Entdecke alles, was du über eine Reise nach Island im September wissen musst – vom Wetter und den Tageslichtstunden bis hin zu den besten Aktivitäten und Touren. Mit weniger Touristen, leuchtenden Herbstfarben und der Rückkehr dunkler Nächte ist der September eine der schönsten Zeiten, um Island zu erleben.
Der September ist eine unterschätzte Nebensaison in Island und bietet eine perfekte Balance aus milden Bedingungen und saisonalen Highlights. Viele Sommeraktivitäten sind weiterhin möglich, darunter Mietwagenreisen, Sightseeing-Ausflüge und Wandertouren. Gleichzeitig kehren die dunklen Nächte zurück und eröffnen die ersten Chancen, die Nordlichter in Island zu jagen.
Warum du unseren Inhalten vertrauen kannst
Guide to Iceland ist die vertrauenswürdigste Reiseplattform in Island und hilft jedes Jahr Millionen von Besuchern. Alle unsere Inhalte werden von lokalen Experten verfasst und geprüft, die Island bestens kennen. Du kannst dich auf genaue, aktuelle und verlässliche Reisetipps verlassen.
Da Unterkünfte im September weiterhin sehr gefragt sind, empfiehlt es sich, dein Hotel in Island frühzeitig zu buchen – besonders, wenn du außerhalb von Reykjavik unterwegs bist. Es ist eine großartige Zeit, um das Land zu erkunden. Du kannst an geführten September-Touren teilnehmen oder ein günstiges Auto mieten, um flexibel nach deinem eigenen Zeitplan zu reisen.
Bevor du deine Reisepläne finalisierst, ist es hilfreich zu wissen, was dich bei einer Islandreise im September erwartet. Im Folgenden findest du Infos zum Wetter, praktische Reisetipps, Empfehlungen für Aktivitäten und alles, was du für einen unvergesslichen Island-Trip im September brauchst.
Das Wichtigste auf einen Blick
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September ist Nebensaison mit weniger Touristen und guter Straßenlage.
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Viele Sommertouren und Aktivitäten sind weiterhin verfügbar.
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Mit den dunkleren Nächten steigt die Chance, Nordlichter zu sehen.
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Mietwagenreisen sind weiterhin problemlos möglich – auch auf der Ringstraße und in vielen abgelegenen Regionen.
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Eine frühzeitige Buchung von Unterkünften und beliebten Touren wird empfohlen.
Wetter in Island im September
Das Wetter im September markiert den Übergang vom Sommer zum Herbst in Island. Die Bedingungen sind meist mild, aber wechselhaft – mit einer Mischung aus klaren Tagen, Regen und Wind. Die durchschnittliche Temperatur im September liegt bei etwa 8,5°C, mit Tageshöchstwerten um 11°C und nächtlichen Tiefstwerten um 6°C.
Ab September ziehen Tiefdruckgebiete über Island, die vor Ort als „haustlægð“ oder Herbstdepressionen bekannt sind. Sie bringen zeitweise starke Winde und kräftigen Regen, besonders gegen Monatsende. Daher kann es während deines Aufenthalts zu Wetterwarnungen kommen.
Die Wetterbedingungen in Island können je nach Region stark variieren – Reykjavik ist oft etwas wärmer als exponierte Gebiete.
Trotz zunehmender Wetterwechsel eignet sich der September hervorragend für Outdoor-Aktivitäten wie Sightseeing, Wandern, Gletschertouren und Tierbeobachtungen. Mit dem Zwiebelprinzip und der richtigen Ausrüstung – insbesondere wasserdichter Kleidung – bleibst du unterwegs angenehm trocken und warm.
Tageslicht im September
Im September kehren die dunklen Nächte nach Island zurück. Die Tage sind aber weiterhin hell und lang, sodass du sowohl fantastische Sonnenuntergänge in Rosa- und Lilatönen als auch strahlende Sonnenaufgänge erleben kannst. Mit den länger werdenden Nächten und dem dunkleren Himmel steigen die Chancen, im September die schwer fassbaren Nordlichter zu sehen.
Im September beträgt die durchschnittliche Tageslichtdauer in Island etwa 12,5 Stunden. Die Tage werden jedoch im Laufe des Monats kürzer. Am 1. September geht die Sonne um 6:11 Uhr auf und um 20:41 Uhr unter. Ende September liegt der Sonnenaufgang erst nach 7:30 Uhr, der Sonnenuntergang fast bei 19 Uhr. Insgesamt sinkt die Tageslichtdauer von 13,5 auf 11,5 Stunden.
Das heißt: Je näher das Monatsende rückt, desto größer wird deine Chance, im September Nordlichter in Island zu erleben.
Was du für Island im September einpacken solltest

