Die legendären Reynisdrangar-Felsnadeln im warmen Glanz der Mitternachtssonne

Wie präsentiert sich Island im Juni? Wie ist das Wetter in Island im Juni? Welche Temperaturen sind in Reykjavík und anderswo auf der Karte zu erwarten? Wie kann man die Sommersonnenwende am besten erleben? Lies weiter und lass dich auf deiner Island-Reise im Juni begleiten – ganz unabhängig von der Wettervorhersage. 



Die häufigste Frage, die uns hier – bei Guide to Iceland – gestellt wird, lautet: „Wann ist die beste Zeit, um nach Island zu reisen?”. Juni ist ein großartiger Monat, um Island zu besuchen; er gilt als erster offizieller Sommermonat, obwohl er sich manchmal noch wie Frühling anfühlt.

Es liegen vielleicht noch Schneereste auf den Berggipfeln, doch die Blumen blühen schon und die Temperaturen sind angenehm (wenn auch nicht so warm wie im Juli und August). Camping ist ab diesem Monat sehr beliebt: Ob im Zelt oder Wohnmobil – warum nicht die Nächte in der freien Natur genießen?

Aufgrund des besseren Wetters ist das Fahren in Island im Juni eine sehr sichere und verlockende Option. In diesem Monat werden die unwegsamen Straßen ins Hochland geöffnet und so der Zugang zum weiten und wilden Landesinneren ermöglicht (einzige Voraussetzung ist ein Allradfahrzeug).

Die üppigen und sanften Hügel von Landmannalaugar

Der isländische Unabhängigkeitstag wird am 17. Juni begangen, und egal wo du dich im Land befindest, die Flaggen wehen auf Vollmast und die Isländer sind in Scharen unterwegs, um zu feiern.

Juni ist auch die perfekte Zeit, um die Mitternachtssonne in all ihrer Pracht zu erleben, denn der längste Tag des Jahres – die Sommersonnenwende – liegt zwischen dem 20. und 22. Juni. Eigentlich geht die Sonne während der Sommersonnenwende in Island unter, doch das Licht bleibt – aufgrund des nördlichen Breitengrads der Insel – in einer Art Dämmerzustand: So hast du nicht nur mehr Zeit am Tag, die Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, sondern kommst zudem in den Genuss eines einzigartigen Phänomens.

Secret Solstice ist ein großes Musikfestival, das während der Sommersonnenwende stattfindet; hier treten internationale und lokale Hitmusik-Acts auf, um ihr Talent mit den Fans zu teilen, die in Massen zum Laugardalur-Park in Reykjavík strömen.

Dank der längeren Tage und freundlicheren Temperaturen sind die meisten Aktivitäten in Island im Juni verfügbar – aber es gibt auch ein paar Dinge, die man nicht tun kann: Eishöhlen-Touren finden ausschließlich von November bis März statt, sodass es nicht möglich ist, diese verborgenen Wunder im Sommer zu sehen; ebenso wenig kannst du die flüchtigen Nordlichter bewundern, da sich der Himmel nie verdunkelt.



Was du über Island im Juni wissen musst

Schöne Fieberblumen schmücken die sanften grünen Hügel von Landmannalaugar.

Wetter in Island im Juni

Juni ist eine tolle Zeit, um nach Island zu reisen – der Monat zählt bei Island-Besuchern zu den beliebtesten des ganzen Jahres. Und es ist nicht schwer zu verstehen, warum: Längeres Tageslicht sorgt für wärmere Temperaturen und größere Flexibilität, um alles zu unternehmen, was man erleben möchte.

Das bernsteinfarbene Leuchten der Mitternachtssonne schafft ideale Voraussetzungen für begeisterte Fotografen, da Sonnenuntergang und Sonnenaufgang weitaus länger als nur eine goldene Stunde dauern.

