Der Geysir Strokkur am Golden Circle

Wie sieht die Golden-Circle-Sightseeing-Route aus und warum ist sie so beliebt? Wo sollte man am Golden Circle einen Stopp einlegen? Lies weiter, um mehr über Islands beliebteste Route und die besten Abstecher unterwegs zu erfahren.



Immer wenn es um Ausflüge in Island geht, kommt er höchstwahrscheinlich zur Sprache: der Golden Circle. Auf den To-Do-Listen der meisten Island-Urlauber steht er ganz weit oben, und fast alle Tourenveranstalter bieten Golden-Circle-Sightseeing-Touren auf ihren Webseiten an. 

Der Golden Circle besteht aus drei gleichermaßen atemberaubenden Orten in Südwest-Island: dem Þingvellir-Nationalpark, dem Geysir-Geothermalgebiet und dem Wasserfall Gullfoss. Diese Sehenswürdigkeiten sind weltweit bekannt und ebenso spektakulär wie einzigartig. Keine liegt mehr als zwei Stunden Autofahrt von Reykjavík entfernt, sodass sie alle drei an einem Tag besichtigt werden können. 

Neben der Stadt Reykjavík und der Blauen Lagune sind dies die beliebtesten Ziele des Landes – und die Gründe für ihre Popularität sind vielfältig.

Inhalt
           5.1 - Geothermalbad Laugarvatn Fontana
           5.2 - Krater Kerid
           5.3 - Secret Lagoon in Flúdir
           5.4Schneemobil-Tour auf dem Langjökull
           5.5 - Tomaten- und Pferdefarm Fridheimar
           5.6 - River Rafting auf dem Hvítá-Fluss
           5.7 - Öko-Dorf Sólheimar
           5.8 - Thjórsárdalur-Tal
           5.9 - Skálholt

Thingvellir-Nationalpark 

Þingvellir-Nationalpark im Herbst

Der Þingvellir-Nationalpark ist ein faszinierender Ort – geprägt von Geschichte und Folklore und umgeben von einer unglaublichen Geologie. Er ist der älteste der drei Nationalparks in Island und der einzige, der zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde. Der Park liegt mit dem Auto nur etwa 45 Minuten von Reykjavík entfernt und gilt als erster Stopp am Golden Circle.

Im Þingvellir-Nationalpark finden sich die Ursprünge für die Entstehung Islands und die Herausbildung der bürgerlichen Gesellschaft: Wunderbare Geologie trifft hier auf faszinierende jahrtausendealte Geschichte, und die Besucher können Stunden damit verbringen, mehr über die Prozesse der Erde und die Wurzeln der Demokratie zu erfahren.

Öxarárfoss ist ein schöner Wasserfall in der Almannagjá-Schlucht in Þingvellir



Die unglaubliche Geologie geht auf die Lage direkt zwischen der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatte zurück; der Park befindet sich auf der Grabenbruchzone, die das ganze Land durchzieht. Island ist das einzige Land, in dem dieser Graben – der Mittelatlantische Rücken – über dem Meeresspiegel verläuft, und nirgendwo ist er besser zu sehen als im Þingvellir-Park.

Wer von Reykjavik aus in den Park hineinfährt, steuert auf eine steile Klippe zu – die Ecke des nordamerikanischen Kontinents. Der eurasische Kontinent liegt einige Kilometer entfernt auf der anderen Seite des Parks und bietet einen ebenso eindrucksvollen Anblick.

Als die Kontinentalplatten auseinanderdrifteten, stieg Magma zwischen ihnen auf und führte vor Millionen von Jahren zur Entstehung des Landes. Diese fortwährende Spaltung der Erde ist verantwortlich für die faszinierende Vulkantätigkeit auf der Insel; Island ist noch sehr jung und befindet sich noch immer mitten im Entstehungsprozess.

Der Þingvellir-Nationalpark liegt am Golden Circle

Hinweise auf diesen Prozess finden sich im gesamten Þingvellir-Park. Das Gebiet besteht aus langen Abschnitten von Lavagestein und wird von vielen Vulkanen umgeben, die über Islands größtem natürlichen See – dem Þingvallavatn – aufragen.

Allerdings gab es in den letzten 2.000 Jahren keine Ausbrüche mehr und der Park präsentiert sich entsprechend in saftigem Grün. Das faszinierende, einzigartige Moos, das Islands Landschaft überzieht, bedeckt heute die Lavafelder; und viele Teile des Parks sind mit einheimischen Birken und importierten Kiefern bewaldet.

Es gibt jedoch noch immer regelmäßig Erdbeben in der Gegend, die den Abstand zwischen den Platten pro Jahr um 2,5 cm vergrößern. Die bei diesen Beben geöffneten Schluchten füllen sich mit Frischwasser, das vom Gletscher Langjökull abschmilzt und unterirdisch durch das poröse Lavagestein in Richtung Þingvallavatn-See fließt.

