Erfahre mehr über die isländische Tierwelt und wie sich verschiedene Arten an die vulkanischen Landschaften und das raue Klima des Landes angepasst haben. Trotz der begrenzten Vegetation beherbergt Island eine Vielzahl von Land-, Vogel- und Meerestieren. Sie haben sowohl die Ökosysteme als auch die kulturelle Identität des Landes geprägt.
Vor der Besiedlung durch den Menschen war der Polarfuchs das einzige Landsäugetier der Insel, während Vögel und Meerestiere die Natur dominierten. Im Laufe der Zeit wurden weitere Tiere eingeführt, sodass sich die heutige vielfältige Tierwelt entwickeln konnte. Viele Besucher begegnen diesen Arten auf Wildtier-Touren, die sich auf bestimmte Lebensräume konzentrieren.
Beliebte Möglichkeiten, isländische Tiere zu beobachten, sind Vogelbeobachtungstouren an Nistklippen und Feuchtgebieten, Reittouren in ländlichen Gebieten und Walbeobachtungstouren entlang der Küste. Im Winter kannst du ein Hundeschlitten-Abenteuer am Myvatn erleben – ein Beispiel für die andauernde Nutzung von Arbeitstieren in Nordisland.
Wenn du mehr darüber erfährst, wo diese Tiere leben und wie sie mit Islands Umwelt interagieren, erhältst du wertvolle Einblicke, die dir bei der Erkundung des Landes helfen. Lies weiter und entdecke Islands Tierwelt im Detail – inklusive der besten Orte und Zeiten, um verschiedene Arten zu beobachten.
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Das Wichtigste auf einen Blick
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Isländische Pferde verfügen über einen einzigartigen zusätzlichen Gang, den Tölt, sowie den schnelleren Skeid. Geübte Reiter haben auf Reittouren oft die Gelegenheit, diese Gänge selbst zu erleben.
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Im Osten Islands leben Rentiere wild. Sie wurden ursprünglich zur Zucht eingeführt, aber nie domestiziert.
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Verwilderte Nerze und Kaninchen, die einst für die Pelzproduktion oder als Haustiere eingeführt wurden, leben heute in freier Wildbahn und stellen die Ökosysteme vor neue Herausforderungen.
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Papageientaucher sind im Sommer in Island weit verbreitet – du findest sie an Klippen, auf Inseln und sogar bei kurzen Bootstouren ab Reykjavik.
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Im Reykjavik Family Park & Zoo kannst du einheimische und domestizierte isländische Tiere wie Polarfüchse, Robben, Schafe und Rentiere im Großraum Reykjavik aus nächster Nähe erleben.
Haustiere & Nutztiere in Island

Die meisten Tiere, die du in Island siehst, sind Haustiere oder Nutztiere. Schließlich ist Island ein Land, das stark von der Landwirtschaft abhängig ist.
Auch wenn Nutztiere auf den ersten Blick nicht besonders spannend erscheinen, sind ihre Anpassung an das raue Klima und ihre Rolle in der Geschichte Islands für das Überleben der Menschen essenziell. Sie haben die Isländer durch schwierige Zeiten getragen und sind ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes und des Alltags.
Das Isländische Schaf
Das isländische Schaf war über Jahrhunderte hinweg die Lebensgrundlage Islands. Die ersten Siedler aus Norwegen brachten die Tiere mit. Ihre Wolle und ihr Fleisch halfen den Menschen, das harte Klima zu überstehen. In Island leben heute etwa 800.000 Schafe, also mehr als doppelt so viele wie Menschen.
Auch wenn sie nicht zu den aufregendsten Tieren des Landes zählen, ist ihre Bedeutung für die Geschichte enorm. In Zeiten großer Not oder bei wirtschaftlichem Aufschwung kehrte Island immer wieder zu den Schafen zurück.
