
Vermeide teure und unnötige Fehler, indem du dich schon vor deiner Reise darüber informierst, was du in Island auf keinen Fall tun solltest. Wenn du dich an ein paar einfache Verhaltensregeln hältst, kannst du Island unbeschwert erkunden und unangenehme Überraschungen vermeiden – gerade in einem Land mit so gewaltigen Naturkräften.
Viele Reisende kommen nach Island, um beeindruckende Wasserfälle, Gletscher, schwarze Sandstrände und geothermische Landschaften zu entdecken – oft im Rahmen von Naturtouren. Dabei stellen sie schnell fest, dass in Island ganz eigene Regeln gelten: Warnschilder an den Küsten, markierte Wege in geothermischen Gebieten, aktuelle Informationen zum Straßenzustand und strenge Umweltschutzbestimmungen gehören hier zum Alltag.
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Guide to Iceland ist die vertrauenswürdigste Reiseplattform Islands und hilft jedes Jahr Millionen von Besuchern. Alle Inhalte werden von lokalen Experten erstellt und geprüft, die Island in- und auswendig kennen. So kannst du dich auf zuverlässige, aktuelle und präzise Reisetipps verlassen.
Diese Hinweise gelten für jede Art von Islandreise. Wer eine Island-Rundreise mit dem Mietwagen unternimmt, sollte vor längeren Fahrten die Straßenverhältnisse prüfen. Bei geführten Touren oder Aktivurlauben ist es wichtig, die örtlichen Sicherheitshinweise an Stränden und in geothermischen Gebieten zu beachten. Wenn du weißt, was du bei einer Islandreise tun und vermeiden solltest, bist du für solche Situationen bestens vorbereitet.
Wenn du ein paar landestypische Besonderheiten beachtest, wird deine Reise entspannter und angenehmer. In den folgenden Abschnitten erfährst du, welche Fehler Reisende in Island häufig machen und wie du sie mit etwas Aufmerksamkeit und guter Vorbereitung ganz einfach vermeiden kannst.
Das Wichtigste auf einen Blick: Was du in Island vermeiden solltest
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Die größten Gefahren in Island entstehen, wenn man die Natur unterschätzt. Hohe Wellen, geothermische Gebiete, Gletscher, starke Winde und Vulkangebiete erfordern ständige Aufmerksamkeit.
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Sicherheit im Straßenverkehr ist unverzichtbar. Informiere dich immer über die aktuellen Straßen- und Wetterverhältnisse, beachte Straßensperrungen und halte dich an die strengen Vorschriften für Hochlandstraßen (F-Straßen).
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In Island gelten strenge Umweltschutzbestimmungen. Das Betreten empfindlicher Moosflächen, unerlaubte Drohnenflüge, das Wegwerfen von Müll und das Fahren abseits der Straßen können hohe Geldstrafen nach sich ziehen.
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Mit guter Planung lassen sich viele typische Fehler vermeiden. Buche beliebte Attraktionen frühzeitig, plane bei Touren entlang der Ringstraße zusätzliche Puffertage ein und achte bei deiner Kleidung nicht nur auf die Temperaturen, sondern auch auf Wind und Regen.
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Lass den Regenschirm zu Hause. Laut unserer Studie zum regenreichsten Monat in Island regnet es in Island zwar häufig, aber meist nur leicht. Eine wasserdichte Jacke ist bei Wind deutlich praktischer.
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Wenn du weißt, was du in Island vermeiden solltest, schützt du sowohl dich selbst als auch die empfindlichen Landschaften, die das Land so einzigartig machen.
Sicherheitstipps für Island-Reisen: So vermeidest du gefährliche Fehler

Island zählt zu den sichersten Ländern der Welt. Bei der Sicherheit auf Reisen geht es hier jedoch weniger um Kriminalität als vielmehr um den respektvollen Umgang mit der Natur. Gewaltige Wellen, aktive Vulkangebiete, geothermische Felder und riesige Gletscher sorgen für unvergessliche Landschaften, erfordern aber auch Vorsicht. Die meisten schweren Unfälle ereignen sich, wenn Besucher die Naturgewalten unterschätzen oder Warnhinweise ignorieren.
Die gute Nachricht: Die meisten Risiken lassen sich leicht vermeiden. Wenn du die Gefahren am Reynisfjara-Strand kennst, die Sicherheitsregeln für Gletscherwanderungen befolgst, auf markierten Wegen bleibst und regelmäßig die offiziellen Wetter- und Straßeninformationen prüfst, kannst du das Risiko erheblich verringern. Mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen und einer guten Planung kannst du Islands Landschaften sicher und unbeschwert erkunden.
Dreh dem Meer am Reynisfjara-Strand niemals den Rücken zu
Ein Besuch am Reynisfjara-Strand in der Nähe von Vik zählt zu den beliebtesten Aktivitäten in Island. Die beeindruckenden Basaltsäulen, die Felsnadeln im Meer und die Kulisse des Atlantiks sind unvergesslich. Im Februar 2026 veränderten starke Ostwinde Teile der Küstenlinie und verschoben den Strand vorübergehend weiter ins Landesinnere. Das zeigt, wie dynamisch sich dieser Küstenabschnitt durch natürliche Einflüsse verändern kann.
Trotz seiner Schönheit gehört Reynisfjara zu den gefährlichsten Stränden Islands. Sogenannte Sneaker Waves sind keine gewöhnlichen Wellen. Diese besonders starken Wellen schießen plötzlich viel weiter auf den Strand hinauf als die vorherigen und können Besucher völlig unvorbereitet treffen.
Die eigentliche Gefahr liegt nicht nur in der Größe der Wellen, sondern auch in ihrer Wucht und der starken Sogwirkung. Das Wasser des Nordatlantiks ist hier das ganze Jahr über eiskalt, und die Strömungen sind extrem stark. Wenn du ins Meer gerissen wirst, kann der Kälteschock in Verbindung mit dem Sog des zurückfließenden Wassers eine Rettung nahezu unmöglich machen – selbst wenn du nur kurz im Wasser bist. Die Gefahren am Reynisfjara-Strand zu unterschätzen, gehört zu den schwerwiegendsten Fehlern, die du bei einer Island-Reise machen kannst.
Wie kannst du dich also schützen? Dreh dem Meer niemals den Rücken zu und halte mindestens 20 bis 30 Meter Abstand zum nassen Sand. Achte auf das Ampel-Warnsystem am Eingang und meide den unteren Strandbereich, wenn die Ampel Gelb oder Rot zeigt. Hier gibt es keine Rettungsschwimmer. Du bist also selbst für deine Sicherheit verantwortlich.
Klettere niemals auf die Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsarlon
Auf die Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsarlon zu klettern, mag wie eine einmalige Gelegenheit für ein spektakuläres Foto erscheinen, doch es gehört zu den gefährlichsten Dingen, die du in Island tun kannst. Die leuchtend blauen Eisblöcke, die durch die Lagune treiben, sind keine stabilen Plattformen. Es handelt sich um riesige, bewegliche Gletschereisbrocken, die sich jederzeit ohne Vorwarnung verschieben können.
Etwa 90 Prozent der Masse eines Eisbergs befinden sich unter Wasser. Wenn das Eis schmilzt oder sich durch die Strömung bewegt, verändert sich ständig sein Gleichgewicht. Was stabil aussieht, kann plötzlich kippen. Ein einziger falscher Schritt kann dazu führen, dass sich ein Eisberg überschlägt. Wenn du darauf stehst, kannst du innerhalb von Sekunden von tonnenschweren Eismassen erdrückt oder unter dem Eis eingeschlossen werden.
Ein Sturz in die Lagune ist ebenso gefährlich. Die Wassertemperatur liegt das ganze Jahr über bei etwa 0 °C. Der Kälteschock kann dazu führen, dass du unwillkürlich nach Luft schnappst, und eine Unterkühlung tritt schnell ein. Hinzu kommt die starke Strömung in der Lagune, die das Wasser in Richtung Meer zieht. Wenn du ins Wasser fällst, kannst du unter andere Eisberge geraten oder bis zur Brandung am Diamond Beach mitgerissen werden.
Wenn du den Eisbergen näherkommen möchtest, buche eine Bootstour auf der Gletscherlagune Jökulsarlon. Dabei überwachen geschulte Experten die Bewegungen des Eises und die Wasserbedingungen. Und wenn du das Eis unbedingt berühren möchtest, warte lieber, bis kleinere Eisbrocken am Diamond Beach angespült werden. Dort liegen sie auf dem Sand und bieten deutlich stabilere Fotomotive.
Verlasse in Geothermalgebieten niemals die markierten Wege