Bei Erdbeben öffnen sich Risse im ganzen Þingvellir-Park, die sich mit Frischwasser füllen; dies ist der berühmteste davon: eine Schlucht namens Silfra

Durch den langen Filtrationsvorgang ist das Wasser, das den Quellen in diesen Rissen entspringt, frei von Sedimenten und kristallklar. Die Sichtweite beträgt über 100 Meter – die Gegend bietet somit nicht nur Gelegenheit für landschaftlich reizvolle Wanderungen, sondern auch Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln.

Diese Aktivitäten mögen angesichts des isländischen Klimas wenig verlockend erscheinen, doch Fortschritte in der Trockenanzug-Technologie sorgen dafür, dass man sich ohne Probleme in das 2°C kalte Wasser hineinwagen kann – sogar im Winter! Qualifizierte Guides führen mehrmals am Tag Gruppen auf die beliebte Abenteuertour durch die schönste aller Schluchten hier: Silfra.

Kristallklares Wasser im Þingvellir-Nationalpark am Golden Circle

Schnorcheln in der Silfra-Spalte darf praktisch jeder, der über 16 Jahre alt ist, körperlich fit ist und schwimmen kann. Die Trockenanzüge dienen auch als Schwimmwesten und Silfra hat eine sanfte Strömung, die den Besuchern hilft voranzukommen. Für die Tauchtouren hingegen musst du ein qualifizierter PADI Open Water Scuba Diver sein und Erfahrung mitbringen. 

Die Unterwasserwelt in Silfra ist unglaublich schön, und die Tatsache, dass die Tour zwischen zwei Kontinentalplatten stattfindet, macht das Ganze noch aufregender.



Die Silfra-Spalte wird regelmäßig zu einem der zehn besten Tauchplätze der Welt erkoren; sie ist jedoch nicht ganz ungefährlich. Es gab hier schon Verletzungen und Todesfälle – also nur wer qualifiziert und sich seiner Fähigkeiten sicher ist, sollte einen Tauchgang wagen; und nur wer körperlich fit ist und unter Stress Ruhe bewahren kann, sollte an einer Schnorcheltour teilnehmen.

Wer sehen möchte, wo die Erde aufgerissen wurde, aber lieber im Trockenen bleibt, sollte dagegen die Almannagjá-Schlucht ansteuern – auch hier ist die Grenze zur nordamerikanischen Platte deutlich zu sehen. Dieses atemberaubende Tal zeigt, wie die geologischen Prozesse in der Gegend funktionieren, und führt zu dem schönen Wasserfall Öxarárfoss

Fans der HBO-Serie Game of Thrones wird diese Strecke bekannt vorkommen: Sie diente als Drehort für den Weg hinauf nach Eyrie sowie für die Reisen von Arya Stark und Sandor Clegane durch die Riverlands.

Der Öxarárfoss friert im Winter ein; hier ist er unter dem Polarlicht abgebildet

Diese unbeschreibliche Kulisse und die faszinierende Geologie haben jedoch nichts damit zu tun, dass Þingvellir zum Nationalpark und UNESCO-Welterbe ernannt wurde. Der Grund für diese Titel liegt in der Vergangenheit: Wer die Geschichte des Þingvellir zurückverfolgt, entdeckt auch die Geschichte des isländischen Volkes.

Die ersten dauerhaften Siedler kamen im 9. Jahrhundert nach Island; dabei handelte es sich großteils um Vagabunden-Clans, die sich weigerten, dem neuen Hochkönig von Norwegen die Treue zu schwören. Im Jahre 930 n.Chr. beschlossen sie, eine Art kollektive Regierung zu bilden, um Streitigkeiten auf der Insel besser schlichten zu können, und jede der etwa 30 Gruppen sandte einen Vertreter. Ihre Versammlungsstätte nannten sie „Parlamentsfelder” (übersetzt: Þingvellir).

Der Þingvellir-Nationalpark unter den Nordlichtern

Das erste Parlament erwies sich als so großer Erfolg, dass die Tradition danach Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt, Jahrhundert für Jahrhundert fortgesetzt wurde. Die Institution blieb bestehen – auch nachdem der Isländische Staatenbund 1262 von Norwegen eingenommen wurde und nachdem er 1380 in die Klauen der dänischen Krone geriet.

Seit seiner Gründung vor über 1000 Jahren wurde das Thing-Treffen lediglich für eine kurze Periode – von 1799 bis 1844 – ausgesetzt. Danach zog es nach Reykjavík um, doch seine Funktion blieb dieselbe.

Der aktuelle Sitz des isländischen Parlaments Alþingi befindet sich seit 1844 in ReykjavikBildquelle: Wikimedia, Creative Commons, Foto von Zenneke

Angesichts dieser Geschichte ist das isländische Alþingi (Parlament) das älteste, noch bestehende repräsentative Parlament der Welt. Während die Völker des christlichen Europas den Feudalismus ertrugen, ohne auch nur an demokratische Prozesse zu denken, schufen die „Heiden“ von Island ein repräsentatives System, das vielen „Nachfolgern“ als Beispiel diente. 