So war der Ausbruch der Lakagigar-Krater im Jahr 1783 beispielsweise der folgenschwerste in der Geschichte des Landes. Bis zu 25 Prozent der Bevölkerung starben, vor allem durch Hungersnöte, nachdem 80 Prozent der Schafe durch giftige Asche verendet waren.
Auch das Wachstum und die Industrialisierung Islands während des Ersten Weltkriegs waren eng mit den Schafen verbunden. Da große Teile Europas vom Krieg betroffen waren, stieg die Nachfrage nach isländischer Wolle stark an. Der wirtschaftliche Aufschwung durch Schafprodukte in diesen vier Jahren prägte das moderne Island maßgeblich.
Ihre Wolle wird für Handarbeiten wie den berühmten Islandpullover, den sogenannten „Lopapeysa“, verwendet. Der Lopapeysa ist das perfekte Kleidungsstück zum Drüberziehen und bietet Wärme und Schutz bei Winteraktivitäten in Island. Für einen authentischen Lopapeysa empfiehlt sich ein Besuch beim Handstrickverband in der Skolavordustigur in Reykjavik.

Viele der besten Restaurants in Reykjavik servieren Lammgerichte, denn Lamm ist – neben Fisch – ein Grundpfeiler der isländischen Küche. Besonders die berühmte isländische Lammsuppe ist weltweit für ihren kräftigen, herzhaften Geschmack bekannt. Dieser Geschmack hat einen besonderen Ursprung, der tief in der Tradition verwurzelt ist.
Jeden Sommer werden die Schafe in den Hochlandregionen freigelassen, wo sie sich von isländischen Wildkräutern und Blumen ernähren. Diese Ernährung verleiht dem Fleisch einen einzigartigen Geschmack, der eng mit dem Land und der jahrhundertealten Lebensweise der Menschen dort verbunden ist.
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Der Isländische Schäferhund
Wie das Vieh in Island stammen auch die isländischen Schäferhunde von nordischen Vorfahren ab. Diese wurden vor Jahrhunderten von den ersten Siedlern mit nach Island gebracht. Seitdem sind sie unentbehrliche Helfer der Bauern beim Hüten und Bewachen von Eigentum.
Wie die meisten eingeführten Tiere sind sie kleiner als ihre Verwandten im Ausland. Aufgrund der langen Isolation Islands sind sie zudem anfälliger für Krankheiten. Tatsächlich war die Rasse Ende des 19. Jahrhunderts fast ausgestorben.
Nach einem Einfuhrverbot für andere Hunderassen und später durch Impfungen und moderne Tiermedizin hat sich die Population wieder erholt. Abgesehen von ihrer Größe ähneln isländische Schäferhunde mit ihrem flauschigen Fell und den geringelten Schwänzen anderen Hütehunden.
Auch ihr Verhalten ist typisch: Sie sind energiegeladen, widerstandsfähig, agil und freundlich – ideale Begleiter für alle, die Zeit und Platz für ausreichend Bewegung bieten können. Die meisten isländischen Schäferhunde leben auf dem Land, wo sie ihre Energie und ihren Hütetrieb voll ausleben können.
Das Islandpferd
Islandpferde unterscheiden sich deutlich von anderen Rassen. Auf den ersten Blick fällt ihre geringe Größe auf – sie werden selten größer als 150 Zentimeter.
Doch schon nach wenigen Minuten im Umgang mit ihnen merkt man, dass sie besonders freundlich, neugierig und intelligent sind. Diese Eigenschaften machen sie zu einem zentralen Bestandteil der isländischen Identität.
Ihr einzigartiger Charme liegt in ihrer Herkunft begründet: In die Langboote der ersten Siedler passten nur wenige Pferde, und es wurden nur die besten Tiere mitgenommen.
Da viele der frühen Siedler wohlhabende Häuptlinge waren, brachten sie nur die besten Tiere ihres Bestands mit. So entstand nach der Besiedlungszeit eine gesunde Population der robustesten, stärksten und klügsten Pferde aus Norwegen.
