Island wird oft als Reiseziel fernab des Massentourismus gepriesen. An welchen Orten in Island trifft man aber wirklich kaum andere Touristen? Wo liegen die Schätze, die sich etwas abseits der üblichen Routen befinden?

Es gibt zahlreiche wunderschöne Reiseziele in Island, die vom Tourismus noch relativ wenig entdeckt sind oder jedenfalls abseits der touristischen Pfade liegen. Hier ist eine Liste mit 20 verborgenen isländischen Kostbarkeiten. Die meisten sind nur mit dem Mietwagen erreichbar. Die Autovermietungen und unsere Mietwagen-Touren könnten dich also interessieren.

20. Grótta in Reykjavík

Der Leuchtturm bei Grótta in Reykjavik

Im westlichen Teil von Reykjavík (in Seltjarnarnes) befindet sich das Gebiet Grótta. Aufgrund seiner reichen Vogelwelt ist Grótta ein Naturreservat. Es ist aber auch der beste Ort, um Sonnenuntergänge zu beobachten, wenn in der Faxaflói-Bucht das Wasser nur so funkelt und glänzt. Zwischen den Felsen gibt es sogar einen kleinen künstlichen Pool, groß genug für ein erfrischendes Fußbad. (Er liegt etwas versteckt in der Nähe der kleinen Hütten an der Küste.)

Auch den malerischen Leuchtturm solltest du nicht verpassen. Er ist nur bei Ebbe zugänglich. Um vom Leuchtturm noch bei Ebbe wieder zurückzukommen, bleiben insgesamt sechs Stunden für Hin- und Rückweg. Vom 1. Mai bis 30. Juni bleibt der Leuchtturm aufgrund der Vogelbrutzeit geschlossen.

19. Seljavallalaug-Bad

Seljavallalaug in Südisland(Bild: The Daily Mail)

Das Seljavallalaug-Bad im Süden von Island ist inzwischen bei Islandbesuchern relativ gut bekannt, gilt aber trotzdem noch als Geheimtipp. Touristen mit Mietwagen nehmen dorthin gern die Straße entlang der Südküste. Mit Bustouren kommt man allerdings noch nicht bis an diesen Ort.

Unter den noch vorhandenen Bädern in Island ist das Seljavallalaug-Bad das älteste. Es ist immer noch recht gut in Schuss. Duschen gibt es zwar nicht, aber einen Umkleideraum. Eintritt wird nicht verlangt. Schnapp dir einfach Badeanzug oder Badehose und genieße die Ruhe der Natur. Und geh bitte sorgsam und respektvoll mit der Natur um, damit diese verborgene Schönheit nicht zerstört wird.

Das Bad befindet sich zwischen den berühmten Wasserfällen Seljalandsfoss und Skógafoss. Du kannst mit dem Auto dorthin fahren oder du buchst die einzige Tour, die dich nach Seljavallalaug bringt (diese Tour ist zurzeit auch die einzige, die einen Besuch des Flugzeugwracks beinhaltet). Von Reykjavík mit dem Auto kommend biegst du kurz vor Skógafoss nach links in Richtung Seljavellir ab. Von hier aus kommst du mit einem 15-minütigen leichten Fußmarsch zum Bad.

18. Die Tomatenplantage Friðheimar

Friðheimar in Island bietet ein ungewöhnliches Ess-Erlebnis(Bild: Farmholidays)

Friðheimar ist eine Bio-Tomatenfarm in Reykholt im Süden Islands – für Selbstfahrer ein perfekter Zwischenhalt auf dem Weg zum Golden Circle. Die Tomaten- und Gurkenaufzucht mit angeschlossenem Restaurant ist ein Familienbetrieb. Um alle erzeugten Lebensmittel aufzubrauchen, wird aus den beschädigten Tomaten (die genauso gut schmecken, die aber kein Supermarkt mehr verkaufen kann) Tomatensuppe gekocht.