Das heißt allerdings nicht, dass im Juni garantiert die Sonne scheint. Das Wetter in Island ist beständig unbeständig und kann sich auch innerhalb eines Tages schnell ändern. Obwohl Eis und Schnee im Tiefland sehr unwahrscheinlich sind, kannst du dich dennoch auf einen Wetter-Mischmasch einstellen – aus grauem, regnerischem Wetter und klarem, blauem Himmel.

Wenn du Outdoor-Aktivitäten planst, und vor allem wenn du campen möchtest, denk daran, dich in Schichten zu kleiden. So frierst du nicht, wenn es kalt wird, und kannst ein paar Kleidungsstücke abwerfen, wenn die Sonne rauskommt (Daumen drücken!). Erfahre hier mehr über das Wetter.

Unabhängig vom Wetter sind die Anzahl der Aktivitäten und Ausflugsziele im Juni grenzenlos – besuche Island im Juni und sammle unvergessliche Erinnerungen und Geschichten. 

Natur im Kontrast

Der Vestrahorn in all seiner Pracht

Island ist ein Land der Kontraste – und diese Kontraste lassen sich in den Sommermonaten besonders gut erkennen, wenn die Schneedecke des Winters schmilzt und die Natur unterhalb der fernen, noch mit Frost überzogenen Berggipfeln aufblüht.

Island ist mit violetten Blumen namens Lupinen übersät. Die Lupine wurde ursprünglich eingeführt, um die Bodenerosion zu bekämpfen, hat sich aber rasch über weite Teile der Landes ausgebreitet. Sie gilt als invasive Art, die an einigen Orten droht, einheimische Pflanzen – z. B. beliebte alte Moosarten – zu verdrängen. 



Die Lupinen sind daher sehr umstritten, und viele Einheimische mögen die Pflanze aus den oben genannten Gründen nicht. Andererseits gibt es auch viele, die die violette Blumendecke wunderschön finden und nichts dagegen haben, dass sich die Lupine über die isländische Landschaft ausbreitet.

Die Lupinen stehen im Juni in voller Blüte und bieten die perfekte Dekoration für deine Bildaufnahmen. Idylle pur! 

Auch wer nur eine kurze Strecke durch Island fährt, bekommt schon einen Eindruck von den Kontrasten, da sich die Landschaft so schnell ändert. Innerhalb weniger Kilometer entdeckst du violette Lupinenfelder, moosgrüne Lavafelder und saftige Wiesen, die mit gelben Butterblumen und Löwenzahn geschmückt sind.

Was es in Island im Juni zu tun gibt

Manchmal sieht es so aus, als könnten Papageientaucher gar nicht fliegen, dabei sind sie in der Lage, ihre Flügel über 400 Mal pro Minute zu schlagen.

Juni – als erster richtiger Sommermonat – ist eine ideale Zeit, um Island zu besuchen, da du so viele Aktivitäten und Orte genießen kannst. Alle Optionen aufzulisten ist unmöglich, aber hier findest du einige der beliebtesten Sommerbeschäftigungen, auf die du dich freuen kannst.

Camping in Island im Juni

Der Kreislauf des...Camping-Lebens?

Der Juni läutet in der Regel die Camping-Saison für Einheimische und Urlauber ein. Camping ist sehr beliebt in Island, und es gibt viele schöne Campingplätze überall im Land. Die Zeltplätze bieten Duschen und Toiletten oder befinden sich in der Nähe der lokalen Schwimmbäder, wo du die Einrichtungen nutzen kannst.

Es wird dringend empfohlen, einen offiziellen Campingplatz aufzusuchen – dort stehen mit Sicherheit alle Annehmlichkeiten zur Verfügung, insbesondere WC-Anlagen. Tjalda und Camping Card sind zwei hervorragende Websites, um den nächstgelegenen Campingplatz zu finden und mehr über die Einrichtungen vor Ort zu erfahren. Wildes Zelten ist im Prinzip erlaubt, aber zum Schutz der unberührten Natur Islands gibt es strenge Vorschriften.

