Snæfellsjökull-Gletscher auf der Halbinsel Snæfellsnes

Wo und was ist Snæfellsnes? Welche sind die Hauptattraktionen auf der Halbinsel Snæfellsnes? Warum wird Snæfellsnes auch „Island in Miniatur“ genannt? Erfahre in diesem Artikel mehr über die wunderschöne Halbinsel in Westisland und finde heraus, wo sich die besten Stopps innerhalb und außerhalb des Snæfellsjökull-Nationalparks befinden.

Der Name „Snæfellsnes“ ist ein ziemlicher Zungenbrecher für ausländische Besucher, aber es hilft, den Begriff in seine Einzelteile zu zerlegen. Übersetzt bedeutet er „Schneeberghalbinsel“ – eine passende Bezeichnung für eine lange Halbinsel mit einem Vulkan an der Spitze, der von einem Gletscher gekrönt wird.

Die Wortteile weisen durchaus Ähnlichkeiten mit dem Deutschen bzw. mit dem Englischen auf: „Snæ“ bedeutet Schnee/snow, „fells“ wird auch im Altenglischen verwendet und bedeutet „Berg“ oder „Hügel“ (z.B. „Southern Fells“, UK, und Englands höchster Berg „Scafell Pike“) und der isländische Begriff „nes“ sieht aus wie eine Abkürzung für das längere englische Wort „peninsula“ (Halbinsel).

Und dieser „üppige“ Name ist angemessen, denn hier gibt es auf kleiner Fläche Attraktionen in Hülle und Fülle.

Da die Halbinsel Snæfellsnes so viele verschiedene Sehenswürdigkeiten aufweist, wird sie oftmals als „Island in Miniatur“ bezeichnet. Sie bietet einen Vulkan und einen Gletscher, Lavafelder, Krater, Wasserfälle, schwarze und weiße Strände, Höhlen, malerische Berge, friedliche Fischerdörfer und -städte sowie herrliche Ausblicke entlang der Küste mit ihren schroffen Felsen und gefrorenen Trollen, die aus den Wellen des Atlantiks herausragen.

Es genügt, einfach nur den Straßen Nr. 54 und 56 zu folgen, um atemberaubende Aussichten in alle Richtungen zu genießen; die meisten Reisenden legen jedoch zusätzlich Stopps für Erkundungen ein.

Snæfellsnes kann innerhalb einer Tagestour von Reykjavík aus abgefahren werden, aber auch wenn du zwei oder drei Tage bleibst, kommt keinerlei Langeweile auf – die Halbinsel hat unzählige Attraktionen zu bieten! Im Folgenden findest du die Hauptsehenswürdigkeiten der Halbinsel.



Snaefellsjokull-Nationalpark

Der Snæfellsjökull-Gletscher liegt auf einem Vulkan und ist von Reykjavík aus zu sehenFoto von Jón Óskar Hauksson

Es gibt nur drei Nationalparks in Island und dieser ist – der Größe nach – der mittlere. Er wurde rund um den Snæfellsjökull-Gletscher/Vulkan gegründet und ist der einzige Nationalpark in Island, der sich bis zum Meer erstreckt.

Dieser Nationalpark misst 170 Quadratkilometer und präsentiert zahlreiche wunderbare Attraktionen, viele davon „folkloreträchtig“. So gehen eine Reihe von Strukturen und Namen im Park auf die berühmte Saga um die Abenteuer von Bárður Snæfellsás (halb Mensch, halb Troll) zurück. 

Die Hauptattraktion des Parks ist der Snæfellsjökull selbst. Dieser 1446 Meter hohe Gletscher bedeckt einen 700.000 Jahre alten Stratovulkan. Der Gletscher wird allerdings immer kleiner und ist zwischen dem Jahr 1900 und heute von 15km2 auf 12km2 zusammengeschrumpft. Im Sommer 2012 war der Gipfel zum ersten Mal seit Beginn der Geschichtsschreibung eisfrei, und nun fürchtet man, der Gletscher könne irgendwann ganz verschwinden.

