Wasserfälle in Island: Geologie, Regionen & Tipps für den Besuch

Island ist ein Land, das von Feuer und Eis geformt wurde – und nichts verkörpert diese rohe Naturgewalt besser als seine zahllosen Wasserfälle. Von mächtigen, gletschergefütterten Strömen bis zu zarten, versteckten Kaskaden inmitten von Lavafeldern: Die Wasserfälle in Island zeigen eine atemberaubende Schönheit, die dich garantiert in Staunen versetzt.

Insgesamt beherbergt Island über 10.000 beeindruckende Wasserfälle. Von berühmten Attraktionen wie dem Gullfoss bis zu versteckten Juwelen tief in der Natur – jeder Wasserfall bietet ein einzigartiges Erlebnis. In diesem Guide erfährst du, wie diese wunderschönen isländischen Wasserfälle entstehen, welche Arten es gibt und wie du sie sicher besuchst.

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Wie entstehen Wasserfälle in Island?

Klifbrekkufossar stürzt in sieben felsigen Stufen durch das grüne Mjoifjördur-Tal in Ostisland an einem Sommertag.Die Wasserfälle Islands verdanken ihre Existenz einer einzigartigen Kombination geologischer Prozesse. Die Insel liegt direkt auf dem Mittelatlantischen Rücken, wo die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte auseinanderdriften. Diese tektonische Aktivität schafft Spalten, hohe Klippen und tiefe Täler – ideale Voraussetzungen für die Entstehung von Wasserfällen.

Islands Gletscher spielen eine entscheidende Rolle bei der Speisung vieler dieser Wasserfälle. Vatnajökull, Europas größter Gletscher, und andere Gletscher schmelzen in den wärmeren Monaten und schicken riesige Wassermengen über Klippen und durch Flusssysteme.

 

Das vulkanische Grundgestein, meist aus Basalt und Lavaströmen, prägt die Form und das Aussehen der Wasserfälle. Im Laufe der Zeit gräbt die Erosion tiefe Schluchten, Canyons und Stufen, die jedem Wasserfall seinen eigenen Charakter verleihen.

Auch die Jahreszeiten spielen eine wichtige Rolle: Im Sommer sorgt Schmelzwasser für besonders kraftvolle Ströme, während im Winter viele Wasserfälle zu glitzernden Eisskulpturen erstarren – ein Paradies für Fotografen und Abenteurer.

Verschiedene Arten von Wasserfällen in Island

Pferde galoppieren durch Wildblumen nahe dem Skogafoss in Island, eingerahmt von Klippen und blauem Himmel.Nicht alle Wasserfälle sind gleich! Islands Geologie bringt verschiedene Wasserfalltypen hervor:

  • Sturz-Wasserfälle: Das Wasser fällt senkrecht, ohne den Fels zu berühren.

  • Schleier-Wasserfälle: Das Wasser bleibt beim Herabfallen in Kontakt mit dem Fels.

  • Stufen-Wasserfälle: Das Wasser stürzt in mehreren Abschnitten oder Stufen hinab.

  • Katarakte: Besonders kraftvolle Wasserfälle mit starkem Durchfluss.

  • Fächer-Wasserfälle: Das Wasser breitet sich beim Herabfallen fächerförmig aus.

Wenn du weißt, um welchen Typ Wasserfall es sich handelt, kannst du ihn noch mehr schätzen. Fotografen und Wanderer können so außerdem die besten Perspektiven und Zeiten für ihren Besuch planen.

Wasserfälle in Island nach Regionen

Islands Wasserfälle verteilen sich über ganz unterschiedliche Landschaften und lassen sich am besten nach Regionen erkunden. So kannst du deine Reise effizient planen und Wasserfälle mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Nähe kombinieren.

Wasserfälle in Südisland

Ein Sonnenuntergang taucht den Fjadrargljufur-Canyon und den Fluss in Südisland in warmes Licht.Südisland ist die zugänglichste und wasserfallreichste Region – viele berühmte Wasserfälle liegen direkt an der Ringstraße. Perfekt für Erstbesucher und alle, die auf Roadtrips spektakuläre Landschaften ohne große Umwege erleben möchten.

