Gesundheit und Sicherheit in Island: Ein Guide für Reisende

Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2026
Farrah Sierva
Verifizierter Experte
Letzte Aktualisierung: 14. Juli 2026

Ein Paar steht an einem sonnigen Tag am Skogafoss-Wasserfall in Island.Entdecke, wie du mit diesem Reiseführer zu Gesundheit und Sicherheit in Island cleverer und sicherer unterwegs bist. Wer weiß, was ihn erwartet, kann aus einer stressigen Reise ein unvergessliches Erlebnis machen. Lies weiter und erfahre, wie du in Island sicher bleibst, ohne auf den Spaß zu verzichten.

Island gilt zwar als sehr sicheres Reiseland, doch die raue Natur erfordert eine gute Vorbereitung. Bevor du einen Mietwagen in Island buchst, solltest du dich auf unvorhersehbares Wetter, Vulkanausbrüche und Gletscher einstellen. Für zusätzliche Sicherheit entscheiden sich viele Reisende für Island-Reisepakete mit 24/7-Support, um sorgenfrei zu reisen.

Warum du unseren Inhalten vertrauen kannst

Guide to Iceland ist die vertrauenswürdigste Reiseplattform Islands und hilft jedes Jahr Millionen von Besuchern. Alle unsere Inhalte werden von lokalen Experten verfasst und geprüft, die Island bestens kennen. Du kannst dich auf aktuelle, genaue und verlässliche Reisetipps verlassen.

Dieser Guide enthält alle Informationen, die du benötigst, um sicher und gesund durch Island zu reisen. Von der Gesundheitsversorgung und den Notdiensten bis hin zu den Fahrhinweisen und den kulturellen Gepflogenheiten – dieser Artikel steckt voller praktischer Tipps, damit du dich bei deinem Besuch rundum wohlfühlst.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Island ist ein sicheres Land mit niedriger Kriminalitätsrate und einer starken Kultur des öffentlichen Vertrauens.

  • Wähle im Notfall die 112 oder lade die 112-App für GPS-basierte Hilfe herunter.

  • Lade die SafeTravel- und die 112-App herunter, um unterwegs informiert und sicher zu bleiben.

  • Auf den Websites SafeTravel.is, Vedur.is und Road.is findest du zuverlässige Wetter-, Straßen- und Reiseinformationen.

  • Prüfe Road.is vor jeder Fahrt, insbesondere vor Fahrten auf F-Straßen oder Touren in abgelegene Regionen.

  • Die Gesundheitsversorgung ist modern und gut erreichbar, aber Besucher sollten eine gültige Reiseversicherung mitführen.

  • Apotheken sind weit verbreitet, in kleinen Orten können die Öffnungszeiten jedoch eingeschränkt sein.

  • Respektiere lokale Gepflogenheiten und Naturschutzgesetze – etwa das Duschen vor dem Baden und die ausschließliche Nutzung markierter Wege.

  • Die Tierwelt ist ungefährlich, aber Schafe und brütende Vögel können beim Fahren oder Wandern zur Gefahr werden.

  • Das Wasser ist trinkbar, die Luft ist sauber und Betrugsfälle sind selten – Island ist insgesamt ein sehr sicheres Reiseziel.

 

Schnellübersicht: Kontakte & Links für Reisende in Island

Ein Reisender wählt Islands Notrufnummer 112 auf einem Handy.

  • 112 Iceland App nutzen oder die 112 wählen – Für allgemeine Notfälle (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst)

  • SafeTravel Iceland – Erhalte aktuelle Warnungen, registriere deine Reisepläne und finde Sicherheitshinweise.

  • Icelandic Met Office – Bleibe informiert über Wettervorhersagen, Sturmwarnungen, Erdbeben und Vulkanausbrüche.

  • Road.is – Prüfe aktuelle Straßenverhältnisse, Sperrungen und Sicherheitshinweise für Autofahrer in ganz Island.

  • Heilsuvera – Finde Gesundheitszentren und greife auf medizinische Dienstleistungen in Island zu.

  • Apotheken in Island – Finde lizenzierte Apotheken im ganzen Land.

Warum Island für Reisende sicher ist

Ein Auto fährt im Winter auf einer vereisten Straße in Island, umgeben von schneebedeckten Bergen.Island zählt regelmäßig zu den sichersten Ländern der Welt –  und das aus gutem Grund. Geringe Kriminalität, eine Kultur des Vertrauens und zuverlässige Notfallsysteme ermöglichen den meisten Besuchern ein unkompliziertes und sicheres Reisen.

So sieht das im Alltag aus:

  • Kriminalität ist selten. Gewaltverbrechen kommen praktisch nicht vor, und selbst Taschendiebstahl ist in belebten Touristengebieten eher die Ausnahme.

  • Die Polizei ist ansprechbar. Die Beamten sind sichtbar, hilfsbereit und unbewaffnet. Zögere nicht, um Hilfe zu bitten.

  • Reykjavik ist entspannt, auch nachts. Das größte Problem am Wochenende ist meist der Lärm des Nachtlebens.

  • Alleinreisende und Familien fühlen sich hier sicher. Frauen, die allein reisen, bewerten Island regelmäßig als eines der sichersten Reiseziele. Familien stellen fest, dass sie in den öffentlichen Bereichen gut zurechtkommen, da alle Straßen kinderwagenfreundlich sind.

  • Notfallsysteme sind zuverlässig. Tools wie SafeTravel Iceland informieren dich in Echtzeit über Wetterwarnungen und Straßensperrungen.

Trotzdem gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: Schließe deinen Mietwagen ab, halte Handy und Geldbörse griffbereit und lasse Wertsachen nicht unbeaufsichtigt.

Die größten Risiken in Island gehen nicht von Menschen, sondern von der Natur aus. Darum geht es im nächsten Abschnitt.