Die Temperaturen in Island sind im September zwar noch mild, dennoch solltest du dich auf wärmere und kältere Tage einstellen. Hier ist die wichtigste Packliste für deinen Island-Trip im September:
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T-Shirts und eventuell eine kurze Hose
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Warme Schichten wie Fleece und Thermounterwäsche
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Wasser- und winddichte Jacke und Hose
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Stabile Wanderschuhe mit gutem Halt
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Warme Handschuhe und Mütze
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Woll- oder Thermosocken
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Sonnenbrille (gegen Blendung)
Zusätzliche Ausrüstung kannst du jederzeit in Island mieten. Auf der Einkaufsstraße Laugavegur in Reykjavik findest du viele hochwertige Outdoor-Shops, darunter das Kultlabel 66 North.
Autofahren in Island im September

Der September zählt zu den besten Monaten, um in Island Auto zu fahren. Die meisten Straßen im Land sind noch geöffnet – darunter die Ringstraße und die Routen entlang der Südküste, der Snaefellsnes-Halbinsel, des Goldenen Kreises und der Westfjorde. Der Verkehr ist weniger dicht als im Hochsommer – ideal für einen entspannten und landschaftlich reizvollen Roadtrip.
Die Hochlandstraßen bleiben meist bis Mitte oder Ende September offen, je nach Wetterlage. Wenn du abgelegene Gebiete oder F-Straßen erkunden möchtest, solltest du täglich den Straßenzustand prüfen und dich auf kurzfristige Sperrungen gegen Monatsende einstellen.
Außerhalb des Hochlands sind winterliche Bedingungen im September selten, Schnee beschränkt sich meist auf die Berggipfel.
Standard-Mietwagen reichen für die meisten Strecken im September aus. 4x4-Fahrzeuge werden empfohlen, wenn du auf Schotterstraßen oder in abgelegene Regionen fahren möchtest. Da die Tage gegen Monatsende kürzer werden, ist eine gute Routenplanung wichtig, damit du genug Zeit für Fahrten und Besichtigungen vor Einbruch der Dunkelheit hast.
Nordlichter im September entdecken
Die beste Zeit, um in Island Nordlichter zu sehen, ist zwischen September und April. Von Mai bis August ist der Himmel zu hell. Mit den dunkleren Nächten im September beginnt die Nordlichter-Saison und die Chancen auf Sichtungen steigen im Laufe des Monats.
Auch wenn Polarlichter über Reykjavik sichtbar sein können, sind die Bedingungen außerhalb der Stadt, fernab von Lichtverschmutzung, am besten. Geführte Nordlichter-Touren sind die zuverlässigste Option, da die Guides das Wetter und die Sonnenaktivität beobachten und dich zu den besten Orten bringen.
Du kannst auch Nordlichter-Hotels buchen, die weit entfernt von Lichtquellen liegen und einen Weckservice anbieten, falls die Lichter während deines Schlafs erscheinen.
Die Temperaturen sind im September noch mild genug, um die Aurora komfortabel zu beobachten – warme Kleidung ist für nächtliche Aufenthalte im Freien aber unerlässlich.
Preise & Besucherzahlen in Island im September

Da der September als Nebensaison gilt, kannst du von günstigeren Flugpreisen und weniger Andrang an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten profitieren. Die schönsten Orte Islands sind dann weniger überlaufen, was ein intensiveres Naturerlebnis ermöglicht.
Das Tourenangebot ist nach wie vor groß und du hast mehr Flexibilität als in den Sommermonaten.
Die 5 besten Aktivitäten in Island im September

