Die Westfjorde Islands beeindrucken mit ihrer schroffen, natürlichen Schönheit

Was kann man in Islands Westfjorden unternehmen? Wieviel Zeit sollte man für eine Erkundungstour einplanen? Wie heißen die wichtigsten Städte und was gibt es dort? Lies weiter und erfahre mehr über Islands abgelegenste, unberührteste und schönste Region.



Eine Fahrt durch die verzweigten, abgelegenen Westfjorde von Island beschert dir ein garantiert unvergessliches Island-Erlebnis, wenn du im Zick-Zack-Kurs von Bucht zu Bucht fährst und die Stille - nicht zu vergessen unbeschreibliche Ausblicke - genießt.

Die Westfjorde sind ein wahres Traumziel für Wanderer, Radler oder einfach nur abenteuerliche Rundfahrer. Die einzelnen Fjorde sind voller heißer Quellen, Orte zum Angeln, Wanderpfade und unbeschreiblicher Foto-Möglichkeiten, wie z. B. dem Motiv der majestätischen Berge, die dramatisch von der Küste emporsteigen. Die Westfjorde sind ein kleines Labyrinth aus Halbinseln und einzig an einer etwa 7 km langen Landbrücke mit dem Festland verbunden. Wenn man sie jedoch einmal erreicht hat, erwarten einen mehr als 22.000 km² fast unberührte Natur!

Wegen ihres schieren Ausmaßes und der großen Entfernung von anderen, beliebten Sehenswürdigkeiten wie der Gletscherlagune Jökulsárlón, dem See Mývatn und den Attraktionen am Golden Circle sind Islands Westfjorde viel weniger gut besucht als andere Teile des Landes. Das sagt allerdings nichts über die unfassbaren Naturwunder, die sie beherbergen.

Es ist eine der spektakulärsten und respekteinflößendsten Regionen des Landes mit wenigen, kleinen Siedlungen, die weit verstreut inmitten unberührter Natur und dramatischer Landschaften liegen, die selbst in Island einmalig sind. Wenn man die Westfjorde bereist, muss man damit rechnen, viel Zeit im Auto zu verbringen, aber dank der faszinierenden Umgebung ist der Weg hier wirklich das Ziel.

Die Straßen, die sich durch die Westfjorde winden, sind lang, aber auch wunderschön.

Wegen ihrer abgeschiedenen Lage und dem vergleichsweise geringen Touristenaufkommen sind auch die Sehenswürdigkeiten der Westfjorde weniger bekannt. Viele kennen den mächtigen Wasserfall Gullfoss im Südwesten Islands, aber von Dynjandi in den Westfjorden haben sie noch nie gehört; oder der berühmte schwarze Sandstrand Reynisfjara an der Südküste, während sein rosafarbener Vetter Raudasandur in den Westfjorden fast unbekannt ist.

Die Leute reißen sich um die Papageientaucher-Touren im Alten Hafen von Reykjavík und ahnen gar nicht, dass man sich den putzigen Gesellen auf dem Vogelfelsen Látrabjarg bis auf wenige Zentimeter nähern kann.

Eines sollte man allerdings bedenken: Die Westfjorde sind nur in den Sommermonaten, von Mai bis September, gut zugänglich. Im Winter schneit es hier heftig und da die Region nicht so dicht besiedelt ist, werden die Straßen anders als im Rest des Landes nicht regelmäßig geräumt.

Viele der Naturphänomene, für die Island berühmt ist - von majestätischen Bergen über Wasserfälle und heiße Quellen bis hin zu atemberaubenden Küsten - findet man auch in den Westfjorden.

Andererseits hat die Region auch ihren ganz eigenen Charakter. Immerhin entstand sie vor 16 Millionen Jahren und ist damit der älteste Teil der Insel. Das bedeutet auch, dass man hier statt Vulkanen und Lavafeldern saftig grüne Flächen und uralte Landschaften vorfindet.

Egal ob du Fotograf, Wanderer, Motorradfahrer, Autoreisender oder Adrenalinjunkie bist oder wegen der Wildtiere, der Geschichte oder einfach etwas Erholung nach Island kommst – in dieser wundervollen Region findest du eine riesige Auswahl an Orten, die deine Wünsche erfüllen werden. Dieser Artikel verrät dir mehr über die schönsten Attraktionen, Städte und Touren in Islands Westfjorden.

