Island ist ein Land, das von Feuer und Eis geformt wurde – und nichts verkörpert diese rohe Naturgewalt besser als seine unzähligen Wasserfälle. Von mächtigen, gletschergespeisten Strömen bis zu sanften, versteckten Kaskaden inmitten von Lavafeldern: Die Wasserfälle in Island zeigen eine atemberaubende Schönheit, die jeden in Staunen versetzt.
Warum du unseren Inhalten vertrauen kannst
Guide to Iceland ist die vertrauenswürdigste Reiseplattform in Island und hilft jedes Jahr Millionen von Besuchern. Alle unsere Inhalte werden von lokalen Experten verfasst und geprüft, die Island bestens kennen. Du kannst dich auf genaue, aktuelle und verlässliche Reisetipps verlassen.
Insgesamt beherbergt Island über 10.000 beeindruckende Wasserfälle. Von berühmten Attraktionen wie dem Gullfoss bis zu versteckten Juwelen tief in der Natur – jeder Wasserfall bietet ein einzigartiges Erlebnis. In diesem Guide erfährst du, wie diese wunderschönen Wasserfälle in Island entstehen, welche Arten es gibt und wie du sie sicher besuchst.
Hol das Beste aus deiner Reise heraus, indem du an Wasserfalltouren in Island teilnimmst oder dein eigenes Abenteuer planst und mit dem Mietwagen eine Selbstfahrerreise unternimmst. Einige Reisepakete beinhalten sogar spezielle Wasserfall-Routen mit Unterkunft und Transport. Ganz gleich, wie du Island entdecken möchtest – dieser Guide hilft dir, eine unvergessliche Reise zu planen.
Wie entstehen Wasserfälle in Island?
Die Wasserfälle Islands verdanken ihre Existenz einer einzigartigen Kombination geologischer Prozesse. Die Insel liegt direkt auf dem Mittelatlantischen Rücken, wo die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte auseinanderdriften. Diese tektonische Aktivität schafft Spalten, hohe Klippen und tiefe Täler – ideale Voraussetzungen für die Entstehung von Wasserfällen.
Islands Gletscher spielen eine entscheidende Rolle bei der Speisung vieler dieser Wasserfälle. Vatnajökull, Europas größter Gletscher, und andere Gletscher schmelzen in den wärmeren Monaten und schicken riesige Wassermengen über Klippen und durch Flusssysteme.
Das vulkanische Grundgestein, meist aus Basalt und Lavaströmen, prägt die Form und das Aussehen der Wasserfälle. Im Laufe der Zeit gräbt die Erosion tiefe Schluchten, Canyons und Stufen, die jedem Wasserfall seinen eigenen Charakter verleihen.
Auch die Jahreszeiten spielen eine wichtige Rolle: Im Sommer sorgt Schmelzwasser für besonders kraftvolle Ströme, während im Winter viele Wasserfälle zu glitzernden Eisskulpturen erstarren – ein Paradies für Fotografen und Abenteurer.
Neben dem Schmelzwasser der Gletscher speist auch der Regen Islands Wasserfälle. Unsere Studie zu den regenreichsten und trockensten Monaten in Island hat ergeben, dass die Südküste, an der sich auch die Wasserfälle Skogafoss und Seljalandsfoss befinden, die niederschlagsreichste Region Islands ist. Im Dorf Vik fallen durchschnittlich etwa 1.710 Millimeter Niederschlag pro Jahr.
Verschiedene Arten von Wasserfällen in Island
Nicht alle Wasserfälle sind gleich! Islands Geologie bringt verschiedene Wasserfalltypen hervor:
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Sturz-Wasserfälle: Das Wasser fällt senkrecht, ohne den Fels zu berühren.
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Schleier-Wasserfälle: Das Wasser bleibt beim Herabfallen in Kontakt mit dem Fels.
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Stufen-Wasserfälle: Das Wasser stürzt in mehreren Abschnitten oder Stufen hinab.
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Katarakte: Besonders kraftvolle Wasserfälle mit starkem Durchfluss.
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Fächer-Wasserfälle: Das Wasser breitet sich beim Herabfallen fächerförmig aus.