Zu jeder Jahreszeit gibt es in Island Highlights, die du nicht verpassen solltest – wie die Sightseeing-Route des Goldenen Kreises, ein Bad in der Blauen Lagune oder die Erkundung von Reykjavik.
Das Wetter im September ist noch angenehm, daher gibt es einige Aktivitäten, die du dir für deinen September-Trip unbedingt vormerken solltest.
5. Erkunde das Innere eines uralten Vulkans
Als Land aus Feuer und Eis beherbergt Island über 300 Vulkane, von denen einige erwandert oder sogar von innen besichtigt werden können. Es gibt zahlreiche Vulkan-Touren bis Ende Oktober, aber ein echtes Highlight ist das Hinabsteigen in den Thrihnukagigur-Vulkan.
Die Magmakammer des uralten Thrihnukagigur-Vulkans ist von unglaublichen Farben durchzogen – ein einmaliges Erlebnis, das es so nur in Island gibt.
4. Beobachte Wale
Walbeobachtung ist zwar das ganze Jahr über möglich, doch im September – wenn der Sommer zu Ende geht – bietet sich die perfekte Gelegenheit, Wale zu beobachten, bevor es richtig kalt wird.
Dann hast du die Chance, die großen Zugwale zu sehen, die nur zwischen April und Oktober in Islands Gewässern zu finden sind. Am häufigsten triffst du auf Zwergwale, während Buckelwale mit ihren spektakulären Sprüngen und Flossenschlägen beeindrucken.
Du kannst eine Walbeobachtungstour ab Reykjavik unternehmen. Der beste Ort für Whale Watching ist jedoch die „Walhauptstadt Europas“, das Städtchen Husavik in Nordisland.
3. Fahre Kajak zwischen Eisbergen
Im September hast du die letzte Chance, in Island Kajak zu fahren. Kajakfahren ist eine tolle Möglichkeit, Islands Tierwelt hautnah zu erleben – besonders Seevögel, aber auch neugierige Robben können auftauchen.
Kajaktouren bieten dir die Freiheit, Islands Landschaften aus einer neuen Perspektive zu entdecken und die Stille auf dem Wasser zu genießen. Und: Kajakfahren macht einfach Spaß!
Besonders beliebt ist das Kajakfahren auf der Gletscherlagune Jökulsarlon – umgeben von treibenden Eisbergen.
Wenn du Lust auf ein besonderes Abenteuer hast, solltest du eine Kajaktour in der Breidafjördur-Bucht entlang der Snaefellsnes-Halbinsel unternehmen – mit Stopp am malerischen Berg Kirkjufell.
2. Wandere über eindrucksvolle Gletscher
Nirgendwo auf der Welt kannst du besser Gletscherwandern als in Island. Gletscherwanderungen werden das ganze Jahr über angeboten und es gibt mehrere Gletscher in Island, auf denen du wandern kannst – der größte ist der Vatnajökull, der größte Gletscher Europas.
Du kannst an einer dreistündigen Gletscherwanderung auf dem Vatnajökull ab dem Skaftafell-Nationalpark teilnehmen und die Eiswelt hautnah erleben. Ein weiterer beliebter Gletscher ist der Svinafellsjökull, der näher an Reykjavik liegt.
Eine weitere Möglichkeit, die weiten Schneeflächen zu entdecken, sind geführte Schneemobil-Touren, wie zum Beispiel diese Schneemobil-Tour auf dem Langjökull – ein echtes Abenteuer!
Für die meisten Eishöhlen in Island ist es im September hingegen noch zu früh: Die Temperaturen sind zu hoch und die Höhlen noch nicht stabil. Die Katla-Eishöhlentour ist jedoch auch im September möglich – ein unvergessliches Erlebnis für alle, die in einen Gletscher eintauchen möchten.
1. Entspanne dich in einer heißen Quelle

