefälle deine Fahrt behindern könnten. Wenn du keine geführte Tour buchst, empfehlen sich demnach vor allem folgende Ziele an der Ringstraße: der Süden bis Höfn und der Westen und Norden bis Akureyri und Mývatn.

Vestrahorn nahe Höfn

Die Südküste Islands ist eine der begehrtesten Regionen. Sie ist bekannt für ihre zahlreichen Attraktionen, die direkt von der  Route 1 aus zu sehen und zu erreichen sind: Dazu gehören spektakuläre Wasserfälle wie der Seljalandsfoss und der Skógafoss, Gletscher wie der Eyjafjallajökull und der Sólheimajökull und Küstenformationen wie der Dyrhólaey Felsbogen und die Reynisdrangar Felsnadeln.

All diese sollten im März zugänglich sein, auch wenn es aus Sicherheitsgründen meist nicht möglich ist, den Seljalandsfoss zu umwandern. Außerdem sollte man äußerst vorsichtig sein, wenn man die Reynisdrangar vom schwarzen Sandstrand Reynisfjara aus bewundert: Hüte dich hier vor den „Sneaker Waves“ und bleib dem Wasser fern.

Der Diamond Beach bei Jökulsárlón

Die Südküsten-Tour gipfelt in der Gletscherlagune Jökulsárlón, die sich im März ebenso majestätisch präsentiert wie in den restlichen Monaten des Jahres. Die unterschiedlichen Lichtbedingungen im März und auch die Nordlichter verleihen der Lagune eine abwechslungsreiche Schönheit.



Das Stück der Ringstraße zwischen Reykjavík und Akureyri führt durch den lieblichen und im Sommer sehr grünen Westteil des Landes. Auf dieser Strecke lassen sich leicht Abstecher zu einigen Sehenswürdigkeiten einlegen, z.B. zu den Wasserfällen Hraunfossar und Barnafoss, zur heißen Quelle mit der höchsten Fließgeschwindigkeit in Europa - Deildartunguhver - und zur Halbinsel Vatnsnes, dem besten Robben-Beobachtungspunkt im Land.

Wasserfall Godafoss zwischen Akureyri und Myvatn

Im Norden angekommen bringt dich die Ringstraße sicher in die Gegend um den See Mývatn. Die verschiedenen Orte und Landschaften hier begeistern alle Besucher, aber insbesondere die Fans der HBO Serie Game of Thrones. In diesem Gebiet werden die Szenen nördlich der „Wall“ gedreht (z.B. die in Mance Rayders Camp); unter einer Schneedecke kann man fast die Wildlinge und Wichte sehen.



Die Westfjorde im März

Die Nordlichter in den Westfjorden

Wenn Wetter und sonstige Bedingungen es erlauben, können Teile der Westfjorde bereits im März erkundet werden. Der Schnee blockiert noch viele Straßen – besonders Bergpässe –, doch die Küstenrouten sollten schon großteils befahrbar sein.

So kannst du Siedlungen in der Gegend besuchen, z.B. Patreksfjörður oder die größte Stadt der Region Ísafjörður. Zudem sollte es möglich sein, den Wasserfall Dynjandi zu besichtigen, der einen faszinierenden Anblick bietet. Um im März auf eigene Faust durch die Westfjorde zu fahren, ist ein Allradantrieb erforderlich. Mehr Informationen zum Fahren im März gibt es etwas weiter unten!



Was du über Island im März wissen musst      

Nordlichter über Grótta

Wer im März nach Island kommt, muss ein paar Dinge wissen, um seine Reise so bequem und sicher wie möglich zu gestalten.

Wetter in Island im März

Im Durchschnitt liegt in Island im März die Mindesttemperatur bei -2,2° Celsius und die Höchsttemperatur bei 3,3° Celsius. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 84mm während des gesamten Monats, und die Niederschläge fallen meist als Regen.

Die wärmste Temperatur, die in Reykjavík seit der Jahrtausendwende gemessen wurde, betrug 12,4° Celsius und die kälteste -12.5° Celsius – du brauchst also nur Sachen für kaltes Wetter einzupacken.

Es ist kalt genug für Eishöhlen, es ist ziemlich kalt

Warme Winterkleidung, Thermounterwäsche sowie wind- und wasserfeste Oberbekleidung solltest du im März unbedingt mit auf die Reise nehmen. Verfolge täglich den Wetterbericht, damit du dich auf die jeweiligen Bedingungen einstellen kannst.