Aufgrund dieser Vergangenheit wurde Þingvellir 1930 zum Nationalpark ernannt – exakt 1000 Jahre, nachdem das Parlament zum ersten Mal zusammenkam – und 2004 zum UNESCO-Welterbe.

Þingvellir war jahrhundertelang der wichtigste Ort in der isländischen Geschichte und wurde so Zeuge vieler großer Veränderungen, die die Nation im Laufe ihrer Entwicklung durchlief: Hier konvertierte das Land im Jahr 1000 zum Christentum – aus Furcht vor den Gewalttaten, die Norwegens frommer König Olaf I. androhte; außerdem war dies der Schauplatz zahlreicher Hexenprozesse und vieler dramatischer Ereignisse, die in den isländischen Sagas ausführlich beschrieben werden.

In Þingvellir gibt es einen Campingplatz, den Besucher im Sommer nutzen können und der einen fantastischen Blick auf die Berge bietet

Auch nachdem der Sitz des Parlaments nach Reykjavík verlegt worden war, blieb das Gebiet weiterhin von großer emotionaler Bedeutung für die Isländer. Hier war beispielsweise der Ort, an dem die Nation 1944 beschloss, ihre Unabhängigkeit von Dänemark zu erklären und zu feiern – nachdem die Nazis dort eingefallen waren und die Alliierten Island besetzt hatten. An diesem wichtigen Tag wurde zudem Sveinn Björnsson als erster Präsident der Nation vereidigt.

In Anbetracht der Geschichte, Schönheit und Geologie von Þingvellir ist es kein Wunder, dass der Park ein so beliebtes Ausflugziel ist. Und er macht nur ein Drittel der Attraktivität des Golden Circle aus!

Das Geysir-Geothermalgebiet 

Der Geysir Strokkur beim Ausbruch im Licht des Sonnenaufgangs

Der zweite Stopp am Golden Circle ist das Geysir-Geothermalgebiet im Haukadalur-Tal. Es liegt mit dem Auto etwa 50 Minuten von Þingvellir entfernt und unterwegs erlebst du, wie die vulkanische Aktivität der Erde immer intensiver wird. 

Entlang der Strecke sind dampfende Öffnungen und Schlote zu bestaunen, besonders viele davon in der Ortschaft Laugarvatn, die sich auf halbem Weg zwischen den beiden Attraktionen des Golden Circle befindet. Hier gibt es ein Spa, das durch die Heißwasserströme unter der Erdoberfläche beheizt wird; die Dampfräume des Bads liegen direkt über den blubbernden heißen Quellen – und ihre Temperatur erreicht schweißtreibende 60°C!

Ausbruch des Strokkur am Golden Circle

Im Haukadalur-Tal wird diese geothermische Aktivität noch intensiver, und der aus dem Tal aufsteigende Dampf ist kilometerweit zu sehen. In diesem Gebiet finden sich viele heiße Becken, Schlammtöpfe und Fumarolen; und dank der Erdmineralien präsentieren sich die Hügel und der Boden des Tals in lebendigen Farben. Dieser Ort wäre an sich schon faszinierend – auch ohne die beiden Geysire, die ihn so berühmt machen.

Während der Geysir (vorne) meist ruht, bricht der Strokkur dahinter ca. alle 10 min. aus

Der erste der beiden – der Große Geysir – diente als Namensgeber für alle anderen Springquellen. Er ist der früheste dokumentierte Geysir in der europäischen Literatur und sein Name geht auf das altnordische Verb geysa („heraussprudeln“) zurück. Dieser Geysir bricht nur selten aus – anders als sein Nachbar Strokkur, der ca. alle zehn Minuten „explodiert“ und 20–40 Meter hohe Wasserfontänen gen Himmel speit.

Es gibt zwei Gründe dafür, dass der Original-Geysir inzwischen weitgehend inaktiv ist: zum einen die tektonische Aktivität in der Gegend, zum anderen einschneidende menschliche Eingriffe. Studien zufolge existiert er schon seit ca. 10.000 Jahren, und seine Ausbrüche ereignen sich in der Regel in Zyklen; normalerweise werden sie durch starke Erdbeben ausgelöst, bevor sie langsam wieder ausklingen. 

Doch selbst wenn es zu Ausbrüchen kommt, bleiben Zeitintervalle und Kontinuität unvorhersehbar. So weiß man beispielsweise, dass dieser Geysir in den 1910er Jahren alle halbe Stunde ausbrach, seine Aktivität dann aber im Jahr 1916 fast komplett einstellte.

Der Strokkur, hier kurz vor der Eruption, speit bekanntermaßen 40 m hohe Wasserfontänen aus

Als die Isländer schließlich genug hatten von der Unbeständigkeit ihres berühmtesten Wahrzeichens, gruben sie 1935 einen Kanal durch den Silikat-Rand des Geysir-Schachts, um das Grundwasser abzusenken und einen erneuten Ausbruch hervorzurufen. Das funktionierte aber nur für kurze Zeit – bevor der Kanal sich verstopfte und die Aktivität erneut zum Erliegen kam.