Viele Südküsten-Touren führen zu Highlights wie Seljalandsfoss und Skogafoss – so kannst du die berühmtesten Wasserfälle an einem Tag erleben.

Gullfoss-Wasserfall

Der Gullfoss donnert durch eine Schlucht in Island, Nebel steigt auf und ein Regenbogen leuchtet im Sprühnebel.Gullfoss, der „Goldene Wasserfall“, ist eine der beliebtesten Naturattraktionen Islands und liegt an der Route des Goldenen Kreises. Er stürzt in zwei Stufen (11 Meter und 21 Meter) in eine über 70 Meter tiefe Schlucht.

Der Hvita-Fluss, gespeist vom Langjökull, sorgt für wechselnde Wassermengen im Jahresverlauf. An sonnigen Tagen zaubert der Sprühnebel oft farbenfrohe Regenbögen über die Schlucht.

Gut ausgebaute Wege führen zu oberen und unteren Aussichtspunkten – perfekte Fotospots! Gullfoss ist das ganze Jahr über zugänglich: Im Sommer grün und lebendig, im Winter ein magisches Eisspektakel. Das Wetter wechselt schnell – zieh dich am besten im Zwiebellook an und trage feste Schuhe.

Skogafoss-Wasserfall

Skogafoss ist ein majestätischer Vorhangwasserfall am Skoga-Fluss, etwa 60 Meter hoch und 25 Meter breit. Sein kraftvoller Fall erzeugt einen ständigen Sprühnebel, der an sonnigen Tagen oft Regenbögen entstehen lässt. Du kannst direkt bis an den Fuß des Wasserfalls gehen, das Tosen spüren und die Gischt auf der Haut fühlen.

Eine Treppe mit über 370 Stufen führt zu einer Aussichtsplattform am oberen Rand – mit Panoramablick auf Wasserfall und Küste. Von hier aus kannst du auf dem beliebten Fimmvorduhals-Wanderweg bis nach Thorsmörk weiterwandern. In der Nähe bietet das Skogar-Volkskundemuseum spannende Einblicke in die isländische Kultur.

Seljalandsfoss-Wasserfall

Seljalandsfoss ist ein 65 Meter hoher Wasserfall und einer der wenigen Wasserfälle, hinter denen du entlanggehen kannst. Dadurch ergibt sich ein einzigartiger Blick von innen durch den Wasservorhang! Er stürzt von einer alten Meeresklippe und ist besonders bei Fotografen zum Sonnenuntergang beliebt. Der Weg hinter dem Wasserfall bietet spektakuläre Aussichten.

Der Seljalands-Fluss, gespeist vom Eyjafjallajökull, sorgt für den ikonischen Wasserfall. Je nach Jahreszeit verändert sich sein Charakter – von nebligen Sommerschleiern bis zu tosenden Wassermassen nach Regen. Die Wege führen durch grüne Klippen und Wiesen und sind das ganze Jahr über gut begehbar.

Gljufrabui-Wasserfall

Der Gljufrabui stürzt durch eine moosbedeckte Felsspalte in Island, Sonnenstrahlen und Nebel tanzen im Licht.Nur einen kurzen Spaziergang vom Seljalandsfoss entfernt liegt der Gljufrabui – ein versteckter Wasserfall hinter einer moosbewachsenen Klippe. Du erreichst ihn, indem du durch eine enge Schlucht und einen seichten Bach watest. Dieses Gefühl von Entdeckung macht ihn zu einem lohnenden Ziel für alle, die gern abseits der Massen unterwegs sind. Wasserdichte Schuhe sind wegen des nassen Untergrunds empfehlenswert.

Im Inneren der Schlucht stürzt das Wasser fast 40 Meter in eine felsige Kammer. Sonnenstrahlen zaubern oft Lichtstrahlen und Regenbögen durch die schmale Öffnung. Die ruhige, abgeschiedene Atmosphäre macht Gljufrabui zum Geheimtipp für Fotografen und Naturliebhaber.

