Best Winter Activities in Iceland

Wann ist in Island Winter? Welches sind die besten Aktivitäten im Winter in Island? An welchen Winteraktivitäten kann ich teilnehmen?

Der Winter in Island ist recht kalt. Bekannt ist er aber vor allem für die Nordlichter. Die Erde unter Island ist heiß, und der von Mexiko kommende Golfstrom wärmt das Land auf und sorgt für ein eher gemäßigtes Klima. Also auch wenn der Name Island (engl. Iceland) auf Eis hindeutet, wird es nicht so kalt, wie man es für einen Ort so weit im Norden erwarten würde.

Der Winter 2016/2017 gilt als der wärmste Winter seit 150 Jahren. Nach dem schneereichen Winter im vergangenen Jahr war dieses Jahr bisher leider noch nicht viel Schnee zu sehen...

Die offizielle Wintersaison in Island geht von September bis April. Im September/Oktober ist aber Herbst und im April/Mai ist Frühling. In diesen Monaten sind die Straßen frei und Schnee gibt es normalerweise nur auf den Bergen. Es kann aber windig und regnerisch sein. Die Temperaturen liegen zwischen 2 und 10 °C.

Der tiefste Winter, von November bis Februar, zeigt sich meist mit viel Schnee, Eis und Sturm. Zwischendrin gibt es immer wieder sonnige Tage mit sehr klarer Sicht. An diesen Tagen sind die Bedingungen auf den Straßen nicht die besten, und auf Landstraßen (insbesondere im Osten und entlang der Westfjorde) sollten sich nur geübte Fahrer wagen, die Erfahrung mit schwierigen winterlichen Wetterverhältnissen und vereisten Straßen haben.

Die Temperaturen liegen zwischen -10 und 5 °C. Allerdings kann die gefühlte Kälte, auch Windchill genannt, weit unter diesen Temperaturen liegen. Pack dich also warm ein!



Snow in Reykjavík



Außer den Nordlichtern oder dem Besuch von Sehenswürdigkeiten bietet Island noch jede Menge spannender Aktivitäten! Eine Zusammenstellung der besten Touren findest du in diesem Island-Winterpaket. Es beinhaltet einen Besuch in einer Eishöhle, die Ausschau nach den Nordlichtern, eine Tour zum Golden Circle und den Eintritt ins Geothermalbad Blaue Lagune.

Im Folgenden findest du eine Liste der besten Winteraktivitäten in Island.

Natürliche Eishöhlen in isländischen Gletschern

Ice cave in Vatnajökull

Zu den besonders beeindruckenden und einzigartigen Attraktionen der Natur in Island gehören die natürlichen Eishöhlen. Jedes Jahr im Winter bilden sich im Gletscher Vatnajökull – dem größten Gletscher Europas – Eishöhlen, die im Sommer wieder schmelzen und zusammenfallen. Das macht jede Eishöhle einzigartig. Die Höhlen sind unterschiedlich groß und verschieden geformt. Manchmal gibt es viele Höhlen, manchmal nur wenige. Alle sind aber zauberhaft und strahlen in unglaublich schönem Blau!

Natural blue ice cave in Iceland

Da es diese Eishöhlen nur im Winter zu sehen gibt, stehen sie auf unserer Empfehlungsliste für Winteraktivitäten in Island ganz oben! Die Höhlen sind nur von November bis März zugänglich.

Vatnajökull befindet sich im südöstlichen Teil von Island in der Nähe der Stadt Höfn. Von Reykjavík fährt man mit dem Auto 5 bis 6 Stunden (all die Zwischenhalte zum Bestaunen von Wasserfällen und Vulkanen nicht eingerechnet). Wenn du also mit dem Auto von Reykjavík kommst, solltest du WENIGSTENS zwei Tage einplanen. Ist die Zeit zu knapp, gibt es die Möglichkeit einer Tagestour mit dem Flugzeug zu den Eishöhlen.

Bei eigener Anreise zum Ausgangspunkt kannst du an dieser Eishöhlen-Tour teilnehmen. Eine Alternative bietet diese 3-tägige Mietwagen-Winterreise.



Die Nordlichter in Island

Auroras over Jökulsárlón glacier lagoon

Die Nordlichter sind atemberaubend schön – sofern man das Glück hat, sie zu sehen. Sie sind ganz unterschiedlich stark und nur bei klarem Himmel sichtbar. Viele Leute kommen wegen dieser beeindruckenden Lichter nach Island. Das kann man wirklich gut verstehen. An einem klaren Tag sieht man die Lichter in verschiedenen Farben – weiß, grün, rosa und violett – am Himmel tanzen.