Blick auf den Snæfellsjökull-Gletscher von Hellissandur

Viele erzählen, dass sie um den Vulkan herum eine sehr starke Energie spüren – und bei denen, die einen Hang zu solchen Dingen haben, gilt er als eines der größten und stärksten Energiefelder der Welt. Für den 5. November 1993 (21:03 Uhr) wurde sogar eine Landung von Aliens auf dem Gletscher vorhergesagt. Hunderte von Menschen strömten hierher, um die Außerirdischen zu begrüßen – was sich im Nachhinein natürlich als erfolglose Bemühung erwies.

Snæfellsjökull-Gletscher in IslandBild von Hótel Búðir

In seinem Klassiker „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ wählte Jules Verne diesen Ort als Eingang zum Inneren der Erde. Und auch in dem berühmten Roman Kristnihald undir Jökli („Unter dem Gletscher“) des isländischen Nobelpreisträgers Halldór Laxness dient der Gletscher als Schauplatz. Kein Wunder, dass sich die Autoren von diesem kegelförmigen Wahrzeichen inspirieren ließen – an klaren Tagen ist der Vulkan sogar von Reykjavík aus zu bewundern, über eine Entfernung von 120km!

Aus all diesen Gründen hat sich der Snæfellsjökull-Gletscher/Vulkan in den letzten Jahren zu einer der berühmtesten Attraktionen Islands entwickelt.



Arnarstapi & Gatklettur

Arnarstapi und der Berg Stapafell auf der Snæfellsnes-Halbinsel in Island

Arnarstapi ist eine winzige Siedlung neben dem pyramidenförmigen Berg Stapafell. Der Ort war einst ein wichtiger Handelsposten und hatte früher weit mehr Einwohner. Heute gibt es hier nur noch ein paar Häuser, ein Informationszentrum und einen kleinen Steg für kleine Boote – sowie eine Skulptur des Künstlers Ragnar Kjartansson, die Bárður Snæfellsás darstellt.

Arnarstapi bietet wunderschöne Meeresblicke, faszinierende Felsen in der Brandung und eine Küstenseeschwalben-Kolonie; umgeben wird der Ort von einem großen Lavafeld. Sehr zu empfehlen ist ein Spaziergang am Ufer entlang, um die Lavaformationen und reiche Vogelwelt zu bestaunen.

Gatklettur-Felsen bei Arnarstapi auf der Snæfellsnes-Halbinsel in Island

Die berühmteste Felsformation in der Gegend ist der Gatklettur oder „Lochfelsen“. Der Name ist naheliegend, denn in der Mitte prangt ein riesiges Loch – so eignet sich der Felsbogen hervorragend als Fotomotiv, wenn die Wellen hindurchrauschen. Und in der Realität ist er sogar noch atemberaubender – du kannst aufs Meer hinausblicken und dabei der Stille um dich herum lauschen.

Die Küste und Klippen zwischen Arnarstapi und dem nahegelegenen Örtchen Hellnar wurden 1979 zum Naturschutzgebiet ernannt und gehören inzwischen zum Snæfellsjökull-Nationalpark. Die Wanderung von Arnarstapi nach Hellnar dauert ca. 30 Minuten und ist sehr empfehlenswert.

Hellnar

Das kleine Dörfchen Hellnar am südlichen Rand von Snæfellsnes ist für seine wunderschöne Küste bekannt, die faszinierende Klippen und tolle Ausblicke auf den Gletscher Snæfellsjökull bietet. Außerdem kannst du am Kieselstrand von Hellnar neben der Brandung die isländische Band „For a Minor Reflection“ live erleben.

Ganz in der Nähe stößt du auf ein kleines Café namens Fjöruhúsið – dies ist der ideale Ort, um an sonnigen Tagen den Ausblick zu genießen und sich einen Kaffee, eine heiße Schokolade oder ein Bier zu gönnen; dazu gibt’s Kuchen oder Suppe – natürlich hausgemacht! Das Café hat nur im Sommer geöffnet.



Der schwarze Strand Djúpalónssandur 

Reynisfjara an Islands Südküste ist der wohl berühmteste schwarze Sandstrand in Island, doch der Djúpalónssandur macht ihm starke Konkurrenz – in Sachen Schönheit und Gefahr! Dieser herrliche Strand besteht aus schwarzem Sand sowie aus perfekt runden schwarzen Kieselsteinen. Der Name bedeutet übersetzt „Sand der tiefen Lagune“, denn in der Nähe befindet sich die „tiefe Lagune“ bzw. Djúpalón. Trotz ihres Namens ist die Lagune allerdings nur fünf Meter tief.