Bevor du dein Lager aufschlägst, sollest du sichergehen, dass du diese Richtlinien befolgst.

Das Wetter ist auch im Juni unvorhersehbar – es ist also immer noch empfehlenswert, mehrere Kleidungsschichten zu tragen und regelmäßig die Wetterprognose zu checken. Und denk daran: Sogar nach Sonnenuntergang herrscht noch Dämmerlicht – eine Augenmaske ist daher nie verkehrt!

Wanderwege in Island im Juni

Hast du den Trubel satt? Dann empfiehlt sich eine Flucht in die isländische Landschaft.

Wanderwege stehen im Sommer zahlreich zur Verfügung und bieten jede Menge Abwechslung. Es gibt keine bessere Möglichkeit, die unberührte Naturschönheit der isländischen Landschaft zu erkunden, als sie (sanft) zu durchwandern und die frische Luft einzuatmen, während der Boden unter den Füßen knirscht.

Es gibt eine Reihe von geführten und ungeführten Wandertouren, die über Guide to Iceland erhältlich sind. 

Aufgrund der besseren Wetterbedingungen können abgelegenere Routen gewählt werden, die normalerweise unzugänglich sind; und da es bereits möglich ist zu campen, sind auch längere Strecken denkbar. Die Straßen ins Hochland werden im Juni geöffnet, genauso wie der Laugavegur-Weg, der das Landmannalaugar- mit dem Thórsmörk-Naturreservat verbindet. 



Geologisch gesehen sind die Westfjorde die älteste Region Islands; sie erzählen ihre zahlreichen Geschichten anhand von dramatisch tiefen Fjorden und herabstürzenden Wasserfällen. Auf den nebligen Bergspitzen gibt es einige imposante Wanderwege für alle Niveaus, und manchmal kannst du sogar noch den uralten Steinhaufen entlang der ausgetretenen Pfade folgen. 

Angeln in Island im Juni

Fange einen Lachs, bevor er dich fängt!

Island hat eine enge Verbindung zum Fischfang, und ein Großteil der isländischen Geschichte dreht sich ums Angeln. Das Fischen in Seen und Flüssen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Allerdings ist die gesamte Flussfischerei in Island stark eingeschränkt, und du musst dich mit den Vorschriften vertraut machen, bevor du zum Angeln gehst.

Du brauchst eine Erlaubnis zum Fischen in einem Fluss oder See in Island sowie eine Erlaubnis des Grundstücksbesitzers; dies kann sich als schwierig erweisen, und außerdem ist die Erlaubnis teuer. Der einfachste Weg – für erfahrene Angler wie Anfänger – ist die Buchung einer geführten Angel-Tour.

Das Meeresangeln ist viel unkomplizierter und wird oft in Verbindung mit Whale-Watching-Ausflügen (wie bei dieser Tour) angeboten. Auf manchen Touren wird dir auch dabei geholfen, deine Fische (nicht deine Wale) zum Kochen auszunehmen.

Die einfachste und billigste Möglichkeit, einen Fisch in Island zu fangen, ist das Hafenangeln: Es gibt einige Unternehmen, die Ruten vermieten, sodass du die Schnur auswerfen, dich entspannen und die Füße über den Pier baumeln lassen kannst.

Heiße Quellen & Schwimmbäder in Island im Juni

Laugardalslaug, Reykjavíks größtes Schwimmbad ist einen Besuch wert.

Die Isländer lieben es, im Wasser zu sein, und es gibt keinen besiedelten Ort auf der Insel ohne einen Pool in der Nähe. Oft findet man sogar wunderschöne verborgene heiße Quellen an den überraschendsten und abgelegensten Plätzen!

Der Reichtum an geothermischer Energie in Island ist eng mit der Geschichte und Kultur der Menschen verflochten, und das gemeinsame Baden im Wasser ist ein beliebter Zeitvertreib, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. 



Obwohl sich diese Wasserstellen fast alle draußen befinden, sind sie das ganze Jahr über gut besucht. Der Juni ist jedoch eine besonders geeignete Zeit, um die isländische Pool-Kultur zu entdecken.