Wenn du weißt, um welchen Typ Wasserfall es sich handelt, kannst du ihn noch mehr schätzen. Fotografen und Wanderer können so außerdem die besten Perspektiven und Zeiten für ihren Besuch planen.
So wählst du die passenden Wasserfälle in Island aus
Um Reisenden die Auswahl der Wasserfälle zu erleichtern, hat Guide to Iceland eine Studie zu den meistempfohlenen Wasserfällen Islands durchgeführt. Dafür wurden 8.488 Reddit-Kommentare und mehr als 27.000 TripAdvisor-Bewertungen ausgewertet.
Skogafoss belegte mit 344 Erwähnungen auf Reddit den ersten Platz, gefolgt von Seljalandsfoss, Dettifoss, Gullfoss und Glymur. Kvernufoss erhielt mit 4,9 die höchste Bewertung auf TripAdvisor und führte außerdem das Ranking der Geheimtipps in der Studie an.
Je nachdem, welches Erlebnis sie suchten, bevorzugten Reisende unterschiedliche Wasserfälle. Glymur stach besonders als Wanderziel hervor, Dynjandi wegen der Aussicht auf die Umgebung und Dettifoss aufgrund seiner gewaltigen Kraft und Größe. Seljalandsfoss und Kvernufoss gehörten zu den beliebtesten Wasserfällen, bei denen man hinter dem herabstürzenden Wasser entlanggehen kann.
Diese Ergebnisse können dir dabei helfen, die Wasserfälle auszuwählen, die am besten zu deinen Interessen passen. Bei der Reiseplanung spielt jedoch auch ihre Lage eine wichtige Rolle. Im folgenden Abschnitt erfährst du, welche Wasserfälle sich am besten in deine Reiseroute einbauen lassen.
Wasserfälle in Island nach Regionen
Islands Wasserfälle verteilen sich über ganz unterschiedliche Landschaften und lassen sich am besten nach Regionen erkunden. So kannst du deine Reise effizient planen und Wasserfälle mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Nähe kombinieren.
Wasserfälle in Südisland
Südisland ist die zugänglichste und wasserfallreichste Region – viele berühmte Wasserfälle liegen direkt an der Ringstraße. Perfekt für Erstbesucher und alle, die auf Roadtrips spektakuläre Landschaften ohne große Umwege erleben möchten.
Viele Südküsten-Touren führen zu Highlights wie Seljalandsfoss und Skogafoss – so kannst du die berühmtesten Wasserfälle an einem Tag erleben.
Gullfoss-Wasserfall
Gullfoss, der „Goldene Wasserfall“, ist eine der beliebtesten Naturattraktionen Islands am Goldenen Kreis. In der Studie zu den meistempfohlenen Wasserfällen Islands belegte er den vierten Platz. Der Gullfoss stürzt in zwei Stufen 11 Meter und 21 Meter in die Tiefe, bevor das Wasser in eine über 70 Meter tiefe Schlucht fließt.
Der Hvita-Fluss, gespeist vom Langjökull, sorgt für wechselnde Wassermengen im Jahresverlauf. An sonnigen Tagen zaubert der Sprühnebel oft farbenfrohe Regenbögen über die Schlucht.
Gut ausgebaute Wege führen zu oberen und unteren Aussichtspunkten – perfekte Fotospots! Gullfoss ist das ganze Jahr über zugänglich: Im Sommer grün und lebendig, im Winter ein magisches Eisspektakel. Das Wetter wechselt schnell – zieh dich am besten im Zwiebellook an und trage feste Schuhe.
Skogafoss-Wasserfall
Skogafoss ist ein majestätischer Vorhangwasserfall am Skoga-Fluss, etwa 60 Meter hoch und 25 Meter breit. Laut der Studie von Guide to Iceland ist er der meistempfohlene Wasserfall Islands.
Sein kraftvoller Fall erzeugt einen ständigen Sprühnebel, der an sonnigen Tagen oft Regenbögen entstehen lässt. Du kannst direkt bis an den Fuß des Wasserfalls gehen, das Tosen spüren und die Gischt auf der Haut fühlen.