Godafoss im Eis versunken

Autofahren in Island im März

Die zweite Frage ist, ob man für den Islandurlaub ein Auto mieten sollte. Einerseits gibt dir ein Mietwagen mehr Freiheit, andererseits hast du als Selbstfahrer mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, z.B. mit eisigen, dunklen Straßen, Schneeverwehungen, heftigen Niederschlägen und starken Winden oder auch mit anderen Fahrern, die weniger Erfahrung mit diesen Verhältnissen haben als du.

Im März in Island ein Auto zu mieten, empfiehlt sich also nur für sichere und geübte Fahrer, die an kalte Witterungsbedingungen gewöhnt sind; außerdem kannst du viele Regionen des Landes zu dieser Zeit nur mit einem Wagen mit Allradantrieb bereisen.

Beim Autofahren in Island musst du nicht nur auf das Wetter achten, sondern auch auf die Straßenbedingungen. Lawinen und Überflutungen sind im März keine Seltenheit, und du solltest sichergehen, dass diese keine Gefahr für dich darstellen.



Was es in Island im März zu tun gibt

Gletscherwanderungen in IslandFoto von der 2-tägigen Tour nach Jokulsarlon

In den meisten Ländern der nördlichen Hemisphäre gilt März als Monat des Frühlingsanfangs; in Island dagegen spricht man nur von zwei Jahreszeiten: Winter und Sommer. Der März wird noch dem Winter zugerechnet, und dementsprechend sind Touren mit Eishöhlenerkundung oder Nordlichterjagd weiterhin voll im Gang. 

Da die Tage aber schon länger werden und die Temperaturen langsam ansteigen, sind auch jede Menge anderer Aktivitäten möglich.

Nordlichter in Island im März

Nordlichter über der Kirche von Búðir auf der Halbinsel Snæfellsnes

Die Sehenswürdigkeit, die auf der Wunschliste der meisten Besucher ganz oben steht, heißt „Aurora Borealis“. In Island hast du im März beste Möglichkeiten, die Nordlichter zu sichten. Bei dunklem und klarem Himmel und ausreichender Sonnenaktivität stehen die Chancen sehr gut, sie zu sehen.

Am ehesten erwischst du die Lichter auf einer der angebotenen Nordlichter-Touren – ab Reykjavík stehen zahlreiche Optionen zur Auswahl: Du kannst entweder an einer Standard-Bustour zu erschwinglichen Preisen teilnehmen, um eine großartige Show außerhalb der Stadt zu genießen; oder du kannst eine Super-Jeep-Tour wählen, um eine persönlichere Erfahrung in der freien Natur zu machen. 

Die Nordlichter über dem Þingvellir-Nationalpark

Eine weitere Möglichkeit ist eine Bootsfahrt hinaus in die Faxafloi-Bucht. Nordlichter-Bootsfahrten starten auch von der „Hauptstadt des Nordens“ Akureyri.

Eine Nordlichterjagd in Reykjavík empfiehlt sich nicht, da die Lichtverschmutzung das Schauspiel verhindert oder zumindest stark beeinträchtigt. Wer nicht allzu weit aus der Stadt hinaus möchte, kann eine Bootsfahrt zur Insel Viðey unternehmen, um nach den Polarlichtern Ausschau zu halten.

Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Auto zu mieten und selbst auf Nordlichterjagd zu gehen; nützliche Ratgeber dabei sind die Aurora-Prognose und die Wolkenprognose. Die „Jagd“ lohnt sich natürlich nur im Dunkeln (s. Tabelle unten).

 SonnenaufgangSonnenuntergangTageslichtstunden
1. März08:3418:4610 Std. 11 Min.
31. März06:4820:1613 Std. 27 Min.

 



Im März in Island ein Auto zu mieten ist etwas riskant, da weite Teile des Landes noch mit Schnee und Eis bedeckt sind. Mehr über die zu treffenden Vorsichtsmaßnahmen erfährst du hier: „Was du über Island im März wissen musst“.



Eishöhlen in Island im März

Die Eishöhlen haben lebendige Farben

Die elektrisch-blauen Eishöhlen unter dem Vatnajökull-Gletscher zählen zu Islands prächtigsten Attraktionen; Bilder und Videos von ihnen locken Gäste aus aller Welt an. Die Höhlen sind nur einige Monate im Jahr geöffnet, u.a. auch im März.

Es finden viele Touren statt, die eine Besichtigung der Eishöhlen ermöglichen. Da sich die Höhlen auf der anderen Seite der Insel – im Südosten des Landes – befinden, dauern die meisten Touren ab Reykjavík zwei bis drei Tage; diese Exkursionen schließen auch beliebte Ziele wie die Gletscherlagune Jökulsárlón und das Naturschutzgebiet Skaftafell ein.