Islands Geothermalgebiete wie Geysir, Hverir, Seltun und Gunnuhver wirken mit ihren dampfenden Öffnungen und blubbernden Schlammtümpeln wie aus einer anderen Welt. Doch wer hier die markierten Wege verlässt, riskiert weit mehr als nur einen kleinen Fehltritt. Innerhalb von Sekunden kann es zu schweren Verbrennungen kommen.
In vielen Geothermalgebieten besteht der Boden nur aus einer dünnen Mineralkruste, unter der sich kochendes Wasser und heißer Schlamm verbergen. Die Oberfläche mag stabil aussehen, ist an manchen Stellen aber nur wenige Zentimeter dick. Darunter können Temperaturen von 100 °C oder mehr herrschen. Bricht die Kruste unter deinem Gewicht ein, kannst du direkt in den kochend heißen Schlamm stürzen.
Auch Dampfaustrittsstellen sind gefährlicher, als sie auf den ersten Blick erscheinen. In besonders aktiven Gebieten, etwa rund um Namafjall in Nordisland, können Fumarolen überhitzten Dampf freisetzen, dessen Temperatur weit über dem Siedepunkt liegt. Wer zu nahe herantritt oder sich in Windrichtung aufhält, riskiert Verbrennungen an Haut und Augen. Zudem kann der Boden stark säurehaltig sein, was die Verletzungen bei einem Einbruch durch die Oberfläche noch verschlimmert.
Die Regel ist daher ganz einfach: Bleib auf den Holzstegen und markierten Wegen. Übersteige keine Absperrungen, nur um ein besseres Foto zu machen. Die ausgewiesenen Wege verlaufen dort, wo der Boden auf seine Stabilität geprüft wurde. In Geothermalgebieten ist es deshalb nicht nur am sichersten, sondern auch am vernünftigsten, auf den vorgesehenen Wegen zu bleiben.
Ignoriere keine Vulkanwarnungen auf der Reykjanes-Halbinsel
Island erlebt derzeit eine seiner aktivsten Vulkanphasen seit Jahrhunderten, und die vulkanische Aktivität auf der Reykjanes-Halbinsel ist weit mehr als nur eine Randnotiz in den Nachrichten. In den Jahren 2024 und 2025 strömte bei Ausbrüchen entlang der Sundhnukagigar-Kraterreihe Lava über Straßen und zwang die Bewohner von Grindavik zur Evakuierung. In der Nähe von Svartsengi öffneten sich zudem Erdspalten.
Du musst die Lava nicht einmal sehen, um in Gefahr zu geraten. Bei Vulkanausbrüchen wird farbloses Schwefeldioxid freigesetzt, das sich mit dem Wind ausbreiten und in tiefer gelegenen Gebieten ansammeln kann. Dadurch kann sich die Luftqualität schnell verschlechtern. Selbst wenn die vulkanische Aktivität nachzulassen scheint, können sich die Bedingungen rasch ändern. Deshalb ist es wichtig, vor einem Besuch der Region die aktuellen offiziellen Warnmeldungen zu prüfen.
Wer sicher unterwegs sein möchte, sollte sich täglich über die aktuelle Lage informieren. Prüfe vor deinem Ausflug die Gefahrenhinweise auf Vedur und Safetravel. Ist ein Gebiet orange oder rot markiert, solltest du dir ein anderes Ausflugsziel suchen. Behalte auch die Luftqualität auf Loftgaedi im Blick, besonders wenn du einen starken Schwefelgeruch bemerkst. Respektiere sämtliche Absperrungen und Sperrungen, auch wenn die Umgebung ruhig erscheint.
Wenn ein Vulkanausbruch beginnt und der Zugang über Land gesperrt wird, sind Hubschraubertouren meist die einzige legale Möglichkeit, die Eruptionsspalte zu sehen. Aus der Luft kannst du den Ausbruch aus sicherer Entfernung beobachten, ohne dich Straßensperrungen oder möglichen vulkanischen Gasen auszusetzen. Halte in jedem Fall einen Alternativplan bereit – zum Beispiel einen Ausflug nach Westisland oder eine Tagestour zum Goldenen Kreis.
Betritt Gletscher niemals ohne zertifizierten Guide

Gletscher verdienen denselben Respekt wie Vulkane. Was aus der Ferne wie eine glatte, weiße Fläche aussieht, ist in Wirklichkeit eine Landschaft, die sich ständig verändert. Tiefe Gletscherspalten, sich bewegende Eismassen und verborgene Schmelzwassertunnel unter der Oberfläche machen sie zu einem gefährlichen Terrain.
Gletscher verändern sich schnell. Deshalb überprüfen zertifizierte Guides täglich die Bedingungen und stellen die nötige Ausrüstung wie Steigeisen, Helme und Seile bereit. Die gute Nachricht ist, dass du Islands Gletscher auch auf sichere Weise erleben kannst. Nimm an einer geführten Gletscherwanderung auf dem Solheimajökull teil, erkunde bei geeigneten Bedingungen eine Kristalleishöhle oder unternimm eine Schneemobiltour auf dem Langjökull.
Nach dem Einsturz einer Eishöhle am Breidamerkurjökull im August 2024 wurden die Sicherheitsstandards in der gesamten Branche verschärft. Diese Gletschertouren sind speziell auf Besucher ausgerichtet und werden von erfahrenen Profis geleitet, die die Eisverhältnisse überwachen. So kannst du dich ganz auf das Erlebnis konzentrieren. Seriöse Anbieter sagen ihre Touren bereits bei den ersten Anzeichen von Instabilität ab.
Halte nicht mitten auf der Straße an, um Fotos zu machen

Die Versuchung ist groß: Du fährst auf der Ringstraße, plötzlich taucht ein Wasserfall auf, ein Regenbogen spannt sich über einen Berg oder ein Schaf steht wie für ein Foto in einem Lavafeld. Dein erster Impuls ist, auf die Bremse zu treten. Doch genau das solltest du nicht tun! Mitten auf der Straße anzuhalten, gehört zu den gefährlichsten und zugleich am einfachsten vermeidbaren Fehlern bei einer Island-Reise.
Die Ringstraße, auch Route 1 genannt, ist etwa 1.322 Kilometer lang und verbindet viele der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Islands. Große Teile der Straße sind schmal, verlaufen auf erhöhten Dämmen und haben keinen Seitenstreifen. Häufig gibt es unübersichtliche Kuppen, hinter denen Autofahrer nicht sehen können, was sie erwartet. Wenn du direkt hinter einer solchen Kuppe anhältst, hat ein Fahrzeug, das mit 90 km/h unterwegs ist, möglicherweise nicht genug Zeit, um zu reagieren.
Die Lösung ist einfach und deutlich sicherer: Halte Ausschau nach ausgewiesenen Haltebuchten, die mit einem „P“-Schild gekennzeichnet sind, und halte nur an, wenn alle vier Reifen vollständig außerhalb der asphaltierten Fahrbahn stehen. Halte niemals auf einer einspurigen Brücke an – solche Brücken sind in Island weit verbreitet und oft sehr schmal. Wenn du eine Fotogelegenheit verpasst, fahr einfach weiter. Der nächste Wasserfall, der nächste Berg und der nächste unvergessliche Moment warten bestimmt schon auf dich.
Ignoriere in Island niemals Wetterwarnungen oder Straßensperrungen

In Island bedeutet ein Schild mit der Aufschrift „Straße gesperrt“ genau das, was darauf steht. Solche Sperrungen werden verhängt, wenn die Bedingungen zu gefährlich werden – sei es durch Schneestürme, Eis, Überschwemmungen oder extreme Winde. Wer eine Straßensperrung ignoriert, riskiert weit mehr als nur einen kleinen Fehler. Du könntest bei extremem Wetter liegen bleiben, eisigen Temperaturen ausgesetzt sein und in abgelegenen Gebieten lange auf Rettung warten müssen.
Hinzu kommen ganz praktische Konsequenzen: Wenn du ein rotes Schild mit der Aufschrift „Lokað“ (isländisch für „gesperrt“) ignorierst, kann dein Mietwagenversicherungsschutz erlöschen. In diesem Fall musst du möglicherweise selbst für Bergungskosten und Schäden am Fahrzeug aufkommen. Verlass dich außerdem nicht ausschließlich auf Google Maps. Besonders in abgelegenen Bergregionen werden Straßensperrungen in Island dort nicht immer in Echtzeit angezeigt.
Informiere dich deshalb jeden Morgen vor der Abfahrt und vor jeder längeren Fahrt auf Umferdin über die aktuellen Straßenverhältnisse. Grün bedeutet, dass die Straße befahrbar ist. Blau weist auf Glätte hin, Gelb auf schwierige Fahrbedingungen und Rot auf eine Sperrung. Lade dir außerdem die SafeTravel-App herunter, um Wetterwarnungen zu erhalten, und respektiere unbedingt alle Straßensperren. Ist eine Schranke geschlossen, kehr um.
Verlass dich in Island nicht ausschließlich auf dein Navi
Wer in Island blind seiner Navigations-App folgt, kann schnell auf einem holprigen Bergweg landen, vor einer Gletscherflussdurchquerung stehen oder stundenlang in die falsche Richtung fahren. Ein übermüdeter Tourist gab einmal Laugarvegur statt Laugavegur in sein Navi ein und fuhr daraufhin mehr als fünf Stunden bis nach Siglufjördur, anstatt sein Hotel in Reykjavik in weniger als 50 Minuten zu erreichen.
Digitale Karten unterscheiden außerdem nicht immer zwischen einer asphaltierten Hauptstraße und einem unbefestigten, nicht instand gehaltenen Feldweg. Jedes Jahr werden Reisende auf schmale Bergpässe geleitet, die offiziell gesperrt oder für normale Mietwagen völlig ungeeignet sind.
Auch die F-Straßen im isländischen Hochland bergen Risiken. Navigations-Apps schlagen sie manchmal als „kürzere Route“ vor, ohne darauf hinzuweisen, dass dafür ein geeignetes Allradfahrzeug und Erfahrung mit Flussdurchquerungen erforderlich sind. Wenn du mit einem Mietwagen ohne Allradantrieb auf eine F-Straße fährst, kann dein Versicherungsschutz bereits beim Verlassen der asphaltierten Straße erlöschen.
Nutze dein Navi deshalb als Orientierungshilfe, aber verlass dich nicht blind darauf. Überprüfe die aktuellen Straßenverhältnisse immer auf Umferdin, der offiziellen Website für Straßeninformationen in Island. Kontrolliere vor der Abfahrt noch einmal, ob du den richtigen Zielort eingegeben hast – besonders dann, wenn sich die geschätzte Fahrzeit plötzlich drastisch verlängert. Lade dir außerdem Offline-Karten herunter, falls du in abgelegenen Gebieten keinen Mobilfunkempfang hast. Denk aber daran, dass diese Karten keine aktuellen Sicherheitsinformationen liefern.
Tipps zum Autofahren in Island: So vermeidest du Bußgelder und rechtliche Probleme

Autofahren in Island bietet dir unglaublich viel Freiheit, bringt aber auch Regeln mit sich, die du unbedingt beachten solltest. Viele Bußgelder und rechtliche Probleme entstehen nicht, weil Reisende absichtlich gegen Gesetze verstoßen, sondern weil sie das isländische Straßennetz, die Vorschriften für F-Straßen oder die strengen Umweltschutzbestimmungen falsch einschätzen.
Die gute Nachricht: Mit ein wenig Vorbereitung lassen sich solche Probleme leicht vermeiden. Wenn du dich mit den wichtigsten Tipps zum Autofahren in Island vertraut machst, weißt, dass du für F-Straßen einen geeigneten Geländewagen mit Allradantrieb benötigst, Straßensperrungen respektierst und niemals abseits der Straßen fährst, steht einer entspannten und stressfreien Reise nichts im Weg. In den folgenden Abschnitten erfährst du, welche Fehler beim Autofahren in Island besonders häufig vorkommen und wie du teure Strafen vermeidest.
Überschreite nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung in Island