Im Jahr 1981 wurde der Kanal wieder freigeräumt und man fand heraus, dass der Geysir durch das Einpumpen von Seife zur Eruption gebracht werden kann. Allerdings gab es viele Bedenken bezüglich der Umweltauswirkungen dieser Maßnahme, und so wurde sie in den 1990ern wieder gestoppt.

Seitdem befindet sich der Geysir weitgehend im Ruhezustand, auch wenn er gelegentlich wieder ausgebrochen ist; mit etwas Glück besteht also immer noch die Chance, seine Aktivität zu bewundern. Und wenn es hier zur Eruption kommt, ist diese viel größer als beim Strokkur: Im Jahr 2000 spuckte der Große Geysir eine 122 Meter hohe Fontäne aus. Nur einmal in den geschichtlichen Aufzeichnungen schoss das Wasser höher hinauf, und zwar im Jahr 1845, als der Strahl eine Höhe von 170 Metern erreichte.

Das Geysir-Geothermalgebiet am Golden Circle

Geysire sind ein seltenes Naturphänomenon, und was den Golden Circle so attraktiv macht, ist unter anderem die Tatsache, dass hier ein aktiver und zuverlässiger Geysir so gut zugänglich ist. Der Grund für ihre Seltenheit liegt darin, dass sie sich nur unter ganz bestimmten Bedingungen bilden. Folgende Umstände müssen gegeben sein, damit ein Geysir existieren kann:

  • Eine intensive Hitzequelle: Damit Geysire ausbrechen, muss erdoberflächennahes Magma vorhanden sein, das das Gestein stark genug erhitzt, um Wasser zum Kochen zu bringen.

  • Ein Wasserfluss: Es muss eine Quelle für fließendes unterirdisches Wasser geben. In diesem Fall stammt das Wasser vom Langjökull-Gletscher – es schmilzt von diesem ab und strömt durch das poröse Lavagestein in das Gebiet.

  • Ein Leitungssystem: Es muss ein unterirdisches Reservoir für dieses Wasser geben, damit es sich sammeln kann, sowie einen mit Silikat ausgekleideten Schacht, sodass das Wasser – das vom Reservoir zur Erdoberfläche nach oben steigt – nicht heraussickern kann.

Das Haukadalur-Tal bietet alle notwendigen Bedingungen für die Entstehung eines GeysirsBildquelle: maxpixel.freegreatpicture.com

Eine Wanderung durch das Geysir-Geothermalgebiet ist ein faszinierendes und lohnenswertes Erlebnis, doch seine Attraktivität verdankt es nicht allein den explodierenden heißen Quellen. Das Geysir Center direkt gegenüber von den Geysiren beherbergt einen großen Boutique Shop mit vielen handgefertigten und lokal hergestellten isländischen Waren. Daneben gibt es im Center noch eine Reihe von Restaurants, die traditionelle isländische Speisen aus Zutaten der Region servieren.

Das Haukadalur-Tal ist ein atemberaubender Ort, um einen Stopp einzulegen und die Natur zu bewundern. Besucher müssen lediglich darauf achten, das Gebiet zu respektieren und nichts in die heißen Quellen und Geysire hineinzuwerfen. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber seit ein „Künstler” Strokkur mit (zum Glück natürlicher) Lebensfarbe getüncht hat – um zu sehen wie er in Rosa aussieht – scheint es sinnvoll, nochmals darauf hinzuweisen.

Die Natur Islands existiert, damit wir sie alle genießen können – und nicht damit bestimmte Leute sie nach ihren Vorstellungen von Kunst verändern



Der Wasserfall Gullfoss 

Der dritte und letzte Stopp am Golden Circle ist einer der spektakulärsten Wasserfälle in Island – der Gullfoss; vom Geysir ist er in weniger als zehn Autominuten zu erreichen. Dieser mächtige Wasserfall liegt in einem uralten, steil abfallenden Tal und ergießt sich über zwei Stufen 32 Meter hinab. Im Sommer, wenn die Strömung am stärksten ist, stürzen pro Sekunde 140 Kubikmeter in die Tiefe.

Der Wasserfall Gullfoss ist eines der schönsten Naturwunder Islands und seine Kraft ist enorm

Der Gullfoss ist nicht nur für seine unglaubliche Kraft bekannt, sondern auch für die Regenbögen, die bei Sonnenschein in seiner sprühenden Gischt schimmern. Abgesehen von dem beeindruckenden Tal und Wasserfall erstreckt sich das Gebiet über weite Felder bis hin zur fantastischen Eisfläche Langjökull. Genauso wie die Quellen im Þingvellir-Park und das Wasser im Geysir-Geothermalgebiet wird der Fluss, der den Gullfoss hinunterfließt, von diesem Gletscher gespeist.