Kvernufoss-Wasserfall

Der Kvernufoss ergießt sich in ein moosgrünes Tal in Island, eingerahmt von Klippen unter pastellfarbenem Himmel.Nur einen kurzen Spaziergang vom Skogafoss entfernt liegt der Kvernufoss – ein 30 Meter hoher Wasserfall in einer engen Schlucht hinter dem Skogar-Museum. Der Weg dorthin ist einfach und führt etwa 15 Minuten lang durch ein grünes Tal. Hier ist es viel ruhiger als beim berühmten Nachbarn – ideal für eine entspannte Naturpause. Da nur wenige Besucher hierherkommen, fühlt sich Kvernufoss oft wie ein versteckter Schatz an.

Das Besondere: Ein Pfad führt hinter den Wasserfall. Von dort kannst du das Wasser direkt vor dir herabstürzen sehen. Die moosbewachsenen Wände und die natürliche Akustik der Schlucht verstärken das Gefühl von Abgeschiedenheit. Ein Geheimtipp für Fotografen und alle, die das Besondere suchen.

Wasserfälle in Westisland

Eine Felsnadel ragt aus dem Meer an der Djupalonssandur-Bucht in Westisland, unter einem leuchtenden Sonnenuntergang.Westisland ist geprägt von Lavafeldern, Vulkankratern und Flüssen – hier entspringen viele Wasserfälle direkt aus porösem Gestein. Die Erkundung der Wasserfälle zählt zu den besten Aktivitäten in Westisland – besonders für alle, die einzigartige Landschaften und weniger Trubel suchen.

Hraunfossar-Wasserfall

Hraunfossar fließt aus Lavafelsen in den türkisfarbenen Hvita-Fluss, eingerahmt von Schnee und sanftem Winterlicht.Hraunfossar, die „Lavafälle“, erstrecken sich über rund 700 Meter: Hier sickert Wasser durch poröses Lavagestein in den Hvita-Fluss. Anstelle eines großen Falls fließen Dutzende sanfte Ströme seitlich über das dunkle Lavafeld. Dieses Naturschauspiel ist einzigartig und wirkt fast surreal. Einer der fotogensten Wasserfälle Islands!

Der Ort ist leicht erreichbar und bietet Spazierwege sowie Aussichtsplattformen. Besonders im Herbst, wenn die Farben leuchten, ist die Gegend ein Traum für Fotografen und Familien.

Barnafoss-Wasserfall

Barnafoss tost durch vereiste Felsen in Westisland, mit bläulichem Wasser und verschneiter Winterlandschaft.Direkt oberhalb von Hraunfossar liegt der Barnafoss – ein schmaler, kraftvoller Wasserfall, der sich durch einen gewundenen Lavakanal zwängt. Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch bizarre Felsformationen und schäumt wild. Der Name bedeutet „Kinderfall“ und geht auf eine lokale Sage zurück, in der zwei Kinder tragisch in den Fluss stürzten – diese Geschichte verleiht dem Ort eine geheimnisvolle Aura.

Den Barnafoss kannst du von markierten Wegen und Aussichtspunkten nahe der Brücke über den Fluss bestaunen. Im Gegensatz zu den sanften Strömen des Hraunfossar ist der Barnafoss laut, schnell und dramatisch. Dieser Kontrast macht einen Besuch beider Wasserfälle besonders lohnenswert. Die Gegend ist das ganze Jahr über zugänglich und eignet sich perfekt für einen kurzen, landschaftlich reizvollen Stopp.

Glymur-Wasserfall

Der Glymur stürzt durch eine steile, moosige Schlucht in Island, sein mehrstufiger Fall eingerahmt von schroffen Klippen.Mit 198 Metern ist Glymur der zweithöchste Wasserfall Islands und ein Highlight für abenteuerlustige Wanderer. Der Weg dorthin ist mittelschwer, führt über Flussquerungen, steile Hänge und durch eine Höhle. Für die Rundwanderung solltest du 2,5 bis 3,5 Stunden einplanen – am besten im Sommer, wenn die Bedingungen sicherer und die Flüsse niedriger sind.

Die Mühe lohnt sich: Oben angekommen erwartet dich ein spektakulärer Blick auf den Glymur-Wasserfall, der in eine tiefe, enge Schlucht stürzt und von dramatischen Klippen umgeben ist. Ein Paradies für Fotografen und alle, die abseits der Touristenströme unterwegs sein möchten! Für diese Route sind gutes Schuhwerk und eine gute Vorbereitung unerlässlich.