Diese Leute leben für ihre Tomaten. Es gibt Schnapps, serviert in einer Tomate, Tomateneis (klingt schräg, ist aber sehr lecker!) oder Tomaten-Chutney. Selbstverständlich kannst du dir auch eine Bloody oder Virgin Mary mixen lassen. Als Beilagen zur Suppe bekommst du dort selbstgebackenes Brot (unbedingt das mit Zimtgeschmack probieren) und Gurkensalsa. Für Suppe und Brot (Nachschlag kostenlos), verfeinert mit frischem Basilikum, Gurkensalsa, saurer Sahne und Butter, bezahlt man nur 1900 ISK – nicht viel für das, was man bekommt!

Suppe, Brot und Gurken-Salsa in Friðheimar(Bild: Breathe Iceland)

Die ganze Atmosphäre dort ist sehr angenehm, es ist hell, die Luft ist gut und es ist warm (die Tomaten brauchen das ganze Jahr über ein warmes Klima und viel Licht). Vor dem Mittagessen kannst du dich über die Tomatenplantage führen lassen.

Während der Öffnungszeiten (täglich von 12-16 Uhr) ist eine Anmeldung nicht nötig. Manchmal kommen aber große Gruppen, weshalb es besser ist, sich vorher telefonisch zu erkundigen, wann der günstigste Zeitpunkt für einen Besuch ist.



17. Gljúfrabúi-Wasserfall

Der Wasserfall Gljúfrabúi(Bild: Jórunn Sjöfn)

Gleich neben dem Seljalandsfoss-Wasserfall im Süden von Island gibt es einen weiteren Wasserfall, den viele Besucher verpassen. Zu Fuß ist er nur 5 Minuten vom Seljalandsfoss entfernt, gleich neben einem Landwirtschaftsbetrieb.

Der Weg zum Wasserfall führt durch eine Art Höhleneingang zwischen Felsgestein. Dahinter stehst du direkt unter dem Wasserfall (eine Regenjacke ist hier nicht verkehrt!).

Dieser Wasserfall wird zwar nur in einer bestimmten Südküsten-Tour ausdrücklich als besuchte Sehenswürdigkeit genannt, aber auch im Rahmen einer der regulären Südküsten-Touren kannst du dorthin gehen, denn Seljalandsfoss ist hier immer eines der Hauptziele. Achte bloß auf die Zeit, wenn du den Abstecher zum Wasserfall machst. 



16. Das Restaurant Tjöruhúsið

Das Restaurant Tjöruhúsið in Ísafjörður(Bild: Westfjords.is)

Dieses gemütliche und urige Restaurant in Ísafjörður in den Westfjorden hat nur im Sommer und an Ostern geöffnet. Nutze also die Zeit, um eine der besten maritimen Küchen des Landes zu probieren! Man sitzt auf einfachen Holzbänken und kommt in der Regel mit den anderen Gästen am Tisch ins Gespräch. Mittagessen nach Wahl kostet für die Suppe nur 1800 ISK, für das Tagesfischgericht 2500 ISK und für beides zusammen nur 3000 ISK. Abends ist dort ein Buffet angerichtet. Die Kosten liegen pro Person bei 5500 ISK, Kinder unter 14 Jahren essen kostenlos mit!

Ein Beispiel eines Fischgerichtes(Bild: Nanna)

Der Fisch ist immer sehr frisch und wurde nur wenige Hundert Meter entfernt gefangen. Ich habe keine Verbindung zu den Restaurantinhabern, aber die Kommentare auf Facebook und Rezensionen auf Trip Advisor sehen es genauso!



15. Die Felsformation Hvítserkur

Hvítserkur ist ein ungewöhnlicher Felsen vor der Küste Islands

Hvítserkur ist ein eigenständiger Felsen vor der Küste im Húnafjörður-Fjord im Nordwesten Islands. Er liegt zwischen Reykir und Blönduós und ist nur einen kleinen Abstecher von der ringförmigen Hauptstraße Islands entfernt.