Isländische Pferde lassen sich vom isländischen Winterwetter kaum beeindrucken. Anfangs wurden sie fast ausschließlich für den Transport und manchmal für Kämpfe zwischen Clans genutzt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden sie immer wichtiger für die Landwirtschaft und damit für das Überleben der Nation.
Wer ein Pferd besaß, konnte vom Land in die Städte und zu Handelsplätzen reisen und sich so mehr Wohlstand und Möglichkeiten erschließen. Wer keines hatte, blieb hingegen oft isoliert und ärmer.
Mit dem Aufkommen des Reitsports wurden isländische Pferde für etwas anderes berühmt: Während die meisten Pferderassen weltweit über drei oder vier Gangarten verfügen (wie Trab und Galopp), beherrschen isländische Pferde fünf.
Sie sind bekannt für zwei besondere Gangarten: den sanften, viertaktigen Tölt und den schnelleren Rennpass Skeid. Der Tölt ist besonders beliebt, da er auch auf unebenem Gelände einen sehr bequemen Sitz bietet. Bei vielen Reittouren haben erfahrene Reiter die Möglichkeit, ihn selbst auszuprobieren.
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Islandpferde sind beliebt für Wettbewerbe, zum Reiten und auch als Fleischlieferanten. Sie sind aufgrund ihres Charakters, ihres Aussehens und ihrer besonderen Eigenschaften sehr gefragt. Mittlerweile leben mehr Islandpferde im Ausland als in Island: 100.000 außerhalb und etwa 80.000 im Land selbst.
Allerdings dürfen Pferde, die Island verlassen haben, nie zurückkehren, und andere Rassen sind auf der Insel nicht erlaubt. Diese strengen Regeln schützen die isolierte Rasse vor Krankheiten – eine Infektion von außen könnte die gesamte Population gefährden.
Kühe in Island
Kühe sind in Island weniger häufig als Schafe oder Pferde, doch auch sie gibt es als eigene Rasse. Du kannst sie im Rahmen eines Sommer-Mietwagen-Reisepakets entdecken oder ganz einfach, indem du dir ein günstiges Auto mietest.
Wie die Pferde wurden auch die isländischen Rinder von den ersten norwegischen Siedlern eingeführt. Seitdem haben sie sich besonders entwickelt. Sie sind beispielsweise kleiner als ihre europäischen Verwandten und sehr anfällig für fremde Krankheiten.
Leider schneiden isländische Kühe im Vergleich zu anderen Rassen nicht so gut ab wie die Pferde. Die Landwirtschaftsuniversität Islands veröffentlichte eine Studie, der zufolge schwedische Kühe mehr Milch zu geringeren Kosten produzieren würden – ein Wechsel wäre demnach wirtschaftlich vorteilhaft.
Obwohl die Isländer nicht so eng mit ihren Kühen verbunden sind wie mit den Pferden, gab es dennoch Widerstand gegen diese Idee.

Seit über 1.000 Jahren liefern isländische Kühe wichtige Milchprodukte, die fest zur Kultur des Landes gehören. Besonders bekannt ist isländischer Skyr, ein dickflüssiges, joghurtähnliches Frischkäseprodukt.
Deshalb sind sie für viele ein zu wichtiger Teil des isländischen Erbes, um auf sie zu verzichten. Authentischen Skyr kannst du auf dem Erpsstadir-Hof in Westisland und auf dem Efstidalur-Hof im Gebiet des Goldenen Kreises genießen. Dort hast du auch die Gelegenheit, die Kühe kennenzulernen, die die Milch für diese Spezialität liefern.
Island produziert zudem hochwertiges Angus-Rindfleisch. Um es zu probieren, empfiehlt sich ein Besuch im The Grillmarket in Reykjavík, wo erstklassiges Fleisch und kreative Gerichte aus lokalen Zutaten serviert werden.
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Wildlebende Tiere in Island
Vielleicht fragst du dich jetzt, welche Tiere in Island eigentlich heimisch sind. Wie bereits erwähnt, gibt es nur ein einziges einheimisches Landsäugetier. Dennoch ist die Tierwelt Islands alles andere als eintönig.