Die natürlichen heißen Quellen von Landmannalaugar
Natürliche heiße Quellen haben oft keine Umkleidekabinen, geschweige denn beheizte, sodass es ab Juni definitiv angenehmer wird, ein Bad zu nehmen. Denk daran, dass sich einige heiße Quellen auf Privatgelände befinden und nicht ohne die Erlaubnis des Grundstücksbesitzers genutzt werden dürfen.

Die ewigen Sonnenstunden im Juni bieten die Möglichkeit, diese Naturwunder den ganzen Tag und die ganze Nacht über zu genießen: Es gibt nichts Schöneres, als die langen Schatten und das bunte Leuchten des Sonnenuntergangs von einer heißen Quelle mitten im Nirgendwo aus zu erleben.

Die meisten Städte und Dörfer haben ihr eigenes Schwimmbad und Reykjavík hat viele. Und in allen Bädern – ganze egal wo – gibt es immer eine Regel zu beachten: Du musst dich gründlich ohne Schwimmbekleidung duschen, bevor du ins Becken steigst. Dies ist eine Methode, die Pools sauber zu halten, ohne viel Chlor zu verwenden.
  
Vor allem in Reykjavík sind die Schwimmbäder groß und bieten oft zusätzlichen Komfort wie Saunen und Dampfbäder. Das größte in Reykjavík – Laugardalslaug – hat sogar Massagen und Wellnessbehandlungen im Angebot.

Sundhöllin in der Innenstadt von Reykjavík wurde erst kürzlich nach Renovierungsarbeiten wiedereröffnet und ist wegen seiner zentralen Lage und geselligen Atmosphäre bei Einheimischen und Besuchern sehr beliebt. 

Reiten in Island im Juni

Pferderücken gen Wind

Das Islandpferd ist eine der seltensten und reinsten Pferderassen der Welt. Es wird hier in Island seit über 1000 Jahren isoliert gezüchtet und ist bekannt für sein intelligentes und ruhiges Wesen. Es dient seit einem Jahrtausend als treuer Transport- und Landwirtschaftsgehilfe – auch wenn die Pferde heute vor allem zum Freizeit- und Wettkampfreiten verwendet werden.

Der Juni bietet hervorragendes Wetter zum Reiten – und somit die Möglichkeit, die Schönheit der Landschaft vom Pferderücken aus zu bestaunen. Außerdem sorgen die längeren Sonnenstunden für mehr Flexibilität bezüglich der Tageszeit und Dauer deines Reitausflugs. 



Die Islandpferde sind klein und stämmig und haben eher die Größe von Ponys; da sie darüber hinaus sehr freundliche Tiere sind, eignen sie sich bestens für Kinder und Anfänger – die Erkundung Islands vom Pferdesattel aus ist daher eine fantastische Familienaktivität!

Islandpferde gibt es überall im Land, und du kannst die beliebtesten Gebiete und Touren bequem vom Rücken eines vertrauenswürdigen Rosses aus erleben.

Wal- & Papageientaucher-Beobachtungen in Island im Juni

Ein tolles Wal-Vergnügen!

Vor der isländischen Küste wimmelt es nur so von Krill und Fisch, die Wale und Vögel an die spektakuläre Küstenlinie locken. Whale Watching und Papageientaucher-Touren finden auf Booten statt, und beide Touren (manchmal auch kombiniert) dauern bis zu drei Stunden.

Der Papageientaucher nistet nur zwischen Mai und August an der Küste Islands; Juni ist daher ein ausgezeichneter Monat, um den faszinierenden Vogel zu beobachten, der oft auch als „Clown des Meeres“ bezeichnet wird. Er gilt weithin als inoffizielles Nationaltier des Landes, und du solltest dir die Chance nicht entgehen lassen, diesen buntschnabeligen Vogel zu bewundern.