Da es für die Nordlichter keine Garantie gibt, betrachten wir sie gern als Bonus im Rahmen einer anderen großartigen Tour. Die Wahrscheinlichkeit für Nordlichter steigt aber, je länger du dich im Land aufhältst. Wenn du die Nordlichter also unbedingt sehen willst, solltest du mindestens eine Woche in Island bleiben.

Sieh dir diese 7-tägige Nordlichter-Tour mit Mietwagen an.



Ein Bad in den Thermalquellen von Island

Relaxing in the Blue Lagoon

Winter in Island bedeutet nicht nur Eis und Schnee! In den Thermalquellen kann man das ganze Jahr über baden, und im Winter ist es ein ganz besonderes Erlebnis. Zu den bekanntesten Geothermalbädern in Island gehört die Blaue Lagune – neben dem Golden Circle eine der beliebtesten Attraktionen für Islandbesucher. Die Reise zur Blauen Lagune wird oft mit weiteren Aktivitäten wie Sightseeing oder Reiten kombiniert. Weil der internationale Flughafen Keflavík ganz in der Nähe ist, wird das Bad häufig auf dem Weg vom oder zum Flughafen besucht. Die Touren zur Blauen Lagune findest du hier.

Es gibt jede Menge weiterer Thermalbäder, darunter die Secret Lagoon in der Nähe der Stadt Flúðir. Die Secret Lagoon befindet sich in einem Geothermalgebiet und ist eines von Islands ältesten Schwimmbädern. Anstatt zum Schwimmen geht man aber heutzutage eher dorthin, um auf dem Wasser zu liegen („floaten“) und zu entspannen. Eine Aurora-Floating-Tour in der Secret Lagoon findest du hier.

Mývatn Nature Baths in Iceland

(Bild von: Myvatn Sightseeing and Hot Springs Tour from Akureyri)

Ähnlich reizvoll wie die Blaue Lagune im Süden sind im Norden die Naturbäder in Mývatn. Sie sind nicht so stark besucht und liegen in wunderschöner Umgebung. Der nahegelegene See Mývatn ist einer von Islands Schätzen. Es gibt dort unglaublich viel zu sehen, z.B. beeindruckende Felsformationen und Krater. Hier findest du eine Tagestour von Reykjavík zum See Mývatn mit dem Flugzeug und hier eine 7-tägige Wintertour in den Norden mit eigenem Auto.

Die Fontana-Geothermalbäder befinden sich in der Nähe des Sees Laugarvatn auf dem Weg zum Golden Circle und sind die perfekte Ergänzung zum Golden Circle. Sie sind besonders für ihre Dampfbäder bekannt, die unmittelbar über einer dampfenden Thermalquelle errichtet wurden. Außerdem gibt es einen Pool mit Blick über den See. Hier kannst du eine Tour zum Golden Circle und zu den Fontana-Geothermalbädern buchen.

Neben den Thermalquellen gibt es zahlreiche weitere Schwimmbäder in Island, die alle über wenigstens ein, wenn nicht mehrere Dampfbäder verfügen. Fast jede kleine Stadt hat ein Schwimmbad, und Reykjavík hat viele Schwimmbäder. Sie sind eine preisgünstigere Alternative zu den Naturbädern und man trifft dort viele Einheimische, von denen einige jeden Tag dort sind.

Hier erfährst du etwas über die 5 besten Thermalquellen in Island, die sich in der Natur befinden, aber nicht mit Duschen oder Umkleideräumen ausgestattet sind.

Gletscherwandern in Island

Glacier hiking in south Iceland(Bild von: Gletscherexpedition auf dem Sólheimajökull)

Von den vielen Gletschern in Island sind Vatnajökull, Langjökull, Hofsjökull und Mýrdalsjökull die größten. Der Hofsjökull ist am schwersten zu erreichen, weil er sich im Landesinneren befindet. Die anderen sind aber recht gut zugänglich. Die meisten Eiswanderungen werden auf der Gletscherzunge Sólheimajökull angeboten, die zum Gletscher Mýrdalsjökull gehört. Auf den anderen Gletschern kann man auch wandern gehen, aber normalerweise nur im Sommer.

Selbst an einem sonnigen und klaren Tag musst du dich warm anziehen und zusätzliche Kleidung mitnehmen. Das Wetter kann sich schnell ändern, und oben auf dem Gletscher kann es ganz schön kalt werden! Zieh also gute (knöchelhohe) Wanderstiefel an. Eventuell kannst du dir auch Stiefel ausleihen. Du bekommst Steigeisen, die du an den Stiefeln befestigst, um auf Schnee und Eis besseren Halt zu haben.