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Island sind keine unverbindlichen Empfehlungen, sondern streng durchgesetzte Sicherheitsvorschriften. Sie tragen den besonderen Straßenverhältnissen Rechnung: schmale Fahrbahnen, unübersichtliche Kuppen, einspurige Brücken und unberechenbares Wetter. Da die Landschaft oft weit und offen wirkt, kann es leicht passieren, dass du unbemerkt zu schnell fährst. Doch schon eine kleine Unachtsamkeit kann dich teuer zu stehen kommen.
In Island kommen sowohl fest installierte als auch mobile Radarkameras zum Einsatz. Viele davon messen die Durchschnittsgeschwindigkeit über längere Strecken. Kurz vor einer Kamera abzubremsen, bringt also nichts. Bußgelder beginnen bei etwa 30.000 ISK (ca. 220 USD) und können bei schweren Verstößen mehr als 150.000 ISK (ca. 1.100 USD) betragen.
Wenn du mit einem Mietwagen unterwegs bist, wird der Strafzettel zunächst an die Autovermietung geschickt. Diese leitet das Bußgeld an dich weiter und erhebt dafür in der Regel eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von etwa 4.000 bis 6.000 ISK (ca. 30 bis 45 USD). Die Geschwindigkeitskontrollen sind sehr genau, und selbst geringfügige Überschreitungen können ein Bußgeld nach sich ziehen.
Besonders vorsichtig solltest du in Tunneln und an Ortseingängen sein. Hier wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit oft innerhalb kurzer Zeit von 90 km/h auf 50 km/h reduziert. Beim Autofahren in Island kommt es nicht auf Schnelligkeit an, sondern auf eine ruhige und vorausschauende Fahrweise. Halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, passe dein Tempo den Wetterbedingungen an und genieße die Landschaft ganz ohne Eile.
Befahre F-Straßen nur mit einem geeigneten Geländewagen mit Allradantrieb

In Island steht das „F“ für „Fjallvegur“, also Bergstraße. Dabei handelt es sich nicht um gewöhnliche Schotterstraßen, sondern um anspruchsvolle Hochlandpisten mit Flussdurchquerungen ohne Brücken. Sie sind im Winter gesperrt, werden je nach Bedingungen meist zwischen Mitte Juni und Anfang Juli geöffnet und im Frühherbst wieder geschlossen. Das Befahren mit einem Auto ohne Allradantrieb ist verboten.
Laut Gesetz dürfen F-Straßen nur mit geeigneten Geländewagen mit Allradantrieb befahren werden. Wenn du mit einem Mietwagen ohne Allradantrieb auf einer solchen Straße unterwegs bist, riskierst du Bußgelder, den Verlust deines Versicherungsschutzes und die volle Haftung für sämtliche Schäden. Viele Mietwagen sind mit GPS-Trackern ausgestattet. Fährst du auf eine für dein Fahrzeug gesperrte F-Straße, kann die Autovermietung eine Vertragsstrafe von 50.000 ISK (ca. 360 USD) oder mehr verlangen – selbst wenn das Fahrzeug unbeschädigt bleibt.
Flussdurchquerungen gehören zu den größten Herausforderungen beim Fahren im Hochland. Auf Strecken wie der F249 ins Thorsmörk-Tal oder der F208 nach Landmannalaugar musst du Flüsse mit fließendem Wasser durchqueren. Die meisten Mietwagenversicherungen decken Motorschäden durch eindringendes Wasser nicht ab.
Wenn du das isländische Hochland erkunden möchtest, solltest du dich nach einem Mietwagen mit Allradantrieb und ausreichender Bodenfreiheit umsehen. Allradantrieb allein reicht nicht immer aus. Falls du keine Erfahrung mit Flussdurchquerungen oder Fahrten in abgelegenem Gelände hast, buche stattdessen eine geführte Superjeep-Tour nach Landmannalaugar.
Fahre in Island niemals abseits der Straßen

In vielen Ländern ist Offroad-Fahren ein beliebtes Hobby. In Island hingegen ist es eine Straftat. Rechtlich wird klar zwischen Schotterstraßen, F-Straßen und dem Fahren abseits der Straßen unterschieden. Wer gegen diese Vorschriften verstößt, riskiert hohe Geldstrafen und kann einer der empfindlichsten Landschaften Europas langfristige Schäden zufügen.
Islands vulkanische Böden und Moosflächen sind äußerst empfindlich. Schon einzelne Reifenspuren können Jahrzehnte lang sichtbar bleiben, und in manchen Gebieten braucht das Moos bis zu 100 Jahre, um sich zu erholen. Fahrrinnen entwickeln sich schnell zu Wasserläufen, die die Bodenerosion beschleunigen. Der Umweltschutz wird in Island sehr ernst genommen, und die Behörden überwachen Schäden in besonders empfindlichen Gebieten aktiv.
Entsprechend hoch fallen die Strafen aus. Seit März 2026 beginnen die Bußgelder für illegales Offroad-Fahren bei 100.000 ISK (etwa 720 USD) und können in schweren Fällen mehr als 500.000 ISK (etwa 3.600 USD) betragen. Auch strafrechtliche Konsequenzen oder die Beschlagnahmung des Fahrzeugs sind möglich. Keine isländische Versicherung deckt Schäden durch Offroad-Fahren ab. Sämtliche Reparatur- und Bergungskosten musst du daher selbst tragen.
Wichtig ist, F-Straßen nicht mit Offroad-Strecken zu verwechseln. F-Straßen sind gekennzeichnete Hochlandpisten, die nur mit einem Allradfahrzeug befahren werden dürfen. Wer die markierte Strecke verlässt, auch nur wenige Meter, um zu parken oder ein Foto zu machen, verstößt gegen das gesetzliche Offroad-Verbot. Die Regel ist einfach: Fahre ausschließlich auf asphaltierten Straßen, ausgewiesenen Schotterstraßen oder gekennzeichneten F-Straßen.
Fahre niemals los, ohne vorher die Wetter- und Straßenbedingungen zu prüfen
Das Wetter in Island kann sich schneller ändern, als die meisten Reisenden erwarten. Auf einen klaren Morgen in Reykjavik können nur wenige Stunden später starke Winde, heftiger Schneefall oder schlechte Sicht auf den Bergpässen folgen.
Informiere dich deshalb vor jeder Fahrt über die aktuellen Bedingungen. Die offizielle Wetterwebsite Vedur bietet Wettervorhersagen und farblich gekennzeichnete Wetterwarnungen. Auf Umferdin findest du aktuelle Informationen zum Straßenzustand, einschließlich Sperrungen und vereister Streckenabschnitte. Safetravel informiert speziell Reisende über aktuelle Sicherheitsrisiken. Wenn du diese Websites morgens und im Laufe des Tages erneut überprüfst, kannst du unnötige Risiken vermeiden.
Bei vorhergesagten Windgeschwindigkeiten von mehr als 15 Metern pro Sekunde (54 km/h) solltest du besonders vorsichtig fahren. Nähern sie sich 25 Metern pro Sekunde (90 km/h), solltest du deine Fahrt besser verschieben. Wer Island bereist, sollte bei seiner Planung immer flexibel bleiben. Es ist besser, einen Sturm in einem Ort abzuwarten oder die Route anzupassen, als bei gefährlichen Bedingungen die Fahrt unbedingt fortzusetzen.
Kulturelle Verhaltensregeln in Island: Was jeder Reisende wissen sollte
Die isländische Kultur ist geprägt von Gelassenheit, Pragmatismus und gegenseitigem Respekt. Viele Missverständnisse entstehen einfach dadurch, dass sich die örtlichen Gepflogenheiten von denen anderer Länder unterscheiden. Die Baderegeln in Island, das obligatorische Duschen ohne Badebekleidung vor dem Schwimmen und die Trinkgeldkultur überraschen viele Island-Neulinge. Doch wer die wichtigsten Regeln kennt, kann sie ganz einfach befolgen.
Wenn du die örtlichen Gepflogenheiten respektierst, wird deine Reise angenehmer und bereichernder. Ob beim Besuch öffentlicher Schwimmbäder, im Umgang mit Islandpferden oder beim Aufenthalt in der Natur – dein Verhalten zeigt, wie sehr du die Kultur und Traditionen des Landes respektierst. Die folgenden Tipps erklären dir, welche Fehler Reisende besonders häufig machen und wie du sie vermeiden kannst, um Island als rücksichtsvoller Gast zu erleben.
Verzichte vor dem Baden niemals auf das Duschen
In den meisten Ländern reicht es aus, sich vor dem Baden kurz in Badebekleidung abzuduschen. In Island hingegen ist es Pflicht, sich vor dem Betreten eines Schwimmbeckens oder einer heißen Quelle nackt und mit Seife zu duschen. Diese Regel ist Teil der öffentlichen Hygienevorschriften und fest in der isländischen Badekultur verankert.
Viele Geothermalbäder verwenden nur wenig Chlor und setzen stattdessen auf einen ständigen Zufluss von frischem Wasser. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich alle Badegäste vorher gründlich waschen. Wer das Duschen auslässt oder dabei seine Badebekleidung anbehält, untergräbt dieses Hygienekonzept. In den Umkleideräumen zeigen deutliche Hinweisschilder, welche Körperstellen mit Seife gewaschen werden müssen: Kopf, Achselhöhlen, Intimbereich und Füße.
Alle Badegäste müssen sich vor dem Betreten der Becken ohne Badebekleidung waschen. Wenn dir dabei deine Privatsphäre wichtig ist, findest du in Wellnessbädern wie der Blauen Lagune und der Sky Lagoon sowie in größeren Schwimmbädern wie dem Laugardalslaug private Duschkabinen oder durch Vorhänge abgetrennte Bereiche. Du kannst dich an deinem Spind ausziehen, dich in ein Handtuch wickeln und es erst ablegen, wenn du in der Duschkabine bist.
Damit du alles richtig machst, zieh deine Schuhe aus, bevor du den Umkleideraum betrittst. Dusche dich anschließend gründlich mit Seife ab, bevor du deine Badebekleidung anziehst. Nach dem Baden solltest du dich im dafür vorgesehenen Nassbereich abtrocknen, bevor du zu deinem Spind zurückkehrst. Anfangs mag dir das ungewohnt vorkommen, doch wenn sich alle an diese Regeln halten, bleibt das Wasser für alle Badegäste sauber.
Gib den Islandpferden weder Futter noch Streicheleinheiten.