Eine Treppe mit 527 Stufen führt zu einer Aussichtsplattform am oberen Rand – mit Panoramablick auf Wasserfall und Küste. Von hier aus kannst du auf dem beliebten Fimmvorduhals-Wanderweg bis nach Thorsmörk weiterwandern. In der Nähe bietet das Skogar-Volkskundemuseum spannende Einblicke in die isländische Kultur.
Seljalandsfoss-Wasserfall
Der Seljalandsfoss ist ein 65 Meter hoher Wasserfall und einer der wenigen Wasserfälle, hinter denen du entlanggehen kannst. In der Studie zu den meistempfohlenen Wasserfällen Islands belegte er den zweiten Platz.
Der Weg hinter dem Wasserfall eröffnet eine außergewöhnliche Perspektive und macht den Seljalandsfoss besonders bei Fotografen beliebt – vor allem bei Sonnenuntergang. Der Wasserfall stürzt von einer ehemaligen Meeresklippe in die Tiefe und wird vom Fluss Seljalandsá gespeist, der vom Gletscher Eyjafjallajökull herabfließt.
Je nach Jahreszeit verändert sich auch das Erscheinungsbild des Wasserfalls: Im Sommer fällt das Wasser oft wie ein feiner Schleier herab, während es nach starken Regenfällen mit gewaltiger Kraft in die Tiefe rauscht. Der Seljalandsfoss ist das ganze Jahr über zugänglich, allerdings kann der Weg hinter dem Wasserfall im Winter aufgrund von Eis gesperrt sein.
Gljufrabui-Wasserfall
Nur einen kurzen Spaziergang vom Seljalandsfoss entfernt liegt der Gljufrabui – ein versteckter Wasserfall hinter einer moosbewachsenen Klippe. Er zählt zu den zehn am häufigsten empfohlenen Wasserfällen unter Reisenden, die Island besucht haben.
Du erreichst ihn, indem du durch eine enge Schlucht und einen seichten Bach watest. Dieses Gefühl von Entdeckung macht ihn zu einem lohnenden Ziel für alle, die gern abseits der Massen unterwegs sind. Wasserdichte Schuhe sind wegen des nassen Untergrunds empfehlenswert.
Im Inneren der Schlucht stürzt das Wasser fast 40 Meter in eine felsige Kammer. Sonnenstrahlen zaubern oft Lichtstrahlen und Regenbögen durch die schmale Öffnung. Die ruhige, abgeschiedene Atmosphäre macht Gljufrabui zum Geheimtipp für Fotografen und Naturliebhaber.
Faxafoss-Wasserfall
Der Faxafoss, auch Faxi genannt, ist ein breiter, sanft fließender Wasserfall am Golden Circle. Er ist etwa 7 Meter hoch und 80 Meter breit. Im Gegensatz zu seinen spektakuläreren Nachbarn sorgt sein breiter, gleichmäßiger Wasserstrom für eine ruhige Atmosphäre. Damit ist er ein idealer Zwischenstopp für alle, die dem Trubel an stärker besuchten Sehenswürdigkeiten wie dem Gullfoss oder dem Geothermalgebiet Geysir entgehen möchten.
Ein kleiner Parkplatz und eine Aussichtsplattform machen den Wasserfall leicht zugänglich. Eine Fischtreppe neben dem Wasserfall ermöglicht es Lachsen, flussaufwärts zu schwimmen – ein eher seltener Anblick an Islands Wasserfällen. Picknickplätze in der Nähe und vergleichsweise wenige Besucher machen den Faxafoss zu einem schönen Ort, um eine Pause einzulegen, Fotos zu machen oder eine Mahlzeit mit Aussicht zu genießen.
Wasserfälle in Westisland
Westisland ist geprägt von Lavafeldern, Vulkankratern und Flüssen – hier entspringen viele Wasserfälle direkt aus porösem Gestein. Die Erkundung der Wasserfälle zählt zu den besten Aktivitäten in Westisland – besonders für alle, die einzigartige Landschaften und weniger Trubel suchen.
Hraunfossar-Wasserfall
Hraunfossar, die „Lavafälle“, erstrecken sich über rund 900 Meter: Hier sickert Wasser durch poröses Lavagestein in den Hvita-Fluss. Anstelle eines großen Falls fließen Dutzende sanfte Ströme seitlich über das dunkle Lavafeld. Dieses Naturschauspiel ist einzigartig und wirkt fast surreal. Einer der fotogensten Wasserfälle Islands!