Die Eishöhlen unter dem Vatnajökull sind nur von November bis März zugänglich

Wer sich bereits im Südosten aufhält, kann auch eine Tour ab Jökulsárlón buchen. 

Um die Eishöhlen zu erkunden, brauchst du robuste Wanderstiefel, wasserdichte Kleidung und einen erfahrenen Guide. Da die Anfahrt recht turbulent ist und unerfahrene Reisende nicht wissen, ob die Höhlen einsturzsicher sind, sollte man die Eishöhlen keinesfalls auf eigene Faust erforschen.

Diese 2-Tages Tour ist auch noch im März verfügbar und bringt dich zu Jökulsárlón und einer Eishöhle



Gletscherwanderungen in Island im März

Der Sólheimajökull ist dramatisch und uraltFoto von Südküste & Gletscherwanderung auf dem Solheimajokull

Islands Gletscher bedecken zehn Prozent der Landesoberfläche und die meisten Urlauber versuchen, so viele davon zu sehen wie möglich; kein Wunder – infolge der steigenden Temperaturen gehen sie rasch zurück, and einige werden binnen Jahrzehnten verschwunden oder zumindest stark dezimiert sein. Bei Gletscherwanderungen und Schneemobil-Touren kommen die Besucher in den vollen Genuss der Gletscher – solange sie noch existieren.



Die meisten Gletscherwanderungen ab Reykjavík führen auf den Sólheimajökull, eine Zunge des Mýrdalsjökull an der Südküste. Die Autofahrt von der Hauptstadt dauert nur ein paar Stunden, und entlang der Strecke kannst du die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss sowie den Vulkan Eyjafjallajökull, der im Jahr 2010 ausbrach, bewundern.

Ein Eiskletterer am SólheimajökullFoto von Eisklettern und Gletscherwanderung auf dem Solheimajokull

Du kannst entweder eine Tour nur zu diesem Gletscher oder eine Kombi-Tour zur weiteren Erkundung des Südens buchen; die zweite Variante ermöglicht eine nähere Betrachtung der Sehenswürdigkeiten und Orte, z.B. auch des Flugzeugwracks am Strand von Sólheimasandur.

Das andere beliebte Ziel für Gletscherwanderungen im März in Island ist der Svinafellsjökull. Diese Touren starten im Skaftafell-Naturschutzgebiet im Südwesten, einem Wanderparadies und absoluten Highlight für alle, die in die wilde isländische Natur eintauchen wollen.



Schneemobil-Tour auf dem LangjökullFoto von Express-Scheemobil-Tour auf dem Langjokull-Gletscher

Schneemobil-Touren finden fast ausnahmslos auf dem Langjökull-Gletscher statt; einige werden allerdings auch auf dem Vatnajökull angeboten (du kannst dich diesen aber nicht ab Reykjavík anschließen). Die Langjökull-Touren starten dagegen auch ab Reykjavík oder Gullfoss; oder du nimmst an einer Kombi-Exkursion teil, die den Golden Circle oder die Eistunnel mit einschließt.

Diese Eistunnel sind – anders als die Eishöhlen – von Menschenhand erbaut; sie wurden in den stabilsten Teil des Gletschers gehauen und bleiben so das ganze Jahr über zugänglich. Sie sind weltweit die einzigen ihrer Art, die Besuchern offenstehen, und bieten eine hervorragende Möglichkeit, das Innere einer Eiskappe zu bewundern, ohne den ganzen Weg entlang der Südküste zurückzulegen.

Du kannst auch eine Tour zu den Tunneln ohne Schneemobil unternehmen.



Schnorcheln und Tauchen in Island im März

Ein Scuba Diver in der Silfra-SpalteFoto von Tauchen in Silfra Tagestour

Wer in Island im März schnorcheln oder tauchen möchte, sollte die Silfra-Spalte ansteuern. Diese Schlucht im Þingvellir-Nationalpark ist auch eine Süßwasserquelle und bietet eine natürliche Sicht, die zu den weitesten der Welt zählt (über 100 Meter). 

Trotz einer Wassertemperatur von nur 2° Celsius sorgen die spektakulären Anblicke und der Nervenkitzel für eine wachsende Beliebtheit der Silfra-Abenteuer.

Für Schnorcheln und Tauchen in Island gelten folgende Voraussetzungen: Du darfst nicht schwanger sein; du brauchst eine Haftungsverzichtserklärung, wenn du über 60 bist bzw. wenn du über 45 und ein starker Trinker oder Pfeifenraucher bist oder wenn du bereits Atemwegs-, Kreislauf- oder neurologische Probleme hattest.