Islandpferde sind freundlich, neugierig und unglaublich fotogen – besonders mit ihrem dichten Fell und ihren vom Wind zerzausten Mähnen. Doch sie sind keine Sehenswürdigkeiten entlang der Ringstraße. Die Regel ist einfach: Anschauen und fotografieren ist erlaubt, aber ohne Erlaubnis solltest du die Tiere weder berühren noch füttern.
Jedes Islandpferd, das du siehst, gehört zu einem privaten Bauernhof. Auch wenn die Tiere auf weitläufigen Weiden grasen, sind sie Nutztiere und keine Wildtiere. Wer für ein Selfie eine Weide betritt, begeht Hausfriedensbruch – selbst wenn kein entsprechendes Verbotsschild aufgestellt ist. Immer mehr Landwirte ärgern sich darüber, dass Besucher Zäune überqueren, nur um Fotos zu machen.
Noch problematischer ist das Füttern. Brot, Süßigkeiten oder wahllos gepflücktes Gras können bei den Pferden Verdauungsprobleme verursachen. Viele Tiere erhalten speziell abgestimmtes Futter. Werden sie von Besuchern gefüttert, gewöhnen sie sich außerdem daran, sich an Zäunen entlang der Straßen zu versammeln. Das erhöht die Unfallgefahr, wenn sie erschrecken oder sich auf den Verkehr zubewegen. Bieten mehrere Touristen gleichzeitig Futter an, kann es unter den Pferden zu Futterneid kommen, sodass sie möglicherweise beißen oder ausschlagen.
Wenn du die Tiere aus nächster Nähe erleben möchtest, buche einen geführten Ausritt oder besuche einen der Bauernhöfe, die Gäste willkommen heißen. Dort kannst du die Pferde auf sichere und respektvolle Weise kennenlernen und reiten. Ansonsten solltest du sie lieber von der anderen Seite des Zauns aus bewundern. Und noch ein kultureller Hinweis: Islandpferde sind Pferde, keine Ponys. Die Isländer sind stolz auf ihre einzigartige Pferderasse und deren lange Tradition.
Mach dir in Island keine Gedanken über Trinkgeld
In vielen Ländern gehört Trinkgeld zu jedem Restaurantbesuch dazu. In Island ist das anders. Der Preis auf der Speisekarte ist auch der Endpreis, den du bezahlst. Laut Gesetz sind Mehrwertsteuer und Servicegebühren bereits in den angegebenen Preisen enthalten. Restaurantmitarbeiter, Taxifahrer und Reiseleiter erhalten tariflich vereinbarte Löhne und sind nicht auf Trinkgeld angewiesen, um ihr Einkommen aufzubessern.
Einheimische geben nur selten zusätzliches Trinkgeld, und es wird auch nicht erwartet. Es ist völlig normal, kein Trinkgeld zu geben, und niemand wird das als unhöflich empfinden. In Island wird außerdem fast überall bargeldlos bezahlt, und die meisten Kartenterminals bieten keine Möglichkeit zur Trinkgeldeingabe. Auch das zeigt, wie unüblich Trinkgeld im isländischen Alltag ist.
Es gibt allerdings einige Ausnahmen. Kostenlose Stadtführungen in Reykjavik finanzieren sich in der Regel über Trinkgelder. Wenn dir die Tour gefallen hat, sind 1.000 bis 2.000 ISK (etwa 7 bis 15 USD) üblich. Auch bei privaten Reiseleitern oder mehrtägigen geführten Touren freut man sich über ein kleines Trinkgeld oder das Aufrunden des Betrags. Verpflichtend ist das jedoch nicht. In manchen beliebten Cafés und Bars in Reykjavik stehen Trinkgeldgläser, deren Inhalt beispielsweise für gemeinsame Mitarbeiterveranstaltungen verwendet wird. Etwas hineinzuwerfen ist aber immer freiwillig.
In Island kann eine positive Online-Bewertung, in der du einen Mitarbeiter namentlich erwähnst, oft mehr bewirken als ein paar zusätzliche Kronen. Damit unterstützt du lokale Unternehmen, hilfst den Mitarbeitern bei ihrer beruflichen Entwicklung und zeigst deine Wertschätzung. Gerade in Islands kleiner Tourismusbranche, in der ein guter Ruf besonders wichtig ist, wird das sehr geschätzt.
Verzichte nicht auf einen Schwimmbadbesuch, nur weil es draußen kalt ist
In vielen Ländern ist Schwimmen im Freien eine typische Sommeraktivität. In Island hingegen macht gerade die Kälte das Erlebnis besonders reizvoll. Wer auf den Besuch eines örtlichen Schwimmbads, auf Isländisch sundlaug, verzichtet, nur weil es schneit oder die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen, verpasst eines der schönsten kulturellen Erlebnisse des Landes.
Die öffentlichen Schwimmbäder in Island werden mit Erdwärme beheizt. Selbst wenn die Außentemperatur um den Gefrierpunkt (0 °C) liegt, bleibt das Wasser in den Schwimmbecken bei etwa 28 °C, während die Hot Pots angenehme 38 bis 44 °C erreichen. Je kälter die Luft ist, desto intensiver spürst du den Kontrast, wenn du ins warme Wasser eintauchst.
Im Jahr 2025 wurde die isländische Schwimmbadkultur in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Schwimmbäder dienen nicht nur der sportlichen Betätigung, sondern sind auch beliebte soziale Treffpunkte. Hier kommen Einheimische täglich zusammen und unterhalten sich über alles Mögliche – von Politik bis hin zu den neuesten Entwicklungen rund um Islands Vulkane. Eine Stunde in einem Hot Pot bietet dir oft einen authentischeren Einblick in das isländische Alltagsleben als viele klassische Sehenswürdigkeiten.
Außerdem ist der Eintritt überraschend günstig. Im Jahr 2026 kostet der Besuch eines großen Schwimmbads wie Laugardalslaug etwa 1.430 ISK (rund 10 USD). Im Preis inbegriffen sind Hot Pots, Dampfbäder, Saunen und Außenbecken. Viele Anlagen verfügen zudem über Kaltwasserbecken mit Temperaturen zwischen 4 und 5 °C – ideal für alle, die den Wechsel zwischen heißem und kaltem Wasser in vollen Zügen genießen möchten.
Wirf keine Münzen in Schwimmbecken oder heiße Quellen
An berühmten Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt ist es Tradition, Münzen ins Wasser zu werfen. In Island hingegen gilt das als Umweltverschmutzung. Wer Münzen in geothermale Becken oder heiße Quellen wirft, schadet der empfindlichen Natur und verursacht erhebliche Probleme bei der Reinigung und Instandhaltung.
Islands heiße Quellen sind reich an Mineralien wie Schwefel und Kieselsäure. Im heißen Wasser korrodieren Münzen schnell und hinterlassen Verfärbungen auf den hellen Kieselsäureablagerungen und Felsen. An touristisch erschlossenen Orten wie der Blauen Lagune oder dem Geysir-Gebiet können Münzen außerdem die Wassersysteme beeinträchtigen und müssen vom Personal entfernt werden.
Das größere Problem ist jedoch die Menge. Eine einzelne Münze mag harmlos erscheinen, doch an stark besuchten Orten verleitet sie andere dazu, ebenfalls Münzen ins Wasser zu werfen. An natürlichen Badestellen wie Reykjadalur oder Landmannalaugar gibt es kein Personal, das den Grund regelmäßig reinigt. Deshalb können Münzen dort jahrelang liegen bleiben und die Umwelt nach und nach belasten.
In Island gibt es nur einen Ort, der traditionell mit dem Münzwerfen verbunden ist: Nikulasargja, auch bekannt als Peningagja, im Thingvellir-Nationalpark. Wenn du einen positiven Beitrag leisten möchtest, lass deine Münzen lieber in der Tasche. In Island gelten strenge „Leave No Trace“-Grundsätze, nach denen man in der Natur keine Spuren hinterlassen soll. Indem du die geothermischen Gebiete schützt, trägst du dazu bei, dass sie auch für zukünftige Besucher genauso beeindruckend bleiben.
Geh beim Feiern nicht schon um Mitternacht nach Hause
Reykjavik ist berühmt für sein Nachtleben. Doch viele Besucher machen den Fehler, ins Hotel zurückzukehren, wenn der Abend gerade erst richtig losgeht. Wer an einem Freitag schon um Mitternacht im Bett liegt, verpasst das Beste.
In Island beginnt das Partyleben erst spät. Da Getränke in Bars teuer sind, treffen sich die Einheimischen oft zunächst zu Hause zum Vorglühen und ziehen erst gegen 23 Uhr oder Mitternacht in die Innenstadt. Zwischen 1 und 3 Uhr morgens erreicht das Nachtleben in Reykjavik seinen Höhepunkt – dann herrscht in den Bars und auf den Straßen besonders viel Trubel.
Freitags und samstags haben viele Bars bis 4:30 oder 5 Uhr morgens geöffnet. Unter der Woche geht es deutlich ruhiger zu, und meist ist gegen 1 Uhr Schluss. Im Sommer sorgt die Mitternachtssonne für ein ganz besonderes Erlebnis: Wenn du um 4 Uhr morgens aus einem Club kommst und draußen schon helllichter Tag ist, weißt du, was das Feiern in Island so einzigartig macht.
Wenn du clever feiern möchtest, nutze die Happy Hour. Viele Bars bieten am frühen Abend deutlich günstigere Getränke an. Manche Reisende kaufen auch zollfreien Alkohol am Flughafen Keflavik und trinken vor dem Ausgehen etwas, um Geld zu sparen. Und wenn die Partynacht schließlich zu Ende geht, mach es wie die Einheimischen: Hol dir bei Baejarins Beztu Pylsur einen isländischen Hotdog als Mitternachtssnack.
Staple in Island keine Steine und errichte keine Steinmännchen
Steine aufeinanderzustapeln mag wie eine harmlose, meditative Beschäftigung erscheinen. In Island gilt dies jedoch als Umweltschädigung und in manchen Fällen auch als Missachtung kultureller Traditionen. Wer für ein Foto eigene Steinmännchen errichtet, kann der empfindlichen Landschaft schaden und die Orientierung anhand echter Wegmarkierungen erschweren.
Die Steine, die überall auf Islands Lavafeldern und entlang der Küstenwege verstreut liegen, schützen den lockeren Vulkanboden vor Wind und starkem Regen. Wenn du sie bewegst, legst du den darunterliegenden Boden frei und setzt ihn der Erosion aus. Was wie ein kleiner, vorübergehender Steinhaufen aussieht, kann in der arktischen Natur, in der Pflanzen nur langsam wachsen, jahrelang sichtbare Spuren hinterlassen.
Hinzu kommt ein Sicherheitsrisiko. Traditionelle Steinmännchen, sogenannte Vörður, wurden bereits vor Jahrhunderten errichtet, um Reisenden bei Nebel, Schnee und auf weitläufigen Lavafeldern den Weg zu weisen. Auch heute noch dienen sie Wanderern in abgelegenen Gebieten zur Orientierung. Wenn Besucher eigene, inoffizielle Steinmännchen bauen, können dadurch vermeintliche Wegmarkierungen entstehen, die andere Wanderer von den markierten Routen abbringen – besonders bei schlechter Sicht.
Die Regel ist einfach: Lass Steine genau dort liegen, wo du sie findest. Wenn ein Steinhaufen offensichtlich neu und nicht Teil einer offiziellen Wegmarkierung ist, bauen einheimische Guides ihn häufig wieder ab, um die Landschaft in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Fotografiere stattdessen lieber die unberührte Natur. Denn wer Islands Landschaft bewahren möchte, sollte sie so lassen, wie sie ist.
Umweltschutztipps für nachhaltiges Reisen in Island
Islands Landschaften sind atemberaubend schön, aber auch empfindlich. Langsam wachsendes isländisches Moos, sensible Lebensräume von Wildtieren und geschützte Lufträume sorgen dafür, dass selbst kleine Eingriffe langfristige Schäden verursachen können. Nachhaltiges Reisen in Island beginnt damit, sich dieser Empfindlichkeit bewusst zu sein.
Der Schutz der Natur liegt hier in der Verantwortung aller. Vorschriften zum Umgang mit Moos, zum Fliegen von Drohnen in Island, zur Müllentsorgung, zum Camping und zum Kauf von Wasser in Flaschen sollen die Umwelt für künftige Generationen bewahren. Die folgenden Richtlinien zeigen dir, wie du Island verantwortungsbewusst erkunden und dabei deinen ökologischen Fußabdruck möglichst gering halten kannst.
Betritt das Moos nicht und beschädige es nicht
In Island bildet Moos eine lebendige Schutzschicht, die den empfindlichen vulkanischen Boden vor Erosion bewahrt. Was wie ein weicher, grüner Teppich aussieht, ist oft schon Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte alt. Wer darauf tritt oder es sogar herausreißt, um Namen oder Botschaften in die Landschaft zu „schreiben“, richtet erhebliche Umweltschäden an.
Isländisches Moos wächst extrem langsam – oft nur wenige Millimeter bis etwa einen Zentimeter pro Jahr. Wenn du für ein Foto ein Stück Moos herausreißt, zerstörst du damit möglicherweise Jahrzehnte des Wachstums. Da die Wachstumsperiode sehr kurz ist, können Fußabdrücke und andere Schäden 20 bis 50 Jahre lang sichtbar bleiben.
Moos wirkt außerdem wie ein Schwamm: Es speichert Feuchtigkeit und stabilisiert die lockeren Lavafelder. Wird es beschädigt, können Wind und Regen den darunterliegenden Boden abtragen. So kann sich ein einzelner Fußabdruck mit der Zeit zu einer größeren kahlen Fläche ausweiten.
Stand März 2026 können für die Beschädigung von Moos Geldstrafen ab etwa 100.000 ISK (rund 720 USD) verhängt werden. Bleib deshalb auf den markierten Wegen und tritt nur auf nackten Fels oder Kies. Wenn dein Schuh einen sichtbaren Abdruck hinterlässt, geh einen Schritt zurück. Bewundere das Moos und mach Fotos davon, aber lass es unberührt, damit es noch lange nach deinem Besuch weiterwachsen kann.
Fliege nicht überall mit deiner Drohne