Ein bezaubernder Papageientaucher nistet im Gras.

Sowohl Whale Watching als auch Papageientaucher-Beobachtungen sind tolle Familienabenteuer. Whale-Watching-Touren stehen das ganze Jahr über zur Verfügung; wer jedoch im Sommer in See sticht, kann sich auf ein weitaus angenehmeres Erlebnis freuen – mit weniger Wind und milderen Temperaturen. 



Wale sind nicht die einzigen Säugetiere, auf deren Sichtung du hoffen kannst. Neben den häufig vorkommenden Buckel- und Zwergwalen sind auch Schweinswale und Kurzschnauzen-Delfine zu sehen. Weniger verbreitete Arten sind Finnwale und Orcas (Killerwale). Außerdem kannst du Islands Vogelwelt zu bewundern: Möwen, Eissturmvögel, Basstölpel und Trottellummen. 

Sobald du an Bord bist, wirst du zu den besten Beobachtungspunkten gebracht; dort zeigt dir dein erfahrener Guide die wild lebenden Tiere der Gegend und liefert zudem informative und lustige Fakten über alle faszinierenden Geschöpfe.

Lavahöhlenerkundungen in Island im Juni

Tunnel zum Mittelpunkt der ErdeQuelle: Leidarendi Lavahöhlenbesichtigungs-Tour

Juni ist ein perfekter Monat, um die Lavahöhlen und -röhren Islands zu entdecken. Viele Lavahöhlen, die im Winter wegen Eis unzugänglich sind, sind inzwischen aufgetaut und können erkundet werden. Begib dich unter die Erdoberfläche, um den gewaltigen Vulkanismus zu erleben, der Island einst erschuf und weiterhin formt.

Höhlen in Island sollte man jedoch nie ohne einen Experten betreten: Es gibt viele geführte Touren, die dich in diese geheimnisvollen Nischen der Erdkruste bringen.

In den Sommermonaten bist du flexibel und kannst deine Aktivitäten beliebig kombinieren, um deine Zeit bestmöglich zu nutzen. Verbinde zum Beispiel Abenteueraktivitäten – wie einen Besuch der Leidarendi-Lavahöhle und einen Ausritt entlang der schönen Hügel und idyllischen Seen – auf dieser fantastischen Tour?

Festivals in Island im Juni

Erlebe das epische Secret Solstice Musikfestival im Juni.Quelle: Secret Solstice Festival

Obwohl Island nur ein kleines Land mit weniger als 350.000 Einwohnern ist, stehen zahlreiche nationale Feiertage sowie Musik- und Kunstfestivals auf dem Jahreskalender – und der Juni bildet da keine Ausnahme. Hier findest du die kulturellen Veranstaltungen, die Island im Juni zu bieten hat.

Fischertag

Nebliger Hafen an der Küste, wo die Menschen begeistert den Fischertag feiern

Der Fischertag ist ein gesetzlicher Feiertag, der auf den ersten Sonntag im Juni fällt; eigentlich handelt es sich dabei jedoch – insbesondere auf dem Land – eher um eine Wochenendveranstaltung. Islands Geschichte, Kultur und Überleben sind seit langem eng verknüpft mit den Reichtümern, die aus dem Meer gefischt werden, und es gibt keine Figur, die im Land mehr verehrt wird als der tapfere und kühne isländische Fischer.

Der Fischertag wurde 1938 ins Leben gerufen, um all diejenigen zu feiern, die in der Vergangenheit und Gegenwart ihr Leben auf See riskiert haben – einschließlich derjenigen, die tragischerweise ums Leben gekommen sind. 



Wenn du dich während deines Urlaubs in Reykjavík aufhältst, kannst du einen Blick auf das alte Fischerviertel – heute das kosmopolitische Grandi – werfen, das zu Fuß nur 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegt. Dort gibt es einige Restaurants, die kostenlose Meeresfrüchtesuppe anbieten, und vielleicht siehst du auch Straßenverkäufer, die dich mit Fisch- und Grill-Leckereien anlocken. Du kannst sogar zuschauen, wie Fischer die Fische (und außerirdisch anmutende Kreaturen der Tiefe) auf Eis legen!