Wasserfälle in Nordisland

Dampf steigt aus geothermischen Quellen am Namaskard-Pass in Nordisland auf und färbt das Gestein schwefelgelb.Nordisland bietet wilde Natur und mächtige Flüsse, gespeist vom Hochland. Die spektakulären Wasserfälle sind weniger besucht als im Süden – ein Geheimtipp für alle, die Ruhe und eindrucksvolle Landschaften suchen. Hier findest du einige der absoluten Highlights in Nordisland.

Godafoss-Wasserfall

Der „Wasserfall der Götter“, Godafoss, ist ein beeindruckender hufeisenförmiger Wasserfall. Er stürzt etwa 12 Meter in den Fluss Skjalfandafljot und ist fast 30 Meter breit. Das türkisfarbene Wasser bildet einen tollen Kontrast zu den dunklen Vulkanfelsen – ein Traum für Fotografen und Naturliebhaber.

Godafoss hat auch eine große historische Bedeutung: Den isländischen Sagas zufolge warf der Gesetzessprecher Thorgeir um das Jahr 1000 seine heidnischen Götterbilder in den Wasserfall – als Symbol für Islands Übertritt zum Christentum. Rund um den Wasserfall führen Wege zu Aussichtspunkten, von denen aus sich ein toller Blick auf die Stromschnellen und die grüne Landschaft bietet.

Aldeyjarfoss-Wasserfall

Der Aldeyjarfoss stürzt in ein verschneites Basaltbecken in Island, leuchtend im sanften Winterlicht.Tief im isländischen Hochland liegt der Aldeyjarfoss – ein dramatischer 20 Meter hoher Wasserfall, der in einen tosenden Pool stürzt, eingerahmt von dunklen Basaltsäulen. Der Kontrast zwischen dem weißen Wasser und dem geometrischen Lavagestein macht ihn zu einem der fotogensten Wasserfälle im Norden. Die Umgebung ist wild und abgelegen, was ihn zum perfekten Ort für alle macht, die das Ursprüngliche suchen.

Für die Anfahrt ist ein 4x4-Fahrzeug erforderlich, besonders im Sommer, wenn die Hochlandstraßen geöffnet sind. Das letzte Stück ist eine Schotterpiste, die stellenweise holprig sein kann. Vom Aussichtspunkt oder nach einer kurzen Wanderung hast du einen tollen Blick auf den Wasserfall – ideal für alle, die abseits der Massen unterwegs sein möchten.

Dettifoss-Wasserfall

Der Dettifoss im Vatnajökull-Nationalpark in Nordisland ist Europas leistungsstärkster Wasserfall. Er stürzt 44 Meter in die Tiefe und ist 100 Meter breit – die gewaltige Wassermenge erzeugt ein donnerndes Tosen und einen dichten Sprühnebel, der das Erlebnis unvergesslich macht.

Du kannst den Dettifoss von beiden Seiten erreichen, wobei die Westseite leichter zugänglich und sicherer ist. Die Umgebung ist geprägt von bizarren Vulkanfelsen und tiefen Schluchten – eine Landschaft wie von einer anderen Welt. Gut markierte Wege und Schotterstraßen machen das Gebiet das ganze Jahr über zum Paradies für Wanderer und Fotografen.

Wasserfälle in Ostisland

Der schneebedeckte Eystrahorn erhebt sich neben eisigen Gewässern in Ostisland, darunter eine kurvige Straße.Ostisland ist bekannt für Wasserfälle, die von bunten Rhyolithklippen und bewaldeten Hügeln eingerahmt werden – eine friedliche, wenig besuchte Region. Die Erkundung dieser Wasserfälle zählt zu den schönsten Erlebnissen in Ostisland und ist ein Highlight vieler Ostfjorde-Touren für alle, die Ruhe und Natur suchen.