Island sieht aus der Luft spektakulär aus, doch das bedeutet nicht, dass du überall mit deiner Drohne fliegen darfst. Wer sich nicht vorab über die Drohnenvorschriften in Island informiert, riskiert Geldstrafen von bis zu 500.000 ISK (etwa 3.600 USD) und die Beschlagnahmung seiner Drohne. Die maximale Flughöhe beträgt 120 Meter. Selbst Drohnen mit einem Gewicht von weniger als 250 Gramm müssen registriert sein und eine gut sichtbare Betreiber-ID tragen.
In allen drei isländischen Nationalparks – Thingvellir, Vatnajökull und Snaefellsjökull – sind private Drohnenflüge ohne Sondergenehmigung verboten. Auch an vielen der berühmtesten Wasserfälle Islands, darunter Gullfoss, Seljalandsfoss und Skogafoss, gilt ein Drohnenverbot. Die Blaue Lagune und Gebiete im Umkreis von etwa zwei Kilometern um Flughäfen sind ebenfalls Flugverbotszonen.
Ein weiterer wichtiger Grund für diese Einschränkungen ist der Schutz der Tierwelt. An Islands Klippen und Küsten nisten Millionen von Seevögeln. Sie nehmen Drohnen als Raubtiere wahr. Flüge in der Nähe von Orten wie Dyrholaey oder Latrabjarg können während der Brutzeit ganze Vogelkolonien aufscheuchen.
Auch 2026 müssen Drohnenpiloten die nationalen Luftfahrtvorschriften einhalten. Die maximale Flughöhe liegt bei 120 Metern, und zu Gebäuden und Wohngebieten muss ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden. Wenn du deine Drohne legal fliegen lassen möchtest, informiere dich vor dem Start auf der offiziellen Drohnenkarte über die geltenden Einschränkungen. Das ist besonders in der Nähe aktiver Vulkangebiete wichtig, wo häufig vorübergehende Flugverbotszonen eingerichtet werden.
Kaufe kein Wasser in Plastikflaschen

In vielen Ländern ist Wasser aus Flaschen eine Notwendigkeit. In Island ist das nicht der Fall. Das Leitungswasser gehört zu den saubersten der Welt. Es wird über Jahrzehnte hinweg auf natürliche Weise durch vulkanisches Basaltgestein gefiltert, bevor es aus dem Wasserhahn fließt – ganz ohne Chlor oder andere zugesetzte Chemikalien.
Das als „isländisches Quellwasser“ verkaufte Flaschenwasser unterscheidet sich meist kaum vom Leitungswasser. Die einzigen wirklichen Unterschiede sind die Plastikverpackung und der Preis. Eine 500-Milliliter-Flasche kostet etwa 350 bis 500 ISK (2,50 bis 3,60 USD). Bei einer 10-tägigen Rundreise entlang der Ringstraße können so schnell mehrere Tausend Kronen zusammenkommen – für Wasser, das du kostenlos nachfüllen kannst.
Wenn du beim Aufdrehen des Wasserhahns einen leichten Schwefelgeruch bemerkst, liegt das am geothermisch erhitzten Warmwasser. Lass einfach das kalte Wasser einige Sekunden laufen, bis es richtig kalt ist. Dann verschwindet der Geruch, und du erhältst frisches Trinkwasser direkt aus der Quelle.
Bring eine wiederverwendbare Trinkflasche mit und fülle sie in Hotels, an Tankstellen oder in Restaurants auf. Wenn du essen gehst, bestell Leitungswasser statt stillem Wasser aus der Flasche. So sparst du in Island nicht nur Geld, sondern trägst auch dazu bei, die Landschaft zu schützen, die du auf deiner Reise bewundern möchtest.
Campiere nicht außerhalb ausgewiesener Campingplätze

Camping in Island ist beliebt, doch die Zeiten des weitgehend uneingeschränkten Wildcampens sind vorbei. Strenge Vorschriften schützen Privatgrundstücke und empfindliche Landschaften. Wenn du mit einem gemieteten Camper, einem Dachzelt, einem Wohnmobil oder einem Auto unterwegs bist, musst du auf einem offiziell registrierten Campingplatz übernachten.
Zwar erlaubt das isländische Recht unter bestimmten Voraussetzungen, ein einzelnes Zelt für eine Nacht auf unbewirtschaftetem Land aufzustellen, doch diese Ausnahmen sind eng begrenzt. Tatsächlich stehen die meisten gut erreichbaren Flächen unter Naturschutz oder befinden sich in Privatbesitz. Die Möglichkeiten zum legalen Wildcampen sind daher äußerst begrenzt. Bei unerlaubtem Camping drohen in der Regel Geldstrafen ab etwa 50.000 ISK (rund 360 USD).
Die gute Nachricht: Island verfügt über eine gut ausgebaute Camping-Infrastruktur. Viele Campingplätze sind ganzjährig geöffnet, darunter auch Plätze in Reykjavik, Egilsstadir und Skaftafell. Mit der Camping Card kannst du gegen eine feste Gebühr mehrere Nächte auf teilnehmenden Campingplätzen übernachten. Gerade bei längeren Reisen kann sich das lohnen. Apps wie Tjalda bieten Übersichten über registrierte Campingplätze und deren Ausstattung.
Wenn du in einer besonders abgelegenen und spektakulären Umgebung übernachten möchtest, bieten sich Campingplätze wie Thakgil bei Vik oder Landmannalaugar im Hochland an. Dort wachst du ebenfalls inmitten beeindruckender Berge und Lavafelder auf – allerdings ganz legal, umweltbewusst und mit Zugang zu den nötigen sanitären Einrichtungen.
Störe oder misshandle keine Wildtiere