Außerdem entdeckst du hier die Wrackstücke des britischen Trawlers Epine GY7, der am 13. März 1948 östlich der Bucht Dritvík havarierte. Vierzehn Männer starben, fünf weitere konnten von den isländischen Such- und Rettungsteams aus den benachbarten Städten gerettet werden. Die eisernen Ruinen liegen hier, um an die Todesopfer zu erinnern – also bitte nicht wegnehmen!

Genauso wie am Reynisfjara kann die Brandung hier lebensgefährlich sein: Hüte dich vor den „Sneaker Waves“, die wie aus dem Nichts auftauchen und jeden mit sich reißen, der keinen sicheren Abstand hält.



Lóndrangar

Lóndrangar-Felsspitzen auf Snæfellsnes in Island

Lóndrangar sind zwei beeindruckende Felsspitzen an der Küste des Snæfellsjökull-Nationalparks. Die größere ist 75 Meter und die kleinere 61 Meter hoch.

Man kommt zu Fuß bis an diese hoch aufragenden Klippen heran und kann dort mehr über die Geschichte des einen Felsen lesen, der der Sage nach ein Troll-Mann sein soll (etwas weiter entlang der Küste steht seine Troll-Frau). Beide Felsnadeln wurden bereits erfolgreich erklettert: der höhere schon im Jahr 1735, der kleinere erst 1938. Wir würden allerdings davon abraten, diese Klippen zu erklimmen, da dies sehr gefährlich ist und viel Können erfordert.

Die Gegend bietet außerdem eine reiche Vogelwelt und – genauso wie der Rest der Snæfellsnes-Halbinsel – eine atemberaubende Sicht auf den Snæfellsjökull-Gletscher.

Der Berg Kirkjufell

Der Berg Kirkjufell hat sich inzwischen zu einem Wahrzeichen Islands entwickelt. „Ein Berg geformt wie eine Pfeilspitze“, so wurde er in Game of Thrones beschrieben; doch schon lange vor seinem „Auftritt“ in dieser weltberühmten Fernsehserie, lockte er zahlreiche Fotografen und Naturliebhaber an. 



Der Berg ist nicht hoch (nur 463 Meter) und du brauchst 1,5 Stunden, um den Gipfel zu erreichen; der Anstieg ist allerdings sehr anspruchsvoll und hat in der Vergangenheit schon unerfahrene Wanderer das Leben gekostet.

Blick auf den Berg Kirkjufell von der Stadt Grundarfjörður auf der Snæfellsnes-Halbinsel

Aus einem bestimmten Blickwinkel hat der Berg die Form eines Dreiecks; wenn man ihn dagegen von der nahegelegenen Stadt Grundarfjörður aus betrachtet, wirkt er viel breiter und eher trapezförmig.

An ruhigen Tagen kannst du fantastische Blicke auf den Kirkjufell genießen – wenn er im Meer reflektiert wird, im Winter mit einer Eiskruste geschmückt ist oder wenn sich der Sonnenuntergang neben ihm im Wasser spiegelt.

Fotografen positionieren sich am liebsten dort, von wo aus das berühmte Dreiecksprofil des Bergs zu sehen ist – sowie ein kleiner Wasserfall namens Kirkjufellsfoss, der am gegenüberliegenden Hang herunterrieselt. Der Wasserfall liefert den perfekten Vordergrund, während der Kirkjufell beiläufig im Hintergrund thront.

Berg Kirkjufell und Kirkjufellsfoss Wasserfall auf der Snaefellsnes-Halbinsel

Wie alle anderen Ziele auf der Halbinsel Snæfellsnes ist der Berg das ganze Jahr über beliebt – im Winter, wenn er schneebedeckt ist und die Nordlichter am Himmel tanzen, genauso wie im Sommer, wenn er sich in eine grüne Decke hüllt und in der Mitternachtssonne „badet“.