Hengifoss-Wasserfall

Hengifoss stürzt an rotgestreiften Basaltklippen in Ostisland hinab, leuchtend im Sonnenuntergang.Mit 128 Metern ist der Hengifoss einer der höchsten Wasserfälle Islands. Die Wanderung dorthin dauert 45 bis 60 Minuten pro Strecke auf einem gut markierten Weg durch Wald und Felsgelände. Unterwegs kommst du auch am kleineren Litlanesfoss vorbei, der für seine beeindruckenden Basaltsäulen bekannt ist.

Das Highlight des Hengifoss sind die markanten Klippen mit leuchtend roten und schwarzen Vulkanschichten, die einen dramatischen Hintergrund bilden – eine Kulisse, wie man sie bei Wasserfällen selten sieht. Das Rauschen des Wassers und die Farben machen den Ort zu einem Paradies für Fotografen und Naturliebhaber.

Fardagafoss-Wasserfall

Der Fardagafoss stürzt durch felsige Klippen in Ostisland, umgeben von grünen Hängen und rauer Landschaft.Nur wenige Minuten außerhalb von Egilsstadir liegt der Fardagafoss – ein 20 Meter hoher Wasserfall, den du nach einer kurzen, einfachen Wanderung erreichst. Der Weg dorthin dauert etwa 20 Minuten und führt durch einen ruhigen Wald. Hier kannst du sogar hinter dem Wasserfall entlanggehen!

Vom Weg aus hast du zudem einen tollen Blick auf den Fjord und die umliegenden Berge. Die friedliche Atmosphäre macht Fardagafoss zum perfekten Ort für eine entspannte Naturpause – ideal für Familien und alle, die die Ostfjorde ohne lange Wanderung erkunden möchten. Der gut ausgebaute Weg ist in den meisten Jahreszeiten begehbar.

Klifbrekkufossar-Wasserfall

Klifbrekkufossar stürzt in mehreren Stufen durch grüne Täler und felsige Hänge in Ostisland.Im abgelegenen Mjoifjördur-Fjord liegt Klifbrekkufossar – eine beeindruckende Kaskade aus mehreren Stufen, die rund 90 Meter über einen grünen Hang stürzt. Besonders schön ist es hier im Frühsommer, wenn das Schmelzwasser die Wasserfälle anschwellen lässt und die Umgebung in sattem Grün leuchtet.

Die Anfahrt erfolgt über eine schmale Schotterstraße in einen der am wenigsten besuchten Fjorde Islands – schon die Fahrt ist ein Abenteuer mit spektakulären Ausblicken auf Berge und Meer. Entlang der Straße gibt es mehrere Haltepunkte für Fotos und stille Momente. Ein echter Geheimtipp für alle, die Islands unberührte Regionen entdecken möchten.

Wasserfälle in den Westfjorden

Die Hornbjarg-Klippen ragen steil über den Nordatlantik in Island, grüne Wiesen kontrastieren mit dunklem Fels.Die Westfjorde sind Islands abgelegenste Region – hier beeindrucken unberührte Natur und Einsamkeit. Die spektakulären Wasserfälle liegen weitab der Touristenströme und zählen zu den Höhepunkten vieler Westfjorde-Touren für alle, die Ruhe und wilde Landschaften suchen.

Dynjandi-Wasserfall

Der Dynjandi fächert sich in mehreren Stufen über moosbedeckte Felsen in den Westfjorden Islands, unter blauem Himmel.Der Dynjandi, auch Fjallfoss genannt, ist 100 Meter hoch und wird von oben nach unten immer breiter – dadurch entsteht seine einzigartige, dreieckige Form. Der Name bedeutet „der Donnernde“ und beschreibt das tiefe, hallende Tosen, das durch das Tal schallt. Im Gegensatz zu vielen anderen Wasserfällen steht der Dynjandi unter Naturschutz und ist völlig unberührt von Wasserkraftwerken.

Der Weg dorthin führt an sieben kleineren Wasserfällen vorbei, die alle eigene Namen und Charakter haben. Entlang des Pfades informieren Tafeln über die geologische und kulturelle Geschichte der Region. In der Nähe befinden sich auch die Überreste alter Torfhäuser – Zeugnisse früherer Siedlungen. Die Infrastruktur ist einfach, also komm gut vorbereitet, um ein ruhiges Naturerlebnis zu genießen.