Vor allem in den Meeren und am Himmel Islands gibt es eine große Artenvielfalt, die Besucher aus aller Welt anzieht. Island ist eines der besten Reiseziele für Vogelbeobachtung, Robbenbeobachtung und Walbeobachtung.
Walbeobachtung in Island
Die nährstoffreichen subarktischen Gewässer Islands, gespeist vom Golfstrom, sind Heimat für über 20 verschiedene Wal- und Delfinarten. Besonders im Sommer, wenn die großen Wale zum Fressen kommen, ist Island ein Top-Ziel für Whale-Watching.
Dank der großen Auswahl an Walbeobachtungstouren findest du garantiert das passende Angebot. Diese Branche verändert auch den Blick der Isländer auf die Meeresriesen – das Verhältnis ist historisch und komplex.
Frühe Isländer beschrieben Wale oft als furchterregende Ungeheuer. Eine berühmte Geschichte erzählt von einem Zauberer, der versuchte, sich in einen Wal zu verwandeln, um Island zu erobern, doch er wurde an allen vier Küsten von einem anderen Schutzgeist abgewehrt.

Wale wurden in freier Wildbahn zwar gefürchtet, aber wenn sie an Land gespült wurden, waren sie ein Segen. Ihr Fleisch ernährte ganze Gemeinden und ihr Öl diente als Brennstoff. Das isländische Wort „hvalreki“ bedeutet sowohl „Glücksfall“ als auch „gestrandeter Wal“.
In Island begann der kommerzielle Walfang erst im späten 19. Jahrhundert – später als in anderen Ländern – und war immer wieder umstritten. Mehrfach wurde er verboten und wieder erlaubt – je nach Bestand, internationalem Druck und lokaler Meinung.
Ob der Walfang eine Zukunft hat, ist umstritten. Sicher ist: Die Walbeobachtung boomt. Von Häfen im ganzen Land starten Touren mit hoher Erfolgsquote und beeindruckender Artenvielfalt.
Polarfüchse in Island
Foto von Jonatan Pie
Bevor der Mensch nach Island kam, war der Polarfuchs das einzige Landsäugetier der Insel. Er gelangte während der letzten Eiszeit über das Meereis auf die Insel und wurde nach dem Abschmelzen vor über 10.000 Jahren dort heimisch.
Diese anpassungsfähigen Tiere ernähren sich von Eiern, Vögeln, Wirbellosen und Beeren.
Nach der Besiedlung wurden Polarfüchse stark bejagt – zunächst wegen ihres Fells, später zum Schutz des Viehs. Mit der Entwicklung von Pelzfarmen entfiel der erste Grund, doch die Bauern halten eine Bestandsregulierung weiterhin für notwendig.
Obwohl die Jagd die Populationen dezimierte, brachte die Ankunft der Menschen auch neue Nahrungsquellen wie Nagetiere, Essensreste und Lämmer mit sich – so konnte die Art überleben.
In Island gibt es zwei Farbvarianten des Polarfuchses: weiße und blaue. Die weißen Füchse wechseln ihr Fell je nach Jahreszeit: Im Winter ist es schneeweiß, im Sommer braun-weiß. Blaue Füchse wechseln ihr Fell nicht, aber es bleicht im Sommer aus und wird zum Winter hin heller. Im Winter bekommen beide Varianten ein besonders dichtes Fell, das sie im Sommer wieder verlieren.
Polarfüchse kommen in ganz Island vor, sind aber vor allem in den Westfjorden verbreitet. Besonders gute Chancen auf eine Sichtung hast du im hohen Norden des abgelegenen Hornstrandir-Naturschutzgebiets. Wer Polarfüchse sehen möchte, kann eine 10-stündige Polarfuchs-Tour oder sogar eine 3-tägige geführte Tour in Hornstrandir buchen.