Die Stadt Stykkishólmur

Die Stadt Stykkishólmur auf der Snæfellsnes-Halbinsel in Westisland

Stykkishólmur ist die größte Ortschaft auf der Snæfellsnes-Halbinsel. Von diesem Fischerstädtchen aus werden zahlreiche Bootstouren angeboten, die auf den breiten Breiðafjörður Fjord hinausführen – darunter auch eine Fahrt mit der Fähre Baldur, die den Breiðafjörður überquert und schließlich zu den Westfjorden gelangt. Auf dem Weg hält die Fähre an der idyllischen Insel Flatey, die unter vielen Einheimischen als Geheimtipp gilt.



Stykkishólmur ist ein weiterer Ort, der durch die Filmbranche zu Ruhm kam – auch wenn er in dem Film „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ dazu diente, Nuuk in Grönland darzustellen. Alle Szenen des Clips oben stammen aus Stykkishólmur – die Eisberge sind allerdings Attrappen.

Da Stykkishólmur die bei weitem größte Stadt in der Gegend ist, hast du hier auch die besten Chancen, Lebensmittelläden, Bäckereien, Restaurants, Touren und Unterkünfte zu finden; wer also einen mehrtägigen Aufenthalt auf Snæfellsnes plant, sollte hier seine Essensvorräte aufstocken.



Raudfeldsgjá-Schlucht

Rauðfeldsgjá-Schlucht auf der Snæfellsnes-Halbinsel in Westisland

Bild von Regína aus Die magische Snæfellsnes-Halbinsel in Westisland - Teil 1

Die Rauðfeldsgjá-Schlucht ist eine wunderschöne Schlucht mit einem kleinen Wasserfall. Um den Wasserfall zu erreichen, musst du durch den Fluss steigen und einige kleinere Wasserfälle hinaufklettern (ein Seil wird bereitgestellt). Achtung, es wird nass und kalt – warme und wasserdichte Kleider sind daher ein Muss! Außerdem sollte man trockene Sachen zum Wechseln mitbringen, um sich nach der Tour sofort umzuziehen. Im Winter wird vom Canyoning über die gesamte Strecke abgeraten.

Du brauchst die Schlucht nicht ganz bis zum Wasserfall zu durchklettern; geh einfach so weit, wie du dich sicher fühlst, und kehre dann wieder um. Die Wanderung vom Parkplatz zur Schlucht ist herrlich, und es eröffnen sich fantastische Ausblicke über die Faxaflói Bucht in Richtung Reykjavík.

Vatnshellir-Höhle

Vatnshellir-Höhle auf der Snaefellsnes-Halbinsel

Vatnshellir ist eine 8000 Jahre alte Lavahöhle auf der Snæfellsnes-Halbinsel. Sie ist nur mit einem Guide und zu bestimmten Tageszeiten zugänglich (jeweils zur vollen Stunde zwischen 10 und 18 Uhr). Um hineinzugelangen, steigst du über eine Wendeltreppe 35 Meter in die Erde hinab. Danach folgst du ca. 200 Meter lang dem uralten Lavastrom und kannst dabei die bunte Lava bewundern.

Die Höhle ist erst seit Sommer 2011 für die Öffentlichkeit geöffnet.

Die Höhlenwanderung ist nicht anspruchsvoll, auch wenn die Oberfläche etwas uneben und manchmal kantig ist; gute Wanderschuhe und warme Kleidung sind also Voraussetzung. Ein Helm und eine Taschenlampe werden auf der Tour zur Verfügung gestellt, die ca. 45 Minuten dauert.



Die Stadt Ólafsvík & die Gemeinde Grundarfjördur

Die Stadt Ólafsvík auf der Snaefellsnes-Halbinsel in WestislandÓlafsvík. Bild von Westisland

Sowohl von Ólafsvík als auch von Grundarfjörðúr kann man auf Walbeobachtung gehen. Die beiden kleinen Städtchen liegen nicht weit voneinander entfernt an der Nordküste von Snæfellsnes. Ólafsvík ist mit seinen knapp über 1000 Einwohnern etwas größer als Grundarfjörður (870 Einwohner).

Beide Städte bieten Campingplätze, Hotels, Gästehäuser, einige Cafés oder Restaurants, Tankstellen, Schwimmbäder, Lebensmittelgeschäfte, Pferdeverleihe und sogar 9-Loch-Golfplätze.