Thingmannaa-Wasserfall

Der Thingmannaa stürzt in mehreren Stufen durch grüne Klippen und windet sich durch die Landschaft der Westfjorde.Versteckt im abgelegenen Arnarfjördur liegt Thingmannaa – ein seltener, wenig besuchter Wasserfall, der über 30 Meter durch eine enge, moosige Schlucht fällt. Das Tal war einst ein historischer Versammlungsort; der Name bedeutet „Fluss der Thingmänner“ und erinnert an die frühen isländischen Volksversammlungen. Nur wenige Touristen kommen hierher – perfekt für alle, die Ruhe und Besinnung suchen.

Die Anfahrt erfolgt über Schotterstraßen und einen kurzen Fußweg – ideal für Abenteurer mit 4x4-Fahrzeug. Der Fluss oberhalb des Wasserfalls ist ein Geheimtipp zum Forellenangeln, bekannt vor allem bei Einheimischen. Da es keine Infrastruktur gibt, solltest du alles Nötige mitbringen und die unberührte Natur in deinem eigenen Tempo genießen.

Versteckte und weniger bekannte Wasserfälle in Island

Der Seljalandsfoss leuchtet im winterlichen Zwielicht, stürzt an Eiszapfen vorbei in verschneite Landschaft unter dem Halbmond.Abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten Islands bieten viele versteckte Wasserfälle eine stille Schönheit und unberührte Natur. Diese weniger bekannten Orte ermöglichen dir eine ganz persönliche Verbindung zur Landschaft – oft ohne eine weitere Menschenseele in Sicht. Um sie zu erreichen, ist meist eine kurze Wanderung oder eine Fahrt abseits der Hauptstraßen nötig, doch die Mühe lohnt sich. Hier zeigt sich ein Island, das viele Reisende nie zu Gesicht bekommen.

Reykjafoss-Wasserfall

Der Reykjafoss-Wasserfall leuchtet im Sonnenuntergang in Nordisland; er stürzt über moosbedeckte Felsen in ein wildes, goldfarbenes Tal.Der Skagafjördur im Norden Islands ist die Heimat des Reykjafoss. Der etwa 20 Meter hohe Wasserfall stürzt in einen ruhigen Fluss und ist von saftigem Weideland umgeben. Zwar ist er nicht so hoch wie einige andere Wasserfälle Islands, doch er hat einen besonderen Reiz: die friedliche Umgebung und die leichte Erreichbarkeit. Die nahegelegene Schotterstraße und der kurze Fußweg machen ihn zu einem idealen Stopp für Roadtripper.

Das Besondere am Reykjafoss ist die Nähe zur Fosslaug, einer natürlichen heißen Quelle, die nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Viele Besucher genießen hier ein warmes Bad mit Blick auf den Fluss und das rauschende Wasser. Die Gegend ist bei Einheimischen beliebt, aber unter internationalen Reisenden noch ein Geheimtipp. Da es keine Umkleidemöglichkeiten gibt, solltest du dich entsprechend vorbereiten.

Faxafoss-Wasserfall

Der Faxafoss-Wasserfall fließt sanft über felsige Stufen in Island, eingerahmt von moosigen Ufern und dramatischem Wolkenhimmel.Der Faxafoss, auch als Faxi bekannt, ist ein breiter und sanfter Wasserfall, etwa 7 Meter hoch und 80 Meter breit, gelegen an der Route des Goldenen Kreises. Anders als seine dramatischeren Nachbarn sorgt er mit seinem breiten, gleichmäßigen Fluss für eine ruhige Atmosphäre. Perfekt für alle, die eine entspannte Pause von den belebteren Sehenswürdigkeiten wie dem Gullfoss oder dem Geysir-Geothermalgebiet suchen.

Es gibt einen kleinen Parkplatz und eine Aussichtsplattform, sodass der Wasserfall leicht zugänglich ist. Eine Fischleiter neben dem Wasserfall ermöglicht es Lachsen, stromaufwärts zu schwimmen – ein seltener Anblick bei isländischen Wasserfällen. Die nahegelegenen Picknickplätze und die wenigen Besucher machen diesen Ort ideal, um zu entspannen, Fotos zu machen oder ein Picknick mit Aussicht zu genießen.