Von der Ringstraße aus musst du die Straße 711 nehmen. (Von Reykjavík aus biegst du nach links ab, von Akureyri aus nach rechts). Es gibt dorthin keine Touren, du musst dir also ein Auto mieten.

14. Die Felsenschlucht Fjaðrárgljúfur

Die Schlucht Fjaðrárgljúfur in Südisland(Bild: Grétar Skúlason)

Nicht weit von der Ringstraße entfernt liegt Fjaðrárgljúfur (viel Glück bei der Aussprache!) Ein Tourist hat diese Schlucht einmal Sweet Ass Mossy Canyon (moosbedeckter süßer Hintern) genannt – keine direkte Übersetzung, aber eine ziemlich treffende Beschreibung dieser Felsenschlucht. Die richtige Übersetzung lautet „Feder-Fluss-Schlucht“. Sie ist eine der schönsten Felsenschluchten Islands. Nimm dir genug Zeit für den Aufstieg und genieße die atemberaubende Landschaft.

Auch im Winter ist es hier zauberhaft:

Fjaðrárgljúfur im Winter(Bild: Tony Prower Flickr)

Die Anreise erfolgt entlang der Südküste Islands in Richtung Kirkjubæjarklaustur (noch so ein Zungenbrecher). Wenn du aus Reykjavík kommst, liegt die Schlucht linker Hand kurz vor Kirkjubæjarklaustur (Kirchenstadtkloster).



13. Das Schwimmbad in Hofsós

Das Schwimmbad von Hofsós(Bild: Michael Kelley Flickr)

In dem winzigen Städtchen Hofsós auf der Halbinsel Tröllaskagi im Norden Islands (die Halbinsel neben Akureyri) befindet sich Islands schönstes Schwimmbad direkt an einem Berghang. Es bietet einen umwerfenden Blick auf den daneben gelegenen Fjord.

Wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist, lohnt sich ein Abstecher dorthin.

12. Vesturdalur-Tal

Hljóðaklettar in Island(Bild: Vatnajökulsþjóðgarður)

Der Mývatn-See, Dettifoss-Wasserfall und sogar Ásbyrgi stehen bei den meisten Besuchern auf dem Programm. Wenn du aber schon in der Gegend bist, solltest du dir unbedingt auch Rauðhólar und Hljóðaklettar in Vesturdalur ansehen. Von der Ásbyrgi-Felsenschlucht sind es nur 15 Minuten Fahrtweg auf der Straße 85 in Richtung des Dorfes Húsavík.

Rauðhólar in Vesturdalur, Island(Bild: Carlo Tancredi Flickr)

Hljóðaklettar (Klang-Felsen) sind Basaltsäulen verschiedenster Form und Größe, die sich in alle denkbaren Richtungen winden und drehen. Rauðhólar (Rote Hügel) sind farbige Hügel – schwarz und gelb, vor allem aber feuerrot. Es gibt nur wenige Orte in Island, an denen sich die Landschaft in so lebendigen Farben zeigt.

Die Tagestour zum Dettifoss-Wasserfall, nach Ásbyrgi und Hljóðaklettar und die Tour Höhepunkte des Nordens beinhalten auch einen Besuch der Hljóðaklettar-Felsen. Das Vesturdalur-Tal erkundest du am besten auf eigene Faust mit dem Auto.