Islands Tierwelt mag zutraulich wirken, doch es handelt sich um echte Wildtiere. Papageientaucher, Polarfüchse, Robben und Küstenseeschwalben sind den Kontakt mit Menschen nicht so gewohnt wie Tiere in dichter besiedelten Ländern. Wer ihnen für ein Foto zu nahe kommt, kann erheblichen Schaden anrichten – besonders während der Brut- und Fortpflanzungszeit.
Viele Seevögel nisten in empfindlichen Erdhöhlen an Klippen wie Latrabjarg und Dyrholaey. Wenn du dich zu nah an den Rand wagst, können die Bruthöhlen einstürzen und Eier oder Küken zerdrückt werden. Deshalb ist es wichtig, Absperrungen unbedingt zu respektieren. Im späten Frühjahr und Sommer kann es vorkommen, dass Küstenseeschwalben im Sturzflug auf dich zufliegen, um ihre Nester zu verteidigen. Bleib ruhig und halte ausreichend Abstand.
Robben, die sich an Küstenabschnitten wie der Halbinsel Vatnsnes oder in der Nähe von Jökulsarlon ausruhen, brauchen Ruhe und Abstand, um Energie zu sparen. Halte bei der Robbenbeobachtung mindestens 100 Meter Abstand. Dasselbe gilt für Polarfüchse, insbesondere in abgelegenen Gebieten wie dem Naturschutzgebiet Hornstrandir. Füttere niemals Wildtiere, da dies ihr natürliches Verhalten stört.
Wenn du die Tiere aus nächster Nähe beobachten möchtest, nimm ein Teleobjektiv mit und beobachte sie ruhig aus sicherer Entfernung. Noch besser: Besuche vor deinem Ausflug in die Wildnis Einrichtungen wie das Polarfuchszentrum in Sudavik oder das Isländische Robbenzentrum in Hvammstangi, um mehr über diese Tiere zu erfahren. Die schönste Tierbegegnung in Island ist eine, bei der sich das Tier so verhält, als wärst du gar nicht da.
Tipps zur Reiseplanung für Island: Diese Fehler solltest du vermeiden
Eine gute Planung kann entscheidend dafür sein, wie deine Island-Reise verläuft. Viele typische Probleme lassen sich auf einfache organisatorische Dinge zurückführen: etwa die Frage, was du für Island einpacken solltest, wie du vor Ort mit Bargeld oder Karte bezahlst oder dass du die Blaue Lagune nicht rechtzeitig buchst. Das sind keine dramatischen Fehler, aber sie können dich Zeit, Geld und Komfort kosten.
Island belohnt Reisende, die gut vorbereitet sind. Wenn du dich passend gegen Wind und Regen kleidest, Kleidung nach dem Zwiebelprinzip einpackst, Spa-Besuche rechtzeitig reservierst, genügend Zeit für deine Mietwagenrundreise entlang der Ringstraße einplanst und dich mit den Zahlungsmöglichkeiten vertraut machst, wird deine Reise deutlich entspannter. In den folgenden Abschnitten erfährst du, welche Fehler bei der Planung und Ausrüstung besonders häufig vorkommen und wie du sie vermeidest.
Zieh dich nicht zu leicht an und beachte die Wettervorhersage

In Island gibt es ein Sprichwort: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Das gilt besonders im Winter und in der Übergangszeit. Wenn du dich fragst, welche Kleidung du in Island tragen solltest, lautet die wichtigste Antwort: Sei auf schnell wechselnde Wetterbedingungen vorbereitet, bei denen der Wind oft eine größere Rolle spielt als die Temperatur.
Baumwollkleidung ist dabei einer der größten Fehler. Sie saugt Feuchtigkeit auf, trocknet langsam und entzieht dem Körper Wärme. Bei kaltem, nassem Wetter erhöht das das Risiko einer Unterkühlung. Besonders problematisch sind Jeans, da sie Wasser speichern und bei Nässe schwer und eiskalt werden. Auch Regenschirme sind selten hilfreich, denn starke Windböen können sie innerhalb von Sekunden umstülpen oder zerbrechen.
Ein weiterer Faktor ist die gefühlte Temperatur durch den Windchill-Effekt. Bei starken Windböen können sich –10 °C deutlich kälter anfühlen. Ohne eine vollständig wind- und wasserdichte Außenschicht dringt die kalte Luft selbst durch modische Wintermäntel oder leichte Daunenjacken. Wasserabweisende Kleidung reicht nicht aus. Du brauchst wirklich wasserdichte Ausrüstung mit versiegelten Nähten.
Am sichersten bist du mit dem Drei-Schichten-Prinzip unterwegs. Beginne mit einer feuchtigkeitsableitenden Basisschicht aus Merinowolle oder Funktionsmaterial. Darüber trägst du eine wärmende Zwischenschicht aus Fleece oder Wolle. Den Abschluss bildet eine vollständig wind- und wasserdichte Außenschicht. Wasserdichte Wanderschuhe, warme Wollsocken, Handschuhe und eine Mütze sind unverzichtbar. Bei eisigen Bedingungen solltest du außerdem Schuhspikes dabeihaben.
Hebe nicht zu viel Bargeld ab