Der September ist ideal, um Islands heiße Quellen und Bäder zu genießen – die kühle Luft sorgt für einen tollen Kontrast zum warmen Wasser.
Die Blaue Lagune ist ein ikonischer Stopp auf dem Weg zum Flughafen Keflavik, während die Sky Lagoon ein modernes Spa-Erlebnis direkt außerhalb des Zentrums von Reykjavik bietet.
Die Hvammsvik Hot Springs liegen am Hvalfjördur und sind von Bergen und Meer umgeben. Sie bieten ein naturnahes Erlebnis. Im Gebiet des Goldenen Kreises bietet die neu eröffnete Laugaras Lagoon eine malerische Option für alle, die Islands berühmteste Route erkunden.
Einige heiße Quellen sind ohne Mietwagen nur schwer erreichbar, aber geführte Hot-Spring-Touren erleichtern die Planung. Islands geothermische Schwimmbäder findest du im ganzen Land – sie sind eine günstige und authentische Möglichkeit zum Entspannen und verfügen oft über Hot Pots und Saunen.
Die besten Reiseziele in Island im September
Die berühmte Ringstraße ist grundsätzlich das ganze Jahr über befahrbar (außer bei starkem Schneesturm). Doch je näher der Winter rückt, desto schwieriger wird das Reisen auf der Hauptstraße.
Im September ist es aber noch relativ einfach, die Ringstraße zu befahren und den Goldenen Kreis, die Snaefellsnes-Halbinsel, den Myvatn-See und die Südküste zu besuchen – selbst mit einem kleinen Mietwagen.
Wenn du diese gute Erreichbarkeit nutzen möchtest, sind das die Top-Reiseziele im September:
Südküste & Gletscherlagune Jökulsarlon
Eine der beliebtesten Routen ist die Straße entlang der Südküste. Viele der berühmtesten und einzigartigsten Sehenswürdigkeiten Islands liegen direkt an der Strecke, darunter die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skogafoss, der Eyjafjallajökull, der Myrdalsjökull und der schwarze Sandstrand Reynisfjara bei Vik.
Es gibt zahlreiche tolle Touren entlang der Südküste. Wenn du genug Zeit hast, solltest du unbedingt die Gletscherlagune Jökulsarlon einplanen. Im September hast du eine der letzten Gelegenheiten, eine Bootsfahrt auf der Lagune zu machen und die riesigen Eisberge aus nächster Nähe zu bestaunen.
Das Hochland

Sofern kein früher Schneefall einsetzt und es nicht sehr regnerisch ist, bleiben die wichtigsten F-Straßen in Island (Hochlandstraßen) bis Mitte oder Ende September geöffnet. Dadurch hast du noch die Möglichkeit, viele Teile des Hochlands zu besuchen, die im Winter unzugänglich sind.
Wenn du selbst fährst, kannst du einige der schönsten Orte im Hochland entdecken. Fahre zum Beispiel zu den bunten Rhyolithbergen von Landmannalaugar und bade in einer natürlichen heißen Quelle oder übernachte in der Highland Base, um das beeindruckende Kerlingarfjöll-Gebirge zu erkunden.
Alternativ kannst du geführte Hochlandtouren im Superjeep buchen und abseits der bekannten Wege Islands versteckte Schätze entdecken.
Es ist die letzte Gelegenheit, im Hochland zu wandern und die Herbstfarben zu genießen, bevor das Gebiet bis zum nächsten Sommer schließt.
Die Westfjorde

Die Straßen in die Westfjorde – eine der schönsten, aber oft übersehenen Regionen Islands – sind im September noch gut befahrbar. Sich im Zickzack durch die Fjorde zu schlängeln, ist schon ein Erlebnis für sich, ganz zu schweigen von der unberührten Schönheit der dramatischen Landschaften.
Viele Straßen in den Westfjorden sind Schotterpisten, für die du ein Allradfahrzeug benötigst – denk also daran, wenn du eine Mietwagenreise im Herbst planst.
Im September kannst du noch den atemberaubenden Dynjandi, einen der schönsten Wasserfälle Islands, sowie die Latrabjarg-Klippen, die größten Seevogelklippen des Landes, besuchen, bevor die Straßen für den Winter gesperrt werden.
Festivals in Island im September