Sicherheit in Reykjavik

Ruhige Straße in Reykjavik bei Nacht mit der Hallgrimskirkja im Hintergrund.Reykjavik ist eine der sichersten Hauptstädte Europas. Laut Numbeo belegte sie im Jahr 2026 Platz 16 der sichersten Städte Europas. Kriminalität ist minimal, und auch nachts ist Spazierengehen in der Regel unbedenklich.

Ein Bereich, auf den du achten solltest, ist das Nachtleben in Reykjavik. Die Bars haben lange geöffnet, die Drinks sind stark und teuer, und am Wochenende kann es lebhaft werden. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gelten: Bleibe mit Freunden zusammen, behalte dein Getränk im Auge und plane deinen Heimweg. Zuverlässige Optionen sind Taxis und Apps wie Hopp.

Betrugsfälle sind zwar selten, dennoch solltest du Touren über geprüfte Plattformen buchen. Wenn du die Stadt mit Guide kennenlernen möchtest, ist ein Rundgang mit Bier und Schnaps in Reykjavik eine gute Wahl. Allgemein gilt: Buche Touren in Reykjavik nur bei vertrauenswürdigen Anbietern, um unseriöse Veranstalter zu vermeiden.

Naturkatastrophen & Klima in Island

Vulkanausbruch am Fagradalsfjall auf der isländischen Reykjanes-Halbinsel bei Nacht.Islands atemberaubende Natur ist das Ergebnis mächtiger geologischer Kräfte. Informiere dich deshalb unterwegs immer über die aktuellen Bedingungen. Von den Lavafeldern des Fagradalsfjall-Vulkans bis zum gletscherbedeckten Eyjafjallajökull – die Landschaft ist unvergesslich, birgt aber auch gewisse Risiken.

Glücklicherweise gibt es in Island zuverlässige Systeme zur Überwachung und Kommunikation von Risiken wie Stürmen, Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Wenn du dich über aktuelle Wetterlagen oder eine mögliche Reisewarnung in Island informieren möchtest, sind vedur.is und SafeTravel die wichtigsten offiziellen Informationsquellen.

Erdbeben

Felsiger Wanderweg an der Almannagja-Spalte in IslandKleine Beben sind in Island häufig und meist harmlos. Die meisten Besucher spüren Erdbeben in Island gar nicht. Solltest du doch eines spüren, gilt: Geh in die Hocke, schütze deinen Kopf und halte dich von Fenstern oder herabfallenden Gegenständen fern.

Vulkane

Ein glühender Lavakrater während eines Vulkanausbruchs in Island.Island liegt auf einem vulkanischen Hotspot, weshalb es dort immer wieder zu Ausbrüchen kommt. Wenn du an Wanderungen in Island rund um Vulkane und Berge teilnimmst, sind Aufmerksamkeit und Vorbereitung entscheidend.

Glücklicherweise werden Islands Vulkane engmaschig überwacht, sodass du im Falle drohender Ausbrüche rechtzeitig gewarnt wirst. Aktuelle Informationen dazu findest du auf der Website des isländischen Wetterdienstes vedur.is sowie auf der Website von SafeTravel Iceland. Das sind die zuverlässigsten Quellen für Warnungen zu vulkanischer Aktivität und Hinweise zur Reisesicherheit.

Beliebte Gebiete wie die Reykjanes-Halbinsel sind geöffnet und können sicher besucht werden.

Für zusätzliche Sicherheit beim Erkunden von Islands Vulkanen und Umgebung gilt: Bleibe auf markierten Wegen, beachte alle Sperrungen und Warnhinweise, betritt keine gesperrten Zonen und informiere dich regelmäßig über Updates. Und nimm an einer geführten Vulkantour in Island teil – die Guides sind für diese Gebiete speziell geschult.

Wind

Schneebedeckte Ebene mit dem Berg Lómagnúpur im Süden Islands.Wind ist eine der am häufigsten unterschätzten Gefahren in Island – besonders im Herbst und Winter. Prüfe deshalb vor jeder Fahrt auf vedur.is die aktuelle Warnstufe:

  • Gelb – Die Bedingungen sind zu bewältigen, aber fahre besonders vorsichtig, vor allem auf offenen Straßen und Brücken.

  • Orange – Gefährliche Bedingungen. Meide exponierte Hochlandrouten und überdenke Fahrten, die nicht notwendig sind.

  • Rot – Schwerer Sturm. Fahre nicht! Bleib drinnen und folge den Anweisungen der Behörden.

Öffne an windigen Tagen Autotüren vorsichtig, da starke Böen sie sonst beschädigen können. Meide Straßen an Klippen und Hochlandrouten, da der Wind dort besonders stark ist.

Schnee

Straßenschild in Richtung Fjadrargljufur, Laki und Holt im SchneeWer im Winter nach Island reist, muss mit Schnee, Blitzeis und wenig Tageslicht rechnen. Hier ein paar Tipps für Island im Winter:

  • Stelle sicher, dass dein Mietwagen mit Spikereifen ausgestattet ist – das ist zwischen November und April unerlässlich.

  • Fahre langsam, um Blitzeis zu vermeiden – besonders in Kurven, auf Brücken, in Tunneln und auf schattigen Straßenabschnitten.

  • Prüfe vor jeder Fahrt Road.is. Die Farbcodes reichen von grün (normal) über gelb (rutschig) und orange (sehr schwierig) bis rot (gesperrt). Orangene oder rote Straßen solltest du nicht befahren.

  • Meide F-Straßen im Winter – sie sind ausnahmslos gesperrt. Prüfe Road.is für den aktuellen Status.