Glacier hiking in Iceland

(Bildquelle Xiaochen Tian)

Gletscher sind dicke Eisschichten auf Bergen, die auch im Sommer nicht schmelzen. Im Winter ist das Eis manchmal von Schnee bedeckt. Gletscher sind ständig in Bewegung, kriechen weiter, schmelzen und hinterlassen atemberaubend schöne Landschaften! Du wirst Eis und Schnee sehen, aber auch viel Sand, Asche oder aus Eis entstandene Felsen, die das Eis wie eine bemalte Leinwand aussehen lassen. Das Eis kann auch tiefe Risse haben und unter dem Schnee können sich Gletscherspalten verbergen. Halte dich deshalb unbedingt an den Guide, denn er kennt den Gletscher und das Gebiet gut und kann die Teilnehmer auf einer sicheren Route entlang führen.

Wenn du beeindruckende Landschaften sehen willst, die man sonst auf der Welt nicht so leicht findet, solltest du auf jeden Fall an einer Gletscherwanderung teilnehmen! Du kannst sogar das Gletscherklettern mit einem Eispickel ausprobieren.



Schneemobilfahren in Island

Snowmobiling across Langjökull glacier in Iceland(Bild von: Schneemobil-Tour vom Gullfoss Wasserfall)

Auf den Gletschern Langjökull und Mýrdalsjökull kann man das ganze Jahr über Schneemobil fahren. Bei den meisten Schneemobiltouren hast du etwa eine Stunde Zeit, um mit dem Motorschlitten oben auf dem Gletscher entlang über verschneite Flächen zu rasen. An sonnigen Tagen kannst du dabei spektakuläre Ausblicke genießen. Wenn du auf Action mit Adrenalinschub stehst, ist das die richtige Tour für dich. Aber auch wenn du es langsamer angehen möchtest, wirst du deine Freude haben, denn du kannst das Schneemobil komplett selbst steuern. Es ist eine großartige Gelegenheit, den Kamm eines Gletschers zu erkunden, die winterliche Landschaft zu bestaunen und Spaß zu haben.

Viele Schneemobiltouren auf Langjökull können mit dem Golden Circle kombiniert werden – ein perfekter Tagesausflug, wenn du Island zum ersten Mal besuchst!

Schneemobiltouren werden nicht nur in der Nähe des Golden Circle angeboten. Du kannst z.B. auch im Südosten an einer Schneemobil-Tour auf dem Vatnajökull teilnehmen.



Schnorcheln und Tauchen in Island

Schnorcheln und Tauchen zählen ja nicht gerade zu den gängigen Winteraktivitäten. In Island ist das aber das ganze Jahr über möglich. Der bekannteste Ort für Taucher ist Silfra, eine kristallklare Felsenschlucht im Þingvellir-See. Dort kannst du zwischen den Kontinenten entlang tauchen oder schnorcheln und bis 120 Meter weit sehen!

Es macht keinen großen Unterschied, ob du im Sommer oder im Winter dort tauchst, denn die Wassertemperatur in Silfra bleibt das ganze Jahr über konstant bei nur etwa 2 °C. Deshalb solltest du einen Trockentauchanzug tragen, damit dir trotz des frostigkalten Wassers nicht kalt wird. Wer es sich zutraut, kann auch in einem dicken Neoprenanzug (Wetsuit) tauchen.



Ski- und Snowboardfahren in Island

Ski in the remote Westfjords of Iceland!

(Bild von: Kvíar Ski Lodge)

Überraschenderweise sind Ski- und Snowboardfahren in Island nicht besonders verbreitet, jedenfalls nicht Reykjavík. Der Grund: Es gibt nicht genug Schnee!

In Island fällt zwar jedes Jahr eine ganze Menge Schnee, aufgrund des gemäßigten Klimas schmilzt der Schnee aber alle paar Tage wieder weg und es bleibt einfach nicht genug für eine zuverlässige Skisaison. Hinzukommt, dass das Wetter manchmal so schlecht – vor allem windig – ist, dass die Skigebiete gar nicht erst öffnen können.

Es gibt dennoch eine Reihe von Skigebieten im ganzen Land. Die Skigebiete von Reykjavík heißen Bláfjöll und Skálafell und das in Akureyri heißt Hlíðarfjall. In Ísafjörður gibt es 2 Täler: Tungudalur und Seljalandsdalur. Im östlichen Teil des Landes gibt es das Skigebiet Oddsskarð. Außerdem gibt es Skigebiete in Dalvík, Húsavík, Ólafsfjörður, Sauðárkrókur, Siglufjörður und Stafdalur.