Der Fischertag (oder Wochenende) wird in den Küstenstädten enthusiastisch gefeiert. Wer sich also in einem kleinen Dorf am Meer befindet, sollte unbedingt zum Hafen hinuntergehen, um an den lokalen Festlichkeiten teilzunehmen. Es werden stets Aktivitäten angeboten – speziell auch für Kinder –, die den Fischertag zu einem idealen Familien-Event machen.

Islands Nationalfeiertag: 17. Juni

Die wehende isländische Flagge symbolisiert den Widerstand gegen die einstige dänische Herrschaft.

Der 17. Juni ist der Jahrestag der Unabhängigkeit Islands und gleichzeitig der Geburtstag des berühmten Unabhängigkeitskämpfers Jón Sigurðsson. Die Flaggen wehen auf Vollmast und jeder, der möchte, hat den Tag frei.

In Reykjavík findet eine Parade durch die Innenstadt statt, an der Menschen in traditioneller isländischer Kleidung, Reiter und fahnenschwingende Scouts teilnehmen. Die Leute strömen ins Zentrum, um das Spektakel zu sehen und eine Rede der jährlich ernannten Fjallkonan („Bergfrau“) zu hören, die den wilden Charakter und Geist Islands repräsentiert. 



In den letzten zwei Jahren wurde der Fjallkonan-Titel an eine Trans-Frau und eine Drag Queen verliehen, was die überaus progressive Einstellung in Island unterstreicht.

Im Zentrum von Reykjavík wird bei jedem Wetter gefeiert, und am Abend gibt es ein Feuerwerk. Ähnliche Feste finden – in unterschiedlichen Größenordnungen – im ganzen Land statt; also, wo immer du bist, stürze dich ins Getümmel!

Musikfestival Secret Solstice

Die Sonne scheint und die Menge tobt beim Secret Solstice Festival.Quelle: Secret Solstice Festival

Das Secret Solstice ist ein drei- bis viertägiges Musikfestival, das jedes Jahr am Sommer-Sonnwend-Wochenende im Zentrum von Reykjavík stattfindet. Seit dem ersten Festival im Jahr 2014 präsentiert das Event eine spannende Mischung aus etablierten Künstlern und Nachwuchstalenten aus aller Welt.

In den vergangenen Jahren sind u. a. Bands wie Radiohead, Die Antwoord, Foo Fighters, Wu-Tan Clan Busta Rhymes, Deftones, Kelis, The Prodigy, Stormzy und Chaka Khan aufgetreten.

Die Menschen kommen von überall her, um das Festival zu besuchen, bei dem die Sonne nie untergeht; der Ansturm auf die Hostels und Hotels ist in dieser Zeit groß (genauso wie auf die Autovermietungen, man sollte also frühzeitig buchen). Wer nach authentischem Festival-Feeling sucht, kann auch auf einem Campingplatz übernachten.

Buche das Secret Solstice weit im Voraus – und vergiss nicht, eine Sonnenbrille und wasserdichte Kleidung mitzunehmen!

Hummerfest in Höfn

Genieße den Stolz der lokalen Höfner Küche: leckere Langusten.

Um den Geburtstag der Stadt Höfn zu feiern, findet Ende Juni ein jährliches Hummerfest statt. Höfn ist bekannt für seine Hummer und Langusten. Das Event ist ein Wochenendfest mit Live-Musikkonzerten und natürlich jeder Menge Hummer. 



Fazit

Der Juni ist traditionell einer des besten Reisemonate und besonders bei Europäern beliebt. Er ist der Monat der Mitternachtssonne und bietet stabileres Wetter sowie vielfältige Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. 

Hast du Island bereits im Juni bereist? Erzähle uns gerne über deine Erfahrungen im Kommentarfeld unten!