Der wunderschöne Wasserfall Bæjarfoss befindet sich neben Ólafsvík und der Berg Kirkjufell ist von Grundarfjörður aus zu sehen.

Ytri Tunga Strand

Der weiße Strand Ytri Tunga auf SnæfellsnesFoto von Grégoire Sieuw

An den weißen Stränden von Ytri Tunga, die sich vor der spektakulären Kulisse des Snæfellsjökull-Gletschers in der Ferne erstrecken, sind häufig Robben zu beobachten. In den letzten Jahren wurde dieses Ausflugsziel immer beliebter – zum einen weil die Robben tolle Modelle für passionierte Fotografen abgeben und zum anderen weil der Strand an sich schon traumhaft schön ist.

Die besten Monate für Robbensichtungen sind Juni und Juli.



Wasserfall Bjarnafoss

Wasserfall Bjarnafoss auf der Snæfellsnes-Halbinsel in Island

Foto vonJón Óskar Hauksson

Der wunderschöne Wasserfall Bjarnafoss stürzt an der Südküste der Snæfellsnes-Halbinsel den Berghang hinab. Wenn du die Südküste der Halbinsel entlangfährst, siehst du den Dunst des Bjarnafoss schon lange, bevor der Wasserfall selbst im Blickfeld erscheint. Auch wenn er nicht zu den berühmtesten Wasserfällen Islands zählt, ist ein Besuch lohnenswert – die Wanderung dorthin ist sehr idyllisch und leicht zu bewältigen.

Schwarze Kirche von Búdir

Búðir ist ein kleiner Weiler, der aus einem Boutique-Hotel und einer schwarzen Kirche besteht. Die symbolträchtige schwarze Kirche und die wunderbare Umgebung locken viele Reisende an, obwohl es kaum Häuser in der Gegend gibt.

Die Kirche von Búðir wurde zum ersten Mal 1703 errichtet, aber leider verrottete das Gebäude. Der Wiederaufbau erfolgte 1848 – in der heutigen Form, allerdings an anderer Stelle. Im Jahr 1984 schließlich wurde die Kirche in einem Stück von ihrem vorherigen Standort neben dem alten Friedhof zu ihrem heutigen Platz verschoben. Die Kirche von Búðir ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, das sich im Besitz des isländischen Nationalmuseums befindet.

Blick auf den Snæfellsjökull-Gletscher von Búðir

Bei einem Spaziergang durch die Gegend kannst du hier schön zu Mittag essen, Kaffee trinken oder andere Drinks genießen; außerdem eignet sich der Ort bestens, um zu heiraten!



Schwimmbad von Lýsuhólslaug

Schwimmbad von Lýsuhólslaug auf der Snaefellsnes-Halbinsel in WestislandBild von Westisland

Dieses warme Schwimmbad auf dem Land ist für sein frisches und natürliches Mineralwasser bekannt. Das Wasser ist trüb aufgrund des Reichtums an grünen Algen, die dem Wasser seine grüne Farbe verleihen. Davon solltest du dich aber nicht abschrecken lassen, denn der mineralgefüllte Pool gilt als sehr gesund und beruhigend für den Körper – ähnlich wie das Wasser der Blauen Lagune in Südisland.

Das Wasser hat angenehme 37°-39° Celsius.

Das Schwimmbad ist nur im Sommer, von Juni bis Mitte August (11:00-20:30), geöffnet.



Öndverdarnes und Svörtuloft Leuchtturm

Svörtuloft-Klippen und Leuchtturm auf der Snaefellsnes-Halbinsel in Westisland

Die westlichste Spitze von Snæfellsnes heißt Öndverðarnes. Die dramatischen schwarzen Klippen in der Gegend werden Svörtuloft (schwarze Decke) genannt. Die Klippen haben sich gebildet, als heiße Lava aus dem Snæfellsjökull-Vulkan ins Meer geworfen wurde, woraufhin die energischen Wellen des Atlantiks die äußeren Felsen abbrachen und vertikale Klippen hinterließen.

Diese Klippen werden nur vom Meer aus Svörtuloft genannt; an Land heißen sie Nesbjarg (Halbinsel-Kliff) und Saxhólsbjarg (Messer-Hügel-Kliff).