Die besten Naturattraktionen in Islands Westfjorden
Der mächtige Wasserfall Dynjandi

Die meisten Islandreisenden kommen hierher, um die vielseitige, einzigartige und spektakuläre Landschaft zu genießen; auch die Westfjorde lassen sich ohne zu übertreiben mit diesen drei Adjektiven beschreiben. Die Naturattraktionen gehören zu den beeindruckendsten und schönsten des Landes – ganz egal, ob du besonders an der Tierwelt, Wasserfällen, Stränden oder heißen Quellen interessiert bist – und die Landschaft mit ihren dramatischen Fjorden und gewaltigen Bergen verschlägt einem einfach die Sprache.

Das Naturreservat Hornstrandir

Das grüne und dramatische HornstrandirFoto von Wikimedia, Creative Commons; Fotograf: Silverkey

Das Naturreservat Hornstrandir ist seit den 1950er Jahren fast komplett verlassen und neben dem Hochland die am dünnsten besiedelte Region in Island. So konnte sich die Pflanzen- und Tierwelt in den letzten Jahrzehnten frei entfalten und ließ eines der lohnendsten Reiseziele für Wildtierfreunde entstehen.

Der Polarfuchs zum Beispiel ist nicht nur sehr selten, sondern außerdem gut getarnt und von Natur aus scheu. Im Rest des Landes bekommt man ihn kaum zu Gesicht. In Hornstrandir dagegen kommt er relativ häufig vor und findet auf den Felsen reichlich Nahrung in Form von Vogeleiern. Da er hier wenig Kontakt mit Menschen hat, ist er eher neugierig und man kann ihn in der weiten, flachen Tundra gut beobachten.


Ein Polarfuchs in seinem Sommerfell

Auf den Felsen entlang der Küste tummeln sich oft Robben und in den Gewässern halten sich Buckelwale, Weißschnauzendelfine und manchmal sogar Orkas auf. Während der Sommermonate nisten hier mehr als 30 Vogelarten und die Klippen von Hornbjarg und Riturinn sind unter Vogelbeobachtern berühmt.

Außerdem beherbergt das Naturreservat Hornstrandir eine Vielzahl arktischer Pflanzen, die sich wegen ihrer Empfindlichkeit nicht im Rest des Landes ausbreiten konnten. Da es hier keine Weidetiere gibt, sind die Westfjorde ein Blumenparadies. 260 Blühpflanzen sind hier zu finden, darunter die seltene Strand-Platterbse und die Austernpflanze, die an den Stränden heimisch sind. In höheren Lagen wachsen seltene Farne.

Hornstrandir wurde 1975 zum Naturreservat erklärt und steht seitdem unter strengem Schutz. Die wenigen Besucher respektieren die Natur in dieser unglaublichen Region. Wenn du die Westfjorde besuchst, solltest du es ihnen gleichtun.



Látrabjarg
Blick auf die Klippen von Látrabjarg

Foto aus Látrabjarg in den Westfjorden – der größte Seevögel-Felsen Europas; Fotografin: Regína Hrönn Ragnarsdóttir

Die Felsen von Látrabjarg erstrecken sich über eine Länge von 14 Kilometern und sind an vielen Stellen über 400 Meter hoch. Im Grunde sind sie selbst schon eine Sehenswürdigkeit. Im Sommer werden sie allerdings zu einem Naturwunder mit internationalem Ruf, wenn Millionen von Vögeln hier nisten und ihre Jungen aufziehen.

Vierzig Prozent der weltweiten Tordalkenpopulation nisten hier. Zu ihnen gesellen sich zahlreiche Lummen, Eissturmvögel, Alkenvögel und Basstölpel. Die meisten Besucher kommen allerdings wegen der Papageientaucher, die sie hier in großer Zahl vorfinden.



Papageientaucher brüten in lebenslangen Partnerschaften.

Wer Papageientaucher sehen möchte, muss nicht lange suchen. Sie nisten hier zu Tausenden, oft nahe der Spitze der Klippen, und erlauben den Besuchern, sich bis auf Armeslänge zu nähern. Sie haben kaum Scheu vor dem Menschen – außer man versucht, sie anzufassen (was man natürlich unterlassen sollte).