Ein Schnorchler genießt die Silfra-SpalteFoto von Silfra Schnorcheln und Golden Circle-Tour

Außerdem musst du folgende Bedingungen erfüllen:

 Drysuit Snorkel Wetsuit Snorkel Drysuit Dive 
Mindestalter161618
Höchstalter606060
Mindestgröße145 cm150 cm150 cm
Mindestgewicht45 kg50 kg45 kg
Notwendige Erfahrung  Schwimmer Schwimmer 
 Mindestens 10 protokollierte 
Drysuit-Tauchgänge ODER 
 zertifizierter Drysuit-Taucher 

 

Geschnorchelt wird normalerweise im Trockenanzug, der als zusätzlicher Schutz dient; wer sehr mutig ist, kann aber auch einen Nasstaucheranzug wählen. Scuba-Diving-Touren finden nur in Drysuits statt. Alle Touren werden von erfahrenen Divemastern geleitet, die an Ausrüstung und Temperatur gewöhnt sind.



Walbeobachtung in Island im März

Ein springender BuckelwalFoto von Walbeobachtungs-Tour

Island bietet das ganze Jahr über tolle Möglichkeiten zur Walbeobachtung; sogar im tiefsten Winter kann man ziemlich sicher davon ausgehen, Schwärme von Weißschnauzendelfinen und Schweinswalen zu entdecken. Und im März wird es noch besser, wenn die Großwale langsam von ihren sommerlichen Brutgebieten zurückkehren.

Buckel- und Minkwale sind in diesem Monat wieder regelmäßig zu beobachten, und auch andere Bartenwale – z.B. Finn- und Blauwale – wurden in dieser Zeit bereits gesichtet. Orcas wurden im März schon von Reykjavík aus gesehen, und auch Schnabel-, Grind- und Pottwale tauchen nicht selten aus der Tiefe auf.

Ein Buckelwal beim FressenFoto von Akureyri Walbeobachtung

Whale Watching wird im März nur an drei Orten angeboten. Die meisten Touren starten von der Hauptstadt aus auf einem Standard-Whale-Watching-Boot; für kleinere Schiffe, wie z.B. RIBs (Festrumpf-Schlauchboote), ist das Wetter zu wechselhaft. Die Walbeobachtung kann auch mit einer Nordlichter-Bootsfahrt kombiniert werden.

Ein weiterer Ausgangspunkt ist die Halbinsel Snæfellsnes; dort legen die Boote vom Grundarfjörður Hafen an der Nordseite ab. Diese Tour führt in den Breiðafjörður Fjord, einen bekannten Heringsgrund, und bietet die besten Chancen – in ganz Island – auf eine Orca-Sichtung.

Schließlich kannst du im März auch eine Walbeobachtungs-Tour ab Akureyri – der Hauptstadt des Nordens – buchen.



Reiten in Island im März

Islandpferde sind an Schnee gewöhnt

Reiten ist eine beliebte Aktivität unter Isländern und Urlaubern – ganz gleich zu welcher Jahreszeit. Der Ritt auf einem Islandpferd ist ein schönes Erlebnis, das die Geschichte und Kultur der Nation authentisch widerspiegelt.

Islandpferde sind ganz besondere Wesen. Als Nachkommen der besten Pferde der norwegischen Jarls, die einst nach Island auswanderten, sind sie sehr kontaktfreudig, neugierig, verspielt und intelligent. Im Ausland sind sie bekannt für ihre tolle Dressurveranlagung – sprich für ihre Fähigkeit, fünf Gangarten zu gehen (mehr als jede andere Rasse) – und zu Hause für ihren Charme.

Auf einem Islandpferd durch den SchneeFoto von 3-stündige Pferdereittour | Lunch und Geothermal-Pool

Pferdereittouren ab Reykjavík führen u.a. über Lavafelder oder durch Geothermalgebiete zu heißen Quellen; zudem können sie auch mit anderen Aktivitäten wie Sightseeing am Golden Circle oder Walbeobachtung kombiniert werden.

Obwohl Islandpferde unglaublich robust und wetterresistent sind, werden außerhalb der Hauptstadt kaum Reittouren angeboten, da im Osten und Norden noch zu viel Schnee liegt.



Höhlenbesichtigungs-Touren in Island im März

Schnee ergießt sich in eine eisige LavahöhleFoto von Höhlenbesichtigungs-Tour im Winter zum Myvatn-See ab Akureyri

Höhlenbesichtigungs-Touren im März sind fantastisch, da die Innenseiten der Lavaröhren meist noch mit schönem Eis geschmückt sind. Eiszapfen hängen von der Decke und die Formationen am Boden lassen die Tunnel erscheinen, als seien sie Teil einer Märchen-Grotte. Viele der Höhlen sind im März zugänglich.

