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Häufig gestellte Fragen

Nord- und Polarlichter-Touren

Die Nordlichter zu sehen steht auf der Wunschliste vieler Reisenden - und in Island kann dieser Traum wahr werden. Die Nordlichter erscheinen, wenn der Himmel klar und dunkel genug ist, und die Nordlichter-Touren bringen dich fernab der störenden Lichter der Stadt, um dir das bestmögliche Schauspiel zu ermöglichen.

1. Was ist die beste Zeit um die Nordlichter zu sehen?

Du kannst die Nordlichter nur im Winter und bei klarem Himmel sehen. Es empfiehlt sich, die Stadt zu verlassen, um den störenden Lichtern zu entfliehen.

2. Welche Region eignet sich am besten um die Nordlichter zu sehen?

Nordisland und die Westfjorde haben im Winter die wenigsten Sonnenlicht-Stunden, also hast du dort noch mehr Zeit für eine Sichtung. Du kannst die Polarlichter jedoch überall im Land bei geeigneten Bedingungen sehen.

3. Gibt es eine Nordlichter-Garantie bei den Touren?

Nein, da die Nordlichter ein unberechenbares Naturphänomen sind, können Sichtungen leider nicht garantiert werden. Touranbieter bemühen sich, das Auftreten der Nordlichter bestmöglich zu kalkulieren.

4. Was passiert, wenn ich die Nordlichter während meiner Tour nicht sehe?

Wenn du an einer Tour teilgenommen hast gibt es leider keine Rückerstattung mehr, doch die meisten Anbieter ermöglichen dir kostenfrei eine zweite Tour. Bitte kontaktiere den Touranbieter für Details und eine zweite Buchung.

5. Was passiert wenn die Tour vom Anbieter abgesagt wird?

Du kannst die Tour auf einen anderen Tag verlegen oder eine Kostenrückerstattung erhalten.

6. Wie lange dauert eine Nordlichter-Tour?

Das kommt auf die gewählte Tour an. Bitte beachte die Tour-Details in der Kurzinfo.

7. Wird die Tour in einem großen Bus oder einem Minibus durchgeführt?

Wir haben ein vielfältiges Angebot an Touren und du kannst zwischen großen Bussen, Minibussen, Super-Jeeps oder sogar Booten wählen.

8. Kann ich im Sommer Nordlichter sehen?

Nicht im Hochsommer, aber es ist möglich, Nordlichter Ende August zu beobachten, wenn es bereits wieder dunkel wird.

9. Welche Farben haben die Nordlichter?

Die Nordlichter sind meistens grün, aber wenn sie besonders stark sind können sie auch lila, rot, pink, weiß oder blau erscheinen.

10. Warum kommen die Nordlichter in Island so häufig vor?

Island hat lange, dunkle Winter, die die perfekte Leinwand für die Polarlichter bieten. Außerdem liegt Island weit über der nördlichen 60° Breitenlinie, dem tiefsten Punkt, an dem die Lichter regelmäßig zu sehen sind.

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Was sind die Nordlichter?

Die Nordlichter, auch bekannt unter dem Namen Aurora Borealis, sind ein Phänomen, das in hohen geographischen Breiten entsteht, wenn Sonnenpartikel beim Eintritt in die Erdatmosphäre ionisieren. Am Nachthimmel sind sie als geheimnisvolle, schwebende Farbbänder zu sehen. Seit Jahrhunderten faszinieren diese 'Bänder' die Menschen und versetzen sie in ehrfürchtiges Staunen.

Die Polarlichter treten zwar das ganze Jahr über auf, allerdings ist es nur in den dunklen Winternächten möglich, sie mit bloßem Auge zu sehen. Da überrascht es nicht, dass die „Jagd“ auf die atemberaubenden Leuchterscheinungen zu den beliebtesten Aktivitäten während des isländischen Winters gehört. Es gibt eine Vielzahl von Touren zu den besten Plätzen für die Beobachtung der Aurora Borealis. So kann man z. B. eine preiswerte Northern Lights Bustour buchen, bei der man die störenden Lichter der Großstadt hinter sich lässt, oder bei einer Northern Lights Bootstour die Polarlichter auf dem offenen Meer erleben! Außerhalb Skandinaviens bieten nur wenige andere Orte, wie Alaska, Sibirien und Nordkanada, die Möglichkeit, die Aurora Borealis zu beobachten.