Sei aber extrem vorsichtig, wenn du dich den Tieren näherst, denn die Felswände sind sehr hoch und da die Vögel kleine Nisthöhlen und Löcher in die Wand graben, kann sich der Boden darüber lockern und an Stabilität verlieren. Dadurch ist der Rand der Felsen teilweise einsturzgefährdet, wenn man eine schwache Stelle belastet.

Neben der reichen Vogelwelt ist Látrabjarg auch als Schauplatz einer dramatischen Rettungsaktion berühmt. Als das britische Fangschiff Dhoon auf den Felsen unterhalb der Klippen auflief, entdeckten die ortsansässigen Bauern an der Küste zwölf Überlebende. Da sie selbst regelmäßig an der steilen Felswand kletterten, um Vogeleier zu suchen, seilten sie sich zu den verunglückten Seeleuten ab und brachten sie in Sicherheit.

Dynjandi
Der atemberaubende Dynjandi an einem Sommertag

Der Wasserfall Dynjandi ist ein verstecktes Juwel, aber er ist so spektakulär und beeindruckend, dass viele (ich eingeschlossen) ihn für den schönsten Wasserfall Islands halten. Und das will etwas heißen, denn immerhin muss er sich mit dem herrlichen und absolut einzigartigen Seljalandsfoss messen, um den man komplett herumgehen kann, und sich sogar gegen Europas größten Wasserfall Dettifoss behaupten.

Um genau zu sein, handelt es sich bei Dynjandi um mehrere Wasserfälle, die sich wie eine Treppe über eine Felswand ergießen; insgesamt ist er über 100 Meter hoch. Seine Größe ist respekteinflößend und das weiß schäumende Wasser bildet einen zauberhaften Kontrast zu der schwarzen und grauen Lava und dem grünen Moos.

Der Wasserstrom Dynjandis speist viele kleinere Wasserfälle, an denen du auf dem Weg zu Dynjandi vorbeikommst. Sie sind zwar nicht ganz so dramatisch, aber hübsch und sympathisch sind sie allemal.

Raudasandur


Die wundervollen Küstenlandschaften vor RaudasandurFoto aus Raudasandur in den Westfjorden Islands von Regína Hrönn Ragnarsdóttir

Für Island ist Raudasandur ein ziemlich ungewöhnlicher Strand. Die meisten Küsten des Landes bestehen aus Klippen oder zerklüfteten Felsen und die Sandstrände sind wegen der regelmäßigen Vulkanausbrüche normalerweise schwarz gefärbt. Im Gegensatz dazu ist Raudasandur mit seinem roten, orangen, rosafarbenen und goldenen Sand ein leuchtender und malerischer Ort.
Du findest Raudasandur unterhalb des Vogelfelsens Látrabjarg, was ihn zu einem perfekten Zwischenstopp für ein Picknick oder einfach nur eine Verschnaufpause auf der Fahrt durch die Westfjorde macht. Wenn du am Strand spazieren willst, musst du zuerst einen Bach durchqueren. Wenn du dich hier aufhalten willst, benötigst du also wasserdichte Stiefel.
Im Juli verwandelt das Raudasandur Music Festival den Strand für ein ganzes Wochenende in einen Ort voller Energie und bietet seinen Besuchern auch die Möglichkeit, unter der Mitternachtssonne zu campen. Das Festival ist erstaunlich groß und populär und überrascht immer wieder mit unterschiedlichsten, isländischen Künstlern. Die Einnahmen werden in den Umweltschutz und die Entwicklung der Region gesteckt.

Heiße Quellen in den Westfjorden


Direkt neben Gvendarlaug befindet sich ein heißes Becken, in dem du deine Füße baden kannstFoto aus Heiße Becken in Islands Westfjorden; Fotografin: Regína Hrönn Ragnarsdóttir

Die Westfjorde sind der älteste Teil Islands und liegen in einiger Entfernung zum Mittelatlantischen Rücken, der die Insel spaltet und für ihre außergewöhnliche geothermale Aktivität verantwortlich ist. Deshalb gibt es hier auch keine aktiven Vulkane und weniger heiße Quellen als im Rest des Landes. Ganz leer sind die Westfjorde allerdings nicht ausgegangen: Mehr als 20 Naturbecken verstecken sich in der Region.
Für die meisten Reisenden am günstigsten gelegen ist wahrscheinlich Hellulaug. Sie liegt in der Nähe der Fähre Baldur, die zwischen der Stadt Stykkishólmur auf der Halbinsel Snaefellsnes und den Westfjorden verkehrt. Gvendarlaug am Bjarnarfjördur-Fjord im Nordosten der Region ist ebenfalls eine gute Wahl. Neben dem Hotel Laugarhóll ist diese heiße Quelle leicht zu finden.