  • Wenn du von Keflavik aus zurückfliegst, dann solltest du die letzte Nacht in Reykjavik verbringen. Die Straßenverhältnisse können sich zwischen den Regionen über Nacht ändern. Ein verpasster Flug wegen gesperrter Straßen ist ein echtes Risiko.

Gesundheitsversorgung in Island für Reisende

Das Landspitali-Krankenhaus in Reykjavik mit der Hallgrimskirkja im Nebel.

Fotoquelle: Wikimedia Creative Commons, von Siqurdur. Keine Bearbeitung vorgenommen

Das isländische Gesundheitssystem ist modern und auch für Besucher gut zugänglich. Es gibt zahlreiche Kliniken und Krankenhäuser im ganzen Land.

Dank sauberer Umwelt, aktiver Lebensweise und einer starken Gesundheitskultur zählt die Gesundheit der Isländer weltweit zu den besten. Dennoch gibt es einige Dinge, die du im Voraus wissen solltest – von der Versicherung über die Kosten bis hin zu Anlaufstellen im Notfall.

Das sollten Reisende zur medizinischen Versorgung in Island wissen:

Wichtige Infos zur medizinischen Versorgung in Island

Stethoskop neben einem Laptop auf einem Schreibtisch für medizinische Hilfe in Island.Island verfügt über ein hochwertiges Gesundheitssystem mit modernen Einrichtungen und exzellenten Standards. Besucher können auf zuverlässige Behandlung zählen, sollten aber die Grundlagen kennen.

  • Island belegt weltweit Spitzenplätze bei der Versorgungsqualität.

  • Bürger der Europäischen Union (EU) haben Zugang zur medizinischen Versorgung in Island. Wenn du aus der EU kommst, bring deine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mit, um in Kliniken und Krankenhäusern in Island vergünstigte Tarife zu erhalten.

  • Die Gesundheitsversorgung für ausländische Besucher ist nicht kostenlos. Schließe deshalb vor deiner Reise eine Reise- oder Auslandskrankenversicherung für Island ab, um hohe Kosten bei Arztbesuchen oder Notfällen zu vermeiden.

  • Eine Reiseversicherung ist unerlässlich. Nichtansässige sollten eine Versicherung mitführen, die medizinische Kosten während des Aufenthalts in Island abdeckt. Prüfe bei deiner Airline oder deinem Reiseveranstalter, ob diese eine Reiseversicherung als Zusatzleistung anbieten.

Wo du in Island medizinische Hilfe bekommst

Eine Patientin im Bett spricht mit einem Arzt im KrankenhauszimmerSolltest du während deiner Reise in Island medizinische Hilfe benötigen, findest du dort Kliniken und Krankenhäuser, die auch für Besucher zugänglich sind. Es ist hilfreich zu wissen, wohin du dich im Notfall oder bei kleineren Beschwerden wenden kannst, um schnell die richtige Versorgung zu erhalten.

  • Gesundheitszentren (Heilsugaesla): Bei nicht dringenden Problemen wie kleineren Verletzungen oder Krankheiten kannst du ein örtliches Gesundheitszentrum aufsuchen. Diese Zentren sind in der Regel von 8:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

  • Notaufnahmen (Bradamottaka): Bei ernsthaften oder akuten medizinischen Problemen solltest du direkt in die nächste Notaufnahme gehen. Diese sind rund um die Uhr geöffnet und du brauchst keinen Termin.

  • Krankenhausstandorte: Voll ausgestattete Krankenhäuser gibt es in Reykjavik und Akureyri. In kleineren Orten und ländlichen Regionen findest du meist kleinere Gesundheitszentren.

Bei medizinischen Notfällen jeglicher Art wähle bitte die 112. Die Mitarbeiter sprechen Englisch und leisten sofortige medizinische Hilfe.

Bei nicht lebensbedrohlichen Problemen wie Erkrankungen oder Verletzungen kannst du auch die 1770 anrufen. Dort erreichst du einen Arzt, der dir medizinische Hilfe oder Beratung bietet.

Apotheken in Island

Regale mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in einer Apotheke.

Apotheken (Apotek) sind in Reykjavik und den meisten anderen isländischen Städten leicht zu finden. Grundlegende Medikamente wie Schmerzmittel und Allergietabletten sind rezeptfrei erhältlich. Für stärkere Mittel benötigst du jedoch ein Rezept von einem Arzt.

Falls du während deines Aufenthalts verschreibungspflichtige Medikamente benötigst, kannst du dir in einer örtlichen Klinik oder im Krankenhaus ein Rezept ausstellen lassen. Es ist auch ratsam, eine Kopie des Rezepts mitzuführen, für den Fall, dass du Nachschub benötigst.

Reisende dürfen bis zu 100 Tagesrationen verschreibungspflichtiger Medikamente zollfrei einführen. Achte aber darauf, ein ärztliches Attest mitzuführen, insbesondere bei Medikamenten, die kontrollierte Substanzen enthalten.

Plane deinen Medikamentenbedarf im Voraus. Die Öffnungszeiten der Apotheken in Island sind oft kürzer als erwartet, vor allem in kleinen Orten.

24-Stunden-Apotheken sind selten. Islands Apotek in Reykjavik hat beispielsweise meist von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, samstags nur zu eingeschränkten Zeiten. Sonntags und nachts ist sie geschlossen.

Notdienste & Reiseassistenz

Reisende stehen bei einer Wanderung am Svinafellsjökull-Gletscher.Island verfügt über effiziente und leicht erreichbare Notfallsysteme, die auch in abgelegenen Regionen verfügbar sind. In diesem Abschnitt erfährst du alles, was du für unerwartete Situationen in Island wissen musst.

Notrufnummern in Island

Wähle die 112 für Polizei, Feuerwehr oder medizinische Notfälle. Das System ist schnell und zuverlässig, und die Mitarbeitenden sprechen in der Regel Englisch.