Der Ort ist leicht erreichbar und bietet Spazierwege sowie Aussichtsplattformen. Besonders im Herbst, wenn die Farben leuchten, ist die Gegend ein Traum für Fotografen und Familien.
Barnafoss-Wasserfall
Direkt oberhalb von Hraunfossar liegt der Barnafoss – ein schmaler, kraftvoller Wasserfall, der sich durch einen gewundenen Lavakanal zwängt. Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch bizarre Felsformationen und schäumt wild. Der Name bedeutet „Kinderfall“ und geht auf eine lokale Sage zurück, in der zwei Kinder tragisch in den Fluss stürzten – diese Geschichte verleiht dem Ort eine geheimnisvolle Aura.
Den Barnafoss kannst du von markierten Wegen und Aussichtspunkten nahe der Brücke über den Fluss bestaunen. Im Gegensatz zu den sanften Strömen des Hraunfossar ist der Barnafoss laut, schnell und dramatisch. Dieser Kontrast macht einen Besuch beider Wasserfälle besonders lohnenswert. Die Gegend ist das ganze Jahr über zugänglich und eignet sich perfekt für einen kurzen, landschaftlich reizvollen Stopp.
Wasserfälle in Nordisland
Nordisland bietet wilde Natur und mächtige Flüsse, gespeist vom Hochland. Die spektakulären Wasserfälle sind weniger besucht als im Süden – ein Geheimtipp für alle, die Ruhe und eindrucksvolle Landschaften suchen. Hier findest du einige der absoluten Highlights in Nordisland.
Godafoss-Wasserfall
Der „Wasserfall der Götter“, Godafoss, ist ein beeindruckender hufeisenförmiger Wasserfall. Er stürzt etwa 12 Meter in den Fluss Skjalfandafljot und ist fast 30 Meter breit. Das türkisfarbene Wasser bildet einen tollen Kontrast zu den dunklen Vulkanfelsen – ein Traum für Fotografen und Naturliebhaber.
Godafoss hat auch eine große historische Bedeutung: Den isländischen Sagas zufolge warf der Gesetzessprecher Thorgeir um das Jahr 1000 seine heidnischen Götterbilder in den Wasserfall – als Symbol für Islands Übertritt zum Christentum. Rund um den Wasserfall führen Wege zu Aussichtspunkten, von denen aus sich ein toller Blick auf die Stromschnellen und die grüne Landschaft bietet.
Dettifoss-Wasserfall
Der Dettifoss im Vatnajökull-Nationalpark in Nordisland ist Europas leistungsstärkster Wasserfall. Reisende haben ihn auf Platz drei der meistempfohlenen Wasserfälle Islands gewählt.
Der Wasserfall stürzt 44 Meter in die Tiefe und ist 100 Meter breit – die enorme Wassermenge erzeugt ein donnerndes Tosen und einen dichten Sprühnebel, der das Erlebnis unvergesslich macht.
Du kannst den Dettifoss von beiden Seiten erreichen, wobei die Westseite leichter zugänglich und sicherer ist. Die Umgebung ist geprägt von bizarren Vulkanfelsen und tiefen Schluchten – eine Landschaft wie von einer anderen Welt. Gut markierte Wege und Schotterstraßen machen das Gebiet das ganze Jahr über zum Paradies für Wanderer und Fotografen.
Reykjafoss-Wasserfall

Der Reykjafoss in der Region Skagafjördur im Norden Islands stürzt etwa 20 Meter tief in einen ruhig fließenden Fluss, umgeben von üppig grüner Landschaft und Weideland. Früher war der Wasserfall ein idyllischer Zwischenstopp für Reisende auf einem Roadtrip durch Nordisland und über einen kurzen Fußweg leicht zu erreichen.