Im Herbst füllt sich der isländische Kulturkalender mit Kunst-, Musik- und Filmfestivals im ganzen Land. Im September findest du einige der wichtigsten Festivals in der Hauptstadt und eines nur eine kurze Autofahrt entfernt auf der Reykjanes-Halbinsel.
Drei der vier hier vorgestellten Festivals finden in Reykjavik statt. Wenn du also wissen möchtest, was du im September in Reykjavik unternehmen kannst, lies weiter.
- Mehr dazu: Top 20 Festivals in Island
Ljosanott – das Lichterfest
Wenn die hellen Sommertage den dunklen Herbstnächten weichen, feiern die Menschen in Keflavik auf der Reykjanes-Halbinsel das Ljosanott, das Lichterfest, und zelebrieren damit das Licht in der Dunkelheit.
Das Lichterfest Ljosanott ist eine jährliche Veranstaltung, die am ersten Septemberwochenende stattfindet. Sie bietet Gästen einen Einblick in die lokale Kultur dieser für ihre Musik- und Kunstszene bekannten Stadt. Es zählt zu den besten Aktivitäten in Keflavik.
Künstler präsentieren ihre Werke in der ganzen Stadt und öffnen ihre Galerien und privaten Ateliers für Besucher. An verschiedenen Orten treten isländische Musiker auf. Die Gäste können eine herzhafte, traditionelle isländische Kjotsupa-Fleischsuppe genießen, eine Sammlung klassischer Autos bestaunen und verschiedene Fahrgeschäfte ausprobieren.
Mutige Kinder können die Höhle der Riesin besuchen, in der eine große Trollfrau schläft – aber sei vorsichtig, damit du sie nicht aufweckst!
Das Hauptereignis findet am Samstag in der Abenddämmerung statt, wenn die Menschen in Keflavik die Lichter einschalten und die Bergid – die Klippen über dem Hafen der Stadt – erleuchten. Die Nacht endet mit einem fantastischen Feuerwerk.
Reykjavik International Film Festival – RIFF
Das Reykjavik Film Festival (RIFF) findet jedes Jahr Ende September statt und zeigt in nur 11 Tagen rund 100 Filme aus über 40 Ländern.
Das Festival präsentiert ein breites Spektrum an Filmen in verschiedenen Kategorien. In der Kategorie „New Vision“ werden aufstrebende Filmemacher präsentiert, „Icelandic Panorama“ zeigt Werke der talentiertesten Regisseure Islands und in „Focus On“ wird die Filmgeschichte eines ausgewählten Landes in den Mittelpunkt gerückt.
Die Vorführungen finden hauptsächlich im Arthouse-Kino „Bio Paradis“ statt, besondere Events werden jedoch in ganz Reykjavík veranstaltet. So hast du beispielsweise die Möglichkeit, ein symphonisches Filmkonzert in der Harpa-Konzerthalle zu erleben oder das „Swim-in Cinema“ im beheizten Hallenbad des historischen Sundhöllin besuchen.
Kulturelle Aktivitäten im September
Die faszinierende isländische Landschaft hat die Kultur des Landes maßgeblich geprägt, und im September werden einige der ältesten Traditionen lebendig: berjamó und réttir.
Berjamó – Beerensammeln

Eines der beliebtesten Hobbys der Isländer im September ist das Beerensammeln, das „berjamó“ genannt wird. Bei dieser alten Tradition machen sich Familien oder Einzelpersonen aus der Stadt auf den Weg, um die wild wachsenden Beeren zu pflücken.
Diese Aktivität ist überraschend entspannend: Man sitzt in unberührter Natur, hört nur das leise Ploppen der Beeren im Behälter und mit etwas Glück das Krächzen eines Raben in der Ferne.
In den moosbedeckten Lavafeldern wachsen vor allem Krähenbeeren, die in Island am häufigsten vorkommende Beerensorte. Diese frischen, leicht herben Beeren werden seit Jahrhunderten für isländische Desserts und Säfte verwendet.
Weitere Beeren, die du hier findest, sind Blaubeeren und Heidelbeeren – saftige, blau gefärbte Beeren, die oft mit Skyr, einem der typischsten isländischen Lebensmittel, kombiniert werden.
Die Isländer stellen aus den gesammelten Beeren verschiedene Marmeladen, Kuchen und Säfte her. Wenn du nur kurz zu Besuch bist und keine eigene Marmelade zubereiten kannst, genieße die frischen Beeren einfach mit Vanille-Skyr oder als gesunden Snack.
Réttir – Schaf- und Pferdeabtrieb