11. Das Þjórsárdalur-Tal und seine Wasserfälle

Hjálparfoss im Tal Þjórsárdalur(Bild: Egill Halldór Flickr)

Das Þjórsárdalur-Tal ist voller wunderschöner Wasserfälle, die bisher von den großen Touristengruppen verschont geblieben sind. Einer dieser Wasserfälle befindet sich in der Gjáin-Felsenschlucht (die Schlucht selbst ist auch ziemlich spektakulär). Der Háifoss-Wasserfall (mit 122 Metern Islands dritthöchster Wasserfall) und der nur einen Steinwurf entfernte Granni-Wasserfall sind auch zwei verborgene Schätze. Weiter unten im Tal gibt es auch noch den Wasserfall Hjálp (Hilfe). Hier erfährst du mehr über Háifoss, Granni und Hjálp. Nicht zuletzt findest du auf der anderen Seite des Bergs Búrfell noch den Wasserfall Þjófafoss (Dieb-Wasserfall).

Þjófafoss in Þjórsárdalur, mit dem Vulkan Hekla im Hintergrund

Alle diese Wasserfälle sind nah beieinander gelegen und in 2 bis 3 Stunden Autofahrt ab Reykjavík über die Straßen 32 und 26 erreichbar.

10. Glymur-Wasserfall

Das üppig bewachsene Tal beim Wasserfall Glymur(Bild: Trek Iceland)

Seit Eröffnung des Tunnels unter dem Fjord Hvalfjörður (Walfjord) im Jahr 1998 ist die Fahrtzeit von Reykjavík nach Borgarnes um ca. eine Stunde kürzer, weil der Fjord nun nicht mehr umfahren werden muss. Heutzutage fährt also kaum noch jemand diesen bezaubernden Fjord entlang. Am Ende des Fjords beginnt ein Wanderweg zu Islands zweithöchstem Wasserfall (198 m) Glymur (Echo).

Die Wanderung dorthin ist schön und ziemlich leicht. Der Pfad führt durch grüne, moosbedeckte Klippen in nur 2 bis 3 Stunden zum Wasserfall. Hier kannst du eine Wanderung zum Glymur-Wasserfall buchen.

9. Der Strand Rauðisandur

Der Strand von Rauðisandur in den Westfjorden(Bild: Tony Prower Flickr)

Island ist für seine schwarzen Sandstrände bekannt. Allerdings gibt es auch weiße Strände und sogar diesen einen roten Strand in den Westfjorden. Je nach Einfall des Tageslichts kann der Strand weiß, orange, gelb oder eben tiefrot erscheinen.

Es gibt dort nichts außer Sand. Wenn du also einen Strand in absoluter Ruhe suchst, wo du nicht von Verkäufern oder Kiosken belästigt wirst, kannst du hier ganz allein einen Spaziergang machen. Wenn du nach 10 km Sand noch nicht genug hast, fahr ein bisschen weiter zur Látrabjarg-Klippe, wo du die Tausenden dort lebenden Papageientaucher bewundern kannst.

Nach Rauðisandur kommst du am besten mit dem Auto, wenn du die Westfjorde entlang fährst. Du kannst auch die Baldur-Fähre von Stykkishólmur nach Brjánslækur nehmen und von dort aus weiter mit dem Auto fahren. Im Winter ist das Gebiet möglicherweise nicht zugänglich. Auf jeden Fall sollte das Auto über Allradantrieb verfügen.



8. Das Dorf Siglufjörður

Siglufjörður in Nordisland

Dieser niedliche kleine Ort – früher Welthauptstadt der Heringsfischerei – befindet sich an der nördlichsten Spitze der Halbinsel Tröllaskagi (nicht weit vom Hofsós-Bad, der Nummer 13 dieser Liste). Das Städtchen ist in einen kleinen Fjord eingebettet und an drei Seiten von Bergen umgeben.

Lass dir nicht das Hering-Ära-Museum entgehen! In mehreren schönen Gebäuden entlang der Hauptstraße wird hier das damalige Leben in diesem Ort nachempfunden. Obwohl Siglufjörður nur eine Autostunde von Akureyri entfernt ist, vermittelt einem dieser schwer zugängliche Ort das Gefühl, am Ende der Welt angekommen zu sein.

Übernachtungsmöglichkeiten findest du im Hótel Sigló in Siglufjörður – einem der besten Hotels in Island.