Der Fluss heißt Hvítá und ist der beste Ort für Rafting im Südwesten Islands. Die Rafting-Tour ist sowohl für Anfänger als auch für Experten geeignet und nimmt dich mit auf eine abenteuerliche Fahrt: Durch starke Strömungen geht es hinab in ein altes Tal, das faszinierende geologische Besonderheiten aufweist. Diese Exkursionen sind ein berauschendes Erlebnis für jeden, der gerne mal eine Trainingseinheit einlegt und keine Angst davor hat, ein bisschen nass zu werden.

Diese Tour ist nur im Sommer verfügbar; das ist auch die beste Saison, um den Gullfoss zu besichtigen. Wenn der Boden nicht mehr mit Eis bedeckt ist, eröffnet sich ein Fußweg, der zum Rand des Wasserfalls führt – so kommst du nahe genug heran, um den Sprühregen im Gesicht zu spüren. Hier bieten sich tolle Gelegenheiten zum Fotografieren und man kann stundenlang die atemberaubende Kraft des Wassers bestaunen.

Die Regenbögen, die an sonnigen Tagen aus der Gischt des Gullfoss in Erscheinung treten, sind ein tolles Fotomotiv

Das heißt jedoch nicht, dass der Gullfoss im Winter weniger spektakulär wäre. In der kalten Jahreszeit kommt man zwar nicht so dicht heran, aber auch in halb gefrorenem Zustand – wenn Eisbrocken mit in den Abgrund gerissen werden – bietet der Wasserfall einen faszinierenden Anblick. Bei Besuchen in den Wintermonaten sollte man sich allerdings warm einpacken; die Winde, die über den Gletscher wehen, sind bekanntermaßen beißend kalt – und sie sollen dich ja nicht verscheuchen!

Inzwischen lockt der Gullfoss Urlauber aus aller Welt an und ist ein wesentlicher Bestandteil der isländischen Tourismusindustrie. Es ist daher ein Riesenglück, dass er so erhalten geblieben ist und nicht in irgendeiner Weise verändert wurde. Seine Natürlichkeit zu bewahren, war nämlich nicht immer in jedermanns Sinne.

Anfang des 20. Jahrhunderts sahen ausländische Investoren eine gute Gelegenheit darin, den Gullfoss zu „vernichten“ und in ein Wasserkraftwerk umzuwandeln. Der damalige Eigentümer des Wasserfalls Tómas Tómasson hatte Außenstehenden indirekt das Recht eingeräumt, damit zu tun, was sie wollten. Und diese Pläne nahmen – entgegen seiner Wünsche – langsam Gestalt an; allerdings waren sie nur sehr schwer zu realisieren, solange Tómas’ Tochter in der Nähe war!

Sigríður Tómasdóttir war eine von vielen historischen isländischen Frauen, die für ihre Überzeugungen eintraten – daher wird sie bis heute als Heldin verehrtBildquelle: Luc Van Braekel

Diese weibliche Ikone namens Sigríður verhinderte die Zerstörung des Naturwunders, das ihr so am Herzen lag. Sie tat alles, was in ihrer Macht stand, um es zu erhalten: So drohte sie beispielsweise, sich den Wasserfall hinunterzustürzen, und bewältigte die 200 km lange ungepflasterte Strecke nach Reykjavík (und wieder zurück) mehrmals zu Fuß, um einen Rechtsstreit zur Verteidigung des Gullfoss zu führen.

Auch wenn ihre Aktionen den Wasserfall nicht direkt retteten, so sorgten sie doch dafür, dass die Pläne im Land Kritik ernteten und der „Vernichtungs“-Prozess verzögert wurde. Schließlich gelang es ihrem Rechtsbeistand, mit den Investoren – denen es am nötigen Geld fehlte – eine Auflösung des Vertrags zu vereinbaren. Der Name dieses Anwalts ist kein unbekannter: Sveinn Björnsson; es war derselbe Mann, der später zu Islands erstem Staatspräsidenten gewählt wurde.

Der Gullfoss ist immer wunderschön – unabhängig von Jahres- und Tageszeit

Sigríður wurde mit einem Gedenkstein an der Spitze des Wasserfalls verewigt und bleibt als Heldin in Erinnerung – dank ihrer unermüdlichen Bemühungen, den Gullfoss zu erhalten. Als mittellose, ungebildete Frau kämpfte sie – im Namen der Schönheit der Natur – gegen eine kapitalistische, patriarchalische Gesellschaft. So half sie, den Weg für Feminismus und Umweltschutz zu ebnen, die heute die isländische Kultur prägen.