Írskrabrunnur & Gufuskálavör-Ausgrabungsstätte

Gufuskálavör auf der Snaefellsnes-Halbinsel in Westisland

Írskrabrunnur bedeutet „irischer Brunnen“, und der Name ist sehr treffend: Dies ist ein antiker irischer Brunnen, der auf die Zeit der Besiedlung Islands zurückgeht. Die geschützte Ausgrabungsstätte mit ihrer faszinierenden Geschichte ist für Fans der isländischen Historie interessant. In der Nähe findest du zudem einen irischen Schutzraum (Írskrabyrgi), and auch Gufuskálavör ist nur einige 100 Meter entfernt.

In Gufuskálavör stößt du auf eine alte Fischfangstation aus dem 14. oder 15. Jahrhundert mit Ruinen von Farmen und Fischerhütten.



Zusätzliche Attraktionen auf der Snaefellsnes-Halbinsel

Dramatischer Himmel über der Snæfellsnes-Halbinsel in Island

Oben werden bereits die meisten wichtigen Attraktionen der Snæfellsnes-Halbinsel beschrieben, aber es gibt noch ein paar weitere, die einen Besuch wert sind. Zu diesen zählen der Krater Eldborg, ein vollkommen runder Krater, der eine Tiefe von 50 Metern und einen Durchmesser von 200 Metern hat. In der Nähe befinden sich zudem die Gerðuberg-Klippen, eine der längsten Reihen von Basaltfelsen in Island, sowie Rauðamelsölkelda, wo du natürliches Mineralwasser direkt aus dem Boden trinken kannst.

Wenn du die Halbinsel entlangfährst, eröffnen sich viele atemberaubende Aussichten, z.B. von Kolgrafarfjörður oder von der Route 56 aus. Dich erwarten violette Lupinenfelder, Meerblicke und schneebedeckte Lava. Außerdem triffst du mit großer Wahrscheinlichkeit auf ein paar freundliche Pferde und malerische Ruinen.

In der Lava befinden sich mehrere Höhlen, u.a. die bekannte Sönghellir-Höhle an der Piste F570 (diese Straße ist allerdings nur im Sommer mit Allradantrieb befahrbar).

Schließlich ist zudem die Insel Flatey von Stykkishólmur aus erreichbar – auch wenn sie nicht wirklich zur Snæfellsnes-Halbinsel gehört.



Wo übernachtet man in Snaefellsnes?

Die hübsche Stadt Stykkishólmur auf der Halbinsel SnaefellsnesBild von West Iceland

Wie du siehst gibt es auf Snæfellsnes viel zu erleben, und eine Übernachtung hier lohnt sich auf jeden Fall. Die Auswahl an Unterkünften ist nicht riesig, aber du kannst dennoch aus unterschiedlichen Optionen für verschiedene Budgets wählen.

Im Sommer sind mehrere Camping-Plätze entlang der Halbinsel geöffnet, eine andere nennenswerte Budget-Option ist z. B. auch das Freezer Hostel in Rif, das neben einer Unterkunft auch diverses Kultur- und Abendprogramm bietet. Hier treten Bands oder Comedians auf, oder du kannst dir ein Theaterstück auf Englisch ansehen. In der größten Stadt der Halbinsel, Stykkishólmur, gibt es die meisten Unterkunftsmöglichkeiten, doch auch Hotel Búðir und Fosshotel Hellnar an der Südküste sind beliebt. 

Ein Ferienhaus in Island vor der Kulisse des SnaefellsjökullBild einer Hütte in Snæfellsnes von Bungalo.com

Die Isländer selbst lieben es, ihre Landausflüge in gemütlichen Ferienhäusern und Hütten zu verbringen. Obwohl diese Ferienhäuser in Island als Sommerhütten bezeichnet werden, sind sie auch im Winter die perfekte Unterkunft und oft die günstigste Option für eine große Familie oder kleine Freundesgruppen.

Viele von ihnen sind ideal gelegen und variieren von gemütlich und komfortabel bis luxuriös. Es ist nicht ungewöhnlich für isländische Sommerhütten, einen Whirlpool zu haben, der perfekte Ort, um die Nordlichter im Winter zu bewundern.

Auf der Webseite Bungalo.com findest du eine große Auswahl an Hütten in ganz Island.