Die geheimsten heißen Quellen verbergen sich im Fjord Mjóifjördur, an dem man auf der Fahrt nach Ísafjördur vorbeikommt. Um sie vor einem Touristenansturm zu schützen, wird über ihre genaue Lage nicht gesprochen. Wenn du eine von ihnen besuchen möchtest, dann fragst du am besten einen Einheimischen oder erkundigst dich in einer Touristeninformation.



Die Fjorde selbst

Es gibt Dutzende Fjorde, die alle ihre eigene Geschichte und unverwechselbaren Charme haben

Zu den spektakulärsten Naturattraktionen der Westfjorde gehören natürlich die Fjorde selbst. Von riesigen Bergen flankiert reichen sie tief ins Land und so kann einem auf einer Autofahrt schon mal der Atem stocken. Bei guter Sicht wird einem die schiere Größe der Berge bewusst und im Sommer halten sich in den Fjorden oft Buckelwale auf, weil sie hier reichlich Nahrung finden.



Die besten „Städte“ in Islands Westfjorden

Der Begriff „Stadt“ meint in Island alle Ortschaften mit mehr als 1000 Einwohnern. In den Westfjorden erfüllt nur eine einzige Siedlung diese Voraussetzung. Aber auch die Dörfer sind malerisch und reich an Kultur und Geschichte und auch wenn sie nur ein paar Hundert Einwohner haben, verbergen sie oftmals Überraschungen, von denen die Reisenden nichts ahnen.

Wenn du die Abgeschiedenheit dieser ländlichen Gegend spüren und wie ein Einheimischer leben möchtest, dann miete doch am besten eine Sommerhütte. Auf der Webseite bungalo.com stehen verschiedene Bungalows und Häuschen zur Auswahl. Einige befinden sich innerhalb einer Ortschaft, viele andere stehen aber ganz einsam mitten in der Natur. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Ausstattungen und sie sind perfekt, um in die dramatische Landschaft der Westfjorde einzutauchen.

Ísafjördur

Ísafjördur wurde auf einer Landzunge erbaut, die in den Fjord ragt.Foto von Wikimedia, Creative Commons; Fotograf: Aron Ingi

Ísafjördur ist die ‚Hauptstadt der Westfjorde‘ und mit gerademal 2600 Einwohnern die einzige offizielle ‚Stadt’ der Region. Sie ist umgeben von einer atemberaubend schönen Landschaft, reich an Geschichte und fungiert als Kulturzentrum für die gesamte Region.

Für Reisende bietet Ísafjördur die größte Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten, Bars, Restaurants und anderen Annehmlichkeiten in den Westfjorden. Wenn du die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt erkunden willst, kannst du dafür ruhig einen halben oder ganzen Tag einplanen.

Besuche das Meereskundemuseum und erfahre alles über die Fischerei in Island und wie sie die Region geprägt hat. Neben der Schafzucht bildete der Fischfang jahrhundertelang das Rückgrat der Nation und die Gefahren, die die Isländer auf sich nahmen, um genügend Fisch zum Überleben zu fangen, sind beeindruckend.

Ísafjördur verfügt über zwei Kulturzentren – das Edinborgarhús und das Old Hospital mit Kunst und Ausstellungen von Einheimischen. Auch einige der ältesten Gebäude Islands, die teilweise bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen, kannst du hier besichtigen.

Immer über Ostern ist Ísafjördur Schauplatz des Musik-Festivals Aldrei fór ég sudur, bei dem sich lokale Größen wie Mugison die Ehre geben. Im Winter haben die Einwohner der Stadt kein leichtes Schicksal, denn die Gegend ist die dunkelste Region der Insel. Im Sommer wiederum ist es hier am hellsten! Informiere dich auf der Webseite von Ísafjördur über mehr Möglichkeiten vor Ort.

Patreksfjördur
Patreksfjördur im Licht der Sommersonne.