Die nahe gelegene natürliche geothermische Quelle Fosslaug war ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel und bot die Möglichkeit, in warmem Wasser mit Blick auf den Fluss und den Wasserfall zu baden. Seit dem 29. Juni 2026 hat der Grundstückseigentümer jedoch den öffentlichen Zugang sowohl zum Reykjafoss als auch zur Fosslaug bis auf Weiteres gesperrt. Solange die Sperrung besteht, sollten Besucher nicht versuchen, die beiden Attraktionen zu betreten.
Wasserfälle in Ostisland
Ostisland ist bekannt für Wasserfälle, die von bunten Rhyolithklippen und bewaldeten Hügeln eingerahmt werden – eine friedliche, wenig besuchte Region. Die Erkundung dieser Wasserfälle zählt zu den schönsten Erlebnissen in Ostisland und ist ein Highlight vieler Ostfjorde-Touren für alle, die Ruhe und Natur suchen.
Hengifoss-Wasserfall
Mit 128 Metern ist der Hengifoss einer der höchsten Wasserfälle Islands. Die Wanderung dorthin dauert 45 bis 60 Minuten pro Strecke auf einem gut markierten Weg durch Wald und Felsgelände. Unterwegs kommst du auch am kleineren Litlanesfoss vorbei, der für seine beeindruckenden Basaltsäulen bekannt ist.
Das Highlight des Hengifoss sind die markanten Klippen mit leuchtend roten und schwarzen Vulkanschichten, die einen dramatischen Hintergrund bilden – eine Kulisse, wie man sie bei Wasserfällen selten sieht. Das Rauschen des Wassers und die Farben machen den Ort zu einem Paradies für Fotografen und Naturliebhaber.
Fardagafoss-Wasserfall
Nur wenige Minuten außerhalb von Egilsstadir liegt der Fardagafoss – ein 20 Meter hoher Wasserfall, den du nach einer kurzen, einfachen Wanderung erreichst. Der Weg dorthin dauert etwa 20 Minuten und führt durch einen ruhigen Wald. Hier kannst du sogar hinter dem Wasserfall entlanggehen!
Vom Weg aus hast du zudem einen tollen Blick auf Egilsstadir, den Lagarfljot und die umliegenden Berge. Die friedliche Atmosphäre macht Fardagafoss zum perfekten Ort für eine entspannte Naturpause – ideal für Familien und alle, die die Ostfjorde ohne lange Wanderung erkunden möchten. Der gut ausgebaute Weg ist in den meisten Jahreszeiten begehbar.
Klifbrekkufossar-Wasserfall
Im abgelegenen Mjoifjördur-Fjord liegt Klifbrekkufossar – eine beeindruckende Kaskade aus mehreren Stufen, die rund 90 Meter über einen grünen Hang stürzt. Besonders schön ist es hier im Frühsommer, wenn das Schmelzwasser die Wasserfälle anschwellen lässt und die Umgebung in sattem Grün leuchtet.
Die Anfahrt erfolgt über eine schmale Schotterstraße in einen der am wenigsten besuchten Fjorde Islands – schon die Fahrt ist ein Abenteuer mit spektakulären Ausblicken auf Berge und Meer. Entlang der Straße gibt es mehrere Haltepunkte für Fotos und stille Momente. Ein echter Geheimtipp für alle, die Islands unberührte Regionen entdecken möchten.
Wasserfälle in den Westfjorden
Die Westfjorde sind Islands abgelegenste Region – hier beeindrucken unberührte Natur und Einsamkeit. Die spektakulären Wasserfälle liegen weitab der Touristenströme und zählen zu den Höhepunkten vieler Westfjorde-Touren für alle, die Ruhe und wilde Landschaften suchen.
Dynjandi-Wasserfall
Der Dynjandi, auch Fjallfoss genannt, ist 100 Meter hoch und wird von oben nach unten immer breiter – dadurch entsteht seine einzigartige, dreieckige Form. Der Dynjandi zählt laut den Empfehlungen von Reisenden zu den zehn meistempfohlenen Wasserfällen Islands.
Der Name bedeutet „der Donnernde“ und beschreibt das tiefe, hallende Tosen, das durch das Tal schallt. Im Gegensatz zu vielen anderen Wasserfällen steht der Dynjandi unter Naturschutz und ist völlig unberührt von Wasserkraftwerken.