Du kannst auch die 112 Iceland App für standortbasierte Notrufe nutzen. Besonders praktisch in Gebieten mit schlechtem Empfang oder wenn du nicht sprechen kannst.

Arzt oder medizinische Hilfe finden

Wenn es sich nicht um einen akuten Notfall handelt, solltest du eine örtliche Klinik aufsuchen. Das Hotelpersonal oder Einheimische helfen dir, die nächste zu finden. In größeren Städten gibt es Walk-in-Angebote, und die Krankenhäuser in Reykjavik sind rund um die Uhr für Notfälle geöffnet.

Wenn du außerhalb der Öffnungszeiten medizinischen Rat brauchst, wähle die 1770.

Notfall-Apps

Reisende schauen beim Wandern in Island auf ein Handy.Für deine Sicherheit in Island ist es wichtig, die richtigen digitalen Tools zu kennen – besonders, wenn du abgelegene Regionen erkundest oder lange Strecken fährst.

Zwei Apps sind für Reisende in Island besonders empfehlenswert, wenn du im Notfall Unterstützung in Echtzeit benötigst.

SafeTravel-App

Diese App wurde vom isländischen Such- und Rettungsdienst ICE-SAR entwickelt. Sie hilft Reisenden, Gefahren zu vermeiden, und hält sie auf dem Laufenden.

Wichtige Funktionen:

  • Aktuelle Wetterwarnungen

  • Notfall-Check-ins

  • GPS-Routenverfolgung

  • Benachrichtigungen, wenn deine geplante Route wegen Wetter oder Straßensperrungen unsicher wird

112 Iceland App

Die „112 Iceland“-App ist das offizielle Notfall-Tool Islands. Über sie kannst du mit nur einem Klick Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst kontaktieren. Sie gehört zu den wichtigsten Apps für Island.

Wichtige Funktionen:

  • GPS-Standort an die Notrufzentrale senden

  • Integrierte Unterstützung für Menschen mit Sprach- oder Hörbeeinträchtigungen

  • Funktioniert auch bei eingeschränktem Mobilfunkempfang

  • Lautlos-Modus für Notrufe, wenn Sprechen nicht möglich ist

Beide Apps sind ideale Begleiter – egal ob du einen Roadtrip machst, wanderst oder abgelegene Orte in Island besuchst.

Botschaft & konsularische Unterstützung für Reisende

Eine Reisende sitzt in einem geparkten SUV vor der Berglandschaft Islands.Botschaften helfen dir bei Verlust deines Passes, vermitteln Rechtsbeistand und stellen Kontakt zu deiner Familie her. Sie sind wichtig für den Fall, dass während deines Aufenthalts in Island etwas schiefgeht.

Sie übernehmen jedoch keine medizinischen Kosten, bieten keine Reiseversicherung an und zahlen nicht für deine Heimreise. Deshalb solltest du unbedingt eine Reiseversicherung mit medizinischer Abdeckung abschließen, um deine Gesundheit und Sicherheit in Island zu gewährleisten.

Für ein sicheres Gefühl solltest du vor der Reise die Kontaktdaten und den Standort der Botschaft oder des Konsulats deines Landes in Island heraussuchen. Im Notfall kann das wertvolle Zeit sparen.

Reise- & Wettersicherheit in Island

Regennasse Straße in Akureyri mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund.Das Wichtigste zum Wetter in Island: Es ist unberechenbar. Wer auf der Ringstraße unterwegs ist, erlebt oft, dass ein sonniger Morgen in Reykjavik am Nachmittag in Vik oder auf Snaefellsnes im Sturm endet. Prüfe immer die Wettervorhersage auf vedur.is – insbesondere vor längeren Fahrten oder Wanderungen.

Autofahren in Island

Ein Auto fährt auf einer verschneiten Straße, im Hintergrund sind die Berge der Ostfjorde zu sehen.Mit dem Auto bist du flexibel unterwegs – besonders auf Routen wie dem Goldenen Kreis, der Südküste und der Ringstraße. Doch Islands Straßen haben ihre Eigenheiten: Schotterpisten, Hochland-F-Straßen, starke Winde und abgelegene Regionen mit wenig Infrastruktur gehören dazu.

Um sicher unterwegs zu sein, solltest du dich gut vorbereiten und die Regeln für das Autofahren in Island kennen. Hier findest du weitere Tipps und Infos zur Verkehrssicherheit in Island.

Regeln beim Autofahren in Island

  • Rechts fahren.

  • F-Straßen wie die F26 im Hochland oder die Strecke zur Askja-Caldera sind nur für 4x4-Fahrzeuge geeignet.

  • Halte nicht mitten auf der Straße, um Fotos zu machen (wirklich nicht!).

  • Tanke regelmäßig. Tankstellen liegen vor allem zwischen Myvatn und Egilsstadir weit auseinander.

  • Vorsicht bei starkem Wind – Autotüren können beschädigt werden, also immer vorsichtig öffnen.

Mietwagen & Versicherungstipps

  • Buche deinen Mietwagen in Island frühzeitig – am besten drei bis sechs Monate im Voraus.

  • Füge eine Schotter- und Scheibenversicherung hinzu. Diese sind besonders empfehlenswert, wenn du abseits der Hauptstraßen unterwegs bist.

  • Wähle einen Anbieter mit Collision Damage Waiver (CDW). Diese Versicherung deckt Reparaturen bei kleineren Unfällen, wetterbedingten Schäden oder Diebstahl ab.

Pannenhilfe-Tipps

  • Sei besonders vorsichtig in abgelegenen oder hochgelegenen Regionen, vor allem auf unbefestigten Straßen oder F-Straßen.