Die Preise sind in allen Skigebiete relativ günstig. Ein Tagespass in Bláfjöll kostet 3250 ISK (plus weitere 1000 ISK für eine wiederverwendbare „Hard Card“. Bei Rückgabe der Hard Card erhältst du 500 ISK zurück.) Außerdem werden Pässe für 1, 2 oder 3 Stunden angeboten. Die Rückfahrkarte für den Bus kostet 1700 ISK ab der Olís-Tankstelle in Mjódd (Reykjavík). Du kannst auch mit einem Mietwagen selbst dorthin fahren. Die Fahrtzeit beträgt ab Reykjavík etwa 30 Minuten.

Das Skigebiet von Reykjavík gehört zu den größten (neben dem von Akureyri), ist aber nicht unbedingt das beste. Der einfache Grund dafür ist, dass es in anderen Teilen des Landes mehr Schnee gibt. An zahlreichen Tagen der Saison ist dieses Skigebiet mangels Schnee geschlossen.

Auf der Webseite für Skigebiete in Island kannst du dich immer aktuell über die Skibedingungen im Winter informieren.

Sightseeing in Island

Diamond Beach in Iceland

Der Golden Circle, die Südküste, die Halbinsel Reykjanes, die Halbinsel Snæfellsnes und Akureyri sind im Winter alle gut zu erreichen und bequem ab Reykjavík in Tagestouren zu erkunden. Wenn du bis zur Gletscherlagune Jökulsárlón kommen möchtest, solltest du zwei Tage einplanen.

Der östliche Teil des Landes ist abgelegener und tiefer verschneit. Du solltest dort im Winter besser nicht mit dem Auto hinfahren. Die Westfjorde sind das abgelegenste Gebiet Islands. Die zahlreichen Bergpässe dort sind im Winter oft geschlossen und Schnee- und Eismengen erschweren das Fahren erheblich.

Das isländische Hochland ist im Winter für den Verkehr komplett geschlossen.

The geyser Strokkur erupting

Der Golden Circle besteht aus dem Nationalpark Þingvellir, dem Geothermalgebiet Geysir mit dem alle paar Minuten ausbrechenden Strokkur sowie dem „Goldenen“ Wasserfall Gullfoss.

Gullfoss ist im Winter besonders beeindruckend. Umgeben von Eiszapfen donnert das Wasser durch die dicken Eisschichten! Wie kalt es auch sein mag, der Strokkur speit zuverlässig sprudelnd heißes Wasser in die Luft. Und der Nationalpark Þingvellir – von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt – ist wunderschön und hat eine ereignisreiche Geschichte.



Auf der Halbinsel Reykjanes befinden sich der internationale Flughafen Keflavík, die Blaue Lagune und Reykjavík. Deshalb lässt sich bequem mit dem Auto erkunden, was diese Halbinsel noch alles zu bieten hat: zum Beispiel die Geothermalgebiete Krýsuvík und Gunnuhver, die Brücke zwischen den Kontinenten, interessante Städte, Museen und Höhlen!

Touren auf der Halbinsel Reykjanes findest du hier, du kannst dich aber auch mit einem Mietwagen auf den Weg machen.

Ice blocks at the Diamond Beach

Die Südküste hat die wunderschönen Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss zu bieten und verwöhnt dich mit dem schwarzen Sandstrand Reynisfjara, den malerischen Reynisdrangar-Felsen, Lavafeldern, Vulkanen, Gletschern, der Gletscherlagune Jökulsárlón und dem nahegelegenen Diamond Beach. Du kannst im Mietwagen die Südküste entlang fahren oder dir hier eine Südküstentour aussuchen. 



Silvester in Island

New Year's Eve in Reykjavík

Wenn du Silvester in Island verbringst, kannst du dich auf viel Feuerwerk gefasst machen!

Die Isländer treffen sich an Silvester gern mit ihrer Familie oder mit Freunden zum Abendessen. Anschließend gehen sie nach draußen, um die großen Feuer zu sehen, die die ganze Stadt erleuchten. Danach schauen sich die meisten eine Comedy-Show im Fernsehen an, bei der isländische Schauspieler und Komiker sich über die Ereignisse des vergangenen Jahres lustig machen. Dann geht es endlich raus und es werden tonnenweise Feuerwerksraketen in den Himmel geschickt! In Reykjavík gibt es an jeder Ecke Feuerwerk und die leuchtenden Funken sprühen in jede Richtung – vor und auch noch nach Mitternacht.

Am Silvesterabend kann es schwierig werden, in einem Restaurant Platz zu finden. Frühzeitige Reservierungen sind ratsam.