Im September verlassen die Papageientaucher das Land und ziehen nach Süden, während die Islandmöwe Mitte des Monats aus ihren Brutgebieten in Kanada und Grönland zurückkehrt. Etwa zur gleichen Zeit zieht es viele Isländer aufs Land, um an einer der ältesten Traditionen des Landes teilzunehmen: dem jährlichen Schafabtrieb.
Isländische Schafe streifen im Sommer frei durch die Landschaft und fressen frisches Gras und Kräuter in der Wildnis. Jeden September laden die Bauern Familie, Freunde und manchmal auch Fremde ein, um die Schafe aus den Bergen zusammenzutreiben.
Die Hirten gehen zu Fuß oder reiten auf Islandpferden, um die Schafe mit Hilfe der treuen Isländischen Schäferhunde einzusammeln. Anschließend werden die Schafe zum Sortierpferch getrieben, wo das große Sortieren und Feiern beginnt. Die Lämmer werden im Frühjahr markiert, damit ihre Besitzer sie im September wiedererkennen können.
Im Norden Islands gibt es eine lange Tradition der Zucht und Ausbildung von Islandpferden. Der Pferdeabtrieb beginnt Ende September oder Anfang Oktober.
Der sogenannte Réttir-Abtrieb ist Teil einer jahrhundertealten Tradition. Bevor es Straßen gab, lebten die Familien weit verstreut und hatten kaum Kontakt zueinander. Réttir war eine der wenigen Gelegenheiten im Jahr, bei denen sich die Bauernfamilien trafen. Hier wurden Pferde oder Schafe gehandelt, Streitigkeiten beigelegt und junge Paare verkuppelt.
Auch heute ist es ein fröhliches Fest, das oft mit einem réttarball endet. Dabei feiern Freunde und Familien mit Musik und geselligem Beisammensein.
Wenn du im September durchs Land fährst, solltest du mit Schafen und Pferden auf den Straßen rechnen – und mit etwas Glück wirst du vielleicht sogar zu den Feierlichkeiten eingeladen.
Warum der September eine großartige Reisezeit für Island ist

Der September bietet eine seltene Balance aus Zugänglichkeit, jahreszeitlichem Wandel und Flexibilität für Reisende. Mit offenen Straßen, weniger Menschenmassen und vielen noch möglichen Sommeraktivitäten ist es die ideale Zeit, um Islands Landschaften in aller Ruhe zu erkunden. Gleichzeitig kehren die dunkleren Nächte zurück und bieten die ersten Chancen der Saison, die Nordlichter zu sehen.
Ob du Mietwagenabenteuer unternimmst, um die Highlights der Ringstraße zu entdecken, an geführten Mehrtagestouren teilnimmst oder einen kürzeren Aufenthalt in einer bestimmten Region planst – der September ermöglicht es dir, deine Reise ganz nach deinen Interessen zu gestalten.
Für alle, die Island ohne den Trubel der Hochsaison oder winterliche Straßenverhältnisse erleben möchten, ist der September einer der lohnendsten Reisemonate.
Ist der September eine gute Zeit für Erstbesucher in Island?
Ist es im September einfach, in Island Auto zu fahren?
Kann ich im September in Island campen?
Ist der September in Island günstiger als der Sommer?
Kann ich im September das isländische Hochland besuchen?
Würdest du im September nach Island reisen? Haben wir alle deine Fragen zum Wetter im September in Island beantwortet? Was würdest du gerne erleben? Warst du schon einmal hier? Teile deine Gedanken gerne unten in den Kommentaren!

I’m Andri Gunnar Hauksson, a marketing specialist, travel writer, and copywriter from Keflavík who specializes in Icelandic travel, local culture, and destination storytelling. I’m an expert in the Reykjanes Peninsula and passionate about sharing the region’s volcanic landscapes, coastal scenery, hidden spots, and cultural history through engaging and informative content. Now based in downtown Reykjavík, I write about travel, music, culture, and local experiences while helping businesses communicate through clear, effective copywriting and marketing.