  • Nutze bewährte Abschleppdienste wie Krokur, VIS oder 24RA. Je nach Anbieter sind Abschleppen, Reifenpannenhilfe, Starthilfe, Fahrzeugbergung, Notfallhilfe und Fahrzeuglagerung möglich.

  • Speichere die Notfallkontakte im Handy: die Nummer deines Mietwagenanbieters und die isländische Notrufnummer (112).

Wechselhaftes Wetter & Straßenverhältnisse

Unter bewölktem Himmel überqueren Wanderer verschneite Pfade im isländischen Hochland.Nutze road.is, um aktuelle Straßensperrungen und Warnungen zu prüfen. Selbst im Sommer können manche Hochland- oder Gebirgsstraßen, wie die in Landmannalaugar oder Thorsmörk, aufgrund von schmelzendem Schnee, Erdrutschen oder Flussüberquerungen gesperrt sein.

Wind, Eis, Überschwemmungen und Nebel können deine Pläne innerhalb weniger Stunden komplett verändern. Deine Sicherheit in Island sollte immer an erster Stelle stehen – sei also flexibel bei deiner Reiseroute. Wenn das Wetter umschlägt, ist es immer sicherer, deine Route anzupassen, statt dich durch unsichere Bedingungen zu kämpfen.

Um wetterbedingten Stress zu vermeiden, schließe dich geführten Touren oder Pauschalreisen in Island an, die von lokalen Experten geplant werden. Reiseveranstalter sind es gewohnt, mit Islands unberechenbarem Wetter umzugehen. Sie können Routen und Zeiten flexibel anpassen, damit dein Erlebnis reibungslos und sicher bleibt.

Umweltbewusstsein und Sicherheit in der Natur

Ein Wanderer mit Blick auf die Klippen und den Ozean im Naturschutzgebiet Hornstrandir.Betritt kein Moos, überquere keine Absperrungen und ignoriere keine Warnschilder. Islands Landschaft ist atemberaubend, kann aber auch empfindlich oder gefährlich sein. Kochend heiße Geothermalquellen, instabile Gletscher und reißende Flüsse sind keine reinen Fotomotive.

Bleib auf markierten Wegen, besonders in Geothermalgebieten wie Hverir, Geysir oder Kerlingarfjöll. Wenn du Berge in Island oder abgelegene Regionen wie das Naturschutzgebiet Hornstrandir erkundest, solltest du einen Guide in Betracht ziehen.

Weitere Sicherheitstipps für Island-Reisende

Reisende spazieren an einer sonnigen und sicheren Straße in Reykjavik entlangIsland ist eines der sichersten und gastfreundlichsten Länder Europas. Dennoch gibt es auch hier einige Dinge, die du beachten solltest. Alltägliche Gewohnheiten, lokale Bräuche und sogar das Verhalten der Wildtiere können einen Einfluss auf deine allgemeine Sicherheit in Island haben.

Lies weiter, um praktische Tipps zu erhalten, wie du auf Nummer sicher gehst, lokale Bräuche respektierst und das Beste aus deiner Zeit in Island machst.

Sicherheit für unterschiedliche Reisende in Island

In Vik, Südisland, überqueren Reiter auf Islandpferden eine schwarze Sandebene.Island gilt als eines der sichersten und inklusivsten Reiseziele weltweit. Meistens wirst du von freundlichen Einheimischen unterstützt. Du kannst Orte wie Vik, Snaefellsnes und Seydisfjördur ganz entspannt erkunden.

  • Familien: Island ist ein großartiges Reiseziel für Familien. Kinder sind fast überall willkommen, und Outdoor-Highlights wie Wasserfälle und heiße Quellen lassen sich sicher genießen. Achte nur auf das Wetter und bleib auf markierten Wegen.

  • Alleinreisende: Dank niedriger Kriminalitätsrate, hilfsbereiter Einheimischer und guter Infrastruktur sind Solo-Reisen in Island sicher. Du kommst leicht zurecht, egal ob du ein Auto in Reykjavik mietest oder mit dem Bus unterwegs bist.

  • Alleinreisende Frauen: Island ist auch für alleinreisende Frauen sicher. Gleichberechtigung wird großgeschrieben und Belästigungen sind selten. Du kannst dich Tag und Nacht frei bewegen – bleib einfach aufmerksam, wie überall sonst auch.

  • LGBTQ+-Reisende: LGBTQ+-Reisende sind in Island herzlich willkommen. Jedes Jahr im August findet in Reykjavik eine große Pride-Feier statt. Die Stadt bietet zudem viele inklusive Bars, Kulturorte und queere Unternehmen, die Vielfalt das ganze Jahr über feiern.

Kriminalität und Betrugsmaschen in Island

Besucher entspannen in der Blauen Lagune, dem berühmten Geothermalbad in Island.Island zählt zu den sichersten Ländern der Welt. Dennoch ist kein Reiseziel völlig frei von Kriminalität. Gewaltverbrechen sind zwar äußerst selten hier, kleinere Diebstähle und Betrugsversuche können aber vorkommen, vor allem an beliebten Sehenswürdigkeiten.

Kürzlich gab es Berichte über nicht lizenzierte Taxifahrer in Reykjavik, die überhöhte Preise verlangen. Um das zu vermeiden, solltest du offizielle Taxistände nutzen, lizenzierte Apps wie Hopp verwenden und zuverlässige Flughafentransfers wie den Flughafentransfers in Island buchen.

Auch Taschendiebstähle wurden an beliebten Orten wie dem Thingvellir-Nationalpark und dem Strokkur-Geysir schon gemeldet. Diese Fälle sind jedoch Einzelfälle.

Um dich vor Taschendieben zu schützen, kannst du Folgendes tun:

  • Sei aufmerksam, besonders an belebten Sehenswürdigkeiten wie der Hallgrimskirkja, der Blauen Lagune usw.