Wer eine einfachere und bequemere Tour bevorzugt, kann auch die Viðgelmir- oder die Raufarhólshellir-Höhle erkunden – beide haben überall befestigte Wege und eine weite Öffnung, sodass möglichst viele Besucher Zugang finden. Besonders Mutige können sich auch in die Leiðarendi-Höhle hineinwagen, deren Besichtigung einiges an Rutschen, Krabbeln und Kraxeln erfordert.



Festivals in Island im März

Reykjavík ist eine Festivalstadt

Der Monat März eignet sich hervorragend für einen Festivalbesuch in Island; in Reykjavík gibt es vier große Feste, die eine bunt gemischte Zuschauerschar anlocken. Und auch die Osterfeierlichkeiten finden manchmal im März statt – allerdings nicht 2018, da der Ostersonntag in diesem Jahr auf den 1. April fällt. 

Mehr über die schrulligen Traditionen Islands in dieser Zeit erfährst du in diesem Artikel: „Bollugadur (Rosenmontag), Sprengidagur (Faschingsdienstag) und Öskudagur (Aschermittwoch) in Island“.



Food and Fun

 

Das Food and Fun Festival ist ein selbst ernannter „kulinarischer Zirkus“, der um das erste Märzwochenende herum „gastiert“. Köche aus aller Welt kooperieren mit isländischen Restaurants, um innovative neue Küche mit lokalen Zutaten hervorzubringen – sie servieren spannende neue Speisen und sorgen für wahre Gaumenfreunden! 

Alle Mahlzeiten werden von Fachleuten bewertet, sodass du dir beim Festival sicher sein kannst: Du isst nur das Beste von den Besten!



Battle of the Bands

 

Islands Battle of the Bands, auch das Icelandic Music Experiment oder IME genannt, ist ein Wettbewerb mit bis zu 50 Newcomer-Bands, deren Mitglieder in Island ansässig und zwischen 13 und 25 Jahren alt sind. Es werden mehrere Runden öffentlich ausgetragen, sodass der „Battle“ eine tolle Bühne für Talente bietet, bevor der Gewinner schließlich feststeht.

Das IME hat viele Erfolgsstorys hervorgebracht. Besonders erfolgreich war die Band Of Monsters and Men, die den Wettbewerb 2010 gewann und in den sieben Folgejahren zu internationalem Ruhm gelangte.



Reykjavík Folk Festival

 

Das Reykjavík Folk Festival ist ein dreitägiges Festival, das im Kex Hostel stattfindet und – wie der Name schon sagt – die beste isländische Folk-Musik präsentiert. Alle Musikgenres sind in Island beliebt und erfolgreich, aber Folk liegt den meisten hier besonders am Herzen, da er seine Wurzeln in den gereimten altnordischen Sagas hat und in die Stücke moderner Künstler wie Ásgeir einfließt.



Reykjavík Fashion Festival

 

Das Reykjavík Fashion Festival, auch RIFF genannt, ist eine jährliche Schau rund um isländisches Design. Nachwuchs-Fashionistas, die sich von der Natur des Landes inspirieren lassen, präsentieren ihre Kollektionen über mehrere Tage im Konzerthaus Harpa – vor einem Publikum aus Experten und Beobachtern. Isländisches Design wird international immer bekannter, insbesondere die Art und Weise, wie ungewöhnliche Muster und Materialien kombiniert und unerwartete, moderne Ergebnisse hervorgebracht werden.



Moustache March

Bewusstsein für Krebs schaffen: ein Schnurrbart

In vielen anderen Ländern wird der November auch „Movember” genannt; in diesem Monat lassen sich Männer traditionell Bärte wachsen, um auf die Gesundheitsprobleme von Männern aufmerksam zu machen. In Island passiert dasselbe im März – eine große Masse der männlichen Bevölkerung rasiert sich nicht mehr, um Bewusstsein und Spenden für die Krebsforschung zu schaffen bzw. zu sammeln. Sogar die Busse der Stadt werden vorne mit einem Schnurrbart verziert.

Wer im März nach Island kommt, sollte seinen Bart vielleicht einfach stehen lassen. 



Fazit

Abschließend ist zu sagen, dass der März ein guter Zeitraum ist, um Winterlandschaften und Nordlichter bei länger werdenden Tagen - aber mit weniger anderen Touristen - zu erleben. Solange du dich angemessen kleidest und gute Entscheidungen bezüglich dem Autofahren und Touren triffst, wirst du mit Sicherheit einen wundervollen Urlaub in Island verbringen!