Ofaerufoss-Wasserfall

Der Ofaerufoss-Wasserfall stürzt durch eine moosige Schlucht in Island, eingerahmt von schroffen Klippen und nebliger Hochlandluft.Der Ofaerufoss liegt in der beeindruckenden Eldgja-Schlucht, einer riesigen vulkanischen Spalte im Hochland Islands. Der Wasserfall stürzt rund 40 Meter in zwei Stufen über geschichteten Basalt, eingerahmt von steilen Klippen und leuchtend grünem Moos im Sommer. Am besten erreichbar ist er von Juni bis September über die Hochlandstraße F208, für die ein 4x4-Fahrzeug erforderlich ist.

Abseits der Touristenpfade belohnt der Ofaerufoss abenteuerlustige Reisende mit ruhigen Wanderwegen, Panoramablicken und geologischen Besonderheiten. Einst überspannte eine natürliche Steinbrücke den Wasserfall, die jedoch in den 1990er Jahren einstürzte. Heute genießen Wanderer die friedliche Umgebung und die wenigen Besucher – ein echtes Highlight für erfahrene Entdecker.

Sigoldugljufur-Schlucht

Die Sigoldugljufur-Schlucht schlängelt sich durch das isländische Hochland, mit türkisfarbenen Bächen und Wasserfällen, eingerahmt von moosigen Klippen.Sigoldugljufur, oft als „Tal der Tränen“ bezeichnet, ist eine versteckte Schlucht im Hochland Islands, durchzogen von Dutzenden zarter Wasserfälle und leuchtend türkisfarbenen Bächen. Sie erstreckt sich fast 1,5 Kilometer und ist umgeben von moosbedeckten Klippen und rauer Vulkanlandschaft. Die intensive Farbe des Wassers stammt vom Gletscherschmelzwasser, das durch Lavagestein gefiltert wird.

Um Sigoldugljufur zu erreichen, benötigst du ein Fahrzeug mit Allradantrieb und musst eine kurze Wanderung von der Hochlandstraße F208 aus unternehmen. Trotz ihrer Schönheit bleibt die Schlucht wegen der abgelegenen Lage wenig besucht. Es gibt keine markierten Wege oder Schilder, was ihr einen wilden, unberührten Charakter verleiht. Ein Geheimtipp für Fotografen und Wanderer, die Islands ruhigere, magische Seite suchen.

Wann ist die beste Zeit für Islands Wasserfälle?

Der Kirkjufell leuchtet unter Nordlichtern in Island, mit den Kirkjufell-Wasserfällen im verschneiten Vordergrund.Islands Wasserfälle sind das ganze Jahr über faszinierend, doch die beste Reisezeit hängt davon ab, welches Erlebnis du suchst. Jede Jahreszeit bringt ihre eigenen Landschaften, Zugänglichkeiten und Fotomöglichkeiten mit sich:

  • Sommer (Juni bis August):

    • Voller Zugang zu allen Regionen, inklusive Hochland

    • Lange Tage für ausgedehnte Erkundungen

    • Üppig grüne Landschaften und kräftige Wasserführung

  • Herbst (September bis Oktober):

    • Leuchtende Herbstfarben und weniger Touristen

    • Kühlere Temperaturen und kürzere Tage

    • Einige abgelegene Gebiete schließen witterungsbedingt bereits

  • Winter (November bis Februar):

    • Gefrorene Wasserfälle und magische Eisformationen

    • Beliebte Orte wie Gullfoss und Godafoss bleiben zugänglich

    • Eingeschränkter Zugang zu abgelegenen oder Hochland-Wasserfällen wegen Schnee und Straßensperrungen

  • Frühling (März bis Mai):

    • Schmelzender Schnee sorgt für kraftvolle Wasserfälle

    • Weniger Besucher und zunehmende Tageslänge

    • Wege können noch matschig oder vereist sein, besonders im frühen Frühling

Einige Wasserfälle wie Gullfoss, Seljalandsfoss und Godafoss sind das ganze Jahr über erreichbar. Hochland-Wasserfälle (wie Aldeyjarfoss oder Ofaerufoss) sind jedoch meist nur im Sommer zugänglich, da die Straßenbedingungen außerhalb dieser Jahreszeit schwierig sind.