  • Bewahre Wertsachen sicher auf. Nutze Taschen mit Reißverschluss und Innentaschen.

  • Im Zweifel erreichst du die isländische Polizei unter der Nummer 112.

Kulturelle Normen und Verhaltenserwartungen

Der Eingang zum Vinbudin, dem staatlichen Alkoholgeschäft in Reykjavik, spiegelt die isländischen Sicherheitsregeln wider.Isländer sind entspannt und freundlich, legen aber Wert auf persönlichen Freiraum, Ruhe und Respekt gegenüber der Natur. Wenn du ein paar kulturelle Do's & Don'ts kennst, fühlst du dich schnell wohl, vermeidest peinliche Situationen und zeigst Respekt als Gast.

Hier ein paar Dinge, die du beachten solltest.

Do:

  • Dusche (ja, komplett nackt), bevor du öffentliche Schwimmbäder oder heiße Quellen wie die Secret Lagoon oder die Myvatn Nature Baths betrittst.

  • Sei leise und respektvoll in Bibliotheken, Restaurants und ländlichen Gästehäusern.

  • Halte dich an die Warteschlangen und sei höflich zu den Einheimischen.

Don't:

  • Kaufe keinen Alkohol in normalen Geschäften. Alkohol gibt es nur in den staatlichen Vinbudin-Läden.

  • Fahre nicht abseits der Straßen, auch wenn es in Gegenden wie Hveravellir oder Landmannalaugar verlockend aussieht. Das ist illegal und schadet der Umwelt.

  • Ignoriere keine Warnschilder in der Natur. Sie dienen deinem Schutz und dem Erhalt von Islands einzigartiger Landschaft.

Lebensmittelsicherheit und exotische Gerichte in Island

Hakarl und Brennivin werden hier auf einem Holztisch serviert.Neugierig auf Hakarl (fermentierter Hai) oder rohes Lamm? Isländisches Essen mag exotisch wirken, unterliegt aber strengen Hygienestandards. Wenn du ganz sichergehen willst, nimm an kulinarischen Touren in Island teil – so kannst du dich darauf verlassen, dass die Gerichte fachgerecht zubereitet werden.

Isländische Restaurants sind auch auf Allergien und spezielle Ernährungswünsche eingestellt. Du findest glutenfreie Speisen in Island sowie vegane und laktosefreie Optionen, selbst in kleineren Orten. Sprich das Personal einfach direkt auf deine Wünsche an.

Das Leitungswasser in Island zählt zu den saubersten der Welt. Es stammt aus natürlichen Quellen, wird kaum behandelt und regelmäßig kontrolliert. Du kannst deine Flasche also bedenkenlos direkt am Wasserhahn oder an einem Gletscherbach auffüllen.

Praktische Gesundheitstipps für Reisende

Ein Reisender entspannt im Campervan und genießt den Blick auf den Skogafoss-Wasserfall.Islands Klima und Landschaft sind beeindruckend, aber auch herausfordernd. Um gesund zu bleiben, sind eine gute Vorbereitung und Aufmerksamkeit entscheidend.

Ob du wanderst, einen Roadtrip unternimmst oder an Nordlichter-Touren teilnimmst – wenn du auf deine Gesundheit und Sicherheit in Island achtest, wird deine Reise entspannter und schöner. Hier ein paar Tipps, wie du unterwegs sicher bleibst:

  • Zieh dich im Zwiebellook an. Packe Thermounterwäsche, eine atmungsaktive Zwischenschicht und eine wasserdichte Außenschicht ein. Vermeide Baumwolle, da sie Feuchtigkeit speichert und dich schnell auskühlt.

  • Trinke genug und iss ausgewogen. Nimm eine wiederverwendbare Wasserflasche mit. Leitungswasser in Island ist sicher und sauber. Trinke ausreichend und lass keine Mahlzeit aus.

  • Gönn dir Pausen. Wenn du wanderst, Ski fährst oder im Rahmen einer Mietwagenreise in Island unterwegs bist, gönne deinem Körper genug Erholung.

  • Gewöhne dich an das Tageslicht in Island. Im Sommer geht die Sonne kaum unter, vor allem während der Mitternachtssonne – nimm eine Schlafmaske mit. Im Winter helfen Vitamin-D-Präparate gegen die kurzen Tage.

  • Plane Roadtrips clever. Lade Offline-Karten herunter, für den Fall, dass du in abgelegenen Regionen keinen Empfang hast. Halte Snacks bereit, fülle deine Wasserflasche an jedem Halt auf und achte auf Anzeichen von Müdigkeit, um Unfälle beim Fahren zu vermeiden.

Trinkgeld, Geld und Kartensicherheit

Ein Reisender hält isländische Kronen-Banknoten und -Münzen in der Hand.In Island gibt es zwar keine Trinkgeldkultur, aber das Aufrunden der Rechnung oder das Hinterlassen einiger Münzen im Café oder bei Touren wird gern gesehen.

Island ist ein kartenfreundliches Land. Kreditkarten, vor allem Visa und Mastercard, werden fast überall akzeptiert – von Tankstellen in den Westfjorden bis zu Hotdog-Ständen in Reykjavik. Die Währung in Island ist die Isländische Krone (ISK). Wähle beim Bezahlen immer ISK, um versteckte Umrechnungsgebühren zu vermeiden.

Wenn du Bargeld abheben möchtest, findest du überall in Island Geldautomaten.

Begegnungen mit der Tierwelt

Papageientaucher auf den Klippen von Grimsey Island in Nordisland.Schafe laufen frei herum, besonders auf dem Land, und sie haben keinerlei Straßenbewusstsein. Um deine Sicherheit und die der Tiere in Island zu gewährleisten, fahre vorsichtig und sei immer bremsbereit – vor allem in ländlichen Gegenden.