Der Weg dorthin führt an sechs kleineren Wasserfällen vorbei, die alle eigene Namen und Charakter haben. Entlang des Pfades informieren Tafeln über die geologische und kulturelle Geschichte der Region. In der Nähe befinden sich auch die Überreste alter Torfhäuser – Zeugnisse früherer Siedlungen. Die Infrastruktur ist einfach, also komm gut vorbereitet, um ein ruhiges Naturerlebnis zu genießen.
Thingmannaa-Wasserfall
Versteckt im abgelegenen Vatnsfjördur liegt Thingmannaa – ein seltener, wenig besuchter Wasserfall, der über 30 Meter durch eine enge, moosige Schlucht fällt. Das Tal war einst ein historischer Versammlungsort; der Name bedeutet „Fluss der Thingmänner“ und erinnert an die frühen isländischen Volksversammlungen. Nur wenige Touristen kommen hierher – perfekt für alle, die Ruhe und Besinnung suchen.
Ein Parkplatz befindet sich etwa 100 Meter von der Straße entfernt. Von dort sind es nur etwa fünf Minuten zu Fuß bis zum Wasserfall. Der Fluss oberhalb des Wasserfalls ist ein Geheimtipp zum Forellenangeln, bekannt vor allem bei Einheimischen. Da es keine Infrastruktur gibt, solltest du alles Nötige mitbringen und die unberührte Natur in deinem eigenen Tempo genießen.
Versteckte und weniger bekannte Wasserfälle in Island
Abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten Islands bieten viele versteckte Wasserfälle eine stille Schönheit und unberührte Natur. Diese weniger bekannten Orte ermöglichen dir eine ganz persönliche Verbindung zur Landschaft – oft ohne eine weitere Menschenseele in Sicht. Um sie zu erreichen, ist meist eine kurze Wanderung oder eine Fahrt abseits der Hauptstraßen nötig, doch die Mühe lohnt sich. Hier zeigt sich ein Island, das viele Reisende nie zu Gesicht bekommen.
Kvernufoss-Wasserfall

Nur einen kurzen Spaziergang vom Skogafoss entfernt liegt der Kvernufoss, ein 30 Meter hoher Wasserfall, der sich in einer schmalen Schlucht hinter dem Skogar-Museum verbirgt. In der Studie zu den meistempfohlenen Wasserfällen Islands führte er das Ranking der Geheimtipps an und erhielt außerdem die höchste Bewertung.
Der Weg zum Wasserfall ist einfach und führt in etwa 15 Minuten durch ein grünes Tal. Hier geht es deutlich ruhiger zu als beim berühmten Nachbarn Skogafoss, sodass sich der Kvernufoss perfekt für eine entspannte Pause in der Natur eignet. Nur wenige Besucher kommen hierher, weshalb er noch immer wie ein echter Geheimtipp wirkt.
Das Besondere am Kvernufoss ist der Weg, der hinter den Wasserfall führt. Von dort kannst du beobachten, wie das Wasser direkt vor dir in die Tiefe stürzt. Die moosbewachsenen Wände der Schlucht und ihre natürliche Akustik verstärken das Gefühl, ganz für sich zu sein. Der Kvernufoss ist besonders bei Fotografen und Reisenden beliebt, die ein Erlebnis abseits der üblichen Touristenpfade suchen.
Aldeyjarfoss-Wasserfall

Der Aldeyjarfoss liegt tief im isländischen Hochland und stürzt aus 20 Metern Höhe in ein aufgewühltes Becken, das von dunklen Basaltsäulen eingerahmt wird. In der Studie zu den meistempfohlenen Wasserfällen Islands belegte der Aldeyjarfoss den zweiten Platz im Ranking der Geheimtipps.
Der Kontrast zwischen dem weißen Wasser und den geometrischen Formen des Lavagesteins macht ihn zu einem der fotogensten Wasserfälle im Norden Islands. Die umliegende Landschaft ist rau und abgeschieden und vermittelt ein eindrucksvolles Gefühl von unberührter Natur.