Foto von Wikimedia, Creative Commons; Fotograf: Brad Weber

Die Siedlung Patreksfjördur in den südlichen Westfjorden ist der beste Ausgangspunkt für Ausflüge zu Dynjandi, Látrabjarg und Raudasandur, denn sie liegt nur circa zwei Stunden von dem Wasserfall und jeweils eine Stunde vom Vogelfelsen und dem roten Sandstrand entfernt. Im Ort selbst findest du ein großes, beliebtes Schwimmbecken und in der Umgebung liegen einige der oben erwähnten heißen Quellen.

Außerdem beherbergt Patreksfjördur ein Piratenmuseum und ein Volksmuseum. Im 17. Jahrhundert waren die Isländer das Ziel barbarischer Piraten und viele wurden gefangen und umgebracht. Diese Geschichte und die Erzählungen der Überlebenden sind faszinierend. Ein Besuch im Volksmuseum lohnt sich ebenfalls: Hier erfährst du alles über den Walfang in alten Zeiten, die Luftfahrt in Island und die schon erwähnte Rettungsaktion bei Látrabjarg.

Hólmavík


Das charmante, durch und durch isländische Dorf HólmavíkFoto von Hólmavík in den Westfjorden Islands - die Stadt der Zauberer; Fotografin: Regína Hrönn Ragnarsdóttir

Die winzige Siedlung Hólmavík ist einer von diesen speziellen Orten, an denen sehr viel mehr dran ist, als man auf den ersten Blick meint. Es sieht aus, wie ein verschlafenes Fischerdorf, aber in Wahrheit beherbergt es das Museum für Hexen und Zauberei, wo du alles über Zauberstäbe, Hexenjagd und die Folklore Islands erfahren kannst. Außerdem gibt es hier ein Museum, das der Schafzucht gewidmet ist. Wer sich für Landwirtschaft interessiert, wird hier lernen, dass die Schafe für das Überleben des Landes einst genauso wichtig waren wie der Fischfang.



Reykhólar

Die hübsche Kirche von ReykhólarFoto aus 3 Days of Fun at Reykholar in the Westfjords of Iceland - Part 3; Fotografin: Regína Hrönn Ragnarsdóttir

Reykhólar liegt am Rand der Westfjorde. Nur etwa 120 Menschen leben hier. Ein Aufenthalt lohnt sich trotzdem, denn in der Umgebung gibt es viel zu sehen.

Die nahegelegene Küste ist sehr flach und die Gezeiten sind stark ausgeprägt, was viele Vögel anlockt. Die Gegend ist ein Paradies für Vogelfreunde. Außerdem gibt es ein Museum über die Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur, welches zeigt, wie die Bewohner der Westfjorde zum Überleben Vogeleier sammelten und Vögel und Robben jagten.

Auch eine Algenfabrik gibt es in Reykhólar. Sie verarbeitet Algen zu Lebensmitteln, Treibstoff, Medikamenten und Dünger. Wenn dir danach ist, kannst du hier ein ‘Algenbad’ nehmen, welches für die Haut wahre Wunder wirken soll.



Flateyri

Flateyri am Fuße eines mächtigen BergesFoto von Wikimedia, Creative Commons; Fotograf: Christian Bickel

Nur eine kurze Fahrt entfernt von Ísafjördur hinter einem Bergpass befinden sich die Orte Sudureyri, Flateyri und Thingeyri, allesamt idyllische Fischerdörfer in atemberaubender Kulisse, mit ein paar Häusern und Booten gerade groß genug, um sie auf eine Karte zu setzen.

Flateyri ist eine klitzekleine Gemeinde inmitten spektakulärer Natur: Gewaltige Tafelberge umgeben den Ort und die Küsten- und Meereslandschaften gehören zu den schönsten des Landes. Flateyri verfügt über ein Restaurant und ein Pub, ein Schwimmbecken, neu gebaute Hotpots und ein Nonsense-Museum mit Kuriositäten aus aller Welt, welches sich zunehmender Beliebtheit erfreut.

Fazit

Ein majestätischer Berg in den Westfjorden.

Die Westfjorde bieten Islandurlaubern genau das, was sie hier suchen: unberührte Natur, unfassbare Landschaften, unterschiedlichste Sehenswürdigkeiten und Kulturattraktionen. Dass die Region seltener bereist wird als der Rest des Landes, macht sie nur noch reizvoller, denn so kann man die vielen Naturwunder in Ruhe genießen.

Wenn du auf deiner Islandreise ein paar Tage übrig hast, dann solltest du dir die Eindrücke, die diese Region bietet, nicht entgehen lassen.