Island gehört zu den Ländern, in denen am seltensten mit Bargeld bezahlt wird. Du kannst tagelang unterwegs sein, ohne auch nur eine einzige Münze in die Hand zu nehmen. Beim Geldwechseln fallen meist unnötige Gebühren an, und die Wechselkurse sind oft ungünstig. Da fast überall Kartenzahlung akzeptiert wird, gibt es kaum einen Grund, größere Mengen isländischer Kronen abzuheben.
Selbst kleine Einkäufe, etwa ein Hotdog für 500 ISK (rund 3,60 USD), kannst du mit Karte oder Smartphone bezahlen. Auch öffentliche Toiletten an beliebten Sehenswürdigkeiten verfügen häufig über kontaktlose Zahlungsterminals. Apple Pay und Google Pay werden vielerorts akzeptiert, und die meisten Reisenden kommen bei einer einwöchigen Rundreise entlang der Ringstraße ausschließlich mit Kredit- oder Debitkarte aus.
Es gibt allerdings einige wenige Ausnahmen. Manche Hofläden auf dem Land, ältere Duschanlagen auf Campingplätzen oder kleine Händler auf dem Flohmarkt Kolaportid bevorzugen möglicherweise Bargeld. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, reicht ein kleiner Betrag, beispielsweise ein 1.000-ISK-Schein (etwa 7 USD), völlig aus.
Achte darauf, dass deine Karte eine vierstellige PIN hat, da viele Selbstbedienungszapfsäulen eine Bestätigung per Chip und PIN verlangen. Wenn du zwischen verschiedenen Währungen wählen kannst, bezahle immer in ISK statt in deiner Heimatwährung, um ungünstige Umrechnungskurse zu vermeiden.
Lass deine Wertsachen nicht unbeaufsichtigt oder offen liegen
Isländer sind dafür bekannt, ihre Babys draußen vor Cafés im Kinderwagen schlafen zu lassen. Das sollte dich aber nicht dazu verleiten, mit deinem Smartphone genauso sorglos umzugehen. Seit 2025 haben Taschendiebstähle in Island zugenommen. Diebe haben es besonders auf abgelenkte Touristen in der Innenstadt von Reykjavik und an stark besuchten Sehenswürdigkeiten abgesehen.
Halte deine Tasche in Menschenmengen geschlossen und vor deinem Körper. Lass dein Handy nicht auf dem Cafétisch liegen, während du etwas bestellst, und bewahre niemals Wertsachen sichtbar in deinem geparkten Mietwagen auf – auch nicht an Wanderparkplätzen oder Aussichtspunkten. Falls dir etwas gestohlen wird, lass deine Karten sofort sperren und melde den Diebstahl unter der Notrufnummer 112 bei der Polizei, damit du einen Bericht für deine Versicherung erhältst. Weitere Informationen findest du in unserem Ratgeber zur Sicherheit auf Reisen in Island.
Besuche die Blaue Lagune oder Sky Lagoon nicht ohne Reservierung
Im Jahr 2026 ist es bei den beiden berühmtesten geothermischen Spas Islands kaum noch möglich, spontan ohne Reservierung vorbeizukommen. Sowohl die Blaue Lagune als auch die Sky Lagoon haben das ganze Jahr über strenge Besucherbegrenzungen. Wer ohne Buchung erscheint, muss deshalb häufig wieder umkehren.
Die Blaue Lagune ist das berühmte geothermische Spa in der Nähe des Flughafens Keflavik. Viele Reisende buchen ihre Eintrittskarten für die Blaue Lagune daher für die Zeit direkt nach der Ankunft oder vor dem Rückflug. Die Sky Lagoon liegt direkt am Atlantik in Reykjavik und bietet eine etwas intimere Atmosphäre. Wenn du den Meerblick und das besondere Spa-Ritual genießen möchtest, solltest du dein Sky-Lagoon-Ticket unbedingt im Voraus buchen.
Besonders im Sommer sind die verfügbaren Zeitfenster oft schon Tage oder Wochen im Voraus ausgebucht. Am besten reservierst du mindestens einige Wochen vor deinem Besuch. Falls beide Lagunen ausgebucht sind, bieten sich die Hvammsvik Hot Springs etwa 56 bis 65 Kilometer nördlich von Reykjavik oder das Fontana Spa in Laugarvatn an, rund 80 Kilometer von der Hauptstadt entfernt an der Route des Goldenen Kreises.
Wenn du in die Hauptstadt weiterreisen möchtest, lohnt es sich, einen Flughafentransfer mit Zwischenstopp an der Blauen Lagune zu buchen. Shuttletransfers ab Reykjavik oder dem Flughafen Keflavik erleichtern die Organisation und können mitunter günstiger sein, als alle Transfers einzeln zu buchen.
Vergiss nicht, im Duty-free-Shop Alkohol zu kaufen
Wenn du vorhast, in einem der gemütlichsten Ferienhäuser Islands bei einem Drink die Nordlichter zu beobachten, solltest du einen Tipp erfahrener Island-Reisender beherzigen: Kaufe deinen Alkohol direkt nach der Landung im Duty-free-Shop am Flughafen Keflavik. In Island wird Alkohol hoch besteuert und der Verkauf ist staatlich geregelt. Sobald du den Flughafen verlässt, steigen die Preise deutlich.
Eine Flasche Spirituosen, die im Duty-free-Shop etwa 4.500 ISK (32 USD) kostet, kann im staatlichen Alkoholgeschäft Vinbudin bereits 12.000 ISK (86 USD) kosten. Für ein Pint Bier zahlst du in einer Bar in Reykjavik durchschnittlich 1.500 ISK (11 USD). Alkohol mit normalem Alkoholgehalt wird ausschließlich in den Vinbudin-Geschäften verkauft, deren Öffnungszeiten besonders außerhalb Reykjaviks eingeschränkt sind. Wer am Flughafen einkauft, spart also Geld und Aufwand.
In Island gelten für die zollfreie Einfuhr bestimmte Freimengen. Eine gängige Kombination pro Person umfasst beispielsweise 1 Liter Spirituosen, 0,75 Liter Wein und 3 Liter Bier. Andere Kombinationen sind ebenfalls möglich, allerdings gelten jeweils festgelegte Höchstmengen.
Wenn du mit Freunden reist, könnt ihr eure Freimengen innerhalb der gesetzlichen Grenzen gemeinsam nutzen und so eine größere Auswahl an Getränken mitbringen. Denk aber daran: Sobald du den Ankunftsbereich verlassen hast, kannst du nicht mehr in den Duty-free-Shop zurückkehren. Dieser kurze Zwischenstopp am Flughafen kann dir in Island mehr Geld sparen als jede Happy Hour.
Hetze nicht über die Ringstraße durch Island
Island sieht auf der Karte klein aus, doch eine überstürzte Rundreise gehört zu den häufigsten Reisefehlern. Die Ringstraße ist etwa 1.332 Kilometer lang. Theoretisch könntest du sie in rund 17 Stunden abfahren – allerdings nur bei perfektem Wetter und ohne Zwischenstopps. In der Realität erwarten dich Wind, einspurige Brücken, Schafe auf der Straße und unzählige Fotostopps.
Islands Straßen sind häufig starken Seitenwinden und plötzlichen Wetterumschwüngen ausgesetzt, was lange Fahrtage besonders anstrengend macht. Wenn du täglich sechs Stunden oder länger am Steuer sitzt, kommst du an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten oft schon völlig erschöpft an. Kommen dann noch Stürme oder vorübergehende Straßensperrungen hinzu, kann eine einzige Verzögerung deinen gesamten straffen Reiseplan durcheinanderbringen.
Sieben Tage sind das absolute Minimum für einen Roadtrip entlang der Ringstraße. Ideal sind zehn bis zwölf Tage. So kannst du täglich etwa 200 bis 250 Kilometer zurücklegen und hast trotzdem genügend Zeit für Wanderungen und entspannte Stunden in heißen Quellen. Mit 14 Tagen oder mehr kannst du zusätzlich die Halbinsel Snaefellsnes erkunden oder ein paar weitere Nächte im Norden verbringen, ohne dich gehetzt zu fühlen.
Anstatt jede Nacht die Unterkunft zu wechseln, solltest du an wichtigen Ausgangspunkten jeweils zwei Nächte einplanen. So kannst du die Umgebung in Ruhe erkunden, ohne ständig deine Koffer packen zu müssen. Halte dir außerdem mindestens einen Tag frei, um flexibel auf Wetteränderungen reagieren zu können. In Island ist es keine Zeitverschwendung, einen Gang herunterzuschalten. Im Gegenteil: Nur so kannst du das Land wirklich erleben, anstatt einfach daran vorbeizufahren.
Verbringe nicht deinen gesamten Urlaub in Reykjavik
Reykjavik ist eine lebendige Hauptstadt mit ausgezeichneten Restaurants, Cafés und einem abwechslungsreichen Nachtleben. Wenn du dich jedoch ausschließlich in der Stadt aufhältst, entgehen dir die Landschaften, für die Island berühmt ist. Wasserfälle, Gletscher, schwarze Sandstrände und Lavafelder findest du nicht in der Hauptstadt, sondern draußen in der Natur.
Die Infrastruktur außerhalb Reykjaviks ist besser, als viele Island-Neulinge erwarten. Der Goldene Kreis und die Südküste sind über asphaltierte Straßen gut erreichbar. Außerdem gibt es zahlreiche Tagesausflüge, Bustouren und geführte Exkursionen. Wer aus Sorge vor der vermeintlich ungezähmten Wildnis lieber in der Stadt bleibt, verpasst oft Orte, die sich völlig problemlos besuchen lassen.
Auch die Atmosphäre ist eine ganz andere. In der Innenstadt von Reykjavik kann es besonders während der Hauptreisezeit ziemlich geschäftig zugehen. Nur zwei Autostunden entfernt findest du dich dagegen vielleicht ganz allein inmitten von Wind, Bergen und endloser Weite wieder. Ähnliches gilt für die Nordlichter: Während du in der Nähe des Leuchtturms Grotta mit etwas Glück ein schwaches Leuchten am Himmel entdecken kannst, erscheinen die Polarlichter fernab der Stadtbeleuchtung wesentlich intensiver.
Wenn du fünf Tage Zeit hast, solltest du überlegen, deinen Aufenthalt aufzuteilen: Verbringe zwei Nächte an der Südküste, zwei in Westisland oder auf der Halbinsel Snaefellsnes und die letzte Nacht in Reykjavik. Wenn du nicht ständig die Unterkunft wechseln möchtest, buche lieber ganztägige Ausflüge ins Umland, anstatt deinen gesamten Urlaub in der Stadt zu verbringen.
Island-Reisemythen und häufige Fehler beim Fotografieren

Spektakuläre Bilder und virale Reisegeschichten prägen unser Bild von Island. Doch nicht alles, was du online siehst, entspricht der Realität. Falsche Vorstellungen über die Sichtbarkeit der Nordlichter, mögliche Begegnungen mit Eisbären oder das perfekte Polarlichtfoto führen häufig zu Enttäuschungen. Wenn du dich vorab über die Jahreszeiten, die Tierwelt und die wichtigsten Verhaltensregeln beim Fotografieren informierst, weißt du besser, was dich erwartet.
Mit realistischen Erwartungen kannst du deine Reise besser planen und noch mehr genießen. In den folgenden Abschnitten räumen wir mit den häufigsten Mythen auf und zeigen dir, welche Fehler du beim Fotografieren vermeiden solltest. So kannst du dich ganz auf das konzentrieren, was Island wirklich zu bieten hat.
Erwarte keine Nordlichter im Sommer oder Mitternachtssonne im Winter
Wenn du im Juli nach Island reist und hoffst, Nordlichter zu sehen, oder im Dezember die Mitternachtssonne erleben möchtest, macht dir die Astronomie einen Strich durch die Rechnung. Die Tageslichtstunden in Island folgen einem klaren jahreszeitlichen Rhythmus: Entweder erwarten dich lange, helle Nächte oder lange, dunkle Nächte – beides gleichzeitig ist nicht möglich.
Um Nordlichter sehen zu können, muss es dunkel sein. Von Ende Mai bis Juli herrscht in Island die Zeit der Mitternachtssonne, in der es selbst nachts nicht vollständig dunkel wird. Sogar um Mitternacht ist es draußen noch hell genug, um zu lesen. Deshalb lassen sich in dieser Zeit keine Polarlichter beobachten. Dafür braucht es echte Dunkelheit, die es im Frühsommer schlichtweg nicht gibt.
Umgekehrt ist die Mitternachtssonne ein reines Sommerphänomen. Im Dezember gibt es in Reykjavik nur etwa vier bis fünf Stunden Tageslicht. Die Sonne geht spät auf, bleibt tief am Horizont und verschwindet schon bald wieder. Rund um die Uhr Tageslicht im Winter zu erwarten, ist also genauso unrealistisch wie die Hoffnung auf Nordlichter im Juni.
Die beste Zeit für Nordlichter ist von September bis April, wenn die Nächte lang und dunkel sind. Die Mitternachtssonne ist im Juni und Juli am stärksten ausgeprägt. Wenn du beides ein wenig miteinander verbinden möchtest, eignen sich Ende März oder Ende September. Dann sind Tag und Nacht ungefähr gleich lang, sodass du tagsüber Sehenswürdigkeiten erkunden kannst und nach Einbruch der Dunkelheit echte Chancen auf Nordlichter hast.
Erwarte nicht, in Island Pinguine oder Eisbären zu sehen
Es ist leicht, alle Tiere, die man mit kalten Regionen verbindet, in einen Topf zu werfen. Doch weder Pinguine noch Eisbären leben in Island. Wenn du eines dieser Tiere sehen möchtest, bist du hier auf der falschen Seite der Erde.
Pinguine sind auf der Südhalbkugel heimisch. In der Arktis und damit auch in Island gibt es keine. Der schwarz-weiße Vogel, den du auf vielen Souvenirs entdeckst, ist meist der Papageientaucher. Anders als Pinguine können diese Vögel fliegen. Sie brüten in Erdhöhlen und verbringen einen Großteil des Jahres auf dem Meer. Ende April kehren die Papageientaucher an Land zurück und bleiben den Sommer über – Pinguine sind sie aber nicht.
Eisbären leben in Grönland, Kanada und auf Spitzbergen. In Island sind sie nicht heimisch. In äußerst seltenen Fällen gelangt ein einzelner Eisbär auf Treibeis von Grönland nach Island. Solche Vorfälle sind jedoch außergewöhnlich und werden aus Sicherheitsgründen von den Behörden behandelt. Derzeit gibt es in Island keine Eisbären.
Welche Tiere du stattdessen beobachten kannst, hängt von der Jahreszeit ab. Papageientaucher lassen sich am besten vom späten Frühling bis zum Sommer beobachten. Polarfüchse, die einzigen ursprünglich in Island heimischen Landsäugetiere, sind das ganze Jahr über anzutreffen. Walbeobachtungstouren sind beispielsweise in Husavik sehr beliebt, und Robben kannst du häufig am Strand Ytri Tunga oder in der Nähe der Gletscherlagune Jökulsarlon entdecken.
Fotografiere die Nordlichter nicht mit Blitz
Stell dir vor, du stehst unter dem dunklen arktischen Himmel und plötzlich beginnen die Nordlichter über dir zu tanzen. Die Kameras stehen auf Stativen, die Verschlüsse sind für Langzeitbelichtungen geöffnet. Und dann fotografiert jemand mit Blitz. Das grelle Licht blendet die gesamte Gruppe, ruiniert die Aufnahmen anderer Fotografen und zerstört schlagartig die ruhige Atmosphäre.
Mit einem Blitz kannst du die Nordlichter ohnehin nicht ausleuchten. Die Polarlichter entstehen in einer Höhe von etwa 100 bis 600 Kilometern über der Erde. Ein Kamerablitz reicht dagegen nur ungefähr 3 bis 10 Meter weit. Es ist also physikalisch unmöglich, damit den Himmel zu beleuchten. Stattdessen wird lediglich der Vordergrund überbelichtet und die Aufnahmen anderer Fotografen werden beeinträchtigt.
Außerdem stört Blitzlicht die Nachtsicht. Es kann bis zu 20 Minuten dauern, bis sich die menschlichen Augen wieder vollständig an die Dunkelheit gewöhnt haben. An beliebten Orten zur Nordlichtbeobachtung gilt das Blitzen deshalb als rücksichtslos. Viele Guides verbieten inzwischen weißes Licht, und an manchen bekannten Aussichtspunkten wird empfohlen, ausschließlich Stirnlampen mit Rotlicht zu verwenden, um die Nachtsicht zu erhalten.
Wenn du beeindruckende Nordlichtfotos machen möchtest, schalte den Blitz aus und verwende den manuellen Modus oder Nachtmodus mit einem Stativ und einer Belichtungszeit von 5 bis 15 Sekunden. Falls du dich nicht mit Kameraeinstellungen beschäftigen möchtest, kannst du auch eine Nordlichter-Tour buchen, bei der kostenlose professionelle Fotos inklusive sind. So kannst du den Moment in vollen Zügen genießen, während die Guides hochwertige Aufnahmen für dich machen.
Warte im Winter nicht bis zum Sonnenaufgang, bevor du aufbrichst