7. Die Kjölur-Strecke

Hveravellir im Hochland Islands(Bild: Island-Aurora-Fototour)

Im Sommer, wenn die Hochlandstraßen geöffnet sind, ist eine Fahrt auf der Straße mit dem Namen Kjölur eine gute Idee (nur mit Allradantrieb!) Unterwegs kannst du entweder einen Halt in Kerlingarfjöll (Hexenberge) oder Hveravellir (Felder mit heißen Quellen) – oder am besten in beiden Orten machen.

Die Straße hat die Nummer 35 und ist dieselbe Straße, die auch zum Gullfoss-Wasserfall führt. Sie verbindet den Norden mit dem Süden des Landes und liegt zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull. Das Hochland dazwischen ist sandig, hat ausgezeichnete Wanderwege und ist reich an heißen Quellen, in denen man zum Teil baden kann. Diese 6-tägige Hochland-Mietwagen-Tour beinhaltet Kjölur, Hveravellir und Kerlingarfjöll sowie diese Tagestour auf Kjölur von Küste zu Küste.

6. Die Insel Flatey

Die Insel Flatey in Westisland(Bild: Jórunn Sjöfn)

Ein Besuch auf der Insel Flatey (Flache Insel) ist wie eine Zeitreise zurück in das Island um 1900. Auf dieser kleinen Insel in der Breiðafjörður-Bucht gibt es nur Saisonbewohner. Im Sommer füllt sich die Insel – vor allem mit Fotografen. Aber im Winter wohnen hier nur 5 Personen. „Sich füllen“ heißt, es kommen ein paar Dutzend Leute oder vielleicht auch 100. Trotzdem werden auf der Insel erstaunlich viele Konzerte gegeben, im Sommer fast jede Woche.

Flatey hat nur eine Straße(Bild: Jórunn Sjöfn)

Die Insel hat genau eine Straße. Autos sind aber nicht erlaubt (die Insel ist nur 2 km lang und ein paar Hundert Meter breit). Bis vor kurzem gab es hier nicht einmal Handyempfang. Erkunde die Insel bei einem Spaziergang, wirf einen Blick in die Kirche und die kleine Bibliothek, beobachte das Meer und die Vögel, mach deinen Kopf frei und entspanne dich, begrüße die Elfen und – wenn sich der Hunger meldet – verpasse nicht das Fischgericht des Tages im Hótel Flatey

Dorthin bringt dich die Fähre Baldur ab Stykkishólmur auf der Halbinsel Snæfellsnes oder ab Brjánslækur in den Westfjorden. Wenn du eine Rundfahrt rund um Island machst, kannst du das Auto mit der Fähre an das andere Ende der Bucht bringen lassen (entweder nach Stykkishólmur oder Brjánslækur). Dort kannst du es dann am Abend abholen, oder auch ein paar Tage später, falls du auf der Insel mehr Zeit verbringen möchtest. Die Überfahrt mit der Fähre dauert ab Stykkishólmur 1,5 Stunden und ab Brjánslækur 1 Stunde.

5. Das Holuhraun-Lavafeld

Holuhraun bei der Eruption

Die Landschaft in Island ist um eine Attraktion reicher geworden: In Holuhraun kam es von August 2014 bis Februar 2015 zu einem Vulkanausbruch, wobei sich aus den Lavaströmen ein neuer Berg gebildet hat. Das Gebiet ist weit abseits der Hauptwege und nur mit einem guten Allradwagen erreichbar. Der Boden ist immer noch warm und du kannst dort die ursprüngliche und unberührte Natur bestaunen!

4. Die Felsenschlucht Stakkholtsgjá

Stakkholtsgjá in Südisland(Bild: Regína)

Diese beeindruckende Felsenschlucht befindet sich in der Nähe von Þórsmörk. Eine 2-stündige Wanderung durch die Schlucht führt dich zu einem tief im Inneren gelegenen Wasserfall. Die Wanderung ist nicht sehr anspruchsvoll und gut als Familienausflug geeignet. Ungefähr 100 Meter vor dem Ende der Schlucht teilt sich diese in zwei Teile auf. Um zum Wasserfall am Ende der Schlucht zu kommen, musst du durch den Fluss waten.