Seit 2007 gibt es das Arctic Fox Center im Dorf Sudavik. Das Zentrum betreibt Forschung, informiert über Gefahren für die Tiere und fördert nachhaltigen Tourismus.
Robben in Island

Seit Jahrtausenden nutzen Robben Islands Küsten zum Ausruhen, zur Fortpflanzung und zum Fellwechsel. Die kalten, nährstoffreichen Gewässer und die langen, felsigen Küstenabschnitte boten schon lange bevor der Mensch kam ideale Bedingungen für große Kolonien.
Ihre hohe Zahl und ihre geringe Scheu vor Menschen waren für die ersten Siedler ein Segen. Sie lieferten Nahrung, Kleidung und Öl und machten damit das Leben im neuen Land erst möglich.
Im 20. Jahrhundert gingen die Bestände jedoch stark zurück, da Robben zunehmend aus modischen Gründen statt zum Überleben gejagt wurden. Heute sind die Populationen wieder relativ stabil.
Foto von Einar Jonnson
Robben werden in Island gelegentlich noch gejagt, da sie Fischereigeräte beschädigen und Bandwürmer auf Fischbestände übertragen können. Auf Privatgrund werden sie auch noch wegen ihres Fells gejagt. Diese Praktiken werden zunehmend kritisch gesehen, besonders seit der Eröffnung des Icelandic Seal Center im Dorf Hvammstangi.
Das Icelandic Seal Center widmet sich der Forschung und Aufklärung über diese faszinierenden Meeressäuger. Bei einem Besuch in Nordisland kannst du die informative Ausstellung des Zentrums erleben.
Zwei Robbenarten leben dauerhaft an Islands Küsten: der Seehund und die Kegelrobbe. Sie kommen rund um Island vor, aber die besten Orte zur Beobachtung sind die Westfjorde, die Halbinsel Vatnsnes, die Halbinsel Snaefellsnes und die Jökulsarlon-Gletscherlagune.
Doch auch andere Arten besuchen Islands Gewässer: Sattelrobben, Bartrobben, Klappmützen und Ringelrobben sind gelegentliche Gäste, und sogar Walrosse werden manchmal in den Westfjorden gesichtet. Früher gab es hier viele Walrosse, doch sie wurden im 17. Jahrhundert ausgerottet.
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Papageientaucher in Island
Papageientaucher gelten in den meisten Teilen der Welt als selten und scheu, doch in Island gibt es sie in großer Zahl. Ihre Ankunft im April und Mai markiert den Sommerbeginn, und bis August kannst du sie vielerorts aus nächster Nähe beobachten.
Rund 60 Prozent aller Atlantik-Papageientaucher brüten an Islands Klippen – Millionen von Brutpaaren. Diese Vögel nisten nur dort, wo bereits viele Artgenossen leben, daher findest du sie meist in großen Kolonien.
Papageientaucher lassen sich sowohl vom Land als auch vom Wasser aus beobachten. Vom Alten Hafen in Reykjavik starten stündliche Bootstouren zu den Inseln Lundey und Akurey in der Bucht, wo Tausende der Vögel nisten.
Die Boote sind klein genug, um dicht an die Felsen heranzufahren, und viele Touren bieten Ferngläser für eine bessere Sicht. Auch viele Walbeobachtungstouren machen einen Abstecher zu diesen Inseln.
- Entdecke, wo du Papageientaucher in Island findest

Wer im Sommer in die Westfjorde reist, muss nicht einmal Boot fahren, um Papageientaucher zu sehen. Die bis zu 440 Meter hohen und 14 Kilometer langen Latrabjarg-Klippen sind schon für sich genommen beeindruckend, doch ihre große Artenvielfalt macht sie wahrhaft atemberaubend.
Wenn du am Rand dieser Klippen entlangläufst, kannst du den nistenden Papageientauchern bis auf Armlänge nahekommen. Sie haben keinerlei Scheu vor Menschen und fliegen nur weg, wenn man versucht, sie zu berühren. Aus dieser Nähe kannst du die Details ihrer bunt bemalten Schnäbel und ihre niedlichen Gesichtsausdrücke ganz genau betrachten.