In den meisten Ländern gilt es als früh, bei Sonnenaufgang aufzubrechen. Im isländischen Winter bist du dann allerdings schon spät dran. Rund um die Wintersonnenwende Ende Dezember geht die Sonne in Reykjavik erst gegen 11:20 Uhr auf und bereits um 15:30 Uhr wieder unter. Wenn du mit der Abfahrt wartest, bis es hell ist, bleiben dir nur etwa vier Stunden Tageslicht.
Was viele Island-Neulinge nicht wissen: In Island dauert die Dämmerung besonders lange. Schon vor dem eigentlichen Sonnenaufgang ist es oft hell genug, um sicher unterwegs zu sein – vorausgesetzt, du hast dich auf Umferdin über die Straßenverhältnisse informiert und fährst vorsichtig. Am besten nutzt du das bläuliche Licht der Morgendämmerung, um dein erstes Ausflugsziel noch vor Sonnenaufgang zu erreichen.
Da die Sonne den ganzen Tag über tief am Himmel steht, sind die Lichtverhältnisse im Winter von morgens bis abends besonders eindrucksvoll. Wenn du bei Sonnenaufgang noch nicht an einem Wasserfall oder Gletscher angekommen bist, verpasst du möglicherweise das schönste Licht des Tages. Auch Wintertouren starten früh. Wer erst bei vollem Tageslicht aufbricht, trifft deshalb häufig auf die größten Besuchergruppen.
Im tiefsten Winter solltest du möglichst gegen 9 Uhr losfahren, auch wenn es draußen noch dunkel ist. So bist du rechtzeitig zum ersten Tageslicht an deinem Ziel. Anfang März gibt es bereits wieder mehr als zehn Stunden Tageslicht, sodass du es etwas entspannter angehen lassen kannst. Grundsätzlich gilt jedoch: Im isländischen Winter beginnt dein Tag schon vor Sonnenaufgang.
Verwende kein warmes Leitungswasser für Kaffee oder Tee

In den meisten Ländern ist warmes Leitungswasser einfach erhitztes Trinkwasser. In Island stammt es dagegen häufig direkt aus geothermalen Quellen. Deshalb kann es Schwefel und Mineralien enthalten, die beim Duschen unproblematisch sind, sich aber weniger gut für deinen morgendlichen Kaffee eignen.
In weiten Teilen der Hauptstadtregion und im Süden hat das warme Wasser einen deutlich wahrnehmbaren Schwefelgeruch. Wenn du es für Tee oder Kaffee verwendest, kann sich dieser Geruch auf den Geschmack übertragen und deinem Getränk eine leicht faulige, an faule Eier erinnernde oder metallische Note verleihen. Geothermales Warmwasser eignet sich zum Baden, gilt jedoch nicht als Trinkwasser und wird weder zum Kochen noch für Getränke empfohlen.
Kaltes Leitungswasser hingegen ist außergewöhnlich reines Grundwasser, das auf natürliche Weise durch Vulkangestein gefiltert wird. Es ist sauber, frisch und zum Trinken bestens geeignet. Fülle deinen Wasserkocher deshalb immer mit kaltem Leitungswasser und lass den Hahn vorher einige Sekunden laufen, bis das Wasser richtig kalt ist.
In manchen Regionen, etwa in Teilen von Reykjanes oder den Westfjorden, wird das Warmwasser über ein Heizsystem erwärmt, anstatt direkt aus geothermalen Quellen zu stammen. Dort kann der Schwefelgeruch deutlich schwächer ausfallen. Trotzdem solltest du dir überall in Island angewöhnen, zum Trinken und Kochen kaltes Leitungswasser zu verwenden und es selbst zu erhitzen. So kannst du eine der reinsten Tassen Tee oder Kaffee genießen, die du je getrunken hast.
Kaufe keine „Wikinger“-Souvenirs, ohne auf das Etikett zu schauen
Wenn du die Einkaufsstraße Laugavegur entlangschlenderst, entdeckst du überall „isländische“ Pullover, Wikingerhelme mit Hörnern und Papageientaucher aus Plüsch. Viele dieser Artikel werden jedoch importiert und in Massenproduktion hergestellt. Wenn du ein wirklich isländisches Souvenir mit nach Hause nehmen möchtest, solltest du genauer hinsehen.
Der isländische Wollpullover, die sogenannte Lopapeysa, gehört zu den am häufigsten kopierten Souvenirs des Landes. Echte Exemplare werden aus isländischer Schafwolle gefertigt und in Island gestrickt. Ein authentischer, handgestrickter Pullover kostet 2026 normalerweise zwischen 35.000 und 55.000 ISK (etwa 250 bis 400 USD). Wenn du einen für weniger als 15.000 ISK (etwa 110 USD) entdeckst, wurde er wahrscheinlich im Ausland maschinell hergestellt.
Echte isländische Wolle fühlt sich aufgrund ihrer besonderen zweischichtigen Faserstruktur etwas rau und luftig an. Traditionelle Pullover werden außerdem in Runden gestrickt und haben keine Seitennähte. Maschinell hergestellte Varianten bestehen dagegen häufig aus weicheren Wollmischungen und können sichtbare Seitennähte aufweisen.
Neben Pullovern sind auch viele „Wikinger“-Souvenirs, etwa Helme mit Hörnern oder Runenanhänger, günstige Importware. Wenn du lieber authentische isländische Andenken kaufen möchtest, halte Ausschau nach einheimischen Silberschmieden, Wollkooperativen, isländischen Schokoladenmarken wie Omnom oder vor Ort hergestellten Hautpflegeprodukten.
Beachte diese Tipps: Sie zeigen dir, was du in Island vermeiden solltest

Island ist ein sicheres Reiseland, doch die Natur verzeiht keine Fehler. Bei der Reisesicherheit kommt es vor allem darauf an, die Naturgewalten zu verstehen und klare Grenzen zu respektieren. Gefährliche Wellen, plötzliche Windböen, aktive Vulkangebiete und strenge Verkehrsregeln bergen reale Risiken. Viele typische Fehler bei einer Islandreise entstehen, weil Besucher wichtige Verhaltensregeln missachten oder die grundlegenden Benimmregeln für Islandreisende nicht kennen.
Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fehler lassen sich mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen vermeiden. Informiere dich auf Umferdin über die aktuellen Straßenverhältnisse und prüfe auf Vedur die Wetterwarnungen. Beachte jedes rote „Lokað“-Schild, das eine Sperrung anzeigt. Bleibe auf markierten Wegen und schütze die empfindlichen Moosflächen. Plane für deine Fahrten entlang der Ringstraße realistische Tagesetappen ein.
Wer gut vorbereitet ist, aufmerksam bleibt und die Natur respektiert, wird in Island mit unvergesslichen Erlebnissen belohnt. Wenn du dich an die örtlichen Verhaltensregeln hältst und auf deine Sicherheit achtest, kannst du unnötigen Stress vermeiden und deine Islandreise in vollen Zügen genießen.
Ist es sicher, im Winter in Island Auto zu fahren?
Sind Vulkanausbrüche in Island für Touristen gefährlich?
Ist Island wirklich teuer?
Brauche ich für Island eine Reiseversicherung?
Kann ich Island besuchen, ohne ein Auto zu mieten?
Wann ist die günstigste Reisezeit für Island?
Wie viele Tage brauche ich wirklich für Island?
Kann ich in Island überall mit meiner Kreditkarte bezahlen?
Ist Island inzwischen überlaufen?
Sind die Nordlichter im Winter garantiert zu sehen?
Welche Fehler werden deiner Meinung nach bei einer Island-Reise am häufigsten unterschätzt? Teile deine Erfahrungen oder Fragen unten in den Kommentaren!
I was the Content Manager at Guide to Iceland from 2013 to 2018, and now run the creative studio Huldufugl while working as a freelance writer. I’m passionate about storytelling, Icelandic culture, and creating thoughtful experiences through words and visuals.