Viele Hochlandtouren finden nur in dieser kurzen Saison statt und ermöglichen dir den Zugang zu abgelegenen, spektakulären Naturwundern, die den Rest des Jahres unzugänglich bleiben.

Sicherheitstipps für den Besuch von Wasserfällen in Island

Der Godafoss-Wasserfall tost durch eine verschneite Schlucht in Nordisland, beleuchtet von leuchtend grünen und violetten Nordlichtern.Wasserfälle zählen zu den beeindruckendsten Naturwundern Islands. Doch aufgrund der starken Strömung, des rutschigen Untergrunds und des wechselhaften Wetters ist es wichtig, einige grundlegende Sicherheitstipps zu beachten. Mit diesen Hinweisen kannst du deinen Besuch – egal, ob an bekannten oder abgelegenen Wasserfällen – sicher und entspannt genießen.

  • Bleib auf markierten Wegen: Die Pfade an Wasserfällen können uneben, steil oder matschig sein. Wer abseits läuft, riskiert Stürze oder Unfälle.

  • Achte auf Sprühnebel und nasse Flächen: Der ständige Wassernebel macht Steine und Wege extrem rutschig. Trage festes, rutschfestes Schuhwerk.

  • Beachte alle Schilder und Absperrungen: Warnhinweise und Zäune sind nicht ohne Grund vorhanden. Überschreite sie nicht, um Fotos zu machen oder eine Abkürzung zu nehmen.

  • Prüfe das Wetter vorab: Plötzlicher Regen, Wind oder Überschwemmungen können manche Wasserfälle gefährlich oder unzugänglich machen. Informiere dich immer über die aktuelle Wetter- und Straßensituation.

  • Schütze deine Ausrüstung: Wasserfälle erzeugen starken Sprühnebel, der Handys und Kameras beschädigen kann. Nutze wasserdichte Taschen oder Hüllen und nimm ein trockenes Tuch für die Linse mit.

Wenn du diese Vorsichtsmaßnahmen beachtest, kannst du Islands atemberaubende Wasserfälle genießen und gleichzeitig das Risiko für dich selbst und andere minimieren.

FAQs zu Wasserfällen in Island

Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um Islands Wasserfälle.

Wie viele Wasserfälle gibt es in Island?

In Island gibt es schätzungsweise 10.000 Wasserfälle – von kleinen, saisonalen Bächen bis zu mächtigen, donnernden Kaskaden. Viele davon sind namenlos, und durch die besondere Geologie der Insel entstehen durch Gletscherschmelze oder vulkanische Aktivität immer wieder neue Wasserfälle.

Frieren Wasserfälle in Island im Winter zu?

Einige gefrieren teilweise oder ganz und bilden wunderschöne Eisformationen. Oft fließt das Wasser jedoch unter dem Eis weiter.

Kostet der Besuch von Wasserfällen Eintritt?

Die meisten sind kostenlos, aber an einigen beliebten Orten wird inzwischen eine Park- oder Instandhaltungsgebühr erhoben.

Darf man an isländischen Wasserfällen baden?

In der Regel nicht, da die Strömung stark und das Wasser sehr kalt ist. An einigen gibt es jedoch nahegelegene heiße Quellen, wie zum Beispiel Fosslaug.

Fazit

Der Skogafoss-Wasserfall stürzt in Island über vereiste Klippen. Durch den Nebel und über den verschneiten Boden spannt sich ein Regenbogen.Islands Wasserfälle sind mehr als nur spektakuläre Fotomotive – sie sind lebendige Zeugen der gewaltigen Naturkräfte der Insel. Ob du dich von der donnernden Kraft eines riesigen Wasserfalls oder vom stillen Zauber versteckter Kaskaden begeistern lässt: Island bietet unzählige Möglichkeiten für Entdeckungen.

Bist du bereit, dein ultimatives Wasserfall-Abenteuer in Island zu planen und die verborgenen Schätze abseits der bekannten Wege zu entdecken?

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