Das sind jedoch nicht die einzigen Orte, an denen Papageientaucher nisten. Du findest sie in riesigen Kolonien rund um die Westmännerinseln, am Dyrholaey-Felsentor, in Borgarfjördur Eystri und auf Grimsey im Norden. Entlang der Südküste hast du auf der Ingolfshöfdi-Papageientaucher-Tour nahe der Stadt Höfn die Gelegenheit, sie zu beobachten.
Zwar ist die dramatische Natur Islands die eindrucksvollste Möglichkeit, Papageientaucher zu sehen, doch kannst du sie auch per Boot in der Nähe der Hauptstadt entdecken. Deshalb ist diese Reykjavik-Papageientaucher-Tour eine der beliebtesten Sommeraktivitäten in Island.
Weitere Vogelarten in Island
Papageientaucher sind die beliebtesten Vögel Islands, doch diese kleine Insel beherbergt eine enorme Vielfalt an Vogelarten. Die Klippen von Latrabjarg in den Westfjorden und Krysuvikurbjarg auf der Reykjanes-Halbinsel sind die Heimat für Tausende von Vögeln und viele verschiedene Arten wie Trottellummen, Eissturmvögel, Möwen, Alken, Strandläufer und Kiebitze.
Auch rund um die Küsten findest du arktische Seeschwalben und Seeadler. Ebenso vielfältig ist das Leben im Süßwasser: Der Myvatn-See allein beherbergt 14 verschiedene Entenarten sowie Gänse und Singschwäne.
Abseits der Gewässer gibt es noch mehr Arten: Gerfalken, Goldregenpfeifer, Schnepfen und Alpenschneehühner sind auf der Insel heimisch.
Doch keine Übersicht über die Vögel Islands wäre vollständig ohne die Erwähnung des Raben. Obwohl er zu den weltweit am weitesten verbreiteten Tieren zählt, ist er in Island allgegenwärtig und wird wegen seiner Intelligenz und seiner Bedeutung in der isländischen Folklore und im Heidentum verehrt.
Nicht-einheimische Tiere in Island

Als die Nordmänner Island erstmals betraten, gab es hier nur eine einzige einheimische Tierart. Heute leben mehrere Arten im ganzen Land.
Keine von ihnen kam auf natürlichem Wege hierher, sondern wurde entweder von Menschen eingeführt oder kam als blinder Passagier auf einem Schiff an. Dennoch haben sie sich alle erfolgreich angesiedelt – mit positiven wie negativen Folgen.
Rentiere in Ostisland

Gibt es Rentiere in Island? Ja! In Ostisland sind Rentiere ein häufiger Anblick. Sie wurden im 18. Jahrhundert nach Island gebracht. Ursprünglich sollten sie gezüchtet werden, doch die Isländer konnten sich nie mit der Rentierzucht anfreunden. So wurde die Population der isländischen Rentiere wild.
Heute leben schätzungsweise 3.000 Rentiere im Land. Am häufigsten sind sie rund um den Snaefell-Berg zu finden, im Sommer auf den Hochflächen und im Winter in den wärmeren Niederungen. Sie wurden auch schon so weit südlich wie an der Jökulsarlon-Gletscherlagune und so weit nördlich wie am Vopnafjördur gesichtet.
Obwohl Rentiere in ganz Island beliebt sind, wird ihre Population saisonal reguliert. Es wird befürchtet, dass sie mit den frei laufenden Schafen um Weideflächen konkurrieren könnten. Dies könnte die Wirtschaft in strengen Wintern oder bei größeren Vulkanausbrüchen, die in Island nicht selten sind, ernsthaft beeinträchtigen.
Nager und Nerze in Island
Foto von Pdreijnders, aus Wiki Creative Commons. Keine Bearbeitung.