Die beste Art, den Golden Circle zu besichtigen 

Herbstfarben am Golden Circle

Die Golden Circle-Route ist die beliebteste Touristenstrecke in Island, und inzwischen kann sie jeder gestalten, wie er/sie möchte. Es gibt Hunderte unterschiedlicher Touren von verschiedenen Anbietern, die den Golden Circle mit zusätzlichen Aktivitäten oder Sehenswürdigkeiten kombinieren. Und einige bieten sogar die Chance, ihn auf absolut einzigartige Art zu bewundern – z.B. vom Hubschrauber oder vom Flugzeug aus oder unter der Mitternachtssonne.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, ein Auto zu mieten; so kannst du die Attraktionen entlang der Strecke in deinem eigenen Tempo besichtigen – ohne auf feste Abfahrtzeiten oder andere Gruppenmitglieder Rücksicht zu nehmen. Auf diese Art kannst du beliebig viele Abstecher zu weniger bekannten, nahe gelegenen Orten machen, wie weiter unten ausführlicher beschrieben.

Nordlichter beobachten vom Þingvellir

Wer dagegen den Selbstfahrer-Stress in Island vermeiden möchte, kann aus einem großen Angebot an geführten Touren wählen. Einige davon sind sehr einfach und effizient und führen dich an die drei Hauptziele des Golden Circle, bevor es dann direkt wieder zurück zur Unterkunft geht. Man kann jedoch auch mehr aus dem Tag machen und weitere beliebte Attraktionen bewundern, wie z.B. den wunderschönen Kratersee Kerið und die Blaue Lagune.

Der Þingvallavatn ist der größte See Islands

Da die Golden Circle-Route in ca. sechs Stunden zurückgelegt werden kann – einschließlich der Fahrt von und nach Reykjavík – werden inzwischen auch viele Kombi-Touren angeboten. Die Golden Circle- und Schneemobil-Tour beispielsweise bringt dich zu allen drei Hauptattraktionen, bevor du dann vom Gullfoss zum Langjökull-Gletscher gefahren wirst –  um rasant übers Eis zu brausen.

Weitere mögliche Kombination sind: Golden Circle mit Schnorcheln in Þingvellir, Rafting auf dem Hvíta-Fluss, Caving in Leiðarendi usw.



Es ist sogar möglich, die Exkursion mit einer Kultur-Tour zu kombinieren. So kannst du beispielsweise tagsüber auf Sightseeing-Tour gehen und abends die leckere traditionelle isländische Küche genießen. Als weitere Option kannst du die Tour auch mit einem Besuch des örtlichen Kraftwerks abschließen – um etwas darüber zu erfahren, wie die Isländer die geothermischen Kräfte nutzen, die ihre Energie- und  Lebensmittelproduktion prägen.

Kombiniere deine Golden Circle-Tour mit Reiten

Und es gibt sogar mehrtägige Touren – sowohl mit Führung als auch für Selbstfahrer – die sich auf den Golden Circle konzentrieren oder ihn zumindest einschließen. Wer nicht so viel Zeit zur Verfügung hat, kann beispielsweise die dreitägige Südküsten-Tour wählen: Sie führt dich um den Golden Circle, zur Jökulsárlón-Gletscherlagune hinauf und schließlich – sofern es das Wetter zulässt – in eine Eishöhle.

Wenn du dagegen mehrere Wochen im Land bleibst, stehen dir alle Möglichkeiten offen – unter anderem kannst du dich für eine 14-tägige Mietwagen-Rundreise entscheiden, die dich nicht nur am Golden Circle entlang führt, sondern auch zu fast allen anderen sehenswerten Stellen rund um die Küste der Insel.

Die 9 besten Abstecher am Golden Circle 

Ganz unabhängig von deiner Urlaubszeit, deinem Budget und deinem Programm – ein Trip um den Golden Circle lässt sich fast immer einplanen. Binnen einer kurzen Autofahrt präsentiert sich eine unglaubliche Landschaftsvielfalt – dieses Island-Erlebnis sollte man sich also nicht entgehen lassen! 

Für Selbstfahrer empfehlen sich zudem mehrere Abstecher zu faszinierenden Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Die meisten davon sind weniger bekannt, sodass sich die klassische Sightseeing-Route gut mit Orten abseits der Touristenpfade kombinieren lässt. Im Folgenden findest du die neun besten Abstecher für alle, die Lust und Zeit dazu haben.



1. Geothermalbad Laugarvatn Fontana 

Fontana-Geothermalbad

Laugarvatn Fontana ist der Name des oben erwähnten Spas in der Gemeinde Laugarvatn, die auf dem Weg vom Þingvellir-Nationalpark zum Geysir liegt. Die malerische Ortschaft Laugarvatn erstreckt sich am Ufer eines breiten Sees und ist für ihre geothermische Aktivität berühmt.

Einheimische genießen die Vorzüge dieser Gegend schon seit dem Jahr 1929; das heutige Spa öffnete jedoch erst 2011 seine Türen. Das Fontana bietet drei Dampfräume, die sich über natürlichen heißen Quellen befinden, und eine traditionelle finnische Sauna mit einem fantastischen Blick auf die umliegende Natur. Außerdem gibt es hier noch zahlreiche flache, unterschiedlich warme Pools, in denen die Kinder spielen können, während sich die Erwachsenen entspannen.