Für die Fahrt zum Aldeyjarfoss wird ein Fahrzeug mit Allradantrieb benötigt. Die Hochlandstraßen dorthin sind in der Regel nur im Sommer geöffnet. Der letzte Abschnitt der Strecke führt über eine Schotterpiste, die stellenweise recht holprig sein kann. Du kannst den Wasserfall entweder von einem Aussichtspunkt aus bewundern oder näher heranwandern, um ihn aus der Nähe zu erleben. Der Aldeyjarfoss ist ein tolles Ziel für alle, die die stärker besuchten Sehenswürdigkeiten meiden wollen.
Glymur-Wasserfall

Mit einer Höhe von 198 Metern ist der Glymur der zweithöchste Wasserfall Islands und ein beliebtes Ziel für abenteuerlustige Wanderer. In der Studie zu den meistempfohlenen Wasserfällen Islands belegte der Glymur insgesamt den fünften Platz und schaffte es zudem unter die fünf besten Geheimtipps.
Der Weg zum Wasserfall ist mittelschwer und umfasst Flussüberquerungen, steile Abschnitte und sogar eine Passage durch eine Höhle. Für die gesamte Wanderung solltest du etwa 2,5 bis 3,5 Stunden einplanen. Am besten unternimmst du sie im Sommer, wenn die Bedingungen sicherer und die Wasserstände niedriger sind.
Die Anstrengung lohnt sich: Oben angekommen wirst du mit einem atemberaubenden Blick auf den Glymur belohnt, der in eine tiefe, schmale Schlucht stürzt, umgeben von eindrucksvollen Felswänden. Die Gegend bietet fantastische Fotomotive und eine ruhige Atmosphäre abseits der stärker besuchten Sehenswürdigkeiten. Für diese Wanderung sind gutes Schuhwerk und eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich.
Ofaerufoss-Wasserfall
Der Ofaerufoss liegt in der beeindruckenden Eldgja-Schlucht, einer riesigen vulkanischen Spalte im Hochland Islands. Der Wasserfall stürzt rund 40 Meter in zwei Stufen über geschichteten Basalt, eingerahmt von steilen Klippen und leuchtend grünem Moos im Sommer. Am besten erreichbar ist er von Juni bis September über die Hochlandstraße F208, für die ein 4x4-Fahrzeug erforderlich ist.
Abseits der Touristenpfade belohnt der Ofaerufoss abenteuerlustige Reisende mit ruhigen Wanderwegen, Panoramablicken und geologischen Besonderheiten. Einst überspannte eine natürliche Steinbrücke den Wasserfall, die jedoch in den 1990er Jahren einstürzte. Heute genießen Wanderer die friedliche Umgebung und die wenigen Besucher – ein echtes Highlight für erfahrene Entdecker.
Sigoldugljufur-Schlucht
Sigoldugljufur, oft als „Tal der Tränen“ bezeichnet, ist eine versteckte Schlucht im Hochland Islands, durchzogen von Dutzenden zarter Wasserfälle und leuchtend türkisfarbenen Bächen. Sie erstreckt sich fast 1,5 Kilometer und ist umgeben von moosbedeckten Klippen und rauer Vulkanlandschaft. Die intensive Farbe des Wassers stammt vom Gletscherschmelzwasser, das durch Lavagestein gefiltert wird.
Um Sigoldugljufur zu erreichen, benötigst du ein Fahrzeug mit Allradantrieb und musst eine kurze Wanderung von der Hochlandstraße F208 aus unternehmen. Trotz ihrer Schönheit bleibt die Schlucht wegen der abgelegenen Lage wenig besucht. Es gibt keine markierten Wege oder Schilder, was ihr einen wilden, unberührten Charakter verleiht. Ein Geheimtipp für Fotografen und Wanderer, die Islands ruhigere, magische Seite suchen.
Wann ist die beste Zeit für Islands Wasserfälle?