Im Sommer kann man isländische Vögel wie Papageientaucher oder Küstenseeschwalben oft an Stränden und Klippen beobachten, zum Beispiel bei Latrabjarg. Näher dich Wildtieren nicht und füttere sie nicht. Islands Natur genießt du am besten aus der Distanz. Wenn du Vögel aus der Nähe erleben möchtest, kannst du an geführten Touren mit Experten teilnehmen, zum Beispiel an einer Vogelbeobachtungs- und Wandertour in den Westfjorden.

Fazit zu Gesundheit und Sicherheit in Island

Ein Reisender steht bei Sonnenuntergang am Gullfoss-Wasserfall in Island.In Island gibt es keine großen Raubtiere und so gut wie keine Gewaltkriminalität. Außerdem ist die Such- und Rettungskultur sehr stark ausgeprägt. Das einzig Unberechenbare ist das Wetter, doch auch dafür gibt es farbcodierte Warnungen und aktuelle Updates auf vedur.is und SafeTravel Iceland.

Von erstklassiger medizinischer Versorgung über inklusive Gesellschaftsnormen bis zu niedrigen Kriminalitätsraten: Island setzt Maßstäbe in Sachen Gesundheit und Sicherheit. Wenn du weißt, was dich erwartet – etwa wie du F-Straßen bei Hochlandtouren meisterst, dich auf Wetterumschwünge vorbereitest oder dank Schlafmaske auch an den langen Sommertagen erholsam schläfst – kannst du Überraschungen vermeiden und deine Reise entspannt genießen.

Wir hoffen, dieser Guide hat dir geholfen, die wichtigsten Aspekte rund um Gesundheit und Sicherheit in Island besser zu verstehen. Ob du zum ersten oder fünften Mal den Goldenen Kreis bereist – eine gute Vorbereitung sorgt dafür, dass du deinen Urlaub besser und sorgenfreier genießen kannst.

Du möchtest noch mehr Tipps? Dann schau dir unseren Guide zu den wichtigsten Do's & Don'ts für Island-Reisende an.