Im Laufe der Geschichte haben Menschen bei der Besiedlung neuer Länder stets auch Nagetiere mitgebracht. Island bildet da keine Ausnahme. Neben Wald- und Hausmäusen kamen auch Wanderratten mit den ersten Siedlern oder später mit Handelsschiffen ins Land. Während sich die Mäuse über das ganze Land verbreitet haben, leben die Ratten vor allem in bewohnten Gebieten.
In Island gibt es außerdem eine Population wilder Nerze, die erst in jüngerer Zeit entstanden ist. Sie wurden im frühen 20. Jahrhundert für Pelzfarmen eingeführt, entkamen jedoch und wurden wild. Häufig sieht man sie beim Fischen rund um Reykjavik oder beim Plündern von Vogelnestern. Sie sind zum Ärgernis vieler Hühnerhalter im ganzen Land geworden.
Kaninchen sind eine weitere invasive Art, die sogar noch später als die Nerze eingeführt wurde. Die meisten Kaninchen stammen von Haustieren ab, die um das Jahr 2010 herum ausgesetzt wurden. Auf dem Oskjuhlid-Hügel und im bewaldeten Ellidaardalur-Tal nagen sie an Baumwurzeln und Zäunen und schädigen so sowohl die Natur als auch menschliche Bauwerke.
Eisbären aus Grönland
Foto von Hans-Jurgen Mager
Der Eisbär gehört nicht zu den einheimischen Tieren Islands, sondern ist ein seltener Besucher aus Grönland. Entgegen der landläufigen Meinung gibt es in Island keine dauerhafte Eisbärenpopulation.
Gelegentlich werden Eisbären von treibenden Eisschollen an die Küsten Islands gespült, meist in die Westfjorde. Solche Vorfälle sind jedoch extrem selten und für Besucher kein Grund zur Sorge.
Leider sind die Tiere bei ihrer Ankunft meist ausgehungert und stellen daher eine erhebliche Gefahr für die Menschen in der Region dar. Angesichts dessen und der hohen Kosten für das Einfangen, die Pflege und die Rückführung des Eisbären in seine Heimat (geschätzt auf ca. 72.000 EUR), werden sie bei ihrer Ankunft getötet.
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In etwas mehr als 1.000 Jahren hat sich Island von einer kargen, unbewohnten Insel mit nur einer einheimischen Landsäugetierart zu einem Ort entwickelt, an dem das Leben gegen alle Widerstände gedeiht. Heute findest du überall Zeichen von Widerstandskraft und Anpassung – selbst in den unwirtlichsten Landschaften.
Natürlich findest du die Tiere, die in Island leben, am ehesten, wenn du weißt, wo du suchen musst. Von den großen Walen bis zu den entlaufenen Nagern – die Tiere in Island prägen immer wieder aufs Neue den Charakter dieser Nation.
Welches ist das bekannteste Tier Islands?
Welche Tiere kann man als Tourist in Island sehen?
Gibt es in Reykjavik Zoos oder Orte, an denen man Tiere sehen kann?
Kann man die isländische Tierwelt fotografieren?
Gibt es in Island wilde Tiere?
Wie kannst du dich beim Wandern in Island vor Wildtieren schützen?
Unterscheiden sich Islandpferde von anderen Pferden?
Wo kann man in Island Papageientaucher sehen?
Gibt es in Island gefährliche Tiere?
Kann man in Island Wale sehen?
Wo kann man in Island Rentiere sehen?
Kann man in Island Robben sehen?
Egal, ob du wissen möchtest, welche Tiere in Island leben oder wo du sie beobachten kannst – wir hoffen, dieser Guide war hilfreich für dich. Wir freuen uns auf deine Kommentare und Fragen im Abschnitt unten und werden sie gerne beantworten.

Hi, I’m Richard. I lived in Iceland for a decade, during which I traveled the country extensively and worked as a guide for several leading travel companies. I’m passionate about writing and sharing the best travel experiences Iceland has to offer so visitors can discover and enjoy the magic of this incredible country just like I did.