Das Fontana-Geothermalbad öffnet sich in Richtung eines Sees, durch den die Besucher waten können; zwischen ihren Zehen spüren sie dann das warme Wasser, das vom Seeboden aufsteigt. 

Kinder können sich im Fontana-Geothermalbad vergnügenBildquelle Fontana-Geothermalbad

Wer hier einen Zwischenstopp einlegt, sollte unbedingt das lokale Roggenbrot kosten, das 24 Stunden lang im heißen Sand gebacken wird; frisches, heißes Roggenbrot mit Butter ist traditionell isländisch und schmeckt vorzüglich.

Wer nicht selbst fährt, kann die Tagestour Golden Circle mit Fontana-Geothermalbad buchen, um in den Genuss des Spas und des Golden Circle zu kommen.

2. Krater Kerid 

Krater Kerid in GrímsnesBildquelle Aurora Travel - Golden Circle-Privattour

Auf vielen Ganztagestouren um den Golden Circle werden Stopps am Krater Kerið eingelegt; und auch Selbstfahrer sollten dieses Naturwunder nicht verpassen.

Der Krater entstand vor etwa 6500 Jahren und ist komplett oval; an seinem Boden erstreckt sich ein See. Das Gestein um den Krater präsentiert sich in feurigem Rot und Orange und ist von schwarzen und grünen Linien durchzogen; diese Farben bilden einen tollen Kontrast zum azurblauen Wasser. Aufgrund seiner Form ist der Kerið auch für seine Akustik bekannt: Hier fanden schon zu mehreren Anlässen Konzerte statt.

Diese Sehenswürdigkeit liegt direkt an der Straße Nr. 35, nahe der Stadt Selfoss, und gleich daneben gibt es einen kleinen Parkplatz.

Für den Besuch des Kerið ist eine kleine Gebühr zu zahlen – diese beträgt aber nur 500 ISK pro Person.

3. Secret Lagoon in Flúdir 

Die Secret Lagoon in Flúdir

Die Secret Lagoon – oder Gamla Laugin – in Flúðir ist ein großartiger Ort, um sich zu entspannen und neue Energie zu tanken. Sie stammt aus dem Jahr 1891 und ist somit das älteste Schwimmbad Islands. Der Pool hat das ganze Jahr über eine Temperatur von 38–40°C; diese wird durch das Wasser aufrechterhalten, das von den umliegenden natürlichen heißen Quellen eintritt. Um das Schwimmbecken herum führt ein Fußweg für Gäste, die dieses Geothermalgebiet bestaunen möchten.

Zwischen 1909 und 1947 fanden hier Schwimmkurse statt, doch später verfiel das Schwimmbad langsam, als landesweit immer mehr neue Pools entstanden. Vor ein paar Jahren wurde es renoviert und modernisiert – mit neuen Anlagen und einem Café – und im Juni 2014 feierte es Wiedereröffnung. Hinweis: Wer das Bad besuchen möchte, sollte im Voraus reservieren – es lockt mehr und mehr Badegäste an.

Flúðir liegt an der Straße Nr. 30.

Die Straße zur Secret Lagoon im isländischen WinterBildquelle: Breathe Iceland

Im Winter empfiehlt sich diese Aurora Floating-Tour und hier findest du eine Golden Circle- und Secret Lagoon-Bustour.

4. Schneemobil-Tour auf dem Langjökull-Gletscher 

Schneemobilfahren auf dem Langjökull-Gletscher

Schneemobilfahren auf dem Langjökull-Gletscher ist die Aktivität, die am häufigsten mit der Golden Circle-Tour kombiniert wird. Der Langjökull liegt nicht weit vom Gullfoss-Wasserfall entfernt, aber man braucht im Winter einen Super-Jeep und im Sommer ein Allradfahrzeug, um ihn zu erreichen.

Du kannst entweder an einer Golden Circle-Schneemobil-Tagestour ab Reykjavík teilnehmen oder, falls du selbst um den Golden Circle fährst, eine Zeit für die Abholung vom Gullfoss-Wasserfall vereinbaren und nach einer Stunde zu deinem Auto zurückkehren – nachdem du auf einem Schneemobil über den Gletscher gerast bist. An klaren Tagen kannst du eine fantastische Aussicht vom Gletscher genießen – und schon die Fahrt dorthin ist äußerst aufregend. Abenteuerlustige sollten sich diese Exkursion keinesfalls entgehen lassen.

5. Tomaten- und Pferdefarm Fridheimar 

Tomatenfarm FridheimarBildquelle Friðheimar

Friðheimar ist eine Tomaten-, Gurken- und Pferdefarm in der Nähe von Reykholt an der Straße Nr. 35. Dies ist der ideale Ort, um zwischen 12 und 16 Uhr eine Mittagspause einzulegen und leckere Tomatensuppe mit selbstgebackenem Brot zu genießen.