Häufig gestellte Fragen
Ist Island ein sicheres Reiseland?
Ja, Island gilt weithin als eines der sichersten Länder der Welt. Das Land belegt im Global Peace Index regelmäßig Spitzenplätze und hat eine äußerst niedrige Kriminalitätsrate, ein effizientes Gesundheitssystem und leistungsfähige Systeme für die öffentliche Sicherheit.
Ist es sicher, nachts in Island unterwegs zu sein?
Ja, in den meisten Orten und Städten Islands kannst du nachts im Allgemeinen sicher unterwegs sein. Gewaltverbrechen sind äußerst selten, und selbst in Reykjavik bleibt die Atmosphäre friedlich. Deine größte Sorge sollte nachts der Umgebung gelten: Zieh dich immer nach dem Zwiebelprinzip an und sei im Winter auf vereisten Gehwegen vorsichtig.
Welches ist das größte Raubtier in Island?
Der Polarfuchs ist Islands größtes Landraubtier und das einzige einheimische Landsäugetier. Diese Füchse sind klein, scheu und stellen keine Gefahr für Menschen dar. Zwar treiben gelegentlich Eisbären auf Meereis von Grönland nach Island – zuletzt 2024 –, doch sie sind nicht heimisch und Sichtungen äußerst selten. In der isländischen Wildnis wirst du mit weit größerer Wahrscheinlichkeit vom Wind als von einem einheimischen Wildtier herausgefordert.
Ist Kriminalität in Island ein Problem?
Nein, die Kriminalität in Island ist minimal, und das Land weist weltweit eine der niedrigsten Kriminalitätsraten auf. Eine Ausnahme ist Taschendiebstahl, der seit 2025 zugenommen hat. Organisierte Gruppen haben es auf Touristen in der Innenstadt von Reykjavik und an stark besuchten Sehenswürdigkeiten abgesehen.
Um sicher zu bleiben, solltest du in Menschenmengen deine Taschen geschlossen halten, beim Bezahlen mit Karte deine PIN abdecken und niemals Wertsachen sichtbar im geparkten Auto liegen lassen. Gewaltverbrechen sind weiterhin äußerst selten, und die meisten Islandreisen verlaufen problemlos.
Welche Risiken bestehen für Reisende in Island?
Die größten Risiken in Island sind eher umweltbedingt als von Menschen verursacht. Schnell wechselndes Wetter, rutschige Vulkanpfade und geothermische Hitze sind die wichtigsten Faktoren, auf die du achten solltest. Du kannst diese Risiken verringern, indem du die täglichen Wettervorhersagen prüfst und auf markierten Wegen bleibst.
Deine Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Informiere dich daher über die aktuellen Bedingungen, bevor du ins Hochland oder in abgelegene Küstengebiete aufbrichst.
Gibt es Reisewarnungen für Island?
Island gibt aufgrund aktueller Bedingungen Warnungen statt dauerhafter Reisewarnungen heraus, da sich Wetter und vulkanische Aktivität schnell ändern können. Du solltest vedur.is auf farbcodierte Windwarnungen (Gelb, Orange und Rot) sowie road.is auf aktuelle Straßensperrungen prüfen.
Vergiss nicht, deine Reiseroute bei SafeTravel.is zu registrieren. Diese Informationsquellen helfen dir, über lokale Risiken informiert zu bleiben. Wenn du bei Warnungen lieber mit professioneller Unterstützung unterwegs bist, solltest du geführte Touren buchen, bei denen erfahrene Fahrer die jeweiligen Bedingungen für dich meistern.
Wie lautet die Notrufnummer in Island?
Wähle 112 für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Mitarbeiter sprechen Englisch. Speichere außerdem 1700 für medizinische Beratung in nicht dringenden Fällen sowie 1777 für Informationen zu Straßen- und Wetterbedingungen.
Ist das Leitungswasser in Island trinkbar?
Ja, das kalte Leitungswasser in Island gehört zu den saubersten der Welt und stammt aus natürlichen Quellen, die nur minimal aufbereitet werden. Der leichte Schwefelgeruch des warmen Wassers entsteht durch die geothermische Erwärmung und ist harmlos. Fülle deine Trinkflasche jedoch am kalten Wasserhahn.
Brauche ich für eine Reise nach Island Impfungen?
Nein, für Island sind keine Impfungen vorgeschrieben. Es gibt keine Tollwut, keine Mücken, und Zecken spielen praktisch keine Rolle.
Ist die Gesundheitsversorgung für Touristen in Island kostenlos?
Nein. Besucher aus der EU und dem EWR mit einer EHIC sowie Besucher aus dem Vereinigten Königreich mit einer GHIC zahlen dieselben Gebühren wie isländische Einwohner; eine stationäre Krankenhausbehandlung ist in der Regel kostenlos. Alle anderen müssen die vollen Kosten zunächst selbst bezahlen: ungefähr 13.000 ISK für einen Arztbesuch während des Tages und etwa 19.000 ISK außerhalb der üblichen Arbeitszeiten. Eine Reiseversicherung, die Behandlung, Rettung und Rückführung abdeckt, ist unerlässlich.
Sind Winterreifen in Island gesetzlich vorgeschrieben?
Nein, trotz anderslautender Angaben in vielen Reiseführern. Nach isländischem Recht ist in den kalten Monaten ein tieferes Reifenprofil vorgeschrieben: Vom 1. November bis zum 14. April muss es mindestens 3,0 mm betragen, während für den Rest des Jahres 1,6 mm gelten. Spikereifen sind nur vom 1. November bis zum 15. April erlaubt. In der Praxis statten seriöse Mietwagenfirmen ihre Fahrzeuge während der Saison mit Winterreifen aus.
Ist der schwarze Sandstrand Reynisfjara gefährlich?
Ja. Reynisfjara hat durch plötzlich auftretende Wellen bereits sechs Menschenleben gefordert, zuletzt im August 2025. Es gibt ein Warnlichtsystem: Gelb bedeutet Vorsichtig, Orange bedeutet, dass du großen Abstand halten musst, und Rot bedeutet, dass der Strand geschlossen ist. Gelb bedeutet nicht, dass der Strand sicher ist. Stürme haben im Februar 2026 außerdem den größten Teil des Sandes abgetragen und den Zugang zum unteren Strandbereich abgeschnitten. Nutze daher die oberen Aussichtsplattformen.
Kann man an den Stränden Islands schwimmen?
Nein. Die Meerestemperaturen liegen das ganze Jahr über ungefähr zwischen 5 und 11 Grad Celsius, es gibt starke Strömungen und plötzlich auftretende Wellen, und es sind keine Rettungsschwimmer vor Ort. Schwimme stattdessen in geothermischen Schwimmbädern und Lagunen.
Sind Islands Vulkane für Touristen gefährlich?
Ausbrüche in Island werden eng überwacht und stellen nur selten eine unmittelbare Gefahr für Besucher dar. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf der Kraterreihe Sundhnukur auf der Reykjanes-Halbinsel, wo sich unter Svartsengi weiterhin Magma ansammelt und die Vorwarnzeit vor einem Ausbruch möglicherweise nur 20 Minuten beträgt. Vulkanische Gase breiten sich weiter aus als Lava. Informiere dich daher während vulkanischer Aktivität auf loftgaedi.is.
Kann ich in Island ohne Guide auf einem Gletscher wandern?
Nein. Gletscherspalten können sich unter Schneebrücken verbergen, und die Bedingungen ändern sich wöchentlich. Geh immer mit einem zertifizierten Guide und der richtigen Ausrüstung los. Für Eishöhlen solltest du Anbieter buchen, die im Rahmen der Sicherheitsbestimmungen des Vatnajökull-Nationalparks arbeiten, da Touren außerhalb des Parks nicht durch diese Regeln abgedeckt sind.
Ist es sicher, im Winter in Island Auto zu fahren?
Mit guter Vorbereitung ist es machbar. Prüfe vor jeder Fahrt umferdin.is, fahre nicht auf orange oder rot markierten Straßen und reduziere auf Kurven, Brücken und schattigen Streckenabschnitten wegen möglicher Eisglätte die Geschwindigkeit. F-Straßen sind den gesamten Winter ausnahmslos gesperrt. Plane Puffer-Tage in deine Reiseroute ein und übernachte in der Nacht vor deinem Rückflug in der Nähe von Keflavik.
Kann ich in Island mit einem Mietwagen Flüsse durchqueren?
Nur mit einem geeigneten Allradfahrzeug und entsprechender Erfahrung. Keine isländische Mietwagenversicherung deckt Wasserschäden durch das Durchqueren von Flüssen ab. Versuche niemals, einen Fluss mit einem Fahrzeug mit Zweiradantrieb zu durchqueren. Frage einen Ranger oder Hüttenwart nach der aktuellen Wassertiefe und überquere den Fluss morgens, wenn der Schmelzwasserstand niedriger ist.

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Farrah Sierva
Farrah Sierva
Verifizierter Experte
Über den Autor

I’m Farrah, a writer and researcher. I’ve also worked as a tour guide, which gave me a deep appreciation for crafting engaging travel experiences. My fascination with Iceland comes from a long-standing interest in its unique landscapes, deep-rooted folklore, and culture shaped by independence and resilience. I share the best of Iceland to help visitors discover the moments and magic that make this country special.

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