Moderne, wissenschaftliche Erklärungen für die Existenz der Nordlichter gibt es erst seit den 1880er Jahren. Damals entdeckten Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen dem rätselhaften Phänomen und der Sonnenaktivität. 70 Jahre später untermauerten weitere Forschungen diese Erkenntnis mit neuen Informationen über den ‘Sonnenwind’, mit dem Elektronen und Protonen zur Erde gelangen. Die aktuelle Weltraumforschung und ein größeres Verständnis für die Zusammenhänge zwischen dem All und unserer Erde versprechen auch heute noch weitere Enthüllungen über die Polarlichter.

Schon seit langem gehören die Nordlichter zum Leben der Skandinavier und haben einige der großartigsten und ältesten Geschichten der nordischen Mythologie geprägt.

Eine der bekanntesten ist die von Ragnarök, einer schicksalhaften Schlacht, die in der Zukunft geschlagen werden wird und der Prophezeiung zufolge die Erde mit Wasser überfluten und viele Götter das Leben kosten wird, darunter auch Odin, Thor und Loki. Nach Ragnarök soll die Welt wieder auferstehen und die alten Motive von Geburt, Tod und Wiedergeburt gestärkt daraus hervorgehen.

Für diese Schlacht ruft Odin, Herrscher von Asgard, seine wertvollsten Krieger, die Wallküren, zusammen. Das sind weibliche Kriegerinnen, die mit Speer und Schild bewaffnet auf Pferden reiten. Einige Sagen gehen davon aus, dass die Nordlichter Relexionen von der Rüstung der Wallküren sind.

Eine andere populäre Interpretation sagt, dass die Aurora die ‘Bifröst Brücke’ ist – eine Regenbogenbrücke, die verstorbene Krieger in die prächtigen und ruhmreichen Hallen von Walhalla führte.

Die isländischen Wikinger feierten die Erscheinung der Aurora und daran hat sich bis heute nichts geändert. So gibt es im Land aus Eis und Feuer zahlreiche Touren zu den Nordlichtern. Einige skandinavische Nachbarn hatten allerdings weniger Vertrauen.

Viele nordische Völker, so wie das indigene Finno-Ugrische Volk der Sámi, fürchteten die Erscheinung am Nachthimmel. Sie glaubten, bei den tanzenden grünen, roten und blauen Lichtbändern handelte es sich um die Seelen der Toten und darum achteten die Sámi sehr darauf, sich in der Nähe der Lichter immer respektvoll zu verhalten und nicht zu pfeifen, zu singen, zu reden oder ihnen gar zuzuwinken.

Es heißt, dass die, die diese Warnungen missachten, in den Himmel hinaufgetragen wurden und für immer zwischen den nachtaktiven Geistern gefangen waren. Angeblich ist dieser Mythos der Grund, warum auch heute noch einige Sámi nicht ins Freie gehen, wenn über ihnen die Nordlichter tanzen.

Das vielleicht schönste Gleichnis für die Aurora Borealis haben die Finnen: Sie glauben, dass die Lichter vom Polarfuchs erschaffen werden, welcher zufällig Islands einziges einheimisches Säugetier ist. Der finnische Name für die Polarlichter lässt sich als “Feuerfuchs” übersetzen und bezieht sich auf diesen magischen Fuchs, der sich so schnell über den Nachthimmel bewegt, dass sein Schwanz dabei die Berge berührt und riesige, farbenfrohe Funkenstürme losschlägt.

Eine weitere Version der Polarfuchslegende erklärt, warum die Lichter nur im Winter auftauchen: Statt Funken wirbelt der Fuchsschwanz Schneeflocken auf, die das Mondlicht reflektieren.

In Island glaubte man, dass die Lichter Geburtsschmerzen lindern konnten. Allerdings sollten werdende Mütter nicht direkt in die Aurora Borealis schauen, weil das Kind sonst mit einem Silberblick zur Welt kommen würde.

Bei deinem Islandbesuch kannst du dich natürlich allein aufmachen, die Nordlichter zu jagen. Aber wenn du die besten Plätze suchst, weit weg von den störenden Lichtern menschlicher Siedlungen, dann empfehlen wir eine Northern Lights Tour, bei der dir ein gut informierter Guide alles erzählen kann, was es zu diesem faszinierenden Phänomen zu wissen gibt.

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