Kleinere Gruppen können an vielen Tagen einfach so vorbeischauen; für den Fall, dass eine größere Gruppe zuerst da ist, empfiehlt es sich jedoch, vorher anzurufen und Plätze zu reservieren. Eine Buchung im Voraus ist in jedem Fall notwendig, um an einer Farm-Tour teilzunehmen oder bei einem Pferdeturnier zuzuschauen. Die Farm zählt zu den am meisten unterschätzten Plätzen in Island und ist unbedingt einen Besuch wert.

6. River Rafting auf dem Hvítá-Fluss 

Rafting durch die schöne Hvitá-Schlucht

Wie bereits oben erwähnt, wird der Gullfoss vom Hvítá gespeist, einem der beliebtesten Rafting-Flüsse in Island. Die älteste Rafting-Basis des Landes Drumbó (kurz für Drumboddsstaðir) liegt nur eine kurze Autofahrt vom Wasserfall entfernt. Bei dieser Tour geht es durch Stromschnellen der Klasse 2 – und sie eignet sich bestens für Anfänger wie Experten.

Es gibt viele Gründe, warum dieser Trip so beliebt ist: Das Rafting ist fantastisch, die umliegende Landschaft atemberaubend und du wirst dazu ermuntert, in der Mitte der Strecke eine Pause einzulegen, um von einer acht Meter hohen Klippe in den Fluss zu springen – das sorgt für einen zusätzlichen Adrenalin-Kick!

Es gibt auch die Möglichkeit, Kayak zu fahren – was allerdings etwas schwieriger und daher nur für erfahrene Teilnehmer zu empfehlen ist.

Nach deinem Abenteuer kannst du dich in einem Hot Tub oder einer Sauna aufwärmen und sogar mit den Guides grillen, bevor du deine Reise fortsetzt.

Hier geht es zur Buchung einer Golden Circle-Tour mit River Rafting.

7. Öko-Dorf Sólheimar 

Das Ökodorf Sólheimar am Golden Circle in IslandBildquelle: Öko-Dorf Sólheimar

Sólheimar ist ein Öko-Dorf mit ca. 100 Einwohnern. Es wurde 1930 gegründet und war schon immer ein einzigartiger Ort mit einer ganz eigenen Philosophie; diese besteht darin, das Potenzial jedes Menschen zu maximieren – unabhängig von Alter und möglichen Behinderungen. Mit seinem unglaublichen Charme und seiner besonderen Atmosphäre hat Sólheimar in den letzten Jahren immer mehr Reisende angelockt – inzwischen finden jährlich über 30.000 ihren Weg hierher, um herauszufinden, was es mit dem Dorf auf sich hat.

Diese Ansiedlung, die sich nahtlos in die Natur einfügt, bietet alles, was sich Besucher wünschen: eine Bäckerei, ein Café, ein Gästehaus und mehrere Kunstschauplätze. Hier finden auch Workshops in Kunsthandwerk statt, z.B. für Kerzenziehen, Weben und Keramik, um nur ein paar wenige zu nennen. Daneben gibt es noch das Sesselja-Haus, ein pädagogisches Ausstellungszentrum mit Fokus auf Ökologie und nachhaltige Entwicklung.

Sólheimar liegt mit dem Auto etwa 45 Minuten vom Þingvellir-Park und vom Geysir entfernt (dazwischen und südlich). Wenn du auf der 365 von der ersten Attraktion zur zweiten fährst, musst du am Kreisverkehr in Laugarvatn auf die 37 einbiegen. Am Ende dieser Straße links auf die Straße Nr. 35 und dann rechts auf die 354 abbiegen. Das Öko-Dorf befindet sich an dieser Straße.

8. Thjórsárdalur-Tal 

Þjófafoss im Þjórsárdalur Tal

Wer ein paar Juwelen abseits der üblichen Touristenpfade erkunden möchte und keine Extra-Fahrtzeit scheut, sollte einen Trip ins einige Stunden entfernte Þjórsárdalur-Tal unternehmen. Hier kannst du zahlreiche wunderschöne Wasserfälle bewundern, die kaum jemand zu sehen bekommt, z.B. den Hjálparfoss, Háifoss, Granni und Þjófafoss.

Um dorthin zu gelangen, nimmst du die Straße Nr. 30 vom Gullfoss in Richtung Süden und biegst danach links auf Straße Nr. 32 ab. Auf dem Rückweg eine kleine Schleife zur Schotterstraße Nr. 26 fahren.

Finde weitere Island-Geheimtipps und Vorschläge für Selbstfahrer-Touren.

9. Skálholt 

Skalholts Kirche in IslandBildquelle Safnabókin

Skálholt ist eine bemerkenswerte historische Stadt in Island. Hier residierte einst der erste Bischof des Landes, und auch die erste Schule Island wurde hier gegründet. Sie gilt als erste Stadt des Landes, da sie im Jahr 1200 die höchste Bevölkerungszahl aufwies – auch wenn es nur 120 Einwohner waren. Wenn du durch Skálholt fährst, lohnt es sich schon alleine wegen der Kathedrale anzuhalten.


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