Islands Wasserfälle sind das ganze Jahr über faszinierend, doch die beste Reisezeit hängt davon ab, welches Erlebnis du suchst. Jede Jahreszeit bringt ihre eigenen Landschaften, Zugänglichkeiten und Fotomöglichkeiten mit sich:
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Sommer (Juni bis August):
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Voller Zugang zu allen Regionen, inklusive Hochland
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Lange Tage für ausgedehnte Erkundungen
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Üppig grüne Landschaften und kräftige Wasserführung
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Herbst (September bis Oktober):
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Leuchtende Herbstfarben und weniger Touristen
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Kühlere Temperaturen und kürzere Tage
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Einige abgelegene Gebiete schließen witterungsbedingt bereits
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Winter (November bis Februar):
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Gefrorene Wasserfälle und magische Eisformationen
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Beliebte Orte wie Gullfoss und Godafoss bleiben zugänglich
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Eingeschränkter Zugang zu abgelegenen oder Hochland-Wasserfällen wegen Schnee und Straßensperrungen
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Frühling (März bis Mai):
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Schmelzender Schnee sorgt für kraftvolle Wasserfälle
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Weniger Besucher und zunehmende Tageslänge
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Wege können noch matschig oder vereist sein, besonders im frühen Frühling
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Einige Wasserfälle wie Gullfoss, Seljalandsfoss und Godafoss sind das ganze Jahr über erreichbar. Hochland-Wasserfälle (wie Aldeyjarfoss oder Ofaerufoss) sind jedoch meist nur im Sommer zugänglich, da die Straßenbedingungen außerhalb dieser Jahreszeit schwierig sind.
Viele Hochlandtouren finden nur in dieser kurzen Saison statt und ermöglichen dir den Zugang zu abgelegenen, spektakulären Naturwundern, die den Rest des Jahres unzugänglich bleiben.
Sicherheitstipps für den Besuch von Wasserfällen in Island
Wasserfälle zählen zu den beeindruckendsten Naturwundern Islands. Doch aufgrund der starken Strömung, des rutschigen Untergrunds und des wechselhaften Wetters ist es wichtig, einige grundlegende Sicherheitstipps zu beachten. Mit diesen Hinweisen kannst du deinen Besuch – egal, ob an bekannten oder abgelegenen Wasserfällen – sicher und entspannt genießen.
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Bleib auf markierten Wegen: Die Pfade an Wasserfällen können uneben, steil oder matschig sein. Wer abseits läuft, riskiert Stürze oder Unfälle.
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Achte auf Sprühnebel und nasse Flächen: Der ständige Wassernebel macht Steine und Wege extrem rutschig. Trage festes, rutschfestes Schuhwerk.
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Beachte alle Schilder und Absperrungen: Warnhinweise und Zäune sind nicht ohne Grund vorhanden. Überschreite sie nicht, um Fotos zu machen oder eine Abkürzung zu nehmen.
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Prüfe das Wetter vorab: Plötzlicher Regen, Wind oder Überschwemmungen können manche Wasserfälle gefährlich oder unzugänglich machen. Informiere dich immer über die aktuelle Wetter- und Straßensituation.
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Schütze deine Ausrüstung: Wasserfälle erzeugen starken Sprühnebel, der Handys und Kameras beschädigen kann. Nutze wasserdichte Taschen oder Hüllen und nimm ein trockenes Tuch für die Linse mit.
Wenn du diese Vorsichtsmaßnahmen beachtest, kannst du Islands atemberaubende Wasserfälle genießen und gleichzeitig das Risiko für dich selbst und andere minimieren.
Fazit
Islands Wasserfälle sind mehr als nur spektakuläre Fotomotive – sie sind lebendige Zeugen der gewaltigen Naturkräfte der Insel. Ob du dich von der donnernden Kraft eines riesigen Wasserfalls oder vom stillen Zauber versteckter Kaskaden begeistern lässt: Island bietet unzählige Möglichkeiten für Entdeckungen.
Wie viele Wasserfälle gibt es in Island?
Frieren die Wasserfälle in Island im Winter zu?
Muss man für den Besuch von Wasserfällen in Island Eintritt bezahlen?
Kann man an Islands Wasserfällen schwimmen?
Bist du bereit, dein ultimatives Wasserfall-Abenteuer in Island zu planen und die verborgenen Schätze abseits der bekannten Wege zu entdecken?
I was the Content Manager at Guide to Iceland from 2013 to 2018, and now run the creative studio Huldufugl while working as a freelance writer. I’m passionate about storytelling, Icelandic culture, and creating thoughtful experiences through words and visuals.