Der Wasserfall in der Schlucht Stakkholtsgjá(Bild: Örvar Atli Flickr)

Der Weg lohnt sich auf jeden Fall! 



3. Das Naturreservat Hornstrandir

Die dramatische Klippe Hornbjarg in Hornstrandir(Bild: Gregor Samsa Flickr)

Der abgelegenste Teil Islands ist Hornstrandir, die nördlichste Spitze der Westfjorde. Es führen keine Straßen dorthin. Du erreichst das Gebiet entweder in einer einwöchigen Wanderung ab dem Ende der Straße bei Krossnes (zurück brauchst du eine weitere Woche), oder du nimmst ein Boot ab Ísafjörður.

Arktischer Fuchs in den Westfjorden

Du findest dort weder Ortschaften noch Geschäfte. Nimm also genug Proviant und eine Campingausrüstung mit, wenn du dich dort länger aufhalten möchtest. An diesem Ort lebt die größte arktische Fuchskolonie Islands. Es lohnt sich also, Ausschau nach Füchsen zu halten!

Hier findest du eine Tour nach Hornstrandir.

2. Der Campingplatz Þakgil

Der Campingplatz bei Þakgil(Bild: Alda)

Þakgil, „Schlucht mit Dach“, ist ein zauberhafter Campingplatz im Süden Islands. Das Gebiet ist nicht weit von der Ortschaft Vík entfernt. Wenn du von Vík aus nach Osten fährst, biegst du nach ungefähr 6 km nach links ab. Auf dieser Straße fährst du ca. 14 km weiter, vorbei an ein paar verlassenen Filmsets von Game of Thrones, bis du in einer sattgrünen Talebene, umgeben von schroffen Bergen und Bächen, ankommst. Das Gebiet ist windgeschützt und es gibt sogar eine Höhle für ein Picknick. Mehr darüber erfährst in Aldas Blog über Þakgil. Dorthin kommst du nur mit dem Auto.

1. Die Víknaslóðir-Wanderwege

Der Wanderpfad Víknaslóðir(Bild: Iceland Trails)

Weit im Osten Islands, in der Gegend um Borgarfjörður Eystri (mit dem jeweils im Juli stattfindenden Musikfestival Bræðslan – auch etwas ganz Besonderes), befindet sich eines der besten Wandergebiete Islands: Víknaslóðir. Víknaslóðir bedeutet „Zuflusspfade“. Für Wanderungen in diesem Gebiet solltest du dir 5–10 Tage Zeit nehmen. Eine Wanderung von Borgarfjörður Eystri runter nach Seyðisfjörður dauert normalerweise 4 Tage. Sie ist 55 km lang (genauso lang wie der beliebteste Wanderweg Islands, Laugavegurinn).

Stórurð in Ostisland(Bild: Iceland Trails)

Auf dem Weg wirst du ein paar wundervolle Aussichten auf Täler und Fjorde genießen können. Die wohl spektakulärste Attraktion in der Gegend ist Stórurð, ein bezaubernder blauer See, aus dem riesige Felsbrocken herausragen.



 

 Hast du schon Islands verborgene Schätze besucht? :)

Weitere Anreisetipps für diese Orte

Die meisten dieser Orte erreichst du am besten mit einem guten Allradwagen, denn du wirst meist auf Schotterwegen oder nicht asphaltierten Bergstraßen unterwegs sein. Auch eine umfangreiche Versicherung ist ratsam (unbedingt mit Versicherung für Schotterwege). Du wirst es mir später danken. Noch etwas: IMMER anschnallen und vor dem Losfahren den Wetterbericht ansehen!​